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    Katla

    Jan Wernervon Jan Werner18. Juni 2021Keine Kommentare7 min Lesezeit
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    Ein Bild der Gletscherlandschaft rund um den Vulkan Katla.
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    Langsam ist Netflix einmal rum um die Welt. Das neue Original Katla stammt aus Island und versucht ab sofort, durch eine mysteriöse Geschichte Zuschauer zu gewinnen. Ob das gelingt wird im Folgenden beantwortet.

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    Das verschwommene Bild zeigt die Protagonistin von "Katla" Gríma in einem Oliven Parka mit einer Gasmaske um den Hals und leerem Gesichtsausdruck.
    Gríma kämpft auch ein Jahr nach dem Ausbruch mit den Folgen © Netflix

    Katla – Neue Mysteryserie aus Island

    Ein Jahr nach dem ersten Ausbruch des subglazialen Vulkans Katla in Island sucht Gríma (Guðrún Ýr Eyfjörð) noch immer nach ihrer vermissten Schwester, die an dem Tag verschwand, als die ständigen Eruptionen begannen. Als ihre Hoffnung, ihren Leichnam jemals zu finden, schwindet, bekommen die Bewohner der Umgebung plötzlich unerwarteten Besuch. Denn unter dem Gletscher ist möglicherweise etwas verborgen, das sich niemand auch nur ansatzweise hätte vorstellen können.

    Das Bild zeigt die riesige Höhle des Vulkangletschers und am Ende den hellen Ausgang. Unten im Bild erkennt man außerdem die dunklen Umrisse einer nicht erkennbaren menschlichen Gestalt.
    Eine Gestalt blickt in Richtung Ausgang der Vulkanhöhle © Netflix

    In dieser Kritik wird möglichst wenig auf die konkrete, wendungsreiche Handlung eingegangen, da Niemandem die wirklich gut eingewobenen Überraschungsmomente vorweggenommen werden sollen. Netflix hat uns die gesamte erste Staffel vorab zur Verfügung gestellt. Diese Kritik soll spoilerfrei alle Eindrücke zur kompletten Debütstaffel wiedergeben. Vor einem kleinen Teil, der womöglich leicht die Spoiler-Grenze überschreitet, wird explizit nochmal gewarnt.

    Unsere Kritik zu Katla:

    Eine Review zu Katla zu verfassen und dabei nicht durch irgendwelche Vergleiche schon zuviel der überraschenden Handlung vorweg zu nehmen, ist gar nicht so leicht. Daher soll es hier nun in erster Instanz darum gehen, in nicht allzu kryptischer Weise die emotionale Reise nachzuzeichnen, auf die man sich begibt, wenn man die acht Folgen der isländischen Mysteryserie sichtet. Wer vollkommen unvorbereitet quasi ins kalte isländische Atlantikwasser springen möchte, dem sei an dieser Stelle gesagt, dass damit wohl die bestmögliche Erfahrung zu erzielen ist, die man mit dieser Produktion haben kann.

    Island kommt perfekt zur Geltung

    Ungeachtet sämtlicher inhaltlicher Aspekte muss man Katla neidlos zugestehen, dass man mit der isländischen Landschaft nahezu die Idealkulisse für ein derartig angelegtes Mystery-Format gewählt hat. Nicht umsonst wurden in den vergangenen Jahren etliche Hollywoodproduktion und Serienprojekte auf der einzigartigen Vulkaninsel verwirklicht. Die vom Ruß bedeckten Gletscherfelder haben eine mystische Aura, die etwas urzeitliches und lebensfeindliches ausstrahlt. Die Kameraleute dieses Netflix-Exclusives setzen voll auf die Kraft der Bilder und geizen weder mit beeindruckenden Panoramen noch mit langsamen Kamerafahrten, die die Unberührtheit nochmals mit Nachdruck unterstreichen. Wenn dann einzelne Personen ganz klein mit ihrer Umgebung zu verschmelzen scheinen, dann wird einem beim Zuschauen bewusst, wie machtlos man doch gegen die Natur ist, wenn sie, wie durch einen Vulkanausbruch, ihre ganze Kraft ausspielen kann. Die phänomenale Optik wird der Tatsache mehr als gerecht, dass der titelgebende Vulkan, obgleich keine Person, so doch in gewisser Weise Protagonist der Geschichte ist.

