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    Startseite » The Recruit
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    The Recruit

    Jan Wernervon Jan Werner19. Dezember 2022Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    The Recruit. (L to R) Fivel Stewart as Hannah Copeland, Noah Centineo as Owen Hendricks in episode 107 of The Recruit. Cr. Philippe Bossé/Netflix © 2022
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    Fünf Tage bevor bei der Konkurrenz die lange erwartete dritte Staffel von Jack Ryan an den Start geht, wagt sich Netflix mit The Recruit ebenfalls ins CIA-Geschichten-Genre einzutreten. Kann der „Anfänger“ mit dem alten Hasen von Tom Clancy mithalten?

    https://www.youtube.com/watch?v=eqrurEElw_4

    Noah Centineo außer Atem mit einer Sporttasche vor der Brust vor blauen Containern. The Recruit
    The Recruit: Noah Centineo als Owen Hendricks © Netflix

    Die Handlung von The Recruit

    In The Recruit gerät das Leben des jungen Anwalts Owen Hendricks (Noah Centineo) in seiner ersten Woche bei der CIA aus den Fugen, als er das Drohschreiben der früheren Agentin Max Meladze (Laura Haddock) in die Finger bekommt. Diese will die Spionageagentur auffliegen lassen, sofern sie nicht eines schweren Verbrechens freigesprochen wird, das man ihr vorwirft. Owen, der um die Welt reist, um seine Mission zu erfüllen und sich bei der CIA einen Namen zu machen, wird schnell in die gefährliche und oftmals absurde Welt der Politik und der hinterlistigen Strippenzieher hineingezogen.

    Und plötzlich ist man an der Front

    So schnell kann es gehen: Da soll man nur einen Botengang für den Justizchef des CIA erledigen und Zack ist man im Jemen und bekommt Fingernägel herausgerissen. Genauso unvorbereitet wie Owen hier als Anwalt an seinem zweiten Tag bei der Behörde ohne Ankündigung ins kalte Wasser gestoßen wird, wird man auch als Zuschauer:in in The Recruit in die Handlung reingeworfen. Nach einem cold opener, der für reichlich Fragen sorgt, wird man zwei Wochen in die Vergangenheit gebeamt und begleitet die ersten Gehversuche von Noah Centineos Charakter am neuen Arbeitsort.

    Dabei ist schon das Kennenlernen mit dem fantastisch gespielten, schrulligen CIA-Justizchef alles andere als konventionell. Die Kollegen sind auch etwas eigenwillig und der erste Auftrag passt nicht wirklich zu einem Neuling. Alles irgendwie etwas überzeichnet und fast schon ein Spiel mit Spionage-Thriller-Klischees. Doch durch die flotte Inszenierung hinterfragt man hier erstmal nichts und lässt sich auf die rasante erste Stunde der Serie ein. Nach und nach erschließen sich dann schon die wichtigen Zusammenhänge, ohne dass man viel erklärt bekommt. Eigentlich so wie es sein sollte.

    Der Einstieg ist sehr gelungen, etabliert die lockere, moderne Tonart, die Süffisanz, die wichtigen Figuren – und baut bereits am Grundgerüst der großen Geschichte, die sich dann doch recht schnell abzeichnet. Keine Agentengeschichte wäre heutzutage komplett ohne interne Verquickungen und die Suche nach dem Feind in den eigenen Reihen. Jedoch schafft es The Recruit recht gut durch bewusste Tempoverschleppung oder auch das Streuen falscher Indizien, klar zu machen, dass man sich sämtlicher (abgedroschener) Genre-Tropes bewusst ist. Hier wird mit Klischees gespielt. Doch das ein oder andere lässt sich natürlich nicht vermeiden, sodass selbstverständlich das Liebesleben des Protagonisten recht schnell in die Haupthandlung involviert werden muss und Privates und Berufliches schon nach wenigen Entscheidungen nicht mehr zu trennen sind.

    Vom Teenieschwarm zum Nachwuchs-Bond?

    Noah Centineo ist in erster Linie als love interest in einer Netflix-Young-Adult-Love-Story bekannt geworden und jüngst an der Seite von Dwayne Johnson in Black Adam in Erscheinung getreten. Zudem gab es sogar schon recht weit fortgeschrittene Vorbereitungen auf eine He-Man-Adaption mit dem Jungstar. Statt dem Muskelmann mimt er nun also einen Anwalt, der sich als Agent behaupten muss. Und er macht dies wirklich gut. Man nimmt ihm die Naivität voll ab, da er noch immer ein recht jungenhaftes Auftreten hat, doch seine beachtliche Physis lässt auch die Actionszenen authentisch wirken.

