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    Chatos Land

    Tobias Theißvon Tobias Theiß30. August 2018Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Chato auf der Lauer
    Chato auf der Lauer
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    Bevor Charles Bronson als Paul Kersey die kriminelle Unterwelt zur Rechenschaft zieht, führten ihn schon in Chatos Land Rachegelüste mit Regisseur Michael Winner zusammen.

    [su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=UmbjLwCWLdw“]

    Cover des deutschen Mediabook | CHATOS LAND © Capelight Pictures
    Cover des deutschen Mediabook | CHATOS LAND © Capelight Pictures

    Chato, ein indianisches Halbblut, erschießt in Notwehr den örtlichen Sheriff und flüchtet daraufhin in die Prärie. Bürgerkriegsveteran Quincy Whitmore nimmt mit einem Dutzend Männer, deren Beweggründe nicht unterschiedlicher sein könnten, die Verfolgung auf. Die langwierige Hetzjagd führt die Männer in immer unwegsameres Gelände: in das Land der Apachen…in Chatos Land.

    Chato begibt sich auf eine einsame Flucht. | CHATOS LAND © Capelight Pictures
    Chato begibt sich auf eine einsame Flucht. | CHATOS LAND © Capelight Pictures

    Der geborene Racheengel

    Charles Bronson kann man getrost als Film gewordenen Rächer bezeichnen. Am bekanntesten sollten dabei Spiel mir das Lied vom Tod und – natürlich –  die berühmt-berüchtigte Death Wish-Reihe (unlängst mit einem Remake „geehrt“) sein. Zwischen beiden Filmen drehte Bronson 1972 gemeinsam mit Michael Winner Chatos Land. Gewissermaßen kann man diese erste von insgesamt sechs gemeinsamen Arbeiten Winners und Bronsons als Konglomerat der beiden oben genannten Filme sehen.

    Während Setting, Ausstattung und auch die staubige Atmosphäre direkt aus typischen Westernfilmen entsprungen scheinen, stellt die Handlung indes einen gnadenlosen Rachethriller dar. Ganz konkret schert sich der Film sogar herzlich wenig um die gängigen Konventionen des Western. Die typische Rollenverteilung „weißer Mann = gut“ und „roter Mann = böse“ wird hier drastisch aufgebrochen. Der vermeintlich „böse“ (Halb)Indianer handelt im ersten Moment nur gewalttätig, um sich der Gewalt in letzter Instanz zu erwehren. Die „guten“ Weißen sind bis auf wenige Ausnahmen geleitet von unbändigem Hass und ihren niedersten Trieben.

    Chato kennt die unwegsamen Gefilde wie seine Westentasche... | CHATOS LAND © Capelight Pictures
    Chato kennt die unwegsamen Gefilde wie seine Westentasche… | CHATOS LAND © Capelight Pictures

    Chatos Land – Nur ein typischer Western?

    So entspinnt sich aus der augenscheinlich simplen Ausgangslage eine Analogie auf die USA nach dem beendeten Sezessionskrieg 1865. Quincy, selbst als Offizier am Krieg beteiligt gewesen, führt eine Horde desillusionierter, verzweifelter Männer an. Nach Ausgang des Krieges zu Gunsten der Nordstaaten sind die Männer innerlich zerrissen, auf der Suche nach Identität. Unzufriedenheit schürt den Hass auf das Fremde, Unbekannte und scheinbar Böse. Heißblütig, jähzornig, verbittert, unvorhersehbar, aber immer brutal und barbarisch – die Emotion übersteigt die Vernunft.

    Während die Gruppe sich so zusehends selber jeglicher Menschlichkeit beraubt und zerfleischt, hat Chato leichtes Spiel mit seinen Verfolgern. Die einstigen Jäger werden zu Gejagten. Chato huscht einem Schatten gleich über zerklüftete Berghänge und schaltet einen nach dem anderen erbarmungslos aus. Scheinbar unsichtbar, aber stets präsent, versetzt er seine einstigen Peiniger in Angst, die schon dem Wahnsinn nahekommt.

