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    Twisters

    Timo Asmussenvon Timo Asmussen16. Juli 2024Keine Kommentare8 min Lesezeit
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    Links im Bild ein hochgerüsteter Gelände-SUV, auf einem Schotterweg fahrend. Rechts bahnt sich ein Tornado den Weg über ein Feld. Eine Szene aus dem Film Twisters.
    Die Tornados in Twisters sehen um einiges realistischer aus als noch im 1996er Original-Film. ©Warner Bros.
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    1996 fegte Twister über die Kinoleinwände. Doch braucht es nach knapp 30 Jahren überhaupt die Fortsetzung Twisters? Unser Videothekar Timo hat den Film bereits gesehen und verrät euch, ob er von ihm weggeblasen oder doch eher enttäuscht wurde.

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    Rechts vorn im Bild ein Pickup-Truck, daneben zwei Frauen und eine Mann. Im Hintergrund kann man einen Tornado-Wirbelsturm erkennen. Es ist das Poster zum Film Twisters mit Glen Powell und Daisy Edgar-Jones
    Das Kinoplakat zu Twisters ©Warner Bros.

    Die Story von Twisters

    Kate Cooper (Daisy Edgar-Jones) und ihre Freunde sind Tornado-Jäger. Als ein gewaltiger Tornado ihr Leben komplett auf den Kopf stellt, flieht sie nach New York City, fernab von Tornado-Gebieten, um fortan bei einer Wetter-Behörde zu arbeiten und Computersimulationen durchzuführen. Als ihr ehemaliger Jäger-Kompane Javi (Anthony Ramos) bei ihr aufkreuzt, kann er sie davon überzeugen, bei einem neuen Projekt zur Tornado-Abwehr tätig zu werden und sich ihrer Vergangenheit zu stellen. In Oklahoma trifft sie allerdings nicht nur die Kollegen von Javi, sondern auch auf den YouTuber Tyler Owens (Glen Powell), für den die Tornado-Jagd vor allem Klicks und Spaß bedeutet. Und schon bald ist der erste Tornado auf dem Radar und die Jagd beginnt…

    Eine Frau auf dem Beifahrersitz eines Autos, ihr Mund ist offen. Sie sieht verängstigt aus der Frontscheibe. Eine Szene aus dem Film Twisters mit Daisy Edgar-Jones.
    Kate (Daisy Edgar-Jones) geht erneut auf Tornado-Jagd. ©Warner Bros.

    Eine Fortsetzung mit langem Anlauf

    Kaum mehr im Gedächtnis vieler, aber Jan De Bonts Twister war hinter Roland Emmerichs Independence Day der zweiterfolgreichste Film des Jahres 1996. Mit fast 500 Millionen Dollar war er damals ein mehr als solider Hit. Kein Wunder, dass unter anderem der 2017 verstorbene Hauptdarsteller Bill Paxton ein Sequel plante und eine modernisierte Version des verheerenden Tri-State-Tornados inszenieren wollte. Paxton war gewillt, die Regie selbst zu übernehmen. Der Film sollte dank der Hilfe von James Cameron in 3-D gedreht werden und mit einem R-Rating erscheinen. Doch das hohe Budget und der tragische Tod Paxton ließen eine Fortsetzung in der Entwicklung stocken. Auch Hauptdarstellerin Helen Hunt pitchte eine Sequel-Idee um eine Gruppe von Wissenschaftlern an einem College. Sie plante ebenfalls, selbst auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen, doch über ein frühes Entwicklungsstadium kam das Projekt nie heraus und wurde Ende 2020 vollständig gecancelt.

    Umso mehr überrascht es, dass vier Jahre später nun doch ein Sequel erscheint. Mit Glen Powell verpflichtete man eines der momentan wohl heißesten Darsteller-Eisen, die Hollywood im Feuer hat, und besetzte die weibliche Hauptrolle mit Daisy Edgar-Jones. Die eigentliche Überraschung aber lieferten die Produzent:innen um Frank Marshall und Steven Spielberg mit der Wahl des Regisseurs. Mit Lee Isaak Chung verpflichtete man nämlich einen in Blockbuster-Gefilden eher unerfahrenen Mann, der zuvor Minari für den Independent-Produktionsstudio A24 inszenierte, aber eben auch eine Folge der dritten Staffel von The Mandalorian drehte und damit ein wenig in VFX-lastigere Arbeit Einblicke erhielt. Doch ist Chung in der Lage, einen großen Sommerfilm zu inszenieren und zu erzählen?

    Erzählerisch etwas ungelenk und überladen

    Machen wir uns nichts vor: Dass Michael Crichton gemeinsam mit seiner Frau Anne-Marie Martin seinerzeit mit zwei Millionen Dollar für das Skript zum Original das höchste Salär für ein Drehbuch kassierte, bis Shane Black für Tödliche Weihnachten das Doppelte einstrich, erscheint fast bizarr. Denn das Original ist vor allem ein simple und effizient erzählter Blockbuster-Film, der keine unnötigen Schlenker nimmt und auf Twists (Kein Wortwitz impliziert!) verzichtet. Da machen es sich Joseph Kosinski (Top Gun: Maverick) und Mark L. Smith (The Revenant) im Falle von Twisters deutlich schwerer und öffnen ein paar erzählerische Fässer zu viel. Waren es bei Twister noch zwei Teams von Tornado-Jägern, die konkurrierten, sind es hier ein Wissenschaftsteam, die Clique um die YouTube-Tornadojäger:innen und dazwischen Kate als Rückkehrerin an die Tornado-Front.