    Nicht jeder Gag sitzt, Comedy-Timing ist noch nicht seine große Stärke, aber Sympathien wird er durch seine nahbare Art trotzdem mit dieser Rolle weiter sammeln. Die Leichtfüßigkeit von The Recruit passt perfekt Centineo. Die Serie spielt immer wieder auf Agenten-Filme und deren abgenutzte Elemente an. Beispielsweise grenzt das Hin- und Hergereise zwischen den verschiedenen Orten in Amerika hier schon teils an eine Bond-Parodie. Nicht wegen der Häufigkeit sondern vielmehr wegen der Betonung der eigentlich kleinen Distanzen. Auch die Wahl der Fahrzeuge ist mit Sicherheit als Anspielung auf Spionage-Klischees zu verstehen und selbst in die Frauengeschichten von Owen könnte man so etwas hineininterpretieren.

    Laura Haddock als Max Meladze in einer Auffahrt stehend. Rechts ein Transportfahrzeug und eine bewaffnete Frau. Im Hintergrund eine Rampe und Strahler.
    Laura Haddock als Max Meladze © Netflix

    Neben dem charismatischen Jungdarsteller, der mit seiner Fanbase diese Serie mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Erfolg machen wird, sind es aber in erster Instanz die starken Frauenfiguren, die das Salz in der Suppe ausmachen. Insbesondere Laura Haddock ist der absolute scene steeler aber auch Aarti Mann muss hier hervorgehoben werden. Das Ensemble ist intelligent zusammengestellt, glänzt nicht mit großen Namen, aber doch mit Leistungen, die allesamt im Gedächtnis bleiben. Vondie Curtis-Hall, der oben erwähnte CIA-Justiziar, ist dabei dann noch die Kirsche auf der Torte.

    Wer sollte sich The Recruit nicht entgehen lassen?

    Die Zielgruppe von The Recruit ist augenscheinlich eine Melange aus Fans der aktuellen Genre-Beiträge von Amazon Prime Video, wie Jack Ryan oder Reacher, und Fans des Zugpferds im Cast, Noah Centineo. Die Serie ist flott erzählt, solide in ihren Actionmomenten, trotzdem auch wendungsreich und durch ihre Nahbarkeit emotional. Im Vergleich zu den genannten Prime-Serien ist die Netflix-Show deutlich weniger brutal und explizit. Am ehesten zu vergleichen ist sie in ihrer Gesamtheit wohl mit der Jugendbuch-Adaption Alex Rider, die man ebenfalls beim großen Konkurrenzdienst streamen kann, die aber auch schon bei ZDF Neo im Free TV dem breiten Publikum in Deutschland bekannt gemacht wurde.

    Mit Sicherheit ist die neue Serie keine bahnbrechende Neuerfindung des Genres, aber insbesondere zwischen den Jahren braucht man manchmal auch nur etwas handwerklich gut gemachtes, was sich ohne großen Anspruch konsumieren lässt. Dafür ist The Recruit genau die richtige Serie zum richtigen Zeitpunkt. Am Ende gibt es dann sogar noch größere Überraschungen, die hier selbstverständlich nicht vorweggenommen werden. Dementsprechend dürfte es bei der Beliebtheit des Hauptdarstellers und den angedeuteten Weiterentwicklungen nur eine Frage sein, bis Netflix weitere Folgen ordert. Jetzt aber muss erst noch bewiesen werden, dass Jack Ryan in diesem Jahr im direkten Vergleich genauso gut zu unterhalten weiß. Vielleicht war es also ein Glücksfall für alle Abonnentinnen und Abonnenten, dass es mit He-Man doch nichts geworden ist.

    Owen Hendricks trifft auf die erfahrene Agentin Dawn Gilbane in einem kellerartigen Gang.
    Owen Hendricks trifft auf die erfahrene Agentin Dawn Gilbane © Netflix

    Unser Fazit zu The Recruit

    Leichtfüßig, rasant und nicht ohne Spannung kommt unverhofft The Recruit bei Netflix noch vor dem Jahreswechsel ums Eck. Mit einem charismatischen Protagonisten und einem halben Dutzend weiterer Sympathieträger legt der Streamingdienst ein starkes Debüt im hart umkämpften Markt der Agentenserien hin. Es ist natürlich kein Kandidat für etwaige Bestenlisten, aber eingedenk dessen, was Netflix schon an deutlich ambitionierteren Projekten an die Wand gefahren hat, ist es erfrischend zu sehen, dass mit leichtem Drehen an Stellschrauben in einem übersättigten Genre doch noch was zu holen ist. Von diesem Agenten-Novizen darf man gern mehr erzählen!

    The Recruit ist seit dem 16. Dezember komplett bei Netflix im Streamingabo abrufbar.

    All unsere Reviews und auch viele andere Videos findest du auch auf unserem YouTube-Kanal.


    © Netflix

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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