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    Startseite » Der Auserwählte
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    Der Auserwählte

    Jan Wernervon Jan Werner16. August 2023Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    El Elegido S1. (L to R) Jorge Javier Arballo Osornio, Bobby Luhnow in El Elegido. Cr. Carla Danieli/Netflix © 2023
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    Mit Der Auserwählte wagt man sich seitens Netflix an einen weiteren Mark-Millar-Stoff. Ist die Serienadaption von American Jesus möglicherweise von mehr Erfolg gekrönt als die bisherigen Kooperationen?

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    Bobby Luhnow in Der Auserwählte mit einem Medaillon in der Hand.
    Bobby Luhnow in Der Auserwählte © Netflix

    Darum geht’s in Der Auserwählte

    Der 12-jährige Jodie aus Santa Rosalía in Baja California Sur überlebt einen tragischen Unfall und entdeckt Kräfte, die denen von Jesus ähneln. Er kann Wasser in Wein verwandeln, verhilft den Lahmen wieder zum Gehen und kann vielleicht sogar Tote auferstehen lassen. Doch ist er seiner Bestimmung gewachsen, die Welt durch einen sich seit Tausenden von Jahren zusammenbrauenden Konflikt zu geleiten?

    Erster Eindruck zu Der Auserwählte

    Der Beitrag befasst sich mit den ersten beiden Folgen der Netflix-Serie und soll Anhaltspunkte liefern, ob der Auftakt genug bietet, um Zuschauer zum Dranbleiben zu motivieren.

    Mark Millar und Netflix: Liebe auf den dritten Blick?

    Die neue Miniserie aus Mexiko ist die Adaption von American Jesus von Mark Millar und Peter Ross. Millar hat einige der bedeutendsten Comicserien und Graphic Novels der vergangenen Dekaden kreiert. Auch einige Verfilmungen wurden wohlwollend aufgenommen. Kick-Ass oder die Kingsman-Reihe entstammen der Feder des Autoren. Doch seit Netflix sich mit dem Unternehmen Millarworld arrangiert hat, war die Zusammenarbeit noch nicht mit viel Gegenliebe gesegnet. So wurde Jupiter’s Legacy teils medial zerrissen und nach einer Staffel und offenem Ende begraben. Die Zeichentrick-Adaption Super Crooks hat im Anschluss auch kaum Aufmerksamkeit erregen können. Die Erwartungen an die neue Kooperation sind dementsprechend nun auch mit dem Druck verbunden, dass man nicht mehr allzu viele Pfeile im Köcher hat.

    Diesmal sind die Vorzeichen jedoch andere, wenngleich nicht minder komplizierte. Denn einerseits hat Der Auserwählte eine lange Produktionsgeschichte mit Aufs und Abs hinter sich. Und andererseits hat man in diesem Fall die Produktion nach Mexiko vergeben und so gleichzeitig auch noch den Fokus auf die hispanischen Einflüsse gelegt. Im Kern lebt der Stoff aber, ob in der Vorlage oder dieser Adaption, davon, dass man auf die Kenntnis biblischer Geschichten beim Rezipienten setzt. Es wird mit Anspielungen auf die neu-evangelikale Jesus-Geschichte agiert, die in eine andere Weltregion übertragen und auf die Moderne transportiert werden. Dadurch ergeben sich aber nicht nur kreative Herausforderungen an die Macher sondern auch eine enorme Angriffsfläche, falls man entweder in die Blasphemie abgleitet oder zu sehr dem christlichen Kult huldigt.

    Religiöser Humbug oder zeitgemäße Bibel-Annäherung?

