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    Action Drama Filme

    Greenland 2

    Louis Kiehlvon Louis Kiehl9. Januar 2026Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Gerard Butler als John Garrity, Morena Baccarin als Allison Garrity, Amber Rose Revah als Dr. Casey Amina und Roman Griffin Davis als Nathan Garrity in Greenland 2 © Lionsgate
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    Dass ausgerechnet der Katastrophenfilm Greenland vom Kino-Flop zum Pandemie-bedingten Streaming-Hit wurde und damit den Nerv der Zeit traf, kam für viele unerwartet. Doch trägt die späte Fortsetzung noch Antworten auf nie gestellte Fragen im Reservegepäck – oder verglüht das Interesse schneller als die Kometen am Himmel?

    Greenland 2 – darum geht’s

    John (Gerard Butler) und Allison (Morena Baccarin) Garrity haben nach dem Einschlag des Kometen Clarke ihren Bunker tief unter Grönland immer noch nicht verlassen. Dort haben sie zusammen mit ihrem Sohn Nathan (Roman Griffin Davis) Unterschlupf gesucht. Doch ein schwere Erdbeben zwingt die drei, ihren Zufluchtsort zu verlassen und zurück an die Oberfläche zu kehren. Dort herrschen jedoch regelrecht apokalyptische Zustände. Die Luft zum Atmen und das Wasser zum Trinken sind weitestgehend verseucht, die Atmosphäre ist löchrig und lässt gefährliche Strahlen durch und auch die Gefahr durch weitere Kometeneinschläge ist längst nicht gebannt. Ironischerweise gibt es jedoch noch einen Ort auf der Erde, der davor vergleichsweise geschützt ist: den Einschlagskrater von Clarke in Südfrankreich.

    Butler Has Fallen

    Schon seit mehreren Jahren hat Gerard Butler im Kino ein eigenes Sub-Actiongenre etabliert. Oft auf B-Niveau produziert, aber konsequent für die große Leinwand gedacht, bewegt er sich zwischen Thriller und Überlebensaction. Das ist häufig generisch, nicht selten offensichtlicher Vorbilder entlehnt – und dennoch fast immer mit der nötigen Wucht, optischer Bildgewalt und spürbarer Leidenschaft versehen. Butlers Leistung, besonders sein körperlicher Einsatz vor der Kamera, steht dabei außer Frage und ist ein wesentlicher Grund, warum diese Filme ihr Nischen-Publikum weiterhin ins Kino ziehen.

    Einen wesentlichen Teil hat auch Regisseur Ric Roman Waugh dazu beigetragen, der Butler bereits in Angel Has Fallen hervorragend in Szene setzte und wuchtige, kompromisslose Action lieferte. Mit dem eher mittelmäßigen, aber handwerklich soliden und im Kern richtigen Greenland gelang ihm anschließend zumindest solide Unterhaltung. Lediglich Kandahar fiel etwas ab, konnte jedoch dank klassischer Regiequalitäten und eines engagierten Casts genügend Überzeugungsarbeit leisten, um das Mindestmaß an Unterhaltung zu erfüllen.

    Das Waugh-Phänomen?

    Nicht unbegründet stellt sich damit die These: Kann Waugh Fortsetzungen besser als initiale Projekte? Ein Blick auf Greenland und Kandahar im Vergleich zu Angel Has Fallen und Greenland 2 legt diese Vermutung nahe. Denn der Fortsetzung gelingt es ohne Probleme, ihren Vorgänger zu überbieten – der noch unter sichtbar günstiger Effekte und einer zu ausufernden Laufzeit litt. Waugh kürzt diesmal 120 auf kompakte 90 Minuten und verdoppelt damit den Unterhaltungswert. Er vermischt Ernsthaftigkeit mit Trash und vereint bekannte Stärken.

    Von ernster Existenzkrise…

    Fünf Jahre nach dem Meteoriteneinschlag zeichnet Waugh ein neues Katastrophenszenario in Grönland: Der Bunker droht zu kollabieren, die Kapazitäten sind erschöpft, die Nahrungsversorgung steht kurz vor dem Zusammenbruch. Butler kämpft sich durch eine Reihe dystopischer Herausforderungen, um überlebenswichtige Ressourcen zu sichern. Was dabei insbesondere im ersten Akt gelingt, ist ein angenehm reduziertes, ernstzunehmendes und fast videospielartiges Plotting, das jedoch bereits ab der 20-Minuten-Marke zu kippen droht.

    …zu Edeltrash in Reinform

    Schnell wird deutlich: Greenland 2 lässt sich nicht durchgehend mit dem Anspruch an einen ernstzunehmenden Katastrophenfilm betrachten. Der Regisseur findet stattdessen einen erstaunlich stimmigen Mittelweg. In vielen Momenten schlägt er hemmungslos über die Stränge, während das Kometen-Thema und die urbanen Szenarien weiterhin dem Ton des Vorgängers verpflichtet bleiben. War Greenland noch vergleichsweise limitiert und stark auf seine Figuren fokussiert, denkt die Fortsetzung deutlich größer und setzt auf ein spektakuläres Dauerfeuer. Verhältnismäßig groß angelegte Effekte, die im Mid-Budget-Rahmen zwischen durchwachsen und gelungen schwanken, treiben die Figuren durch Problemsituation – ohne Verschnaufpause. 

