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    Startseite » Für immer ein Teil von dir – Reminders of Him
    Drama Filme Liebesfilm

    Für immer ein Teil von dir – Reminders of Him

    Stefan Brüningvon Stefan Brüning12. März 2026Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    (from left) Kenna (Maika Monroe) and Ledger (Tyriq Withers) in Reminders of Him, directed by Vanessa Caswill.
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    Nur noch ein einziges Mal, die erste Verfilmung eines Romans der Bestsellerautorin Colleen Hoover, ließ 2024 die Kinokassen klingeln. Die zweite – All das Ungesagte zwischen uns – konnte nicht an den enormen Erfolg anknüpfen, war aber immer noch profitabel. Schafft es nun die dritte Verfilmung, Für immer ein Teil von dir – Reminders of Him, den enormen Erfolg der Romane auch im Kino dauerhaft zu zementieren?

    Darum geht’s in Für immer ein Teil von dir

    Eine unüberlegte Aktion und mehrere Leben werden für immer verändert. Die schwangere Kenna Rowan (Maika Monroe) verursacht angetrunken einen Autounfall, bei dem ihre große Liebe Scott (Rudy Pankow) stirbt. Nach einer langjährigen Haftstrafe kehrt sie in ihren Heimatort zurück. Dort möchte sie ihre im Gefängnis geborene Tochter kennenlernen und ein neues Leben beginnen. Doch Scotts Eltern, bei denen die Kleine aufwächst, wollen den Kontakt verhindern und niemand in der Stadt möchte sie einstellen. Unterstützung findet sie nur beim Barbesitzer Ledger (Tyriq Withers), Scotts bestem Freund. Gelingt ihr mit seiner Hilfe der Neuanfang?

    Wenigstens das Plakat spricht für sich selbst © Universal Pictures

    Erzählungen in Dur und Moll

    Richtig gute Popmusik kann ein Gefühl perfekt auf den Punkt bringen. Zu den Klängen von Coldplays Yellow fährt Kenna (Maika Monroe) ihren Verlobten Scott (Rudy Pankow) nach Hause. Die Farbe Gelb steht allgemein für Wärme, Optimismus und Lebensfreude. Diese Eigenschaften werden im Text auf eine Person übertragen, zu der man sich magisch hingezogen fühlt. Das Lied könnte für diese Szene nicht besser gewählt sein, denn die zweite Strophe ist nicht nur in der Vergangenheitsform geschrieben, sondern enthält auch den Wunsch, sich für den anderen aufzuopfern. Die verzerrten Gitarren sorgen zudem für weitere Irritationen in einem auf den ersten Blick simplen Liebeslied. Man kann also erahnen, dass ihr Glück nicht von langer Dauer sein wird.

    Was nun passiert, passt wiederum perfekt zu einem anderen Song der Band. The Scientist handelt vom Wunsch, begangene Fehler zu korrigieren. Der Videoclip, in dem es auch um einen Autounfall geht, läuft passend dazu rückwärts ab. Mit solch erzählerischer und visueller Präzision kann Für immer ein Teil von dir jedoch nicht dienen. Die Autorinnen Colleen Hoover – erstmals aktiv in einer ihrer Romanverfilmungen eingebunden – und Lauren Levine nutzen ihre stark konstruierte, aber dennoch vielversprechende Ausgangssituation nicht, um eine interessante Geschichte mit vielschichtigen Figuren zu erzählen. Darüber hinaus vergessen sie, dass Bücher anders funktionieren.

    Schuld und Sühne…

    In der Buchvorlage braucht es eine ausschweifende Innenansicht Kennas, damit sich die Leser:innen in ihre Lage versetzen und ihre emotionale Reise mitgehen können. Im Kino sagen Bilder allerdings oft mehr als tausend Worte. Man muss sich bei diesem Thema kein Beispiel an Memento oder The Machinist nehmen, aber selbst gradlinig erzählte Dramen wie 22 Bahnen oder Manchester by the Sea zeigen, dass man nicht all das Ungesagte zwischen uns aussprechen muss.

    Kennas Gefühlswelt in selbstgeschriebene Briefe zu verlagern, ist nicht nur unkreativ, sondern verhindert auch ein persönliches Wachstum der Figur. Ihre Entwicklung ist zu Beginn bereits abgeschlossen: Sie hat einen Umgang mit dem tragischen Ereignis gefunden und für ihre Taten gebüßt. Hätte man ihr zusätzlich geraten, ähnlich emotionale Worte im Vorfeld an ihre Schwiegereltern zu richten, statt unangekündigt vor der Haustür aufzutauchen, könnte sie ihre Tochter deutlich früher in die Arme schließen.

    Für immer ein Teil von dir suggeriert nur, sich tiefgreifend mit Themen wie Schuld, Sühne und Vergebung auseinandersetzen zu wollen. Der von Kenna verursachte Tod eines geliebten Menschen ist letztlich nur eines von zwei austauschbaren Hindernissen, das der neuen Liebe im Weg steht.

