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    Die 7 Pistolen des McGregor

    Andreas Krasseltvon Andreas Krasselt9. September 2023Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Vor ihrer Abreise beten die sieben McGregor-Brüder. Vorne steht Gregor, gespielt von Robert Woods, an seiner linkes Seite der jüngste Bruder Dan, gespielt von Alberto Dell Acqua.
    Alle beisammen: Die sieben Brüder bereiten sich auf die Abreise vor. © Plaion Pictures
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    Die 7 Pistolen des McGregor ist eine spritzige Abenteuerkomödie aus der italienischen Westernschmiede, entstanden Jahre vor dem Prügelklamauk à la Hill/Spencer. Ob man heute noch darüber lachen kann, erfahrt Ihr in unserer Rezension.

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    Das Cover der Blu-ray von Die 7 Pistolen des McGregor.
    Das Cover der Blu-ray von Die 7 Pistolen des McGregor. © Plaion Pictures

    Die Handlung von Die 7 Pistolen des McGregor

    Die Sippe der McGregor besitzt in Die 7 Pistolen des McGregor eine Pferderanch in der Nähe der mexikanischen Grenze. Während sich die sieben Brüder der jüngeren Generation beim Einreiten vergnügen, schlagen die Oldtimer des Clans einen Angriff von Pferdedieben erfolgreich zurück. Nicht zuletzt dank „Königin Anna“, der Familienkanone. Doch um nicht erneut Anreize für dreiste Überfälle zu bieten, wollen die Söhne die Gäule auf dem  Pferdemarkt von Las Mesas verkaufen. Sechs der sieben Jungspunde ziehen los.

    Doch dieser Pferdemarkt ist ein gutes Beispiel dafür, wie der Monopolkapitalismus die Marktwirtschaft aushebelt – insbesondere wenn bleihaltige Argumente ins Spiel kommen. Der aalglatte Crawford (Chris Huerta) lässt als Pferdeaufkäufer keinen Konkurrenten zu. Und als die Brüder McGregor den angebotenen Preis nicht akzeptieren, wandern sie erstmal in den Knast. Während sie dort kalt gestellt sind, reißt sich Crawford, der im Auftrag des finsteren Santillana (Leo Anchóriz) arbeitet, die Herde unter den Nagel. Wieder auf freiem Fuß beschließt Gregor McGregor (Robert Woods), sich inkognito in die Bande einzuschleichen. Was dem fiesen Banden-Vize Miguel (Fernando Sancho) sauer aufstößt. Und wieder sprechen die 7 Pistolen…

    Eine Komödie mit Härten

    Das Subgenre der Komödie im Italowestern hat nicht erst mit den Prügelorgien von Bud Spencer und Terence Hill begonnen. Die 7 Pistolen des McGregor ist dafür ein herausragendes Beispiel. Vier Jahre vor Die rechte und die linke Hand des Teufels (1970) entstanden, und nur zwei Jahre nach Sergio Leones Meilenstein Für eine Handvoll Dollar, ist der Streifen von Franco Giraldi weit entfernt von dem gänzlich jugendfreien Hau-drauf-Klamauk der Halleluja- und Trinita-Filme. Im Gegenteil verbindet er eine durchaus spannende Westernhandlung voll der üblichen Härten und Brutalitäten auf gelungene Weise mit einem komödiantischen Grundton.