    Waugh drückt permanent aufs Gas: von Grönland über England bis nach Frankreich. Durch Tsunamis, Erdbeben, Stürme mit farbigen Blitzen. Felsschluchten, Kometeneinschlägen, Autoverfolgungsjagden und Schießereien – und das in besagten 90 Minuten. Ruhe oder eine tragfähige Geschichte finden hier kaum Platz. Doch ironischerweise liegt genau darin seine Stärke: Edeltrash wie aus den 80ern, schnörkellos und geradlinig.

    Familiendrama im Drehbuch-Wirrwarr

    Zwischen all den Katastrophen und Bedrohungen müssen sich Gerard Butler, Morena Baccarin und Roman Griffin Davis erneut als Familie behaupten. Gemeinsam schlagen sie sich auf einem Roadtrip über den halben Globus durch Länder, in denen Regeln und gesellschaftliche Ordnung längst außer Kraft gesetzt wurden. Eine Welt, in der sich die Menschheit selbst dezimiert. Bürgerkriege, Migrationswellen, bewaffnete Konflikte und Stellungskriege um den Einschlagsort des Meteoriten setzen das Familiengefüge zunehmend unter Druck. Für Butlers Figur wird der Wettlauf gegen die Zeit damit zugleich zu einem Kampf um den Erhalt seiner Familie – und um die Aussicht auf eine lebenswerte Zukunft. 

    Gerard Butler as John Garrity in Greenland 2: Migration. Photo Credit: Courtesy of Lionsgate

    Waugh trägt diese überschaubare, stellenweise hochgradig generische Prämisse jedoch mit erstaunlicher Effektivität vor. Nichts daran ist logisch, innovativ oder frei von massiver Plot-Convenience. Ganz im Gegenteil: Die Häufung perfekt getimter Begegnungen und Zufälle wirkt stellenweise fast makaber. Und doch greifen die dramatischen Momente überraschend gut ineinander. Greenland 2 erhöht die Stakes spürbar, setzt stärker auf existenzielle Bedrohung und verdichtet seine Emotionen wirkungsvoll. So kippt die Handlung nie vollständig ins Absurde, sondern nutzt den Spagat zwischen ernsthaften, emotionalen und sozialkritischen Zwischentönen und bewusstem Trash, um das Genre-Gefüge erfolgreicher aufzubrechen als sein Vorgänger.

    Waugh changiert zwischen Katastrophen-, Action- und Kriegsfilm, durchbricht seinen CGI-Wahn immer wieder mit malerischen Kulissen und gelungenen praktischen Effekten. Was dadurch übrig bleibt, ist die Immersion, Waugh-typisch durch eine kraftvolle Symbiose aus Musik, Wackelkamera und inszenatorischen. Formvollendet mit Ego-Perspektiven und dynamische Kamerafahrten entsteht spürbare Spannung. Waugh kitzelt so überraschend viele Wiedererkennungswerte aus einer Fortsetzung heraus, die im Kern dasselbe erzählt wie ihr Vorgänger, nur größer und epischer.

    © Lionsgate

    Unser Fazit zu Greenland 2

    3.0 Okay

    Gerard Butler scheint einen Lauf mit gelungenen Fortsetzungen zu haben. Criminal Squad 2, Angel Has Fallen und Greenland 2 sind perfekt auf ihn zugeschnitten und liefern genau das, was sie versprechen: ein zufriedenstellendes Leinwand-Spektakel. Zwar ist der Film stellenweise schlecht geschrieben und folgt den typischen B-Movie-Checkboxen. Doch dank seiner Wucht, inszenatorischer Raffinesse sowie Butler und Baccarin als Leads packt er erstaunlich schnell. Und die Mid-Budget-Bildgewalt, die sich auf ein Repertoire solider Effekte und emotionaler Höhepunkte stützt, rundet den Katastrophenfilm trotz eklatanter Schwächen gelungen ab.

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    Louis Kiehl

    Schon seit jungen Jahren filmverrückt: Viel zu früh Genrefilme aller Art konsumiert und mit 14 Jahren begonnen, regelmäßig Kino+ zu schauen – obwohl er zu diesem Zeitpunkt kaum einen der besprochenen Filme selbst gesehen hatte. Geprägt wurde seine Leidenschaft maßgeblich von seiner Oma bei Star Wars: The Clone Wars und dem Schauen „alter Schinken“ vor der Glotze, seinem Vater und seinem großen Bruder mit dem er alles teilte – außer eine gleiche Meinung. Film-Begeisterung wurde beim Schauen von E.T., Jurassic Park, Zurück in die Zukunft und Indiana Jones und der Tempel des Todes entfacht, die bis heute zu den Lieblingsfilmen gehören – ab diesem Moment war klar: Filme werden ihn ein Leben lang begleiten. Er versucht, wöchentlich ins Kino zu gehen, ist sich dabei aber nie zu schade, auch den trashigsten DTV-Untiefen von Action bis Horror eine Chance zu geben oder auch mal ins indische Kino abzudriften. Bekannt aber vor allem für eines: „Alle geben 4 oder 5/5 – und er gibt ’ne 1/5, du weißt genau, da is‘ er, der Louis.“

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