    Von Beginn an nebulös ist dabei die Motivation der Finanziers von Javis Team, während die YouTuber als bloße Gefahrenjunkies mit dem Hang zum Extrovertierten, inklusive Merchandise-Shirts, gezeigt werden. Doch so eindeutig, wie es zunächst scheint, ist es letztlich nicht. Dabei sind die Wendungen weder besonders clever noch subtil vorbereitet, erfüllen allerdings ihren Zweck. Dass es die menschlichen Antagonisten braucht, verneint der Film letztlich selbst, weil sie gegen Ende keinerlei Story-Relevanz mehr besitzen.  Aber es macht deutlich, auf welches Publikum die Produzent:innen setzen. Denn auch durch die Musikauswahl des Soundtracks wird deutlich, dass man auf vor allem auf die eher konservative Gruppe im bible belt Amerikas schielt. Da passen sinistre Pläne verfolgende Kapitalisten prima ins Bild. Auch die komplette Absenz des Wortes Klimawandel, dessen Auswirkungen und die Verantwortung aller für jenen, passt dann ins Bild. So beschleicht einen das Gefühl, auf inhaltlicher Ebene eher kein Update bekommen zu haben.

    Im Hintergrund des Bildes sieht man einen großen und einen kleinen Tornado, im Vordergrund fliegt eine Drohne in die Richtung beider. Eine Szene aus dem Film Twisters
    Nicht Schwarzenegger und DeVito, aber dennoch Twins in Twisters. ©Warner Bros.

    Visuelles Upgrade ohne Wiedererkennungsmerkmale

    Im Gegensatz zur Erzählung wird auf der visuellen Ebene erkennbar geklotzt und abgeliefert. Gerade in den letzten Monaten sah das Kinopublikum häufiger enttäuschende Effekte aus dem Rechner. Doch hier punktet Twisters und zeigt sehr realistische Tornado-Sequenzen, die um Klassen besser aussehen als in De Bonts Original. Das sollte zwar erwartbar sein, wenn man die technischen Fortschritte der letzten Jahre bedenkt, erfreut aber angesichts der Erfahrungen aus jüngerer Vergangenheit. Leider fehlt es den Action-Sequenzer aber an einigen Aspekten. So setzt Chung eher auf überraschende Momente und gerät ein wenig in Versuchung, Geisterbahn zu spielen. Wiederholt tauchen Dinge aus dem Nichts auf und werden auf die Protagonist:innen losgelassen. Es mangelt dadurch am Aufbau solcher Spannungsmomente und die Übersichtlichkeit des Originalfilms landet einen Punktsieg. Nicht falsch verstehen: Einige Sequenzen sind dennoch optisch sehenswert, allerdings ist deren Halbwertszeit im Gedächtnis eher niedrig.

    Gerade bei der Arbeit von Chefkameramann Dan Mindel (Star Wars- Der Aufstieg Skywalkers) fällt auf, dass er versucht, eine dem Original mehr als ähnliche Visualität zu erschaffen. Dieser Aspekt gelingt insbesondere bei den vielen Kamerafahrten neben oder zwischen den Geländewagen-Pickups. Und auch die weiten Panoramen des US-Bundesstaates Oklahoma fängt er zweitweise richtig gut ein. Zudem ist das Zusammenspiel von praktischen und digitalen Effekten etwas organischer, als es DeBont angesichts der technischen Möglichkeiten gelingen konnte. Gerade im Bereich des Compositing sticht Twisters aus der momentan vorhandenen Masse an Mängelexemplaren hervor. Dem Score von Benjamin Wallfisch fehlt es hingegen an erinnerungswürdigen Kompositionen, während der Soundtrack deutlich klarer Szenen nicht bloß untermalt, sondern einzelne Songs ganz stark inhaltliche Aspekte untermauern oder einläuten. Bei mancher Sequenz wirkt dies ungewollt komisch für Betrachter:innen, die mit grundehrlichem Country-Rock wenig anfangen können.

    Links eine Frau mit rötlichem Top, in der Mitte ein Mann mit weiß-blauem Hemd, rechts ein Mann mit einem Flanell-Hemd. Eine Szene aus Twisters, es sind Daisy Edgar-Jones, Antony Ramos und Glen Powell.
    Kate (Daisy Edgar-Jones), Javi (Anthony Ramos), Tyler (Glen Powell) blicken der Gefahr ins Auge. ©Warner Bros.

