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    Startseite » Der Greif
    Serien

    Der Greif

    Florian Borneckvon Florian Borneck25. Mai 2023Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Eine antike Bibliothek
    Mark (Jeremias Meyer)
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    Mit Wolfgang Hohlbeins Der Greif schickt sich Amazon Prime an die Vorlage eines bedeutenden deutschen Fantasy-Autoren ins Streaming-Rennen zu schicken. Wird die Adaption ein Hit und erweitert den Streaming-Markt um eine weitere, vielversprechende deutsche Produktion oder verpufft das Potential der Vorlage einfach?

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    Plakat zu Der Greif
    Plakat zu Hohlbeins Der Greif © Amazon Studios

    Die Handlung von Der Greif

    Krefelden 1994. Die drei Außenseiter Mark (Jeremias Meyer), Memo (Zoran Pingel) und Becky (Lea Drinda) entdecken eine phantastische Welt, genannt „Der Schwarze Turm“. Dort unterjocht der Greif, ein weltenverschlingendes Monster, alle Lebewesen gnadenlos. Mark findet heraus, dass er der Einzige ist, der den Greif besiegen kann. Aber er ist kein Held und will auch keiner sein. Er hat genug mit der Schule, seinen Wutausbrüchen und seiner ersten großen Liebe zu tun. Ein Kampf gegen Monster kommt für ihn überhaupt nicht in Frage. Doch als Marks Bruder Thomas (Theo Trebs) verschwindet, müssen die Freunde in die Welt des Schwarzen Turms aufbrechen und sich der Gefahr stellen…

    Ein charmantes Retro-Potpourri

    Im Gegensatz zur Buchvorlage spielt die Serie nicht in den 1980er Jahren, sondern in den 90ern. Und dies scheinen uns die Verantwortlichen auch gleich zu Beginn der Handlung verdeutlichen zu wollen: Hier werden in einer Bildmontage wenig subtil, aber charmant, einmal so ziemlich alle Accessoires und Gadgets gezeigt, die den Jugendalltag in den 90er Jahren dominierten. Da sehen wir Jugendliche mit ihren Walkmans spazieren, auf den Fluren der Schule werden Computerspieldisketten ausgetauscht, die coolen Kids führen Tricks auf ihren Skateboards vor und für so ziemlich jedes Kind an der Schule in Krefelden scheint das Outfit der Wahl eine Kombination aus Bandshirt und Jeansjacke zu sein. Ach ja und natürlich darf das gute alte Mixtape nicht fehlen! Mark verdient sich nämlich etwas dazu, indem er für seine Mitschüler hochqualitative Mixtapes mit Songs ihrer Wahl zusammenstellt.

    Musik spielt generell eine wichtige Rolle im Leben der jungen Protagonist*Innen. Dies wird von der Serie auch ausgezeichnet umgesetzt. Hier wird ebenfalls ein Mash-up bekannter 90er Jahre Rock-, Pop-, Metal- und selbstverständlich Grunge-Songs serviert, das gekonnt zwischen diegetischem und nicht diegetischem Soundtrack wechselt und so die Handlung hervorragend untermalt.

    Mehr Coming of Age als Fantasy?

    Generell könnte der Eindruck entstehen, wenn man Der Greif unvoreingenommen, ohne Kenntnis der Romanvorlage oder Trailer schaut, dass es sich hier gar nicht um eine Fantasyserie, sondern um eine Art Coming-of-Age-Story handelt. Denn man lässt sich, nach einem rasanten Auftakt, der sich als Albtraum entpuppt, erst einmal sehr viel Zeit mit dem Aufbau seiner Charaktere und deren Leben in der fiktiven Kleinstadt. Aber das ist gut. Durch den langsamen Aufbau der Handlung und die zunächst nur selten eingestreuten Fantasyelemente, an deren Realität die Figuren zunächst selbst zweifeln, entwickelt das Original ein durchaus glaubhaftes und emotional ansprechendes Setting.

    Der Greif kann somit als eine Mischung aus Dark Fantasy und Coming-of-Age-Story gesehen werden. Im Mittelpunkt der Handlung stehen sowohl der Kampf gegen den namensgebenden Greif, als auch Erfahrungen wie erste Liebe, familiäre Probleme, Freundschaft und Vertrauen. Und genau hier liegt die Stärke der Serie.

