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    Startseite » Zum Start von „The Mandalorian“: Dies sind die Einflüsse von Star Wars
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    Zum Start von „The Mandalorian“: Dies sind die Einflüsse von Star Wars

    Samuel Cornelissenvon Samuel Cornelissen22. März 2020Keine Kommentare8 min Lesezeit
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    Offizielles Poster zu The Mandalorian
    Offizielles Poster zu The Mandalorian © Walt Disney Pictures
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    Am 24. März 2020 startet der Streaming-Dienst Disney Plus in Deutschland. Somit können Star Wars Fans auch hierzulande die hochgelobte Serie The Mandalorian bewundern. Dabei werden den Zuschauern vermutlich einige Elemente bekannt vorkommen, denn die Serie bedient sich großzügig an Elementen klassischer Samurai- und Westernfilmen. Womit The Mandalorian die Tradition der Star Wars Einflüsse fortsetzt.

    Star Wars und die Kunst des Stehlens

    Pablo Picasso soll den künstlerischen Schaffensprozess einst mit „Schlechte Künstler kopieren. Großartige Künstler stehlen“ zusammengefasst haben. Schaut man auf die Werke der größten Filmschaffenden der Geschichte, bestätigt sich dieser Spruch. Besonders George Lucas hat dies perfektioniert und schuf somit selbst die einflussreichste Space-Opera aller Zeiten. The Mandalorian Regisseur Jon Favreu äußerte sich laut abc News folgendermaßen zu seiner Serie:

    “ […] Es geht wirklich auf die Western und Samurai Filme zurück, die ursprünglich George Lucas inspiriert haben.“

    Somit ist es kein Zufall, dass eine gesamte Episode, als Neuinterpretation des Samurai-Klassikers Die Sieben Samurai funktioniert. Schließlich ist dieser Film auch einer der größten Inspirationen des jungen George Lucas gewesen. Da jeder einzelne Teil der Space-Saga vor Referenzen strotzt, konzentriere ich mich hier hauptsächlich auf Eine neue Hoffnung.

    Der Mandalorianer wandert alleine durch die Wüste in "The Mandalorian"
    Der Mandalorianer wandert alleine durch die Wüste in „The Mandalorian“ © Walt Disney Pictures

    Wie Samurai Filme Star Wars erschufen

    Obwohl Akira Kurosawa in Japan dafür verhöhnt wurde, sich stark an den westlichen Filmen zu orientieren, genoss er ab den 50er Jahren große Anerkennung in Amerika. Die sieben Samurai war Kurosawas erster Film, den sich George Lucas angesehen hat. Seitdem sollte die amerikanische Filmlandschaft nicht mehr die Gleiche sein. Auf der Suche nach einer originellen Geschichte erhaschte sich Lucas fortan Inspiration bei diversen Samurai Filmen. Das Design von Darth Vater ist beispielsweise auf die alten Samurai-Rüstungen zurückzuführen und natürlich fanden auch die Kampfszenen dort ihren Ursprung. Subtil huldigt Lucas dem Genre mit dem Begriff „Jedi-Ritter“, was eine Anlehnung an die japanische Bezeichnung für Perioden-Dramen „Jidai-geki“ ist.

    Mit Yoda formte er sogar einen ganzen Charakter nach Takasi Shimuras Figur in Die sieben Samurai. Allerdings war es nicht die Geschichte dieser sieben Samurai, die Star Wars ihr Gewand geliehen hat, sondern ein späterer Abenteuerfilm des japanischen Kult-Regisseurs. Es war nämlich vor allem Kurosawas Die verborgene Festung, der fast schon als Schablone für das Weltraum-Abenteuer herhalten musste.

    Star Wars und Die verborgene Festung

    Um den Zusammenhang zwischen den beiden Filmen erkennbar zu machen, reicht es, die Geschichte von Die verborgene Festung wiederzugeben. Zwei ständig streitende Diebe helfen einem berüchtigten Samurai (gespielt von Toshirō Mifune) bei der Befreiung einer Prinzessin. Dabei müssen sie sich einem Imperium entgegenstellen. Jedoch planen die Diebe getrennte Wege zu gehen, bis sie gefangen genommen werden und zufällig wieder zusammentreffen. Kommt euch das bekannt vor? Richtig, die beiden Charaktere dienten der direkten Vorlage von C3P0 und R2D2. Daher entstand die Idee, die Sternen-Saga aus der Sicht dieser beiden Droiden zu erzählen.