    ...zum Leidwesen seiner Verfolger. | CHATOS LAND © Capelight Pictures
    …zum Leidwesen seiner Verfolger. | CHATOS LAND © Capelight Pictures

    Beeindruckende Physis

    Bemerkenswert dabei: nicht nur charakterlich überflügelt Chato seine Feinde. Sein Handeln ist stets besonnen und von Taktik durchzogen, keine seiner Taten geschieht aus dem Affekt oder unüberlegt. Auch physisch kann ihm der Mob nichts anhaben. Spätestens wenn sich Bronson nur vom Lendenschurz bedeckt durch die unwirtliche Landschaft schlägt, wird klar: er ist seinen Peinigern haushoch überlegen. Überhaupt arbeitet Bronson fast ausschließlich mit seiner definierten Physis. Das Drehbuch gesteht ihm nur wenig Text zu, was zu seinem einsamen Rächer passt. Im Gegensatz dazu stehen die Mitstreiter um Jack Palance als Quincy. Hier wird geplaudert und debattiert, schlussendlich sogar sprichwörtlich um Kopf und Kragen geredet.

    Doch all die verbalen Ausflüchte helfen nicht, was vor allem das einprägsame Schlussbild in brutaler Grausamkeit offenlegt. Chato vergilt seinen Jägern mit eben solcher Brutalität, die ihm entgegengebracht wurde. Dabei überraschen der raue Ton und die ein oder andere Gewaltspitze für die damalige Zeit, insbesondere in einem Westernfilm.

    Wie für das Label typisch bringt Capelight den Film in einem Mediabook. Dieses erhält wie schon einige der letzten Mediabook-Veröffentlichungen vom gleichen Label eine angeraute Oberfläche, enthält neben der Blu-ray den Film auf DVD sowie ein Booklet mit Essay zum Film.


    © Capelight Pictures

    Tobias Theiß

    Tobi ist bereits gute 7 Jahre an Bord und teilt so fast 20% seiner Lebenszeit mit Filmtoast. Wie es ursprünglich dazu kam ist so simpel wie naheliegend. Tobi hatte unregelmäßig auf Seiten wie Schnittberichte Reviews zu Filmen verfasst und kam über diverse facebooksche Filmgruppen und –diskussionen in Berührung mit dem damaligen Team von Filmtoast (die Älteren erinnern sich: noch unter dem Namen Movicfreakz) und wurde daraufhin Teil dessen.
    Thematisch ist er aufgeschlossen, seine feste Heimat hat er jedoch im Horrorfilm gefunden, da für ihn kein anderes Genre solch eine breite Variation an Themen und Spielarten zulässt. Kontroverser Ekelschocker, verstörender Psychothriller oder Elevated Horror – fast alles ist gern gesehen, auch wenn er zugeben muss, dass er einen Sweet Spot für blutrünstig erzählte Geschichten besitzt.
    Tobi geht zum Lachen jedoch nicht (nur) in den blutverschmierten Keller, sein Herz schlägt unter anderem bei Helge Schneider, dänischem schwarzen Humor oder den Disyneyfilmen seiner Kindheit höher.
    Kinogänge vollzieht er am liebsten im städtischen Programmkino, zum Leidwesen seiner filmisch weniger affinen Freunde, meidet er große Kinoketten wie der Teufel das Weihwasser. Am liebsten geht er seiner Filmleidenschaft jedoch in den eigenen vier Wänden nach, um den viel zitierten Pile of Shame seiner physischen Filmsammlung abzuarbeiten.
    Tobi lebt in Sachsen-Anhalt, ist beruflich in einer stationären außerklinischen Intensivpflege verankert und hat mit der Begeisterung zum Film und dem Schreiben darüber den für sich perfekten Ausgleich zum oftmals stressigen Arbeitsalltag gefunden.

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