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    The Studio

    Jan Wernervon Jan Werner8. März 2025Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Apple TV+ wagt sich an eine Hollywood-Satire und hat dazu mehr als eine Handvoll Stars zusammengetrommelt. Gelingt der Comedy-Serie The Studio mit Seth Rogen in der Hauptrolle eine unterhaltsame wie smarte Abrechnung mit der Traumfabrik und zugleich ein kleiner Liebesbrief ans Filmemachen?

    The Studio – Die offizielle Handlung

    The Studio erzählt die Geschichte von Matt Remick (Seth Rogen), dem frischgebackenen Leiter der Continental Filmstudios, und seinem Team. Gemeinsam kämpfen sie um das Überleben der Filmstudios und müssen sich dabei gegen selbstverliebte Schauspieler und andere Schwierigkeiten durchsetzen, denn jede Party, Casting-Entscheidung oder Award-Show kann zum nächsten großen Erfolg oder zur alles beenden Katastrophe führen. Für Film-Fan Matt ist es der absolute Traumjob – der sein Leben vielleicht zum Albtraum macht.

    The Studio: 1, The Franchise: 0

    Moment mal! Eine Hollywood-Satire mit Blick Hinter die Kulissen einer Produktionsschmiede und Allstar-Cast? Das gab es doch erst vor kurzem, oder? Ja, Ende 2023 kam bei HBO mit The Franchise die erste Staffel einer wirklich sehr ähnlich gelagerten Serie raus. Dort lag der Fokus des Satire-Aspekts zwar spezieller auf dem Superhelden-Film und dementsprechend konnte man die Serie auch als eindeutige MCU-Parodie verstehen, inklusive mehr oder weniger gelungenen Anspielung auf Kevin Feige und Co. Nun bringt Apple TV+ also eine Show an den Start, die auf dem Papier in eine ähnliche Kerbe schlägt, aber recht schnell wird klar, dass sich The Studio dem Vergleich mit breiter Brust stellen kann. Denn dem Pendant ist der Newcomer mit Seth Rogen über weite Strecken haushoch überlegen.

    Hatte The Franchise eher den Charme der missglückten NASA-Persiflage Space Force von Netflix, so hat hier direkt die erste Folge mehr vom „Drive and Feel“ von Damien Chazelles Babylon – nur eben nicht in der Zeit des Übergangs von Stumm- auf Tonfilm, sondern einige Jahrzehnte später. An Stars in den wichtigen und den Cameo-Rollen mangelt es sowohl im HBO-Beitrag als auch im Apple TV+-Konkurrenten nicht. Und in beiden Projekten liefern diese auch durch die Bank ab. Martin Scorsese jedoch vor die Kamera bekommen zu haben, weiß man doch, wie er zu einigen Entwicklungen der letzten Jahre steht, ist schon ein überraschender Coup – der voll aufgeht!

    In The Studio jedoch ist die Story nicht nur Mittel zum Zweck, um von Gag A zu Gag B zu kommen. Die Geschichte ist tatsächlich interessant geschrieben und profitiert zudem von der selbstkritischen Tonalität, mit der hier alle beteiligten vor und hinter der Kamera zu Werke gehen. Auch der Mockumentary-Style wirkt hier viel besser auf den Erzählfluss ein, als es die Inszenierung bei Franchise tat. Permanent trommelt der Score hier das Tempo auf das Publikum ein, sodass die Episoden sich deutlich kompakter anfühlen. Es macht einfach Spaß, hier als Interessierter die Anspielungen aufs Filmgeschäft und auf Kuriositäten der letzten Jahre zu entdecken. Nicht jede ist dabei gleich subtil, manche kommt auch mit dem Dampfhammer daher, aber kaum eine verfehlt die intendierte Wirkung.

    Man muss Seth, äääh Matt einfach lieben

    Und das liegt dann im Endeffekt zu einem großen Teil an Protagonist Matt, der aber mal wieder eher so angelegt wurde, dass sich Seth Rogen kaum verstellen muss, um perfekt in diese Rolle zu passen. Ja, irgendwie spielt der sympathische Comedian eine Version von sich selbst. Er ist zwar inzwischen wesentlich älter als zu den Superbad-Zeiten, aber noch immer hat er voll drauf, aus Unbeholfenheit eine Stärke zu machen. In The Studio ist er ein Mann, der stellvertretend für das Peter-Prinzip stehen könnte: Man steigt solange auf, bis man im Status maximaler Unfähigkeit landet.

    Matt ist ein möglicherweise kompetenter Produzent in zweiter Reihe, aber mit der Verantwortung in der Führungsrolle ist er mehr als nur fehlbesetzt. Doch natürlich sehen weder er selbst noch seine Nahestehenden dies ein und so ist die Geschichte wieder mal auch die Beobachtung von Leuten beim Scheitern – und das hat eine nahezu magnetische Faszination seit eh und je. Kaum ein Darsteller macht in dieser Form von Schauspielherausforderung einen so überzeugenden Job – und das ist jetzt absolut als Kompliment gemeint!

    Und Matt ist kein Alleinunterhalter

    Auch Ike Barinholtz ist schon des Öfteren in ähnlichen Rollen gecastet worden und bringt diese (unrühmliche) Erfahrung nun in die Dynamik mit Rogen ein. Die beiden sind ein Chaos-Duo, dem man mit Genuss beim Versagen zuschaut, aber dennoch jederzeit wünscht, doch mal Erfolg zu erzielen. Dazu gesellen sich Kathryn Hahn in einer ziemlich überdrehten Performance, aber gekonnt liebenswürdig und Chase Sui Wonders, die sich etwas anstrengen muss, um in Sachen Timing mit all der Erfahrung der Kolleg:innen mitzuhalten. Doch nicht nur Scorsese spielt hier als überspitzte Version seiner Selbst mit, auch beispielsweise Anthony Mackie, Ron Howard oder Olivia Wilde tauchen auch, um sich selbstironisch mit den Vorwürfen auseinanderzusetzen, denen sie teils schon über Jahre ausgeliefert sind. Das macht alle Beteiligten von unnahbaren Stars zu Menschen mit Schönheitsfehlern – und The Studio zu einer gelungenen Verhandlung mit dem Ausgeliefertsein durch die weltweiten Medien in Hollywood.

    © Apple TV+

    © Apple TV+

    Unser Fazit zu The Studio

    4.0 Stark

    Fingerspitzengefühl in Sachen Satire, top Timing im Bezug auf die Gags und Charme bei der Charakterzeichnung: The Studio verneigt sich vor dem Betrieb der Traumfabrik mit  ihren Kehrseiten und Fehlentwicklungen. Dabei umschifft man die Karikatur und fokussiert sich auf eine stimmige kleingehaltene Story, die getragen wird von Comedy-erprobten Darsteller:innen und einigen Gaststars, die teil unerwartete Selbstironie unter Beweis stellen dürfen. Mit Gewissheit wird diese Apple TV+-Serie kein neuer Genre-Klassiker, da hierfür große Aha-Momente fehlen und vielleicht auch der Mut fehlt, "All in" zu gehen, wenn es um die kritische Reflexion geht. Doch grundsympathisch, kompakt und sogar spannend ist das Original auf alle Fälle und damit eine Empfehlung für Fans von Formaten wie Entourage oder Veep.

    The Studio startet am 26. März 2025 bei Apple TV+ mit zwei Folgen und geht danach im Wochenrhythmus weiter!

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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