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    The Ritual (2025)

    Andreas Krasseltvon Andreas Krasselt8. Juli 2025Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Kapuzinerpriester Theophilus Riesinger, gespielt von Al Pacino, und zwei Nonnen erschrecken vor der Reaktion der Besessenen beim Exorzismus.
    Erschrocken: Kapuzinerpriester Theophilus Riesinger (Al Pacino) und zwei Nonnen bei der Teufelsaustreibung. © 2025 Leonine Studios
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    Und noch ein Exorzisten-Movie… The Ritual (2025) kommt diesmal mit Starbesetzung ins Heimkino. Ob Al Pacino und Dan Stevens das Genre vor Ermüdungserscheinungen bewahren können, erfahrt Ihr hier.

    Das Cover der DVD zu The Ritual (2025) © 2025 Leonine Studios

    Darum geht’s in The Ritual

    Der junge Priester Joseph Steiger (Dan Stevens) wird in The Ritual von seinem Bischof (Patrick Fabian) aufgefordert, seine Kirche in Earling, Iowa, für einen Exorzismus zur Verfügung zu stellen. Er soll den Kapuzinerpriester Theophilus Riesinger (Al Pacino) dabei unterstützen, der offenbar besessenen Emma Schmidt (Abigail Cowen) den Teufel auszutreiben. Diesmal eine Story nach einer wahren Begebenheit, die bereits 2016 als Vorlage für den äußerst mäßigen Film The Exorcism of Anna Ecklund diente. Steiger, dessen reales Vorbild damals das Geschehen protokollierte, hat allerdings Zweifel und hadert mit seinem Glauben.

    Nach einem wahren Fall

    Spätestens seit William Friedkin’s Der Exorzist von 1973 sind die Teufelsaustreiber von den Leinwänden nicht mehr wegzudenken. Mäßige wie auch gelungene Fortsetzungen und Variationen füllen die Kinosäle – oder zumindest die Sofas vorm Heimkino. Mit The Ritual von David Midell folgt nun ein Film, der von sich behauptet, auf Tatsachen zu beruhen. Gleich zweimal – im Vor- wie auch im Nachspann – weist Midell darauf hin, dass der seinem Film zu Grunde liegende Fall der Emma Schmidt der am besten dokumentierte Exorzismus in den USA sei.

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    So weit, so gut. Ein Ansatz, der immerhin ein wenig Abwechslung in die ansonsten reichlich ausgenudelten Storylines entsprechender Genrebeiträge zu versprechen scheint. So bleibt die Frage nach Besessenheit oder Wahn auch für längere Zeit das interessanteste Motiv in der ansonsten eher belanglos – quasi rituell – heruntergespulten Geschichte. Stellvertretend dafür stehen die beiden Pro- oder auch Antagonisten: Der alter Kleriker Riesinger mit seinen expliziten Erfahrungen und der junge Priester Steiger, der nicht nur an den Praktiken des Exorzismus zweifelt, sondern seit dem Selbstmord seines Bruders generell an Gott und seiner Bestimmung.

    Zwei Nonnen unterstützen den Exorzismus, während die besessene Emma Schmidt gefesselt im Bett liegt.
    Noch ist alles friedlich: Zwei Nonnen unterstützen den Exorzismus. © 2025 Leonine Studios

    Dan Stevens (Downton Abbey, Ich bin dein Mensch) zeigt dabei durchaus gelungen die innere Zerrissenheit des Geistlichen auf Abwegen. Und auch die weniger bekannte Abigail Cowen, vielleicht ein paar Fans noch durch zwei Folgen aus der zweiten Staffel von Stranger Things in Erinnerung, kann in ihrer Rolle als Besessene durchaus überzeugen.

    Pacino als Märchenonkel in The Ritual

    Die größte Enttäuschung in The Ritual ist Al Pacino, der ohnehin die meiste Zeit nur aus der Bibel vorliest. Wobei er eher an einen gutmütigen Märchenonkel erinnert, als an den fanatischen Pater Merrin, den Max von Sydow in Der Exorzist so großartig verkörperte. Riesingers vielleicht schönster und treffendster Satz in dem Film: „Oh nein, das sollte so nicht passieren.“ Vielleicht ganz gut, das Pacino seine Autobiographie „Sunny Boy“ vor diesem Film geschrieben hat, sonst hätte er sich darin auch für diese Rolle noch entschuldigen müssen.

