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Ein Mann in Lederkleidung hält eine Minigun in unbekannte Richtung. Erkennbar ist es der Schauspieler Arnold Schwarzenegger in Terminator 2: Tag der Abrechnung

Terminator 2 – Tag der Abrechnung

Im Dezember 2021 erschien zum 30-jährigen Jubiläum eine weitere Edition von James Camerons Meisterwerk Terminator 2 – Tag der Abrechnung. Warum sich auch für Inhaber bereits existierender Versionen der Kauf lohnt und der Film rein gar nichts von seiner Faszination eingebüßt hat, lest ihr in unserer Rezension.

TERMINATOR 2 Trailer German Deutsch (1991) 4K Remastered 30th Anniversairy

TitelTerminator 2 :Tag der Abrechnung (OT: Terminator 2: Judgement Day)
Jahr1991
LandUSA
RegieJames Cameron
DrehbuchJames Cameron, William Wisher
GenreAction, Science-Fiction
DarstellerArnold Schwarzenegger, Linda Hamilton, Edward Furlong, Robert Patrick, Joe Morton, Xander Berkeley
LängeKinofassung: 137 Minuten; Special Edition: 153 Minuten; Extended Special Edition 156 Minuten
FSKFreigegeben ab 16 Jahren
VerleihStudio Canal
Eine 4k BluRay-Disc-Steelbook-Verpackung zeigt drei Männer, einer davon mit Flinte, und eine Frau mit einer Pumpgun in der Hand.
Die Jubiläumsedition von Terminator 2: Tag der Abrechnung im stylischen Steelbook. © Studio Canal

Die Handlung von Terminator 2: Tag der Abrechnung

Vorab: Auch wenn der Film jetzt über 30 Jahre alt ist, werden Spoiler ganz besonders vermieden, denn sollte es noch Leser:innen geben, die den Film bisher nicht gesehen haben, erhöht es ihr Sehvergnügen noch einmal deutlich.

Zwei Maschinen aus der Zukunft (Arnold Schwarzenegger, Robert Patrick) werden im Jahr 2029 von der künstlichen Intelligenz Skynet in die Vergangenheit geschickt, um den zukünftigen Anführer des menschlichen Widerstandes aufzuspüren.  Eine Maschine soll John Connor (Edward Furlong), den Sohn Sarah Connors (Linda Hamilton), beschützen, während die andere ihn töten und damit den Untergang der menschlichen Spezies besiegeln soll. Sarah selbst, von den traumatischen Erlebnissen aus der ersten Begegnung mit einem Terminator schwer gezeichnet, sitzt in einer Nervenheilanstalt und versucht alles erdenklich Mögliche, um aus dieser auszubrechen und ihrerseits die letzte Hoffnung der Menschen zu beschützen.

Arnold Schwarzenegger mt Sonnenbrille auf einem Motorrad
Der T-800 nimmt sich, was er braucht: Motorrad, Sonnenbrille, Knarre. © Studio Canal

Der König der Fortsetzungen – James Cameron

Als der bis dahin relativ unbekannte Filmemacher James Cameron 1984 seinen zweiten Spielfilm The Terminator mit gerade einmal sieben Millionen Dollar realisierte, glaubte selbst Arnold Schwarzenegger nicht an den Erfolg des Films und bezeichnete ihn als „some shit movie I’m doing“. Auch die Studios hatten Vorbehalte. So wollte Paramount Pictures den Film zwar produzieren, aber nicht den unerfahrenen Cameron als Regisseur verpflichten, der laut Nebendarsteller Lance Henrikson zu jener Zeit entweder in seinem Auto oder auf der Couch bei einem Freund schlief. Doch mit einem Einspielergebnis von knapp 39 Millionen Dollar am US-Box-Office strafte Cameron all seine Kritikern Lügen. Zwei Jahre später inszenierte er für 20th Century Fox die Fortsetzung zu Ridley Scotts Alien, und ließ erkennen, was er mit größerem Budget aus bekannten Stoffen machen konnte: groß gedachtes Blockbuster-Kino.

