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A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn

Zwischen Genie und Wahnsinn: Vor 20 Jahren feierte A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn Premiere, gewann Oscars und Golden Globes. Warum er bis heute nichts von seiner Eindrücklichkeit verloren hat, erfahrt ihr im Folgenden!

TitelA Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn (OT: A Beautiful Mind)
Jahr2001
LandUSA
RegieRon Howard
DrehbuchAkiva Goldsman
GenreDrama, Biografie
DarstellerRussel Crowe, Jennifer Connelly, Ed Harris, Paul Bettany, Christopher Plummer
Länge135 Minuten
FSKab 12 Jahren freigegeben
VerleihUniversal

Worum geht es in A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn?

Der Film basiert auf der Lebensgeschichte des Mathematikers John Forde Nash jr. Schon während seiner Studienzeit ist er zwar ein Mathematik-Genie, lebt ansonsten aber ein Außenseiterdasein. Lediglich in seinem Mitbewohner Charles Herman hat er einen Freund gefunden und lernt später auch seine Frau Alicia kennen. Sie heiraten und bekommen einen Sohn. Ziemlich bald macht sich jedoch seine schizophrene Psychose bemerkbar und John gerät immer tiefer in einen Wahn. Er wird vom Geheimdienst angeworben und entschlüsselt im Auftrag der amerikanischen Regierung Codes sowjetischer Agenten. Schließlich erleidet einen Zusammenbruch und wird in die Psychiatrie eingeliefert, die in den 50er Jahren nicht gerade angenehme Methoden beinhaltet. Nach Entlassung kümmert sich seine Frau rührend um ihn. A Beautiful Mind verfolgt den Werdegang des labilen Genies bis in die 90er Jahren, wo er sein Comeback als Wissenschaftler feiern konnte.

Russel Crowe mal anders

Auch wenn man Russel Crowe aus toughen Heldenrollen wie in Gladiator kennt, spielt er den zerbrechlichen John Nash hervorragend – intelligent und arrogant, aber auch etwas lebensfremd und emotional schwer zugänglich. Den kontroversen Mathematiker nimmt man ihm ab, auch wenn dieser Berufsstand nicht das klassische Material für einen Filmhelden ist. Etwas ungeschickt, mit dezenten körperlichen Ticks, aber gleichzeitig einer klugen Ausdrucksweise, spielt er das Zahlengenie mindestens ebenso überzeugend, wie Jennifer Connelly seine aufopfernde Frau Alicia. Hierfür erhielt diese auch den Oscar als beste Nebendarstellerin. Regisseur Ron Howard (Apollo 13), der ein Händchen für gute Figuren hat, ließ seine Schauspieler hier in jedem Fall gut performen.

Zwischen Realität und Einbildung

Der Film spielt gekonnt mit der Wahrnehmung des Zuschauers. Zu Beginn weiß man nicht, dass einige Dinge nur im Kopf des Protagonisten stattfinden, denn so real wie sie für ihn sind, sind sie auch für das Publikum.

Bis heute ranken sich viele Mysterien und Vorurteile um Schizophrenie. A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn nimmt sich dem Thema anhand der Lebensstationen von eben John Fudge Nash an, der 1994 mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet wurde. Während der Professor im wahren Leben allerdings eher unsympathisch gewesen sein soll, und zum Beispiel seine Frau schlecht behandelte, ist die Geschichte für einen Hollywood-Film nun etwas geschönt erzählt.

Trotzdem gibt er interessante Einblicke in das veränderte Erleben durch die Schizophrenie. Er zeigt, wie Nash glaubt, überall Muster zu erkennen, sich mit nicht anwesenden Personen unterhält, in der Psychose sogar bedrohlich wirken kann und für seine Frau immer seltsamer wird. Nur langsam kann er seine Krankheit akzeptieren und wieder in ein normales Leben zurückkehren. Sein gesunder Part muss den psychotischen erkennen und ignorieren. Es ist schwer für ihn, damit klar zu kommen, dass beispielsweise ein Freund nur in seiner Einbildung existiert hat und alle Erlebnisse mit ihm nie wirklich passiert sind.

Aber nicht nur Johns Erleben der Krankheit, auch die seines Umfelds sind ein Thema. Wie seine Frau ihn unterstützt und alle Momente erlebt, in denen ihr Mann zwiegespalten und unsicher ist, dabei an sich und der Welt fast verzweifelt. Doch obwohl Alicia sich ihr Leben sicherlich anders vorgestellt hat, denn alles hatte ja so gut begonnen, ist sie die ganze Zeit für ihn da und erkennt unter all den Psychosen immer ihren Mann, der die Grenzen zwischen Genie und Wahnsinn auslotet.

Unser Fazit zu A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn

Abgesehen davon, dass die Biografie von John Forbes Nash jr. für diesen Film sehr glattgebügelt wurde, ist A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn ein zutiefst bewegender Film, genauer gesagt ein Drama mit gelungener Lovestory und Elementen eines Spionage-Thrillers. Gerade die Abweichungen von der Realität machen die Figuren sehr sympathisch, sodass der Zuschauer auf jeden Fall mit ihnen mitfühlen kann. Der Zerrissenheit des Kranken und auch die Schwierigkeiten für sein Umfeld erscheinen extrem authentisch, was nicht zuletzt an der herausragenden Leistung von Russel Crowe und Jennifer Connelly liegt. Für alle, die authentische Filme mit Gefühl mögen, ein absolutes Must See!

Unsere Wertung:

 

 

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