In Fubar betritt Legende Arnold Schwarzenegger in seinem zweiten (oder dritten) Karrierefrühling endlich die Serienbühne und haut dabei ordentlich auf die Kacke. Kann der Ex-Terminator noch in Action-Rollen überzeugen?
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Darum geht’s in Fubar
Ein CIA-Agent kurz vor der Rente deckt ein Familiengeheimnis auf und lässt sich auf eine allerletzte Mission ein. In der actiongeladenen, humorvollen Serie dreht sich alles um Familiendynamiken – nicht nur in der Welt der Spionage.
Erster Eindruck zu Fubar
Der Beitrag befasst sich mit den ersten beiden Folgen der Netflix-Serie und soll Anhaltspunkte liefern, ob der Auftakt genug bietet, um Zuschauer zum Dranbleiben zu motivieren.
08/15-Agenten-Action-Quark im Netflix-Korsett
Meine Tochter ist in der CIA???
Verschenkter Arnie und unbeholfene Selbstironie

Als Parodie zu unlustig, als Thriller zu unspannend
Wer hingegen ein Action-Feuerwerk erwartet wird enttäuscht werden. Genauso wie auch diejenigen eher ernüchtert zurückbleiben werden, die auf Basis der Arnie-zentrischen Promo eine pausenlose Aneinanderreihung von Agentenfilm-parodistischen Momenten erwarten. Die Geschichte hat mitunter sogar ein paar gute Spannungsmomente, krankt aber aufgrund ihrer Vorhersehbarkeit an Überlänge. Die Dynamik zwischen dem Topstar und seiner Filmtochter bietet ebenfalls ein paar starke Szenen und funktioniert überaus gut. Auch die Sidekicks sorgen für gute Momente, wenngleich man diese Figuren, die im Hintergrund von Spionagemissionen agieren, auf diese Art inzwischen zu oft gesehen hat.
Unser Fazit zu Fubar
Arnie überzeugt mit Abstrichen, die Geschichte packt zumindest ansatzweise und die Comedy-Momente sind nicht alle Rohrkrepierer. Klingt nach Mittelmaß? Ist Mittelmaß. Trotz Schwarzenegger, überzeugenden Co-Stars und viel Marketing-Buhei, ist Fubar nur eine weitere belanglose Ergänzung im ohnehin übervollen Agenten-Action-Genre. Die neue Netflix-Serie unterstreicht – dicker wie es kaum geht – dass Streamingdienste endlich von ihrer Strategie abrücken müssen, statt mit intelligenten Geschichten Mut zu beweisen auf große Namen und Publikumsmagneten zu setzen. Wer also Arnie in den letzten Jahren vermisst hat, der kann sich die 8 Folgen schon ansehen. Wer jedoch zeitgemäße und gute Action im Agentengenre sucht, der sollte bei Netflix eher The Recruit oder The Night Agent schauen – zwar ohne Megastar, dafür aber mit viel mehr erzählerischem Fokus.
Fubar ist ab dem 25. Mai 2023 bei Netflix abrufbar.
© Netflix
Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