    Ohne Powell wär‘ hier fast nichts los

    Apropos nichts anfangen können: Als Tornado-Jägerin mit Trauma ist Daisy Edgar-Jones leider nicht die optimale Besetzung, denn ein wenig fehlt es ihr (noch) an der Leinwandpräsenz, um einen Film dieser Kategorie zu tragen. Und auch Anthony Ramos kann nach seiner eher blassen Performance in Transformers – Aufstieg der Bestien als Freund Javi sich nicht nennenswert für weitere Aufgaben dieser Preisklasse empfehlen. Aber dies liegt in beiden Fällen auch an der Figurenzeichnung des Skripts. Diese ist wenig tief, obwohl sie es vorgibt zu sein. Besonders schlimm erwischt diese den neuen Superman David Corenswet, der über weite Strecken einfach nur egal ist, um dann plötzlich einen Gefühlsausbruch zu zeigen, der eher lächerlich wirkt. Daher hoffen wir, dass sein Clark Kent/Superman nicht so blass daherkommt wie seine Figur in Twisters. Leider gilt für nahezu alle Charaktere, die abseits der YouTuber-Clique auftauchen, dass man sie nach Verlassen des Kinosaals vergessen hat.

    Daher fühlen sich die 122 Minuten streckenweise recht lang an. Denn dem menschlichen Drama wird enorm viel Platz eingeräumt. Eine Episode bei Kates Mutter erscheint gar komplett überflüssig. Ohne sie könnte der Film locker zehn bis fünfzehn Minuten kürzer sein. Auch daher urteilten einigen Kolleg:innen nach dem Presse-Screening, das gerade Gesehene sei langweilig, wenn da nicht Glen Powell wäre. Zwar fällt unser Urteil nicht ganz so harsch aus, aber auch wir finden, dass Powell erneut einen Beweise dafür liefert, warum er eine der heißesten Aktien auf dem Hollywood-Markt ist. Jede Szene reißt er förmlich an sich, allein durch sein Sonnyboy-Dauergrinsen und Hang zur großen Pose (Stichwort: Ans Auto lehnen). Ihm allein obliegt es zudem, Humor und Leichtigkeit in die Szenerie einzubringen. Sein Tyler Owens ist letztlich die einzige Figur, die weiß, in was für einer Art von Film sie ist und versprüht die Art von Leichtigkeit, die einen Sommer-Blockbuster ausmachen.

    Unser Fazit zu Twisters

    Aus technischer Sicht liefert Twisters ein Upgrade zu Jan DeBonts Original. Denn die Wirbelstürme aus dem Rechner sehen schlichtweg um Klassen besser und echter aus, als dies im Jahre 1996 möglich war. Wenn diese über die Leinwand fegen, bleibt kein Stein auf dem anderen. Allerdings fehlt es am Besonderen, der einen Sequenz, die im Gedächtnis bleibt. Dies gilt ebenso für die zu ausfransende Story, in der die kleinen Leute auch in größter Not noch sicher sein können, dass jemand Profit aus ihrer Situation schlagen will. Das ist dann ein wenig zu gewollte Implementierung menschlicher Antagonist:innen. Auf der positiven Seite steht neben den Effekten und der tollen Kameraarbeit ganz klar Glen Powell, der einfach Spielfreude zeigt und das Superstar-Flair alter Leinwandhelden ausstrahlt. Letztlich ist der Film aber das Gegenteil von dem, was Tornados ausmacht: Er bläst einen nicht weg, aber tut auch nicht sonderlich weh.

    Twisters erscheint am 17. Juli 2024 in den deutschen Kinos.


    © Warner Bros.
    Timo Asmussen

    Als Timo vor grauer Vorzeit wieder mal "Ducktales - Jäger der verlorenen Lampe" im Videorekorder vermutete, lag dort allerdings "Terminator 2". Und so schaute er, heimlich, allein und ohne es damals zu erahnen, einen der besten Filme aller Zeiten. Vermutlich war da seine Liebe für das Medium Film entfacht. In seiner Heimatstadt war Mitte der 90er bereits ein Kinosessel zu finden, der leichte Abdrücke seines Gesäßes aufwies, denn zu jener Zeit war die Frage, nicht ob, sondern was am Mittwoch für sieben Mark am Kinotag geguckt wird. Sobald Timo ein eigenes Zimmer besaß, wurde dieses mit einem Fernseher bestückt. Und das wohl größte Geschenk machte er sich dann zum 18. Geburtstag selbst - eine Mitgliedschaft in einer Videothek. Aus dieser Zeit stammt vermutlich auch sein Alias "dervideothekar", welches seine Social-Media-Kanäle ziert. Doch dass Timo neben dem Regal "Actionfilme" geboren wurde, muss ins Reich der "urban legends" verbannt werden. Seit mehr als drei Jahren ist er vor den Mikrofonen von Filmtoast und Tele-Stammtisch. Dazu textet und spricht er über eigentlich jedes Genre, mit leichten Abstrichen beim deutschen Heimatfilm. Aber das er seine (recht lange) Nase auch mal bei Kino+ in die Kameras halten würde, war so nie geplant. Aber da einer seiner Lieblingsfilme "Besser geht´s nicht" ist, passt's ja. Wenn ihr ihn demnach mal trefft, sprecht ihn einfach an, er freut sich!

    • Timo Asmussen
      https://www.filmtoast.de/author/timo-asmussen/
      Mickey 17
    • Timo Asmussen
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