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    Palm Royale

    Jan Wernervon Jan Werner18. März 2024Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    1969. Erwähnt man diese Jahreszahl dann geht bei vielen bestimmt das Kopfkino an. Manson, Mondlandung, Woodstock. Darum geht es in Palm Royale bei Apple TV+, wenn überhaupt, nur am Rande. Nichtsdestotrotz will die historische Comedy-Show den Zeitgeist von damals transportieren. Wie soll das gelingen – und macht die Zeitreise Spaß?

    Palm Royale – Die Handlungsangabe

    Palm Royale erzählt die Geschichte von Maxine Simmons (Kristen Wiig), die versucht im Jahr 1969 die undurchdringliche Mauer zwischen Arm und Reich zu durchbrechen und sich einen Platz in Amerikas exklusivstem Club zu sichern: der Palm Beach High Society. Die Story dreht sich um die damalige Gesellschaftsfragen und den Mythos vom Aufstieg der Außenseiter. Es handelt sich um die Adaption des Bestsellers Mr. & Mrs. American Pie von Juliet McDaniel. Die Verantwortung für die Umsetzung hat Abe Sylvia.

    Spoilerfreie Kritik

    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit allen Folgen der Serie. Dementsprechend ist die Kritik darauf bezogen und soll dazu dienen, den Lesern eine Hilfestellung bei der Entscheidung zu geben, ob sich auf Basis des Gesamteindrucks ein Blick rentiert. Spoiler werden selbstredend vermieden.

    Hochstapler oder Aufsteiger?

    Im Kern – das macht schon die offizielle Synopsis deutlich – verhandelt man in Palm Royale einen Klassenkonflikt in dem man ihn in ein Comedy-Gewand hüllt und dabei immer wieder andere Genre-Einflüsse durchschimmern lässt. Damit setzt das neueste Apple-TV-Original auf ein bewährtes Rezept. Ebenso wie die Kombination aus gesellschaftssatirischen Elementen, period piece und Drama ist bei dieser Produktion auch die Besetzung eigentlich eine sichere Bank. Auch wenn bei Kristen Wiig immer ein Restrisiko mitschwingt, dass die Comedienne zu sehr in Richtung Klamauk abgleitet, hat sie doch schon des Öfteren eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie die beste Wahl ist, um ernste Töne in eine Komödie einzuweben. Das gelingt auch hier wieder mit Bravour. Die historische Comedy-Serie ist zwar ein Ensemblestück auf dem Papier, aber in erster Linie werden Fans von Wiig hier auf ihre Kosten kommen.

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    Es ist eine helle Freude zu begleiten, wie sie als Maxine eine notorische Lügnerin mit Geltungssucht auf der einen Seite und eine hinter der Fassade extrem verunsicherte Frau auf der anderen Seite spielt. Die Hochstapler-Rolle erfindet man hiermit nicht neu, aber generell sprechen diese Geschichten das Publikum seit Jahrzehnten ohne Abstriche an, da man sich beim Identifizieren mit einem Protagonisten quasi irgendwann selbst vor der Enttarnung zu fürchten beginnt. Ihre Motivation in die High Society zu kommen, wird plausibel vermittelt und so pendelt man beim Zusehen immer zwischen dem Wunsch, dass sie es schafft, ihre Ziele zu erreichen und der Tatsache, wie eigentlich verzerrt die gesellschaftliche Betrachtung von Maxine ist, die sich in ihrer Scharade manifestiert.

    We are women, fighting for our future

    Natürlich ist die Serie etwas verzerrend in Sachen Stand der Emanzipation im echten Jahr 1969. Doch diese leichte fantastische/utopische Abweichung macht die Show im Kern nur unterhaltsamer, kann sie so weniger als chronologische Abhandlung als vielmehr ein „Was-wäre-wenn“-Format abspeichern. Neben dem Emanzipationsaspekt kommt dann noch ein gewisser Krimifaktor im Verlauf dazu, der das Potpourri nochmals bereichert und die Spannung in den vollen Genre-Cocktail einstreut. Gespielt ist das auch von allen großen Namen neben Wiig sensationell, wie man es erwarten durfte. Allison Janney ist absolut großartig – mal wieder. Ob die Serie aber auch, wie andere ähnlich gelagerte Stoffe, ins popkulturelle Gedächtnis und in die Meme-Culture Einzug erfahren wird, muss sich zeigen. Das Potenzial ist immerhin vorhanden.

    Josh Lucas als Pilot in Uniform in Palm Royale
    Josh Lucas in Palm Royale © Apple TV+

    Wer sollte sich Palm Royale nicht entgehen lassen?

    Wer generell ein Faible für Hochstapler-Stories à la The Great Gatsby oder Catch me if you can hegt, dürfte dem Charme von Palm Royale auch erliegen. Das zeitliche Setting weckt zudem immer wieder Mad-Men-Reminiszenzen und der Look ist sehr nah an den Netflix-Serien Ratched und Hollywood dran, die beide von Ryan Murphy stammen. Dementsprechend dürften auch Fans der Murphy-Handschrift auf die neue Serie ein Auge werfen. Es ist wirklich ein Potpourri an Genres und Totalitäten, die die Apple-TV-Produktion abdeckt. Ja, auch für Fans von Marvelous Mrs. Maisel kann das Format etwas sein und selbstredend für Fans des Humors von Kristen Wiig.

    © Apple TV+

    Unser Fazit zu Palm Royale - Staffel 1

    3.5 Sehenswert

    Bonbonbunt wie Netflix' Bridgerton, nicht ganz so schwarzhumorig wie Desperate Housewives und zeitlich betrachtet ziemlich in der Mitte zwischen den beiden Genannten. Palm Royale ist eine aufwendig produzierte High-Society-Dramedy mit Starbesetzung, die ihr Publikum finden wird. Einigen wird der schrille Ansatz zu nervig sein, manchen wird sich das Ganze über die zehn Folgen zu sehr im Kreis drehen und anderen wird auch die teils zum Slapstick übergehende humoristische Gangart anöden. Die Schwächen werden aber Fans solcher Comedyformate müde weg lächeln und eine fantastische Zeit mit einer fantastischen Kirsten Wiig haben.

    Palm Royale Staffel 1 läuft bei Apple TV+, eine weitere ist bestellt!

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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