    Åsa steht mit einer karierten Jacke und rotem Hoodie vor einem Torbogen.
    Die junge Åsa ist die Schwester von Forscherin Gríma © Netflix

    Ist Katla nur ein dreister Dark-Klon?

    Wer, wie Millionen Zuschauer weltweit, drei Staffeln lang die deutsche Hit-Serie Dark mitverfolgt hat, der wird sich vielleicht in der ersten Folge verdutzt die Augen reiben. Der Start von Katla erinnert nämlich in sehr starker Art und Weise daran, wie einst auch Dark begonnen hat, sein dichtes Geflecht aus Rätseln aufzubauen. Obgleich nicht verraten werden soll, ob es hier tatsächlich in die gleiche, hochkomplexe Richtung geht, so kann man selbstverständlich die Gretchenfragen in diesem Fall stellen:

    Wäre es so verwerflich, wenn man versucht, einer Serie, die weltweit Fans und Kritiker über Jahre hinweg verblüfft, begeistert und berührt hat, nachzueifern? Gibt es überhaupt so etwas wie die Dark-Formel, die sich kopieren ließe? Oder hat bei der deutschen Produktion einfach alles, vom Skript über die Besetzung bis hin sogar zum Timing perfekt gepasst? Und wenn die Macher hinter der isländischen Serie sich nun eben ehrfürchtig Inspiration bei Dark geholt haben, mit wie viel Erfolg haben sie es geschafft, doch etwas eigenes zu kreieren?

    Ein würdiger Nachfolger

    Man darf ohne Zögern feststellen, dass mit Katla wohl die erste Serie in der Post-Dark-Ära erschienen ist, die an diesem Vergleich nicht zugrunde geht. Wenn gleich auch im Eins-zu-Eins die deutsche Kultserie als Sieger vom Platz gehen würde, so hat der isländische Thronanwärter doch etliches auf der Habenseite zu verzeichnen, was an dieser Stelle zu loben ist. Neben den schon erwähnten visuellen Qualitäten glänzt auch der atmosphärische Score. Das chorale Flair der Kirchenmusik, die hier die Stille einerseits bricht und andererseits perfekt mit der Szenerie harmoniert, ähnelt dem Soundtrack von Dark nur, wenn man sich nicht näher für Filmmusik interessiert.

    Daneben ist es dann das Tempo, das im Dreiklang mit Bild und Ton die Atmosphäre prägt. Dabei beginnt die Geschichte recht gemächlich und entwickelt erst von Folge zu Folge immer mehr Geschwindigkeit. Spätestens ab der fünften Folge wird jedoch ein Sog erzeugt, der einen nahezu zwingt, bis zum Ende nicht mehr auszuschalten. Dass fast jede Episode mit einem mal kleinen, mal größeren Twist-Moment endet, sorgt zusätzlich dafür, dass Katla perfekt für einen Serienmarathon ist.

    Mystery trifft Volksmythos und Familiendrama

    Die Geschichte des isländischen Originals ist ein gelungener Genremix, der Elemente eines klassischen Familiendramas in eine Mysteryserie integriert. Zugute halten muss man außerdem, dass man lange Zeit miträtseln kann, was hinter den seltsamen Ereignissen steckt. Vieles erinnert zwar an Altbekanntes, aber damit werden zum Teil nur falsche Fährten gelegt, um mit überzeugenden Wendungen dann doch neue Wege zu gehen. Ari Aster wusste gekonnt in Midsommar skandinavische Mythologie mit seinem unverkennbaren Stil zu vereinen. Ähnlich gelingt es hier Baltasar Kormákur und co. in Katla Volksmythen Islands in ein modernes Setting zu übertragen.

