Close Menu
    Facebook Instagram YouTube
    Facebook Instagram
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    • Startseite
    • Kritiken
      • Filme
      • Serien
    • Features
    • News
    • Über uns
      • Wer sind wir?
      • Unsere Autor*innen
      • Filmtoast auf Social Media
      • Werde Teil des Teams
      • Finanzielle Unterstützung
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    Startseite » Alex Cross
    Serien

    Alex Cross

    Jan Wernervon Jan Werner16. November 2024Keine Kommentare6 min Lesezeit
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Reddit LinkedIn Copy Link
    Share
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Telegram Copy Link

    Amazon Prime Video setzt seine Thrillerhelden-neubeleben-Agenda fort: der neueste Rückkehrer auf der Bühne des Streamingdienstes ist Alex Cross. Setzt man auch bei dieser Neuinterpretation wieder die richtigen Akzente?

    Alex Cross – Die offizielle Handlungsangabe

    Alex Cross ist ein dekorierter Detective der Mordkommission von D.C. und forensischer Psychologe. In der ersten Staffel der Thriller-Serie muss er sich einem sadistischen Serienmörder stellen und sich gleichzeitig mit einer mysteriösen Gefahr aus seiner Vergangenheit auseinandersetzen, die droht seine Familie, seine Karriere und sein Leben zu zerstören.

    Ryan, Reacher, Cross…

    Es gibt natürlich nicht nur einen Trend, eine Devise, eine Strategie, die sich jeweils mit einem der großen Streaminganbieter in Verbindung bringen lässt. Doch will man ein entsprechendes Steckenpferd von Amazon Prime Video benennen, nicht wenige würden sehr schnell eine Häufung von Neuverfilmungen von Thriller-Romanreihen mit weltweiter Fanbase und fast schon jahrzehntelanger Tradition – und in fast allen Fällen auch mehreren Verfilmungen mit schwankendem Anklang – feststellen.

    So hat der Versandriese unter anderem schon John Krasinski in die Fußspuren von Harrison Ford, Alec Baldwin und Chris Pine in der ikonischen Jack Ryan-Figur von Tom Clancy gecastet, um diesem dann inzwischen vier Staffeln lang mit sehr viel Erfolg auf Mission als CIA-Analyst zu schicken – ein Film zum Franchise ist jüngst angekündigt worden. Und auch nach zwei Kinofilmen mit Tom Cruise, wurde für eine Serienfassung von Jack Reacher Hüne Alan Ritchson zu einem wesentlich vorlagentreueren „vagabond Sherlock Holmes“, wie ihn sich Lee Child erdacht.

    Die Reihe ließe sich noch fortsetzen, wenn man die Kriterien etwas weiter fast. Fans warten nun auch auf die Serienversion von Lara Croft von Fleabag-Mastermind Phoebe Waller-Bridge, die auch erst dieser Tag mit Game of Thrones-Star Sophie Turner besetzt wurde. Nun aber erstmal zum Neustart von Alex Cross. Auch diese Figur ist ein regelrechtes Popkultur-Phänomen, erdacht von James Patterson, der seinem Helden inzwischen gut 30 Thriller auf den Leib schrieb (für Skriptstoff ist also Nachschub garantiert). Zwei bekannte Darsteller schlüpften in Filmfassungen von einzelnen Romanen schon in die Rolle: in den Neunzigern Morgan Freeman in Im Netz der Spinne und … zum Küssen sind sie da – zwei typische 90s-Crime-Flicks, die heute maximal noch auf einschlägigen Free-TV-Sendern versendet werden. Der zweite Darsteller war dann Tyler Perry, der in der gleichnamigen Wiederverfilmungen Alex Cross im Jahr 2012 mit sehr mäßigem Erfolg mimte.