    Mark in der Welt des schwarzen Turms: Er steht mit Kapuze im düsteren Wald. Der Greif
    Mark (Jeremias Meyer) stellt sich dem Bösen © Amazon Studios

    Starkes Jugenddrama, …

    Besonders viel Spaß macht Der Greif immer dann wenn die Serie sich in den Gefilden eines Jugenddramas bewegt. Das liegt am ausgezeichneten Schauspiel seiner jungen Darstellerinnen und Darsteller, die es an manchen Stellen fertigbringen dem Publikum mit einem Lächeln das Herz zu erwärmen. Auch auf den ersten Blick klischeebehaftete Figuren wie „das beliebte böse Mädchen in der Schule“ werden nuancierter präsentiert und dürfen auch hier und da einmal mit positiven Eigenschaften und Handlungen glänzen. Generell kann man den Figuren in der menschlichen Welt ohne groß zu meckern die volle Punktzahl geben.

    … Abzüge in der B-Note

    Emotional schwächer wird es leider jedes Mal dann, wenn es um die Fantasy-Aspekte und die Welt des „schwarzen Turms“ geht. Die optischen Effekte und gestalterischen Aspekte der Fantasywelt sind dabei durchaus gelungen. Besonders positiv hervorzuheben ist das Kostümdesign der schaurigen Man-Ithen und der an Satyre erinnernden Sklavenjäger. Auch geht es für eine Jugendserie dann und wann überraschend deftig zur Sache, aber der grundlegende Konflikt entpuppt sich als erstaunlich seicht. Der namensgebende Greif lässt leider an Charakterzeichnung vermissen und dient eher als Motivationsgeber für die Protagonist*Innen: Er ist böse. Er muss bezwungen werden. Seine Diener sind da schon ein wenig nuancierter, gibt es schließlich zwischen zwei seiner Sklavenjäger auch eine Art von Beziehung, die von den übrigen Dienern des Greifen nicht verstanden und abgelehnt wird. Seine restliche Dienerschaft wird allerdings kaum weiter charakterisiert.

    Das ist vor allem schade, da der Greif selbst sogar sehr gut aufgebaut wird und die einzelnen Hinweise auf seine Figur sein erstes Auftreten mit Spannung erwarten lassen. Er funktioniert als Antagonist trotzdem sehr gut. Man wird beim Zuschauen nur einfach im Vergleich zum Aufbau seiner Figur und im Kontrast zu den Heldinnen und Helden der Geschichte das Gefühl nicht los, dass hier mehr möglich gewesen wäre. Auch das Finale der ersten Staffel geht dann, nach einem sehr langen Aufbau erstaunlich schnell vonstatten und wirkt etwas abrupt. Hier macht die Serie aber erneut eines richtig: Sobald die erste Staffel von Der Greif vorbei ist, ist man gespannt wie es weitergeht und hofft auf mehr.

    Sklavenjäger, Diener des Greifen
    Ein Sklavenjäger des Greifen © Amazon Studios

    Unser Fazit zu Der Greif

    Mit Der Greif haben wir wieder einmal eine vielversprechende Serie aus deutschen Landen, die all jene Fans von Fantasy und Science Fiction abholen dürfte, denen Dark zu verkopft war. Zudem bietet sie ein wirklich starkes Spiel zwischen talentierten Jungdarstellern und liefert solide Fantasy-Kost auf einem durchaus hochwertigen Produktionsniveau. Potentiell geneigte Zuschauer*Innen sollten jedoch kein High-Fantasy-Action-Feuerwerk erwarten. Wer sich jedoch darauf einlässt, dass der emotionale Konflikt in der realen Welt im Zentrum der Handlung steht, wird mit einer sehr soliden und sehenswerten Jugendrama-/Fantasyserie belohnt, die Lust auf mehr macht.

    Hohlbeins – Der Greif startet am 25. Mai mit den 6 Folgen der ersten Staffel auf Amazon Prime!


    © Amazon Prime Video

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