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    Startseite » Moon Knight
    Serien

    Moon Knight

    Jan Wernervon Jan Werner7. Mai 2022Keine Kommentare7 min Lesezeit
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    Stephen Grant steht in einem Waschraum zwischen Spiegeln, die sich endlos weiter reflektieren.
    Oscar Isaac as Marc Spector/Steven Grant in Marvel Studios' MOON KNIGHT, exclusively on Disney+. Photo courtesy of Marvel Studios. ©Marvel Studios 2022. All Rights Reserved.
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    Die Miniserie – oder doch nur die erste Staffel? – Moon Knight ist als erster MCU-Beitrag 2022 nun mit Folge 6 zu ihrem Abschluss gekommen. Welchen Eindruck hat die Geschichte mit dem neu eingeführten Titelhelden abschließend hinterlassen?

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    Das Plakat zu Moon Knight zeigt den Kopf des Protagonisten zweigeteilt: eine Hälfte unmaskiert und die andere mit der weißen Maske samt leuchtendem Auge.
    Das Plakat zur düsteren MCU-Serie © Marvel Studios 2022. All Rights Reserved.

    Die Handlung von Moon Knight

    Moon Knight erzählt die Geschichte von Steven Grant (Oscar Isaac), einem gutmütigen Verkäufer in einem Souvenirshop, der von Blackouts und Erinnerungen an ein anderes Leben geplagt wird. Steven entdeckt, dass er an einer dissoziativen Identitätsstörung leidet und sich seinen Körper mit dem Söldner Marc Spector teilt. Als Stevens/Marcs Feinde sich ihnen nähern, müssen sie sich mit ihren komplexen Identitäten auseinandersetzen, während sie in ein tödliches Geheimnis unter den mächtigen Göttern Ägyptens hineingeraten.

    Oscar Isaac hinter einer Aquariumscheibe. Er betrachtet mit fragendem Ausdruck einen Goldfisch im Becken.
    Wenn Stephen Grant wüsste, warum der Fisch plötzlich anders aussieht… © Marvel Studios 2022. All Rights Reserved.

    Kritik zur kompletten Staffel von Moon Knight

    Diese Serienkritik bezieht sich auf die komplette Miniserie, verzichtet jedoch selbstverständlich auf Spoiler.

    Wer die bisherigen Serien, die von Disney selbst im Rahmen des MCU angelegt wurden, gesehen hat, wird von Moon Knight auf jeden Fall in mehrfacher Hinsicht überrascht werden. Die Miniserie ist dabei der bislang düsterste Beitrag aus dem Hause Disney und sie fügt sich auch insgesamt über weite Strecken eher widerspenstig ins große Ganze ein. Das liegt zu allererst daran, dass im Gegensatz zum Beispiel zu Hawkeye oder Loki hier die Titelfigur erstmal eingeführt werden muss, da sie nicht schon zumindest als Nebencharakter aus den Kinoabenteuern bekannt ist. Außerdem gibt es auch wenn überhaupt nur marginale Anspielungen auf andere Serien und Filme. Moon Knight steht zuerst einmal komplett für sich allein und kann dementsprechend auch für Neueinsteiger interessanter sein, als die vorherigen Marvel-Serien bei Disney+, die auf eine Figurenetablierung eigentlich fast verzichten konnten.

    Doch wer nun von dieser autarken Geschichte nun erwartet, dass der Titelheld auf klassische Art und Weise eine Standard-Origin-Story bekommt, der wird ebenso eines besseren belehrt. Natürlich wird der neue Held/Antiheld auch hier von Folge zu Folge etwas vertrauter für das Publikum. Doch genauso wie dieses die Figur erst noch kennenlernen muss, so muss sich auch der Protagonist erst noch finden. Das Element der dissoziativen Persönlichkeitsstörung ist hier Dreh- und Angelpunkt und so steht die Erkundung der Psyche von Stephen/Marc hier permanent im Fokus.

    Vielversprechender Auftakt…

    Der Einstieg mit einer schauderhaften Szene, stimmt die Zuschauer:innen direkt auf die Tonalität der Serie ein. Verhältnismäßig wenig Marvel-typischer Humor und sogar mehrfach Horror-Elemente prägen Moon Knight und sorgen dafür, dass sich die Miniserie eher anfühlt als würde sie in der Welt spielen, die einst mit den Netflix-Marvel-Serien rund um Daredevil und Jessica Jones herum aufgebaut wurde. Außerdem setzt sich der Pilot direkt noch mit einem neuen, markanten Stilmittel von allem bisherigen ab. Die Inszenierung arbeitet zu Beginn nämlich viel mit der Unkenntnis des einen Teils der Persönlichkeit des Protagonisten darüber, was passiert, wenn der andere Teil den Körper kontrolliert. Bei den ersten Täuschen zwischen Marc und Stephen, zeigt man nur das Resultat dessen, was Marc dann angerichtet hat. Mit der anfangs reduzierten Perspektive baut sich sehr gut die Neugier beim Publikum auf und das erste „Treffen“ der beiden Persönlichkeiten wird hervorragend vorbereitet.

    … leichter Durchhänger…

    Nach dem Auftakt, der durch die vielen – für MCU-Begriffe – neuen Ansätze viele Fragen aufbauen kann und gut zum Mitraten animiert, kommt in den folgenden beiden Folgen durch den äußerst sprunghaften und wenig ausbalancierten Handlungsfortgang der Erzählfluss leider etwas in Stottern. Auch wenn diese elliptische Erzählweise sogar später eine geschichtsinhärente Begründung erfährt, so wirkt einiges erstmal zusammenhanglos. Auch die Action ist dabei zu unspektakulär und die Effekte zu mittelmäßig, um zumindest damit das Tempo aufrecht halten zu können. Außerdem schafft es Ethan Hawke hier nie wirklich einen interessanten Gegenspieler zu etablieren. Auch die Kabbeleien zwischen der Hauptfigur und dem ägyptischen Gott, dessen Avatar er ist, wirken nach und nach nicht mehr frisch genug, obgleich allein die Stimme von F. Murray Abraham ein akustisches Highlight ist.