    … Krasinski, Ritchson, Hodge

    Die Revivals von Jack Ryan und Jack Reacher würde ich als großer Genre-Fan und Serienjunkie als volle Erfolge bezeichnen; die Resonanz in der globalen Serienwelt und insbesondere auch von Fans der Romanfiguren unterstreichen dies. Nun ist aber meiner Meinung nach Alex Cross ein – zum Glück – etwas anders gelagerter Fall, was allein schon die Daseinsberechtigung einer Neuverfilmungen im schon ziemlich übersättigten Crime-Thriller-Subgenre rechtfertigt. Denn diese Figur ist eben nicht nur ein typischer Ermittler, der einen Background aus einer spezifischen Fachrichtung (hier die psychiatrische Forensik) mitbringt und der von einem Schicksalsschlag (hier der gewaltsame Tod seiner Frau) angetrieben und traumatisiert ist. Nein, Cross ist eben auch ein ambivalenter Charakter, der für die POC-Community eine sehr wichtige Rolle spielt.

    Und in diese Rolle darf nun also Aldis Hodge schlüpfen, der neben The Rock in Black Adam zu sehen war, aber insgesamt trotz reichhaltiger Filmografie (noch) ein vergleichsweise „kleiner“ Name ist – verglichen mit einem Morgan Freeman, der diese Figur einst verkörperte. Aber die Wahl, so stellt sich bereits in der Auftaktszene, in der die Tötung von Cross‘ Frau gezeigt wird, hätte besser nicht ausfallen können, denn Hodge hat einerseits eine beeindruckende körperliche Präsenz, mit der er immer wieder an Idris Elba in der Luther-Rolle erinnert und andererseits aber eine gewisse stoische Ausstrahlung und Besonnenheit in seiner Aura, die ihn schnell sympathisch, aber auch erstmal noch nebulös macht. Er trägt diese erste Staffel auf seinen breiten Schultern und ist schon allein das Einschalten wert.

    Hannibal-Light im Sündenpfuhl DC

    Doch auch die ganze Story in dieser Auftaktstaffel weiß recht schnell einen Sog zu entwickeln und bis zum Cliffhanger-Staffelfinale nicht locker zu lassen. Das liegt daran, dass hier sehr schnell das persönliche Umfeld mit in die Arbeitswelt und damit die Welt des Verbrechens gezogen wird und dadurch die Familie von Cross unmittelbar bedroht wird. Und das liegt auch daran, dass sehr schnell enthüllt wird, wer der Gegenspieler ist, was ihn antreibt und wie skrupellos er ist, sodass es weniger eine Mördersuche als vielmehr ein Psychoduell, respektive -triell ist, dass hier in acht Folgen menschliche Abgründe, brutale Morde und Spannung ohne Ende serviert.

    Man merkt an der Skizzierung des Gegenspielers von Cross, dass man sich hier fast etwas zu stark am diabolischen Genie von Hannibal Lecter aus der Serie mit Mads Mikkelsen orientiert hat, aber der hier als Antagonist agierende Darsteller diesem natürlich nicht annähernd das Wasser reichen kann. Das führt letztlich dazu, dass man nicht ganz so Angst um die Guten in der Story hat, wie im Serienmeisterwerk von Bryan Fuller. Aber dieser Anspruch wäre auch vermessen, denn weder gibt es die Vorlage her, noch ist Alex Cross an eine ähnlich anspruchsvolle Zielgruppe adressiert. Diese Serie richtet sich dann doch an die gleiche Zuschauerschaft wie die eben benannten Erfolgsshows des Streamingdienstes, ist im Vergleich etwas abgründiger, weniger Action-lastig und fokussierter auf ein bestimmtes Milieu.

    Düster, fast zu düster

    Ja, „düster“ ist an dieser Stelle noch ein gutes Stichwort. Denn nicht nur ist die Story ein reinrassiger Psychothriller für ein erwachseneres Publikum. Auch die Bilder sind manchmal fast zu dunkel, um alles zu erkennen. Dieser kleine inszenatorische – oder vielleicht auch technische – Makel stört ab und an, aber wenn man sich den Raum, in dem man die Serie schaut, passenderweise abdunkelt, dann wirkt erstens die Atmosphäre noch bedrohlicher und zweitens lässt sich dann auch fast jedes Details erkennen.