    Die älteren McGregors, hier Harold, gespielt von Harry Cotton, und Mamie, gespielt von Annamary Noé, wehren den Angriff der Pferdediebe ab.
    Wer ist hier der Boss? Die Männer der Sippe haben zwar die dicken Sprüche auf den Lippen, die Frauen wissen aber, wo es lang geht. © Plaion Pictures

    Schon die ersten Bilder und Dialoge machen deutlich, um was es hier geht. Eine typische Gaunervisage mit auffälliger Zahnlücke in Großaufnahme beobachtet die Ranch der McGregors. Dann reitet eine Vorhut dorthin und wird freundlich von der Dame des Hauses, die gerade mit Äpfel sortieren beschäftigt ist, empfangen. Nur alte Leute im Haus, die sich vor Schreck in die Hose machen, wie die Räuber zuvor vermuteten? Weit gefehlt. Mutter McGregor ruft ins Haus: „Harold, hier sind ein paar freundliche Pferdediebe, die dich sprechen wollen.“ Und bittet die Gauner, sich doch kurz zu gedulden, sie würden sofort bedient. Was dann auch sogleich mit Hilfe einer Schrotflinte durch ein flugs geöffnetes Fenster geschieht. „Whisky und Gloria“, ertönt der Schlachtruf der McGregor.

    Bei McGregors haben die Frauen die Hosen an

    Die Szene sprüht vor Dialogwitz, bei dem auch die Geschlechterrollen nicht außen vor bleiben. Denn bei den McGregors haben die Frauen die Hosen an, was im Italowestern nicht gerade üblich ist. Die 7 Pistolen des McGregor bietet jede Menge Situationskomik, ohne in die Klamaukfalle zu tappen. Freilich darf auch die obligatorische Saloonschlägerei nicht fehlen, die hier jedoch eine originelle musikalische Variation erfährt. Der Tastenklimperer ist über die Gelegenheit froh, endlich einmal klassische Musik spielen zu können, da die Gäste ja anderweitig abgelenkt sind.

    Die Brüder McGregor sind in Las Mesas verhaftet worden.
    Verhaftet: Die sechs Brüder wandern in Las Mesas in den Knast. © Plaion Pictures

    An dem gelungenen Drehbuch haben sich gleich eine ganze Reihe von Genreikonen beteiligt, allen voran Fernando Di Leo, aus dessen Feder die Scripts von etlichen Klassikern des Spaghettiwesterns stammen. Zusammen mit dem ebenfalls als Autor an Die 7 Pistolen des McGregor beteiligten Regisseur Ducio Tessari arbeitete er an dessen beiden Ringo-Filmen Eine Pistole für Ringo und Ringo kommt zurück, aber auch an Lucio Fulcis Reißer Django – Sein Gesangbuch war der der Colt. Als Regisseur wurde Di Leo dann in den siebziger Jahren zu einem der wichtigsten Vertreter des Poliziesco, des italienischen Polizeifilms.

    Debut mit Die 7 Pistolen des McGregor

    Für Franco Giraldi war die Die 7 Pistolen des McGregor das Debut als Regisseur. Zuvor hatte er jedoch sein Handwerk als Regieassistent gründlich gelernt, unter anderem unter Leone bei Für eine Handvoll Dollar, wo er zwei Sequenzen gedreht haben soll. Entsprechend souverän setzt er die typischen Stilmittel des Italowesterns auch hier ein. Der Komödie blieb er weiterhin verpflichtet, auch in seinen späteren Genrebeiträgen. Nur der extrem düstere Mehr tot als lebendig von 1967 weicht davon ab, indem er seinen Antihelden in einer trost- und hoffnungslosen Welt bis zum bitteren Ende mehr treiben als agieren lässt.

    Gregor McGregor, gespielt von Robert Woods, erklärt seinen Brüdern, dass er sich in die Bande Santillanas einschleichen will.
    Schmieden Pläne: Gregor McGregor (Robert Woods) erklärt seinen Brüdern, dass er sich in die Bande Santillanas einschleichen will. © Plaion Pictures

    Etwas ungewöhnlich kommt bei den McGregors der Soundtrack von Maestro Ennio Morricone daher. Sein Hauptthema ist ein ziemlich lärmender Marsch mit schottischen Anklängen und einer Art mcgregorianischem Chorgesang, im Finale sogar kurz mit Dudelsäcken unterlegt. Das passt zwar super zum Thema des Films, ist aber nicht unbedingt nach dem Geschmack des eingefleischten Morricone-Fans. Doch auch der kann sich schnell daran gewöhnen und wird an anderen Stellen mit doch wieder typischeren Klängen getröstet.

