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    Curveball – Wir machen die Wahrheit

    Timo Asmussenvon Timo Asmussen23. April 2022Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    © Sten Mende
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    Curveball – Wir machen die Wahrheit heimste beim Deutschen Filmpreis zwei Lolas ein, ging bei seinem verspäteten Kinostart 2021 aber unter. Nun könnt ihr den Film auf DVD und VoD kaufen. Ob sich eine Sichtung lohnt, erfahrt ihr in unserer Kritik!

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    DVD-Cover des Films Curveball, ein Mann Besen kehrt Akten, die Blutflecken enthalten, unter eine als Teppich hingelegte Deutschland-Fahne in schwarz, rot und gelb
    Packshot des DVD-Cover von Curveball- Wir machen die Wahrheit © Filmwelt

    Die Handlung von Curveball – Wir machen die Wahrheit

    Der BND-Biowaffenexperte Wolf (Sebastian Blomberg) forscht in den späten 1990-Jahren im Irak nach Lagern von Bio- und Chemiewaffen. Obwohl bei den UN-Kontrollen keine Beweise gefunden wurden, geht Wolf weiterhin davon aus, dass Anthrax-Viren in den Umlauf kommen könnten. Als er zurück in Deutschland ist, wird er für die Begleitung des irakischen Asylbewerbers Rafid Alwan (Dar Salim) eingeteilt. Dieser behauptet, er habe als Ingenieur an Saddam Husseins streng geheimen Biowaffenprogramm gearbeitet. Mit dieser Sensation geht Wolf zu seinen Vorgesetzten. Der BND, bisher stets im Schatten der amerikanischen CIA, wittert seine Chance auf einen großen Erfolg. Die fehlenden Beweise erscheinen angesichts dieser Chance unbedeutend, doch damit setzt der BND eine Kette von Ereignissen in Gang, an deren Ende Wahrheit, Realität und Lüge nur noch schwer voneinander zu unterscheiden sind…

    Rechts im Bild ein Mann (Schauspieler Thomas Merten) mit Anzug und Krawatte, eine Hand zum Jubel nach oben gereckt, im Hintergrund mehrere Personen.
    Beim BND feiert man den vermeintlichen Coup ausgiebig. © Sten Mende

    Ein ungleicher Mix aus Satire und Thriller

    Wenn sich deutsche Filmemacher:innen mal etwas trauen, muss man eigentlich schon aus Prinzip ins Kino gehen. Doch Curveball – Wir machen die Wahrheit ging im September 2021 gnadenlos unter. So besuchten am Startwochenende gerade einmal 2200 Zuschauer:innen die Kinosäle. Es scheint so, als sei das Publikum auf deutsche Komödien geeicht, anstatt einer politischen Thriller-Satire wie Johannes Nabers Spielfilm auch einmal die Chance auf der großen Leinwand zu geben. Den Schwerpunkt setzt Naber eindeutig auf den Satire-Part. Phasenweise weckt der Film Erinnerungen an Barry Levinsons großartigen Wag the Dog, doch Curveball ist weniger absurd als die große Referenz. Ursächlich dafür ist die berühmte Marketing-Floskel „basierend auf wahren Begebenheiten“, welche in diesem Fall sogar ernst genommen werden darf.

    Wie es sich für eine Satire gehört, bleibt den Zuschauer:innen bei einer Vielzahl an Szenen das Lachen komplett im Halse stecken. Dass die Ereignisse des Films letztlich eines der stärksten Argumente für den Irak-Krieg im Jahre 2003 bildeten, erscheint so grotesk wie bitter. Besonders, weil sich die Berichte auf die Aussagen einer Einzelperson stützten, wirkt der Film durchaus als eine Art Anklage der handelnden Personen, vor allem in der Politik.

    Ein Mann in einem gelben Vollschutzanzug telefoniert.
    Biowaffenexperte Wolf im Einsatz © Sten Mende

    Weitere Stärken und Schwächen von Curveball – Wir machen die Wahrheit

    Besonderes Lob verdient die Besetzung: Hauptdarsteller Sebastian Blomberg kann als Wolf eine starke Leistung zeigen. Es gelingt ihm, die grotesken Momente als eben solche wirken zu lassen, ohne zu sehr ins Overacting zu verfallen oder seine Figur zur reinen Karikatur verkommen zu lassen. Neben ihm kann sich Thomas Merten, für seine Leistung mit der Lola für die beste männliche Nebenrolle geehrt, als Szenendieb in den Vordergrund spielen. Die US-Amerikanerin Virginia Kull sowie Dar Salim als irakischer Informant Rafid Alwan bekommen vom Skript ebenfalls ausreichend Screentime, um die jeweilige Ambivalenz ihrer Figuren aufzuzeigen.

