Close Menu
    Facebook Instagram YouTube
    Facebook Instagram
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    • Startseite
    • Kritiken
      • Filme
      • Serien
    • Features
    • News
    • Über uns
      • Wer sind wir?
      • Unsere Autor*innen
      • Filmtoast auf Social Media
      • Werde Teil des Teams
      • Finanzielle Unterstützung
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    Startseite » Escape from the 21st Century
    Filme Science Fiction

    Escape from the 21st Century

    Louis Kiehlvon Louis Kiehl4. September 2025Keine Kommentare4 min Lesezeit
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Reddit LinkedIn Copy Link
    Share
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Telegram Copy Link

    Als chinesisches Everything Everywhere all at Once-Pendant sorgte Escape from the 21st Century auf Filmfestivals für neugierige Blicke. Doch reicht die Multiversen-Akrobatik auch über den Festivalapplaus hinaus – und was davon hält dem Sprung ins Heimkino wirklich stand?

    Darum geht’s in Escape from the 21st Century

    Die Freunde Wang Zha, Chengyong und Pao Pao glauben, dass mit dem Erwachsensein alles besser wird – bis sie im Sommer 1999 in einen See voller Chemikalien fallen. Plötzlich können sie mit einem Nieser 20 Jahre in die Zukunft und zurück reisen. Doch die Zukunft ist düster: Korruption, Verbrechen und eine zerbrochene Freundschaft erwarten sie. Als eine Geheimorganisation die Weltherrschaft anstrebt, kämpfen die drei mit der Journalistin Lu Lianzhi für ihre Jugendträume – und die Rettung der Welt.

    © 2025 Atlas Film GmbH

    Naivität als Antrieb

    Mit dieser ungewöhnlichen Prämisse setzt der chinesische Erfolgsfilm dort an, wo Everything Everywhere All at Once aufgehört hat. Schon früh wird der Ton gesetzt und die Welt ausreichend etabliert. Man begleitet in einer Art Drogen-Version von Stand by Me drei Schulfreunde auf Planet K, der unserer Erde – genauer: China – in einer verschrobenen Zeit mit schrulligen Figuren ähnelt. Wenn die „Heldentruppe“ zu Beginn gegen einen Kleinwüchsigen und dessen Handlanger kämpft und schließlich die Fähigkeit erlangt, durch Niesen durch die Zeit zu springen, klingt das nicht nur absurd, sondern ist es auch. Regisseur Li Yang, für den dies erst der zweite Langfilm ist, entfesselt ein kreatives Feuerwerk, das zunächst überfordert, jedoch mit jeder Minute tiefer hineinzieht.

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden

    Alles überall gleichzeitig

    So überzeugt das absurde Worldbuilding trotz teils überladener CGI-Effekte. Zwar ist vieles eine Spur zu nah an Everything Everywhere All at Once, doch man wünscht sich, Li Yang würde noch weiter in den wahnwitzigen Kern dieser Welt vordringen. Denn die kindliche Naivität der Figuren reißt sie stets aus ihrem Alltagstrott, führt in absurde Situationen – und lässt die Handlung angenehm ausarten, bis sie große menschliche Themen berührt. Aus kleinen Problemen resultieren große Herausforderungen: Freundschaft, Leben und Liebe werden auf die Probe gestellt. Antworten über das Leben müssen Figuren geben, die gerade erst am Beginn ihres Erwachsenseins stehen – unwissend, was in der Zukunft folgen wird. Die Konfrontationsbasis und Message bleibt simpel, wirkt im Verlauf jedoch angenehm stimmig.

    Wie aus einem Comic entnommen

    Schon früh spielt Li Yang bedacht und clever mit Erwartungshaltungen – sowohl des Publikums als auch seiner Figuren. Zwar geht er selten über das Mindestmaß hinaus, doch schon die Tatsache, dass sich eine chinesische Science-Fiction-Produktion so intensiv mit großen, emotionalen Themen in einer überbordenden Welt auseinandersetzt, ist Überraschung genug. Genau deshalb wird Escape from the 21st Century schnell zum Comic-Film, von dem wir gar nicht wussten, dass wir ihn überhaupt brauchen. Mit genügend Subtext, spannenden sozialkritischen Themen und dramatischen Zwischentönen verlagert sich das Geschehen später sogar auf eine globale Ebene. Die Konflikte werden weltumspannender, ganz im Geiste aktueller Marvel-Titel, auch wenn der Film diesen Schritt gar nicht nötig hätte. Dennoch bleibt er eigenständig genug und erinnert im Verlauf an einen Comic, der ungebremst auf die (Heim-)Leinwand projiziert wurde.

    © 2024 Beijing Scity Films Co., Ltd.

    Li Yang beweist dabei Gespür für inszenatorisches Können: Er variiert Bild- und Tonformate je nach Zeit und Welt, spielt mit unterschiedlichen Kameratypen und integriert Comic-Elemente – von 2D-Rauch über neonrote Strahlen bis hin zu stilisierten Knochenbrüchen. Diese Aspekte changieren zwischen körniger Retro-Optik und digitalem Hochglanz, stets mit dem Ziel, Wirkung und Atmosphäre zu verstärken. Bemerkenswert gelingt ihm dabei ein Drahtseilakt aus Stilmitteln: Bekannte Filme werden zitiert und vertraute Konzepte aufgegriffen, doch daraus entsteht stets ein eigener Charme. Escape from the 21st Century wird zu einem extravaganten und ambitionierten Genretitel, der Genreverständnis erfordert und Filmfans reichlich Material bietet. Besonders auffällig ist die spielerische Freude, mit der Street-Fighter 2-Einflüsse eingewoben werden, während dem Science-Fiction- und Zeitreise-Konzept zugleich frische Ideen und sichtbar viel Aufwand entgegengesetzt werden.