    Viele bekannte Gesichter

    Auch die Darsteller lassen wenig zu wünschen übrig. Die meisten der Brüder sind aus der üblichen Stuntmen-Riege rekrutiert. Herauszuheben wäre hier sicher der aus einer Artistenfamilie stammende Alberto Dell’Acqua, der in zahlreichen Italowestern meist als jugendlicher Sidekick zu sehen ist. Fernando Sancho hat in Die 7 Pistolen des McGregor einen für ihn ungewöhnlich kurzen Auftritt, der sich dennoch sehen lassen kann. Fernando Sancho spielt wie immer Fernando Sancho, und wer das mag, dem wird das auch hier gefallen. Hauptdarsteller Robert Woods ist darstellerisch ein anderes Kaliber. Das konnte er allerdings nur in einigen wenigen Highlights des Genres beweisen, wie etwa dem feministisch angehauchten Mein Körper für ein Pokerspiel von Lina Wertmüller oder als Mexikaner in Jonny Madoc. Leider finden sich in seinem Oeuvre ansonsten ziemlich viele Gurken. Da wäre mehr drin gewesen.

    Gregor McGregor, gespielt von Robert Woods, droht einer Frau bei einer Schlägerei mit der Faust.
    Schlagkräftig: Gregor McGregor lässt sich auch von Frauen nicht für dumm verkaufen. © Plaion Pictures

    Unser Fazit zu Die 7 Pistolen des McGregor

    Auch wenn Die 7 Pistolen des McGregor sicher nicht zu den absoluten Spitzenproduktionen der italienischen Westernschmiede zählt, bietet der Film dennoch amüsante Unterhaltung mit viel Sprachwitz und Situationskomik. Tolles Drehbuch, solide Regie und gute Darstellerleistungen sichern ein rundum gelungenes Vergnügen – falls man an dem Genre Vergnügen empfinden kann. Die Veröffentlichung ist von Fans lange erwartet worden. Bislang konnte man den Film nur bei Amazon Prime zum Streaming käuflich erwerben – mit asynchronem Ton. Da ist die jetzt erschienene Fassung von Plaion Pictures und Explosive Media eine klare Verbesserung.

    Die 7 Pistolen des McGregor ist am 24. August 2023 auf DVD und Blu-ray erschienen. Das knapp bemessene Bonusmaterial enthält ein eher kurzes, aber interessantes Interview mit Robert Woods, das allerdings auch schon auf einer anderen Veröffentlichung vorhanden war.


    © Plaion Pictures

    Andreas Krasselt

    Andreas lebt im Raum Hannover. Er ist Journalist und fest angestellter Redakteur bei einer Tageszeitung – und nebenbei Musiker in einer Bluesrock-Band. Bei Filmtoast schreibt er seit 2019 Rezensionen. Filmfan ist er, seit er im zarten Alten von sechs Jahren von seiner Mutter jeden Sonntag in die Kindervorstellung des Stadtteilkinos abgeschoben wurde (so was gab es damals noch). Lieblingsgenre: Western, insbesondere die italienische Variante. Daher ganz klar der Lieblingsfilm: Spiel mir das Lied vom Tod, den er mit 12 schon dreimal im Kino gesehen hatte. Aber es gibt kaum ein Genre, dem er nichts abgewinnen kann. Weitere Favorites: Der Tod in Venedig, Im Zeichen des Bösen, 2001 sowie Leichen pflastern seinen Weg. Tja, und sein Guilty-Pleasure-Favorite ist Predator 2 von dem total unterschätzen Stephen Hopkins. Filme guckt er zwar gerne im Kino, ist aus Zeitmangel aber auf das Heimkino gewechselt, weshalb seine private Filmsammlung auch mehr als 1000 Titel umfasst.

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