    C3P0 und R2D2 gemeinsam in der Wüste von Tatooine
    C3P0 und R2D2 gemeinsam in der Wüste von Tatooine © 20th Century Fox Home Entertainment

    Allerdings diente Die verborgene Festung nicht nur als Handlungsgrundgerüst, denn auch ganze Szenarien des Films finden sich in Star Wars wieder. Beginnen wir am besten direkt mit dem ersten großen Moment aus Eine neue Hoffnung. Die Szene, in der imperiale Truppen das Raumschiff der Rebellen angreifen, um Prinzessin Lea zu fangen, orientiert sich inszenatorisch an einer Schlüsselszene aus Die verborgene Festung. In dieser werden Gefangene von der Armee niedergeschossen. Mittendrin befinden sich die Diebe, die anschließend fliehen. Ähnlich wie es auch bei R2D2 und C3PO der Fall ist. Selbst bevor sich Ben Kenobi und Luke Skywalker an die Sturmtruppen in Mos Eisley vorbei tricksen, verschafften sich die Diebe und der Samurai durch eine geschickte List zutritt zu einer von Wachen abgesperrten Stadt.

    Jedoch gibt es eine noch größere Parallele. Das Duell zwischen Ben Kenboi und dem gefürchteten Darth Vader erinnert verdächtig stark an den entscheidenden Kampf zwischen Mifunes Charakter und einem gegnerischen Kommandanten. Tatsächlich findet Beides zu einem ähnlichen Zeitpunkt in der Handlung statt. Am Ende unterscheiden sie sich durch essenzielle Änderungen, doch spielt man beide Szenen nebeneinander ab, kann man spätestens hier den Einfluss von Die verborgene Festung nicht leugnen (Siehe hier).

    Die weiteren Einflüsse von Star Wars

    Flash Gordon

    George Lucas ließ es sich aber auch nicht nehmen, Szenen von anderen Klassikern zu übernehmen. Es ist kein Geheimnis, dass Lucas ein großer Flash Gordon Fan war. Sein Traum war es sogar einen eigenen Flash Gordon Film zu drehen. Daher ist die Serie wohl der geistige Vater von Star Wars. Am prägnantesten lässt es sich in dem ikonischen Rolltext erkennen, den es in ähnlicher Form bei Flash Gordon gab. Dabei vergisst man aber häufig, dass die Einflüsse der Weltraum-Abenteuer-Serie noch viel weiter gehen. Kommt euch das bekannt vor: Jemand verkleidet sich als gegnerische Einsatztruppe, um so unbemerkt Gefangene zu retten. Der einzige Unterschied ist wohl, dass Flash Gordon nicht zu jung für die Sturmtruppen war.

    Zwischen Sci-Fi und Nationalsozialismus

    George Lucas Inspirationen gehen allerdings noch viel weiter zurück in die Vergangenheit. Beispielsweise nach Deutschland, in das Jahr 1927. Der Regisseur Fritz Lang begeistert das Publikum mit einem Bahnbrechenden Science-Fiction Streifen, der das Kino maßgeblich beeinflussen sollte. Es ist der Film Metropolis. Als Lucas Anakin Skywalker für die Prequels schrieb, orientierte er sich unter anderem an dem einhändigen Wissenschaftler Rotwang aus Metropolis. Abgesehen von der fehlenden Hand haben die beiden eine weitere Gemeinsamkeit. Und zwar schuf Rotwang, ähnlich wie Anakin, einen eigenen Androiden. So entstand der wohl offensichtlichste Einfluss dieses Films auf Star Wars… C3P0.  Die Ähnlichkeit zwischen C3PO und dem Maschinenmenschen aus Metropolis fällt in den ersten Konzept-Zeichnungen von Eine neue Hoffnung zwar noch viel stärker auf, doch lässt sich auch im fertigen Film erkennen.