    Kapuzinerpriester Theophilus Riesinger, gespielt von Al Pacino, redet in The Ritual (2025) dem zweifelnden Pater Joseph Steiger, gespielt von Dan Stevens, ins Gewissen.
    Zweifler und Überzeugungstäter: Pater Joseph Steiger (Dan Stevens) ist nicht sicher, ob die Methoden des Exorzismus angebracht sind. Kapuzinerpriester Theophilus Riesinger (Al Pacino) redet ihm ins Gewissen. © 2025 Leonine Studios

    Doch bleiben wir bei der vermeintlichen Realitätsnähe von The Ritual. Regisseur und Autor Midell ist eifrig bemüht, diese auch visuell zu unterstreichen. Der permanente Einsatz der wackligen Handkamera und die häufigen Zooms auf Gesichter in Großaufnahme sollen offenbar dokumentarischen Charakter signalisieren, vielleicht auch ein bisschen an Blair Witch Project erinnern. Statt dessen aber nerven die Wackelbilder auf Dauer nur noch und sind anstrengend.

    Wahnhaft oder besessen?

    Dabei ist die oben erwähnte grundsätzliche Frage, ob es sich im Fall der Emma Schmidt um eine wirkliche Besessenheit gehandelt haben könnte, durchaus von Relevanz und spannend. Ist der Teufel in sie gefahren? Oder wurden die unterschiedlichen Symptome nur aus einer speziellen, möglicherweise ebenso wahnhaften Perspektive entsprechend interpretiert? Wir schreiben immerhin das Jahr 1928 und befinden uns in der amerikanischen Provinz. Erst drei Jahre zuvor hatte sich im sogenannten Scopes-Prozess in Dayton, Tennessee, der Lehrer Thomas Scopes vor Gericht dafür verantworten müssen, dass er in der Schule Darwins Evolutionstheorie unterrichtete. Wo doch die Schöpfung bekanntlich in nur sieben Tagen vom Allmächtigen abgewickelt worden war.

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    The Ritual verschenkt sein Potenzial

    Anfang der 20. Jahrhunderts tobte ein heftiger Kulturkampf zwischen Rationalisten, die auf Erkenntnisse aus naturwissenschaftlicher Forschung setzten, und den Anhängern weniger überprüfbarer Glaubengrundsätze. Nicht nur in den USA, versteht sich, wie sich nicht zuletzt aus der deutschen Geschichte ablesen lässt. In diesem Klima angesetzt hätte eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Exorzismus auch als Film vielversprechendes Potenzial.

    The Ritual begeht indes den Fehler, die aufgeworfenen Fragen nicht als solche stehen zu lassen, sondern zu beantworten. Was den Streifen letztlich überflüssig macht. Wer sich tatsächlich für das Thema aus wissenschaftlicher Sicht interessieren sollte, dem sei das Buch „Veronica und der Teufel“ von Fernanda Alfieri empfohlen. Eine auf authentischen Quellen basierende Analyse eines 1834 in Rom vollzogenen Exorzismus.

    Unser Fazit zu The Ritual (2025)

    2.5 Watchable

    Auch mit Starpower kann The Ritual (2025) nicht wirklich überzeugen, zumal Al Pacino in seiner Rolle als Exorzist eher enttäuscht. Der Versuch, dem auf einer wahren Geschichte basierenden Stoff durch Handkamera pseudodokumentarische Qualitäten zu vermitteln, scheitert und nervt durch wackelige Bilder.

    The Ritual (2025) erscheint am 11. Juli 2025 auf DVD und Blu-ray sowie digital.

    © 2025 Leonine Studios

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    Andreas Krasselt

    Andreas lebt im Raum Hannover. Er ist Journalist und fest angestellter Redakteur bei einer Tageszeitung – und nebenbei Musiker in einer Bluesrock-Band. Bei Filmtoast schreibt er seit 2019 Rezensionen. Filmfan ist er, seit er im zarten Alten von sechs Jahren von seiner Mutter jeden Sonntag in die Kindervorstellung des Stadtteilkinos abgeschoben wurde (so was gab es damals noch). Lieblingsgenre: Western, insbesondere die italienische Variante. Daher ganz klar der Lieblingsfilm: Spiel mir das Lied vom Tod, den er mit 12 schon dreimal im Kino gesehen hatte. Aber es gibt kaum ein Genre, dem er nichts abgewinnen kann. Weitere Favorites: Der Tod in Venedig, Im Zeichen des Bösen, 2001 sowie Leichen pflastern seinen Weg. Tja, und sein Guilty-Pleasure-Favorite ist Predator 2 von dem total unterschätzen Stephen Hopkins. Filme guckt er zwar gerne im Kino, ist aus Zeitmangel aber auf das Heimkino gewechselt, weshalb seine private Filmsammlung auch mehr als 1000 Titel umfasst.

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