Close Menu
    Facebook Instagram YouTube
    Facebook Instagram
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    • Startseite
    • Kritiken
      • Filme
      • Serien
    • Features
    • News
    • Über uns
      • Wer sind wir?
      • Unsere Autor*innen
      • Filmtoast auf Social Media
      • Werde Teil des Teams
      • Finanzielle Unterstützung
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    Startseite » Hijack
    Serien

    Hijack

    Jan Wernervon Jan Werner16. Juni 2023Keine Kommentare5 min Lesezeit
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Reddit LinkedIn Copy Link
    Share
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Telegram Copy Link

    Flugzeugentführungen sind ein sehr beliebtes Sujet für Actionthriller. Filme gibt es dazu schon so viele, dass man kaum noch etwas Neues erzählen könnte. Doch in der Serienform sieht es – so zumindest in den Gedanken von Apple – anders aus. Und so soll die Serie Hijack dank Echtzeit-Erzähl-Konzept und Starpower ab sofort durchstarten. Begeben wir uns an Bord und schauen wohin die Reise führt…

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden

    Idris Elba in Hijack © Apple TV+

    Hijack – Die Handlungsangabe

    Hijack erzählt von einem Flug nach London, der kurz nach dem Start entführt wird. An Bord ist unter anderem ein Wirtschaftsexperte (Idris Elba) der sich als Verhandler mit den Entführern einbringt, damit aber auch riskiert die Situation eskalieren zu lassen. Die Miniserie deckt nahezu in Echtzeit die sieben Stunden des Langstreckenflugs ab – und macht so die sieben Folgen zur nervlichen Zerreißprobe.

    Spoilerfreie Kritik

    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit allen Folgen der Serie. Dementsprechend ist die Kritik darauf bezogen und soll dazu dienen, den Lesern eine Hilfestellung bei der Entscheidung zu geben, ob sich auf Basis des Gesamteindrucks ein Blick rentiert. Spoiler werden selbstredend vermieden.

    24 im Linienflugzeug

    Allein in den letzten Jahren gab es eine Unmenge an Thriller im Flugzeug-Kabinen-Setting. Um hier nicht über die Startbahn hinaus zu schießen oder eine Bruchlandung hinzulegen, muss man sich schon etwas spezielles überlegen, um nicht nur die Standard-Etappen dieses begrenzten Subgenres abzuhaken. Ob nun der deutsche Actionkracher Blood Red Sky oder der koreanische Pandemie-Thriller Emergency Declaration, viele Filme, die in den letzten Jahren an Bord von Passagiermaschinen spielten, haben es ziemlich gut verstanden, einerseits die räumlichen Dimensionen zu nutzen und andererseits die eigentlich vom Setting unabhängige Stories auszuspielen. Bei Serien ist da höchstens noch die belgische Dystopie Into the Night zu erwähnen, die sich jedoch in der zweiten Staffel dann inhaltlich ziemlich verflogen hat und auch immer weniger im Flugzeug spielte. Serien wie Yellowjackets und Manifest nahmen zwar ihren Anfang an Bord von Flugzeugen, doch im Anschluss spielten die Geschichte jeweils komplett am Boden.
    Hier geht Hijack definitiv einen anderen Weg, denn in der Apple-TV-Serie spielt fast einhundert Prozent der Handlung im Innenraum des Jets. Das ist jedoch nicht das einzige Merkmal, mit dem sich das Format „abheben“ soll. Zum punkten versucht man mit dem Schlagwort „Echtzeit“. Das bedeutet, dass die sieben Folgen tatsächlich die Dauer des Fluges abdecken. Ja, ähnliche Konzepte gab es schon. Vorreiter war sicherlich die Kiefer Sutherland Serie 24 Anfang der 2000er, die  zum Serienboom ihren Teil beisteuerte und ein besonderes TV-Event war. Doch wie sieht es etwa 20 Jahre später aus? Reißt einen da diese Erzählform überhaupt noch vom Hocker? Oder viel wichtiger: Was holen die Macher der neuen Miniserie aus der Kombination dieser beiden recht ausgenudelten Komponenten heraus?

    Hijack ist ein spannungstechnischer Parabelflug

    Hinter der Produktion steckt mit George Kay eigentlich einer, der schon gezeigt hat, wie man ein Massenpublikum an den Bildschirm fesselt. Doch der Lupin-Macher holt hier wirklich nicht mehr raus, als die Zutaten auf dem Papier versprechen. Hijack ist ein Entführungsthriller, wie man es – leider auch in wesentlich besser – schon dutzende Male serviert bekommen hat. Darüber hinaus versagt man auch auf der essentiellen Ebene, um überhaupt eine Chance zu haben, das Publikum imaginär an Bord zu holen, denn über weite Strecken fühlt sich das Geschehen überhaupt nicht an, als befände sich hier gerade eine Maschine tausende Meter über dem Meeresspiegel.