    Wo ordnet sich auf dieser Skala aber nun Der Auserwählte in der Netflix-Version ein? Das ist in der Tat eine Frage, die sich nach den ersten beiden Folgen noch nicht abschließend beantworten lässt. Dennoch lässt das erste Drittel bereits die stilistische Herangehensweise erkennen – und die ist durchaus vermutlich anders, als es der ein oder andere vorab erwarten würde. Sehr schnell wird zwar die messianische Veranlagung des Protagonisten herausgekehrt, aber dann fühlt sich die Serie doch über weite Strecken nach einem kleinen, intimen Independent-Projekt mit Fokus auf den sozialen Missständen in Mittelamerika an. Dazu kommen dann gestalterische Einfälle, wie ein sehr eigenständiger Look, der sich irgendwo zwischen antiquiert und dokumentarisch verorten lässt. Das Spiel mit dem Bildformat unterstreicht den künstlerischen Anspruch nochmals mit Nachdruck.
    Auch als Coming-of-Age-Geschichten-Fan wird man schnell Anklang finden. Die jungen Darsteller bilden eine sympathische Clique ganz im Stile von Genre-Klassikern aus früheren Jahrzehnten. Am erstaunlichsten und mitunter erfreulichsten ist, dass die Serie in vielen Aspekten an den ikonischen Favelas-Film City of God erinnert. Ebenso positiv kann anhand der beiden ersten Episoden auch bewertet werden, dass der Umgang mit religiösen Aspekten zwar vordergründig aber nicht plakativ oder verzerrend ist. Die Dynamik zwischen den Kids reißt schnell mit und hat einen angenehm anachronistischen Charme. Wenngleich die jungen Darsteller ihre mangelnde Erfahrung vor der Kamera teils nicht überspielen können, so kann man die frischen Gesichter vor der Kamera doch als weiteres Pro-Argument verbuchen. Nach dem Auftakt ist noch nicht abzusehen, wie sich Bobby Luhnow im Serienverlauf als Hauptdarsteller behaupten kann, aber auch er glänzt zumindest von Beginn an schon einmal mit einer grundsätzlich positiven Präsenz.
    Alberto Pérez Jácome, Juan Fernando González, Bobby Luhnow, Jorge Javier Arballo Osornio und Lilith Amelie Siordia.
    Alberto Pérez Jácome, Juan Fernando González, Bobby Luhnow, Jorge Javier Arballo Osornio und Lilith Amelie Siordia © Netflix

    Wer sollte sich Der Auserwählte nicht entgehen lassen?

    Es ist angenehm zu sehen, das Netflix den Machern hier recht freie Hand gelassen hat, was ihre kreative Vision betrifft. Dementsprechend frisch und vor allem im Netflix-Katalog einzigartig sind die ersten Eindrücke zu Der Auserwählte. Wer hier wegen den christlichen Motiven neugierig wurde, darf sich auf eine ganz andere Betrachtung wie bei der ebenfalls von Netflix produzierten Serie Messiah freuen. Darüber hinaus erinnert der Look an Mid90s und die Road-Trip-Aspekte wecken Erinnerungen an klassische Teenie-Abenteuer. Die mystischen Aspekte schwingen immer mit und sind das Salz in der Suppe. Es sollte also jeder, der bei all den Netflix-Produktionen im Einheitslook Lust auf eine etwas andere Miniserie hat, zumindest einmal einen Blick wagen.

    Unser vorläufiges Fazit zu Der Auserwählte

    Ein weiteres Mal ist es recht knifflig, bereits nach zwei Folgen abzuschätzen, ob das Konzept der Miniserie am Ende komplett aufgehen kann. Die kreativen Freiheiten stehen Der Auserwählte jedoch gut zu Gesicht und halten das Publikum am Ball. Mit Sicherheit wird auch diese Mark-Millar-Adaption kein Massenpublikum erreichen, aber Coming-of-Age-Genre-Fans und Kenner der Vorlage dürften einen Blick nicht bereuen. Die Tendenz deutet nach dem ersten Drittel in Richtung Geheimtipp.

    Der Auserwählte ist ab dem 16. August 2023 bei Netflix abrufbar.


    © Netflix

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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