    Der Maschinenmensch erwacht zum Leben in "Metropolis (1927)" und somit auch eines der großen Star Wars Einflüsse
    Der Maschinenmensch erwacht zum Leben in „Metropolis (1927)“ und somit auch eines der großen Star Wars Einflüsse © Universum Film

    Metropolis war aber nicht der einzige Einfluss aus Deutschland. Man muss sich nicht sonderlich anstrengen, um zu erkennen, dass das Imperium sehr den deutschen Nationalsozialisten ähnelt. Darüber hinaus griff Lucas auf eine bekannte Szene aus Leni Riefenstahls Propaganda-Film Triumph des Willens zurück. Ironischerweise tat er dies aber auf der Seite der Rebellion. Die glorreiche Siegesszene, in der Han Solo und Luke ihre Medaillen entgegennehmen, ähnelt verdächtig stark dem Moment, in dem Adolf Hitler, Heinrich Himmler und Victor Lutze zwischen den Soldaten zum Podest wandern.

    Weltraumwürmer und französische Comics

    1975 (Zwei Jahre vor Eine neue Hoffnung) plante Alejandro Jodorowsky sein eigenes große Weltraum-Epos. Nämlich die Verfilmung des Romanklassikers Dune. Für das Storyboard holte sich Jodorowsky den Comic Autor Jean Giraud (aka Moebius) ins Boot. Leider wurde Jodorowskys Dune nie realisiert, doch das Storyboard machte seine Runde. So soll dies auch bei George Lucas der Fall gewesen sein. Das Design Darth Vaders ist nicht nur den klassischen Samurai Filmen nachempfunden, sondern orientiert sich auch an Mobeius Charakter-Entwürfen. Gleiches gilt für die Schwertkämpfe. Das Storyboard erscheint gerade in diesen Szenen als inoffizielle Blaupause.

    Neben Dune gab es aber eine weitere gezeichnete Vorlage, die französische Comic-Serie Valerian und Veronique. Die Anleihen an die Comic-Reihe ziehen sich durch die gesamte Skywalker-Saga. Sieht man sich beispielsweise Valerian und Veronique Gesamtausgabe 2 an, entdeckt man ein Raumschiff, bei dem es keine zwei Blicke benötigt, um die Parallelen zum Millennium Falken zu erkennen.

    Das Raumschiff von Valerian und Veronique nähert sich einem orangen Planeten und ist somit einer der Star Wars Einflüsse
    Seite 69 der Gesamtausgabe 2 von „Valerian und Veronique“ © Dargaud 2008 © Carlsen Verlag GmbH Hamburg 2011

    Noch auffälliger wird es in den nächsten beiden Filmen der Ursprungstrilogie. Nicht nur, dass das Design der leicht bekleideten Lea auf Jabbas Segelbarke in Rückkehr der Jedi-Ritter fast genauso in Valerian auftaucht, auch den in Karbonit gefangenen Han Solo gab es in ähnlicher Form zuerst in Valerian zu bestaunen. Und zwar bei einem „Folterinstrument“ in der Gesamtausgabe Bd. 1. Tatsächlich haben die Comics selber diese Auftritte persifliert, indem dort Star Wars Charaktere als kurze Cameos zu sehen sind.

    Valerian wird über die Geheimnisse seines Raumschiffs ausgefragt - auch hier erkennen wir Einflüsse auf Star Wars
    Valerian wird über die Geheimnisse seines Raumschiffs ausgefragt © Dargaud 2008 © Carlsen Verlag GmbH Hamburg 2011

    Was sagen uns die Star Wars Einflüsse?

    Ist Star Wars nun einfach nur ein zusammengeklauter Flickenteppich? Natürlich nicht! Es ist ein gutes Beispiel, dass großartige Kunst nicht immer das Rad komplett neu erfinden muss. George Lucas hat bewiesen, wie man bereits existierende Elemente dazu nutzen kann, um etwas Eigenes zu schaffen. Obwohl oder gerade weil Star Wars aus so vielen Versatzstücken anderer Filme besteht, ist es etwas Einzigartiges. Man sollte die Star Wars Einflüsse also nicht harsch kritisieren, sondern es lieber als Einladung verstehen, selber tiefer in die Filmgeschichte einzutauchen. Dieser Artikel kratzt nur an der Oberfläche und es gibt noch viel mehr Inspirationen zu entdecken. Worauf wartet ihr also noch? Es lohnt sich, einen Blick hinter die Fassade zu riskieren und sich selbst mal die vielen Star Wars Inspirationen zu Gemüte zu führen.

    © Carlsen Verlag GmbH Hamburg, © Universum Film, © 20th Century Fox Home Entertainment, © Walt Disney Pictures

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