    Die Kommunikation mit den Bodenstationen ist auch erwartbar ohne Überraschungsmomente. Die Figuren sind nur Varianten der typischen Subgenre-Abziehbilder, die jeder, der auch nur einen Film ähnlicher Prämisse gesehen hat, direkt wiedererkannt. Und dadurch, dass man auch immer wieder aus dem Flugzeug heraus zu den Orten blendet, die mit der entführten Maschine in Kontakt sind, spielt sich auch die Echtzeit-Mechanik nicht wirklich aus.

    Charakterdramen in der Businessclass

    Die Crux, mit der steht und fällt, ob man mit der Miniserie dennoch eine spannende Reise mitmacht, ist, ob man sich in die individuellen Schicksale der Menschen im Jet oder am Boden einfühlen kann. Die persönlichen Dramen stehen nämlich ziemlich stark im Fokus und auch die Ambivalenz der Motivation hinter der Entführung könnte den ein oder anderen doch fesseln. Man darf eben einmal mehr sich aufgrund des Marketings keine falschen Vorstellungen machen, was die Produktion zu liefern gedenkt. Da passt es dann auch, dass man hier auch vom großen Star des Cast, Idris Elba, nicht die Kaltschnäuzigkeit eines DCI Luther zu sehen bekommt, sondern eher die charmante, gar verletzliche Seite. Klar ist er der Publikumsmagnet in der Produktion, aber die unbekannten Gesichter bekommen viel Zeit, um sich aus seinem Schatten zu spielen – einige nutzen dies auch gut aus!

    Hijack © Apple TV+

    Wer sollte sich Hijack nicht entgehen lassen?

    Da die Serie irgendwie nicht wirklich hält was sie verspricht und als Flugzeug-Thriller nicht wirklich funktioniert, variieren wir in diesem Fall diese Rubrik unserer Serienkritiken und beantworten stattdessen die Frage: Was sollte man statt Hijack schauen, wenn man Flugzeugentführungen immer noch nicht satt hat? Wer als die Genre-prägenden Klassiker wie Air Force One oder Con Air kennt und vielleicht sogar Flightplan mit Jodie Foster schon gesehen hat, der kann mit 7500 noch authentischer einsteigen. In gut anderthalb Stunden wird dort die Entführung aus der Cockpit-Perspektive heraus erzählt und dabei zeigt Joseph Gordon Levitt auf engstem Raum, dass er einen erstaunlich glaubhaften Piloten spielen kann. Ein zweiter Geheimtipp mit Flugzeug-Kontext ist die französische Produktion Black Box. Dort spielt Pierre Niney einen Sicherheitsexperten mit extrem sensiblem Gehör, der nach einem vermeintlichen Unglück beim Auswerten der Black Box auf Unstimmigkeiten stößt.

    Unser Fazit zu Hijack

    Hijack funktioniert – trotz der 24-Gedächtnis-Formel – nicht als Action-Thriller mit Hochspannung im Flugzeug. Doch die Echtzeit schafft es erstaunlicherweise genau durch den gegenteiligen Effekt, nämlich indem man die Flugdauer zur Geduldsprobe macht und die Atmosphäre schön langsam anschwellen lässt, doch Spannung aufzubauen. Man muss sich eben nur auf diese langsame Entfaltung und die zahlreichen interessanten Figuren einstellen, dann lohnt es sich die Rückenlehne senkrecht zu stellen und angeschnallt bis zum Erlöschen der Anschnallzeichen dran zu bleiben.

    Hijack startet am 28. Juni bei Apple TV+ mit drei Folgen und geht danach im Wochenrhythmus weiter!


    © Apple TV+

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

    • Jan Werner
      How to get to Heaven from Belfast
    • Jan Werner
      Is This Thing On?
    • Jan Werner
      Alex Cross – Staffel 2
    • Jan Werner
      Marty Supreme
    Vorheriger BeitragTyler Rake: Extraction 2
    Nächster Beitrag Slayers

    Weitere Beiträge

    3.5

    How to get to Heaven from Belfast

    von Jan Werner
    4.0

    Alex Cross – Staffel 2

    von Jan Werner
    3.0

    Salvador

    von Jan Werner
    3.5

    Unfamiliar

    von Jan Werner
    3.5

    Wonder Man

    von Jan Werner
    2.5

    The Beauty

    von Jan Werner
    Kommentar hinzufügen
    Hinterlasse einen Kommentar Cancel Reply

    Neueste Beiträge

    Wuthering Heights – Sturmhöhe

    12. Februar 2026

    How to get to Heaven from Belfast

    12. Februar 2026

    Is This Thing On?

    11. Februar 2026

    Crime 101

    11. Februar 2026
    We are social
    • Facebook
    • Instagram
    Über uns
    Über uns

    Filmkritiken, Serien-Reviews und Streaming-Tipps. Wir bieten Einblicke, aktuelle Besprechungen und ehrliche Meinungen zu allem, was auf Leinwand oder Bildschirm läuft. Einfach, direkt und ohne Hype.

    Links
    • Über uns
    • Filme
    • Serien
    • Features
    • News
    Facebook Instagram
    • Datenschutzerklärung
    • Impressum
    © 2026 Filmtoast.de

    Suchbegriff eingeben, um zu starten. Tippe X, um die Suche zu schließen.