    Man sieht einen tiefen Krater, in den von oben ein Mann mit Werkzeugen an einem Seil herabgelassen wird.
    Ein Forscher auf dem Weg in den Krater des Katla © Netflix

    Zusätzlich spielt Religion ebenso eine Rolle wie familiäre Dramen. Themen wie Verlust, Umgang mit Trauer und Akzeptanz des Schicksals sind heikel, wenn es an Darstellern mangelt, die die dazugehörigen Emotionen glaubhaft spielen sollen. Doch obgleich man vom Cast kaum jemanden hierzulande kennen dürfte, glänzt das gesamte Ensemble in den jeweiligen Rollen. Ohne zu viel zu verraten, so muss doch kurz erwähnt werden, dass ein paar Schauspieler ungleich schwerere Aufgaben hatten. Wenige mussten nämlich sogar in Doppelrollen überzeugen. Die menschlichen Dramen gehen unter die Haut, da man insbesondere den Kernrollen Gríma, Åsa oder Pór komplett das Spektrum von Euphorie bis Verzweiflung abnimmt und man aufgrund der tragischen Schicksale nur ungern mit den Figuren tauschen möchte. Die ein oder andere Figurenentwicklung kommt dazu noch sehr unerwartet und mit richtigen Schockmomenten ums Eck, sodass man mehrfach in der Serie den Atem anhalten muss.

    ***ACHTUNG, LEICHTE SPOILERGEFAHR***

    Das Ende von Katla ist zufriedenstellend und doch offen

    Ohne nun auf das Finale dieser Debütstaffel explizit einzugehen, so muss ausdrücklich betont werden, dass im Gegensatz zu einigen Neustarts bei Netflix in diesem Jahr diese Serie gut nach dem Staffelfinale enden könnte. Die Traumata der Protagonisten, die im Rahmen der mysteriösen Ereignisse verhandelt werden, scheinen auserzählt. Jeder Charakterstrang kommt zu einem befriedigenden Punkt, der jeweils auch beim Publikum die ein oder andere Träne hervorrufen kann. Katla endet ohne offene Fragen und trotzdem wird sanft angedeutet, dass noch nicht alle Geheimnisse des mythischen Vulkans geklärt sind. Vielleicht erzählt eine weitere Staffel dann von völlig anderen Personen oder spielt in einer anderen Zeit, aber die Geschichte von Gríma und co. bedarf keiner Fortsetzung.

    ***SPOILERGEFAHR ENDE***

    Unser Fazit zu Katla

    Katla ist das erste isländische Netflix-Original und gleichzeitig die erste Mysteryserie seit Dark, der es gelingt einen vergleichbaren Sog zu entwickeln. Dabei ist diese Produktion wesentlich linearer erzählt, bei weitem nicht so fordernd und insgesamt auch nicht annähernd so bedeutungsschwanger. Die Konzentration auf wenige menschliche Schicksale in der Verpackung eines sich langsam erschließenden Rätsels geht voll auf. Am Ende bleiben einige starke, berührende Momente in Erinnerung. Genauso auch die wohldosierten Überraschungen, die das Format endgültig vom großen deutschen Vorbild emanzipieren. Wer neben der Vorliebe für Geschichten zum Miträtseln auch ein Faible für die atemberaubenden isländischen Landschaften mitbringt, der kommt gleich doppelt auf seine Kosten. Und wer zusätzlich auch noch mit der Lovecraft-esken Atmosphäre etwas anzufangen weiß, der findet in Katla vielleicht schon sein Highlight des Serienjahres.

    Katla ist ab dem 17. Juni komplett bei Netflix abrufbar!


    © Netflix

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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