Aliens folgte ganz klassisch dem Sequel-Prinzip „Höher, schneller, weiter, mehr“. Dies sollte auch für die Fortsetzung Terminator 2: Tag der Abrechnung  stilbildend sein. Camerons Ideen von zwei Terminatoren, von denen einer aus Flüssigmetall besteht, waren 1984 noch nicht realisierbar, doch dank der nahezu perfekten Symbiose aus praktischen F/X-Kreationen von Stan Winston und digital kreierten Effekten aus dem Hause Industrial, Light and Magic gelang mit sieben Jahren Verspätung, was zuvor noch nicht umgesetzt werden konnte. Auch deswegen überschritt T2, wie er unter Filmfans firmiert, als erster Film überhaupt die 100-Millionen-Dollar-Grenze, während eigentlich „nur“ 75 Millionen Dollar bewilligt worden waren. Doch nicht nur aus handwerklicher Sicht lohnte sich diese Investition, wie ihr im weiteren Verlauf des Artikels erfahren könnt.

Linda Hamilton mit einer Pumpgun in der Hand, im Hintergrund orangenes Licht
Linda Hamiltons Sarah Connor in Aktion © Studio Canal

T2 – ein makelloser Blockbuster?

Es fällt wirklich schwer, überhaupt Ansätze zur Kritik am Film zu finden. Wenn man allerdings besonders picky sein will, fehlt etwas vom rauen, dreckigen Charme des ersten Teils. Doch wer erwartet, einen weichgespülten Film zu sehen, irrt gewaltig. Denn auch heute ist der Härtegrad von T2 beachtlich, wenn auch keine Schlachtplatte erwartet werden kann. Viel problematischer ist die Trailerkampagne des Films, die absichtlich hier nicht weiter vertieft wird. Jedoch muss man feststellen, dass dieser Fauxpas auch das Marketing weiterer Sequels der Reihe begleiten sollte. Und leider sieht man auf HD- und UHD-Fernsehern doch, wenn statt Arnie ein Stuntdouble das Motorrad fährt.

Aber abgesehen von diesen kleineren Kritikpunkten ist der Film schlicht und einfach makellos. Wo fangen wir an? Die Action ist brachial, das Sounddesign und der Tonschnitt zu recht Oscar-prämiert. Die treffsicheren One-Liner wirken stets organisch eingebettet in eine sinnvolle Erzählung von Anfang bis Ende. Und gerade diese läuft niemals Gefahr, eintönig eine 1:1-Kopie des ersten Teils zu sein. Mit einem neuen Aspekt beschreitet Cameron mit seinem Co-Autoren William Wisher andere Pfade und hievt seine Erzählung auf ein noch wesentlich interessanteres Level. Die Mission des jeweiligen Terminators ist damit um einige Aspekte reicher. Und auch die Figuren wirken um einiges vielschichtiger als noch im Original, was auch an den überzeugenden Darsteller:innen liegt.

In einer Szene aus Terminator 2: Tag der Abrechnung sitzt eine Frau mit Sonnenbrille auf einem Tisch.
Sarah bereitet sich auf den nächsten Kampf vor. © Studio Canal

Ein treffsicheres Casting und die Vielzahl an legendären Szenen

Da wäre zunächst natürlich Arnold Schwarzenegger zu nennen. Dieser kann seine vor allem physischen Stärken und sein Charisma in die Waagschale werfen. Mit Robert Patrick erscheint der komplette Gegenentwurf zu Arnie auf der Bildfläche und überzeugt ebenfalls. Und dank Linda Hamiltons Sarah Connor zeigt der Film zudem eine weibliche Hauptfigur, die badass ist, ohne dabei drüber zu sein. Edward Furlong, der während der Dreharbeiten vom Jungen zum Teenager wurde, ist als John Connor die richtige Mischung aus Coolness und Verletzbarkeit.