    … gehen nur sehr langsam über die Bühne

    Doch auch dieser Konflikt wird nicht vernünftig ausgespielt. Der potenziell brisante Umstand, dass sie nun mit dem besten Freund ihres verstorbenen Verlobten ausgeht, spielt im weiteren Verlauf kaum eine Rolle. Dass aber ausgerechnet sein gestohlenes Gedenkkreuz zum ersten Kuss führt, ist eine der vielen seltsamen Entscheidungen des Drehbuchs. Die Inszenierung passt sich dieser erzählerischen Behäbigkeit an: Abgesehen von einigen gefälligen Landschaftsaufnahmen sind die Bilder so belanglos wie das Country-Pop-Gedudel im Hintergrund. Sogar der lebensverändernde Unfall der Protagonistin wird erstaunlich unspektakulär inszeniert – aber wenigstens passt hier, wie schon erwähnt, die Musikauswahl.

    Der Grund für diese erzählerische Schwäche liegt nicht im schauspielerischen Talent von Maika Monroe (Longlegs). Sie neigt zwar dazu, gelegentlich etwas zu übertreiben, kann die geforderten Emotionen aber dennoch glaubhaft vermitteln. Sie ist auch die Einzige, die mehr als eine Gefühlsregung zeigen darf. Tyriq Withers als Ledger scheint vor allem wegen seines Körpers gecastet worden zu sein und Bradley Whitford (Get Out) sowie Lauren Graham (Gilmore Girls) dürfen als Schwiegereltern in kurzen Auftritten lediglich Rollenklischees bedienen.

    Auch im Dunkeln ist alles „Yellow“ © Universal Pictures

    Das Pilcher-Prinzip

    Colleen Hoover hat verstanden, dass man nicht mit einer gescheiten Story, Realismus und glaubhafter Figurenentwicklung zur Königin von BookTok gekrönt wird. Vielmehr müssen die Wünsche und Sehnsüchte der New-Adult-Peer-Group befriedigt werden.

    Die tragische Heldin findet einen herzensguten und finanziell abgesicherten Traumtypen, der all ihre Probleme löst. Dass er dafür ihr Vertrauen missbraucht und ihre Persönlichkeitsrechte verletzt, ist so unerheblich wie die komplexe Gefühlswelt von Kindern. Fünfjährige haben hier nämlich keine Ahnung von Familiendynamiken und können dementsprechend auch nicht traumatisiert werden. Kinder sind ohnehin nur für den „Ach wie niedlich“- oder „Ach wie lustig“-Effekt zuständig – zwischendurch braucht es schließlich auch mal eine Pause von all dem Drama. Glücklicherweise sind auch nur die Schwiegereltern Miesepeter. Der Rest der Bevölkerung hat – wie so üblich in ländlichen Gegenden – trotz aller Probleme das Herz am rechten Fleck.

    Diese Erzählstruktur kennt man aus zahlreichen Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen. Sie jedoch im Jahr 2026, ohne jedes Anzeichen von ironischer Brechung, zu inszenieren, ist ein Schlag ins Gesicht für das feministische Hollywood. Wie gut sie aber immer noch funktioniert, erkennt Mann erst, wenn das Licht im Saal angeht und die tränenüberströmten Gesichter der Damenwelt sämtliche Klischees erfüllen.

    © Universal Pictures

    Unser Fazit zu Für immer ein Teil von dir – Reminders of Him

    1.5 Vergebene Chance

    Für immer ein Teil von dir – Reminders of Him ist konservatives Herzkino in Reinform. In zwei Stunden geht es angeblich um alles, worauf es im Leben ankommt: Vergebung, Familie, Freundschaft und Liebe. Dass die Prämisse dabei nur ein billiges Mittel zum schnellen Erzeugen von Emotionen ist, die Figuren lediglich rudimentäre Standards bedienen und eine echte Dramaturgie fehlt, stört die BookTok-Zielgruppe vermutlich ebenso wenig wie die fragwürdige Botschaft.

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    Stefan Brüning

    Stefan ist in der Nähe von Wolfenbüttel beheimatet, von Beruf Lehrer und arbeitet seit Mai 2024 bei Filmtoast mit. Seit seiner Kindheit ist er in Filme vernarrt. Seine Eltern haben ihn dankenswerterweise an Comics und Disneyfilme herangeführt. Bis zu seinem 8. Lebensjahr war es für ihn nicht nachvollziehbar, wie man Realfilme schauen kann. Aber nach der Sichtung des Films Police Academy und natürlich der Star Wars- Filme hat sich das geändert. Natürlich waren in seiner Kindheit auch die Supernasen, die Otto- und Didifilme Pflichtprogramm, denn worüber sollte man sonst mit den Anderen reden? Deswegen mag er einige dieser Filme bis heute und schämt sich nicht dafür.

    Stefan setzt sich für die Erhaltung der Filmwirtschaft ein. Sei es durch Kinobesuche, DVD/ Blu- Ray/ UHD oder Streaming, je nach dem welches Medium ihm geeignet erscheint. Sein filmisches Spektrum und seine Filmsammlung hat sich dadurch in den letzten 30 Jahren deutlich erweitert, weswegen er sich nicht auf ein Lieblingsgenre festlegen kann.

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