    Abgesehen von Hodge sind die weiteren Darsteller allesamt auch eher aus Nebenrollen bekannte Gesichter, die zwar gut spielen und insbesondere auch in den dramatischen Szenen immer wieder glänzen können. Doch da der Serie neben dem Hauptdarsteller im Gegensatz zu Reacher oder Jack Ryan vielleicht etwas die Starpower fehlt, wird es umso schwieriger, hier erstmal zum Publikum durchzudringen. Primes eher sparsamen Werbemaßnahmen der neuen Serie tun ihr Übriges… Zum Glück hat der Konzern aber bereits vor dem Start der ersten Staffel die Serie verlängert, sodass zumindest der Cliffhanger mit Garantie aufgelöst wird. Genug Vorlagen für eine langlebige Serie gibt es, wie gesagt, auch. Und so bleibt am Ende einer wirklich kurzweiligen, nervenzerreißenden und überdurchschnittlich stark gespielten Debütstaffel schon jetzt neben einigen schockierenden Bildern auch die Vorfreude auf eine baldige Fortsetzung haften.

    Aldis Hodge als Titelfigur Alex Cross © Amazon Studios

    © Amazon Studios

    Unser Fazit zu Alex Cross

    3.5 Sehenswert

    Alex Cross ist ein weiterer Vertreter von "Dad-TV" bei Amazon Prime Video - und das ist keineswegs despektierlich gemeint. Die Zielgruppe ist ja nun mal riesig, die Vorlage bringt nochmal eine Vielzahl potenzieller Zuschauenden mit und auch wenn dem Neustart etwas Starpower fehlt, gleicht er das mit ihrer eigenen Note in Sachen psychologischer Thriller gut aus. Man sollte keine Mörderjagd wie bei Luther erwarten; und auch wenn die Vergleiche zu Hannibal qua der Profession des Protagonisten auf der Hand liegen, sind diese nicht zu erfüllen. Dennoch macht die Serie vieles richtig - und auch Lust auf weitere Staffeln.

    Alex Cross streamt bei Amazon Prime Video.

    • User Ratings (0 Votes) 0
    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

    • Jan Werner
      Wonder Man
    • Jan Werner
      Fabian und die mörderische Hochzeit
    • Jan Werner
      Steal
    • Jan Werner
      Splitsville
    Vorheriger BeitragGladiator II
    Nächster Beitrag The Day of the Jackal

    Weitere Beiträge

    4.0

    Heated Rivalry – Staffel 1

    von Jan Werner
    3.5

    Agatha Christie’s Seven Dials

    von Jan Werner
    3.5

    PONIES

    von Jan Werner
    4.0

    A Knight of the Seven Kingdoms

    von Jan Werner
    4.0

    The Night Manager – Staffel 2

    von Jan Werner
    3.0

    His & Hers

    von Jan Werner
    Kommentar hinzufügen
    Hinterlasse einen Kommentar Cancel Reply

    Neueste Beiträge

    Splitsville

    18. Januar 2026

    Heated Rivalry – Staffel 1

    17. Januar 2026

    The Housemaid – Wenn sie wüsste

    16. Januar 2026

    The Rip

    16. Januar 2026
    We are social
    • Facebook
    • Instagram
    Über uns
    Über uns

    Filmkritiken, Serien-Reviews und Streaming-Tipps. Wir bieten Einblicke, aktuelle Besprechungen und ehrliche Meinungen zu allem, was auf Leinwand oder Bildschirm läuft. Einfach, direkt und ohne Hype.

    Links
    • Über uns
    • Filme
    • Serien
    • Features
    • News
    Facebook Instagram
    • Datenschutzerklärung
    • Impressum
    © 2026 Filmtoast.de

    Suchbegriff eingeben, um zu starten. Tippe X, um die Suche zu schließen.