Wenn man sich nach dem (Heim-)Kinoerlebnis erinnert, wie viele legendäre Szenen und Dialogzeilen man im Kopf hat, weiß man, welches Meisterwerk hier vollbracht wurde. Als Beispiele seien hier die Verfolgungsjagden zwischen Motorrädern und Lastwagen oder Helikopter und Lastwagen erwähnt sowie der auch heute noch unfassbar spannend inszenierte Showdown. Wer nach dieser Schwärmerei noch überlegt, ob er sich das neue 4k-UHD-Steelbook kaufen soll, findet die Antwort als nächstes.

Ein Mann in Lederkleidung hält eine Minigun in unbekannte Richtung. Erkennbar ist es der Schauspieler Arnold Schwarzenegger in Terminator 2: Tag der Abrechnung
Der T-800 in seinem Element. © Studio Canal

Eine UHD-Umsetzung mit nur einem Makel

Gleich zu Beginn: Die neue UHD zeigt den Film so knackig scharf, wie man ihn zuvor nicht gesehen hat. Auch bei den Tonspuren bleiben so gut wie keine Wünsche übrig, denn die Disc hat neben einer nochmals überarbeiteten HD-Tonspur in DTS-HD MA 7.1 (OV in DTS-HD MA 5.1) auch die Stereo-Tonspur der Kinofassung mit an Bord. Apropos Fassungen: Auch wenn schon die Kinofassung mit 137 Minuten nicht gerade kurz ausfällt, nahm sich Cameron die Freiheit, noch zwei weitere Versionen seines Films zu erstellen.

Für Sammler ist sicher schade, dass lediglich die Kinofassung in 4k-UHD enthalten ist. Doch vollständig ist das Set dennoch, da nicht nur die 3-D-Blu-ray der Kinofassung, sondern auch der Director’s Cut und die Extended Special Edition als Blu-ray enthalten sind und zudem nicht remastert wurden. Anders als beispielsweise Ridley Scotts Blade Runner lassen die beiden erweiterten Versionen allerdings keine gänzlich neue Interpretation zur Kinofassung zu, auch wenn ein alternatives Ende vorhanden ist. Daher ist es durchaus zu verschmerzen, dass die beiden Erweiterungen nur als Blu-ray im Set erscheinen.

Drei Discs liegen vor einem geöffneten Steelbook
Das UHD-Steelbook von Terminator 2: Tag der Abrechnung in seiner ganzen Pracht. © Studio Canal

Unser Fazit zu Terminator 2: Tag der Abrechnung

James Camerons Action-Meisterwerk gilt auch nach 30 Jahren zu Recht als der beste Actionfilm aller Zeiten. All die typischen Sequel-Tropen werden ausgespielt und Cameron beweist, dass er ein Meister darin ist, Fortsetzungen zu drehen, die besser als der erste Teil sein können. Schwarzenegger war wohl nie cooler als in T2 und mit Linda Hamilton etabliert Cameron seinen Ruf, starke Frauenfiguren in seine Filme einzubauen. Robert Patrick ist das Sahnehäubchen als T-1000 und das F/X-Department darf mit Gelassenheit auf viele der heutigen Action-Blockbuster schauen, wie sie sich abmühen, überzeugende Effekte zu kreieren. Selbst große Themen wie Zukunftsangst, Vorherbestimmung oder die Suche nach Erlöserfiguren finden sich in Terminator 2 und machen ihn auch 2022 zu einem äußerst sehenswerten Film. Und auch, wenn man bereits eine Edition des Films besitzt, sollte das UHD-Steelbook fast ein Blindkauf für Fans sein.

Unsere Wertung:

 

Terminator 2: Tag der Abrechnung erschien am 09. Dezember 2021 als 4K-UHD-Steelbook.

 

Terminator 2 / 30th Anniversary Steelbook Edition (4K Ultra HD) (+ Blu-ray 2D) (+ Blu-ray 3D)
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© Studio Canal

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