    Dabei gelingt ein handwerklich solider Film, dem es allerdings ein wenig an Bildern für die große Leinwand mangelt. Denn visuell bietet Naber eher Kammerspiel als Bilderrausch, wodurch Curveball etwas bieder daherkommt. Dies macht Johannes Naber hingegen mit seinem Gespür für absurde Settings wett, welches schon seinen 2014er-Film Zeit der Kannibalen auszeichnete. Zudem gelingt ihm eine überzeugende Charakterstudie des Experten Wolf, die sich angenehm von eher karikaturesken Figurenzeichnungen anderer Genre-Beiträge unterscheidet. Darunter leidet allerdings der Thriller-Anteil. Denn so richtig spannend wird es letztlich nie. Vielmehr kleckert der Film am Ende eher aus, ohne noch einen echten Höhepunkt zu liefern. Die eingeblendeten Texttafeln ganz zum Schluss unterstreichen zwar erneut die Bitterkeit. Allerdings wirken sie ebenfalls recht bieder, auch wenn sie verdeutlichen, dass politische Verantwortung nicht gleichzusetzen ist mit entsprechenden Konsequenzen, die es zu tragen gilt.

    Unser Fazit zu Curveball – Wir machen die Wahrheit

    Mit seinem vierten Langspielfilm ist Autor und Regisseur Johannes Naber eine überzeugende, stellenweise bitterböse Satire gelungen. Aus dem überzeugenden Cast stechen dabei Sebastian Blomberg und Thorsten Merten hervor. Handwerklich solide ist Curveball ein zwar wenig spannender, dafür umso lustigerer Film, dessen Auszeichung mit dem Deutschen Filmpreis in Bronze zu recht erfolgte. Einen kleinen Wermutstropfen bildet die Veröffentlichung als DVD, ohne HD-Enthusiasten in den Genuss einer Blu-ray kommen zu lassen. Diese können allerdings beim Streaming-Anbieter ihres Vertrauens eine HD-Kaufversion erstehen.

    Curveball – Wir machen die Wahrheit ist seit dem 10. März als VoD und seit dem 17. März als DVD im Handel erhältlich!


    © Filmwelt

    Timo Asmussen

    Als Timo vor grauer Vorzeit wieder mal "Ducktales - Jäger der verlorenen Lampe" im Videorekorder vermutete, lag dort allerdings "Terminator 2". Und so schaute er, heimlich, allein und ohne es damals zu erahnen, einen der besten Filme aller Zeiten. Vermutlich war da seine Liebe für das Medium Film entfacht. In seiner Heimatstadt war Mitte der 90er bereits ein Kinosessel zu finden, der leichte Abdrücke seines Gesäßes aufwies, denn zu jener Zeit war die Frage, nicht ob, sondern was am Mittwoch für sieben Mark am Kinotag geguckt wird. Sobald Timo ein eigenes Zimmer besaß, wurde dieses mit einem Fernseher bestückt. Und das wohl größte Geschenk machte er sich dann zum 18. Geburtstag selbst - eine Mitgliedschaft in einer Videothek. Aus dieser Zeit stammt vermutlich auch sein Alias "dervideothekar", welches seine Social-Media-Kanäle ziert. Doch dass Timo neben dem Regal "Actionfilme" geboren wurde, muss ins Reich der "urban legends" verbannt werden. Seit mehr als drei Jahren ist er vor den Mikrofonen von Filmtoast und Tele-Stammtisch. Dazu textet und spricht er über eigentlich jedes Genre, mit leichten Abstrichen beim deutschen Heimatfilm. Aber das er seine (recht lange) Nase auch mal bei Kino+ in die Kameras halten würde, war so nie geplant. Aber da einer seiner Lieblingsfilme "Besser geht´s nicht" ist, passt's ja. Wenn ihr ihn demnach mal trefft, sprecht ihn einfach an, er freut sich!

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