    Ein tonales Wirrwarr

    Das größte Problem von Escape from the 21st Century bleibt der abrupte Tonwechsel. Fast drastisch verlässt die chinesische Produktion den Klamauk, die Situationskomik und den gelungenen Slapstick, die zuvor mit viel Dynamik und Selbstironie für große Unterhaltung sorgten. Gerade das Körperwechsel-Gimmick durch die Zeit macht großen Spaß, verbreitet gute Laune und hält stets einen optimistischen Grundton – egal, wie groß die Herausforderungen werden. Sowohl Kinderdarsteller als auch ihre Erwachsenenversionen spielen mit Charisma und gutem Timing. Doch kurz vor dem letzten Akt schlägt der Film eine andere Richtung ein: Die sympathische Leichtfüßigkeit weicht ernsten Themen und einem deutlich düsteren Tonfall. Zwar kehrt er im Showdown zum Spektakel und zur Komik zurück, doch die Phase davor wirkt wie ein Bruch, der den Drive ausbremst und großes Stirnrunzeln hinterlässt.

    © 2025 Atlas Film GmbH

    Unser Fazit zu Escape from the 21st Century

    3.5 Sehenswert

    Der chinesische Festivalerfolg erweist sich auch daheim als Hit. Genügend Spielfreude und technischer Aufwand überzeugen in einer trashig-überzeichneten Comicwelt voller Witz und abwechslungsreicher Stilwechsel. Escape from the 21st Century ist unterhaltsam und hat das Herz am rechten Fleck, verliert sich jedoch phasenweise in seiner eigenen Grundidee, was die Tonalität und den Unterhaltungswert fast unnötig eindämmt. Auch nicht jeder CGI-Effekt sitzt, und die Figuren bleiben eher schrullig-sympathisch als wirklich tiefgründig ausgearbeitet. Doch das sei dem Film verziehen: Als Heimblockbuster geht der Film in die Vollen, bietet viele gute Gags, clevere Anspielungen und spaßige Actionszenen. Die Schwächen bleiben sichtbar, treten jedoch hinter den zahlreichen Stärken zurück, sodass am Ende genügend Spaß und Überraschungen bleiben.

    • User Ratings (0 Votes) 0
    Louis Kiehl

    Schon seit jungen Jahren filmverrückt: Viel zu früh Genrefilme aller Art konsumiert und mit 14 Jahren begonnen, regelmäßig Kino+ zu schauen – obwohl er zu diesem Zeitpunkt kaum einen der besprochenen Filme selbst gesehen hatte. Geprägt wurde seine Leidenschaft maßgeblich von seiner Oma bei Star Wars: The Clone Wars und dem Schauen „alter Schinken“ vor der Glotze, seinem Vater und seinem großen Bruder mit dem er alles teilte – außer eine gleiche Meinung. Film-Begeisterung wurde beim Schauen von E.T., Jurassic Park, Zurück in die Zukunft und Indiana Jones und der Tempel des Todes entfacht, die bis heute zu den Lieblingsfilmen gehören – ab diesem Moment war klar: Filme werden ihn ein Leben lang begleiten. Er versucht, wöchentlich ins Kino zu gehen, ist sich dabei aber nie zu schade, auch den trashigsten DTV-Untiefen von Action bis Horror eine Chance zu geben oder auch mal ins indische Kino abzudriften. Bekannt aber vor allem für eines: „Alle geben 4 oder 5/5 – und er gibt ’ne 1/5, du weißt genau, da is‘ er, der Louis.“

    • Louis Kiehl
      Greenland 2
    • Louis Kiehl
      Anaconda
    • Louis Kiehl
      Hi-Five
    • Louis Kiehl
      Wake Up
    Vorheriger BeitragHeimkinostarts September 2025
    Nächster Beitrag Task

    Weitere Beiträge

    3.5

    Splitsville

    von Jan Werner
    3.0

    The Housemaid – Wenn sie wüsste

    von Stefan Brüning
    3.5

    The Rip

    von Jan Werner
    3.5

    28 Years Later: The Bone Temple

    von Felix Knorr
    3.0

    Dust Bunny

    von Jan Werner
    4.0

    Der Fremde

    von Jan Werner
    Kommentar hinzufügen
    Hinterlasse einen Kommentar Cancel Reply

    Neueste Beiträge

    Splitsville

    18. Januar 2026

    Heated Rivalry – Staffel 1

    17. Januar 2026

    The Housemaid – Wenn sie wüsste

    16. Januar 2026

    The Rip

    16. Januar 2026
    We are social
    • Facebook
    • Instagram
    Über uns
    Über uns

    Filmkritiken, Serien-Reviews und Streaming-Tipps. Wir bieten Einblicke, aktuelle Besprechungen und ehrliche Meinungen zu allem, was auf Leinwand oder Bildschirm läuft. Einfach, direkt und ohne Hype.

    Links
    • Über uns
    • Filme
    • Serien
    • Features
    • News
    Facebook Instagram
    • Datenschutzerklärung
    • Impressum
    © 2026 Filmtoast.de

    Suchbegriff eingeben, um zu starten. Tippe X, um die Suche zu schließen.