    … mutiges Schlussdrittel

    Insgesamt muss man aber das Publikum definitiv dazu ermutigen, auch wenn es sich etwas zieht, bis zur vierten Folgen an Bord zu bleiben, denn – ohne an dieser Stelle zu spoilern – ab dann werden die Gründe für vieles, was den Rhythmus vorher ausgebremst hat, klarer. Mit der sechsten Folge, die dann mit etwa 40 Minuten überraschend kurz ausfällt, endet dann auch die Serie, wobei ein Hintertürchen für eine Weiterführung Marvel-typisch selbstverständlich wieder offengehalten wird. Wie bei den Kinofilmen des Studios empfiehlt es sich auch hier den Abspann komplett abzuwarten!

    Das Finale als solches ist im Gegensatz zu einigen Entscheidungen der vorherigen Wochen wieder vergleichsweise konventionell geraten. Der Endkampf wird solide bebildert, wenngleich auch hier nochmal die eher nur mittelmäßigen Computereffekte negativ auffallen. Dafür haben die Kämpfe aber doch eine anständige Härte und sind konsequenter zu Ende gedacht, als in vielen Marvel-Serien- und Filmen bisher. Die Entwicklung, die der Protagonist innerhalb des Sechsteilers durchläuft wird, auch hier wieder ohne zu viel zu verraten, zu einem spannenden Punkt getrieben, der nur in der Post-Credit-Szene dann noch einen Twist erfährt, der Kenner des Comics zwar keinesfalls überraschen sollte, alle anderen jedoch schon etwas fragend zurücklassen wird.

    Moon Knight steht in einer Art Manege in weißem Anzug samt Leuchtaugen. Neben ihm liegen einige ausgeschaltete Gegner auf dem Sandboden.
    Moon Knight hat keine große Mühe gegen seine Angreifer zu bestehen © Marvel Studios 2022. All Rights Reserved.

    Britischer Akzent und ägyptische Mythologie

    Neben der über weite Strecken doch kurzweiligen Erzählung ist das große Pro-Argument, um dieser relativ autonomen Marvel-Serie eine Chance zu geben, die Performance von Oscar Isaac. Sein Wechseln zwischen den Persönlichkeiten – teils mitten im Dialog – kann man gar nicht hoch genug loben. Vor allem im O-Ton bekommt die Doppelrolle durch die unterschiedlichen englischen Akzente, mal amerikanisch als Marc, mal britisch als Steven, noch eine weitere Hürde, die der Hollywoodstar mit Bravour meistert. Allein weil ihm diese Rolle(n) so auf den Leib geschneidert scheinen und er auch sichtlich Spaß hat, wäre es schade, wenn Moon Knight nicht doch noch in etwaigen Projekten der nahen Marvel-Zukunft nochmals auftauchen würde.

    Das letzte i-Tüpfelchen, das dieser Serie noch das gewisse Etwas verleiht, ist die doch recht umfangreiche Integration von Elementen der ägyptischen Mythologie. Auch wenn man das außergewöhnliche Setting an der ein oder anderen Stelle noch etwas mehr hätte ausspielen können, so wirkt es keinesfalls wie ein bloßer, austauschbarer Rahmen. Der Ausflug nach Ägypten und der Indiana-Jones-artige Abenteuerfilmanstrich sorgen für viel Spaß und ebenfalls dafür, dass dieses Projekt ohne Kenntnis und Verbindung zu den Marvel-Produktionen der letzten Zeit exzellent funktionieren kann, wenn man sich eben über die ein oder andere Holprigkeit im Erzählfluss hinwegsehen kann.

    Unser Fazit zu Moon Knight

    Mit Moon Knight hat man eine MCU-Serie vor sich, die eigentlich dieses Branding gar nicht will und braucht. Der Ausflug in die ägyptische Götterwelt und den außergewöhnlichen Verstand des Protagonisten überzeugt auch deswegen recht gut, weil man nicht versucht hat mit Ach und Krach noch hintenraus Querverweise zur großen Marvel-Story hinein zu quetschen. Dementsprechend kommen vor allem auch Fans von Oscar Isaac auf ihre Kosten, die ansonsten mit Comicverfilmungen weniger anzufangen wissen. Die Serie steht nun nach den sechs Folgen als rundes Gesamtwerk da. Doch – und da ist man am Ende doch in typische Muster verfallen – lässt man sich die Option sowohl für eine weitere Staffel als auch weitere Auftritte der Titelfiguren in anderen Formaten des Franchise offen.

    Moon Knight ist mit Sicherheit kein Meisterwerk unter den Comicserien, aber hat einige mutige Ansätze, die man honorieren muss. Was jedoch die handwerklichen Aspekte anbelangt, so darf Marvel-Studios sich ruhig etwas mehr an den Qualitätsstandards seiner Kinoproduktionen messen. Selbst da gibt es immer wieder Kritik an der CGI-Güte, doch in dieser Serie fällt es doch mehrfach unangenehm auf.

    Moon Knight ist am 30. März 2022 auf Disney+ gestartet und ab dem 4. Mai werden alle 6 Folgen online sein!


    © 2022 Marvel

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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