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    Hanau

    Sascha Grethmannvon Sascha Grethmann22. Februar 2022Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Täter Tobias R. beginnt seinen Amoklauf in der Shishabar.
    Tobias R. startet seinen Amoklauf. ©Tiberius Films
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    Im Februar 2020 fand in der hessischen Stadt Hanau ein rechtextremer Terrorakt statt, bei dem neun Menschen mit Migrationshintergrund ermordet wurden. Regisseur Uwe Boll (Postal, Alone in the Dark, Rampage) hat sich mit seinem neusten Film Hanau dem Thema angenommen und versucht darin, die Motive des Täters Tobias R. auszuleuchten. Ob ihm das gelingt, erfahrt ihr in unserer Review!

    Die offizielle Blu-Ray zu Hanau: Deutschland im Winter
    Die offizielle Blu-Ray zu Hanau © Tiberius Films

    Hanau – die Handlung

    Hanau ist ein Auszug aus dem Leben des Täters Tobias R. kurz vor dem Anschlag und im Grunde als langer Monolog gedreht, welcher letztendlich im Amoklauf mündet. Wir sehen, wie er allein in seinem Wohnzimmer sitzt, Selbstgespräche führt und sehr wirre Aussagen von sich gibt. Er spricht von Weltverschwörungen und davon, dass die amerikanische Regierung seine Gedanken überwacht. Hollywood würde seine Träume kontrollieren und daraus Drehbücher für Filme schreiben lassen. Er radikalisiert sich und will ein Zeichen setzen. Also bereitet er sich auf den Anschlag vor, indem er Schussübungen durchführt oder mit dem Auto an den späteren Tatorten vorbeifährt. Im späteren Verlauf des Films wird gezeigt, wie Tobias R. die Videonachrichten produziert, welche er kurz vor seiner Tat im Internet veröffentlicht hat…

    Täter Tobias R. gibt die ersten Schüsse in der Shishabar ab - Hanau: Deutschland im Winter
    Tobias R. gibt die ersten Schüsse ab. © Tiberius Films

    Fingerspitzengefühl und handwerkliches Geschick

    Hanau ist in Uwe Bolls Filmografie nicht das erste Werk, welches Amokläufe thematisiert. Mit Filmen wie Rampage oder Assault on Wallstreet hat er bereits gezeigt, dass er sich auf fiktiver Ebene mit diesem Thema auseinandergesetzt hat. In seinem neuesten Film stellt er zwar erneut den Täter in den Mittelpunkt, zeigt allerdings nicht so wirklich, was ihn zu der Tat motiviert hat. Die ellenlangen und sich wiederholenden Monologe ziehen sich durch die immer gleichen Sets und bieten weder Abwechslung noch Spannung. Steffen Mennekes spielt dabei leider auch nicht wirklich überzeugend und kann den Film über seine recht kurze Laufzeit nicht allein tragen.

    Über die Opfer wird bis zum Abspann kein Wort verloren. Diese werden weder charakterisiert noch in die Handlung eingebunden. Sie bleiben namenlos und der Zuschauer ist durchgehend auf den Täter fixiert.

    Handwerklich ist der Film leider ebenfalls auf Homevideo-Niveau. Die Kameraeinstellungen wirken willkürlich gewählt, wackeln stellenweise absurd stark oder zoomen im Take hin und her. Dazu kommt, dass die einzelnen Kameras farblich nicht aufeinander angepasst sind, weshalb die beliebig gesetzten Schnitte noch negativer auffallen. In ein paar wenigen Szenen ist die Crew sogar in Reflexionen zu sehen. Die Shishabar, in welcher der erste Anschlag stattgefunden hat, ist lieblos ausgestattet und wirkt eher wie eine kleine Ladenzeile, in die ein paar Wasserpfeifen gestellt wurden. Positiv hervorheben kann man allerdings das Schlafzimmer des Täters, welches deutlich genauer, anhand der Tätervideos, rekonstruiert wurde.

    Tobias R. ist nach seiner Tat zu einem Kiosk gefahren um dort seinen Amoklauf fortzusetzen - Hanau: Deutschland im Winter
    Tobias R. setzt seinen Amoklauf fort. © Tiberius Films

    Uwe Bolls Nachwort

    Als der Film angekündigt wurde, geriet Boll in Kritik, da die Produktion ohne Rücksprache mit den Angehörigen der Opfer stattgefunden hat. Der Filmemacher sieht Hanau als ersten Teil einer Bestandsaufnahme deutscher Befindlichkeiten in Filmform im Angesicht aufkeimenden Neonationalismus in Europa und auch in der deutschen Politik. So wird als Titelanhang auch gerne „Deutschland im Winter – Part 1“ genannt.

    Der eigentliche Film endet nach knapp 60 Minuten, doch danach meldet sich Boll selbst noch einmal zu Wort. In diesem etwa 10 minütigen Nachtrag zum Film fährt er mit dem Auto durch Hanau und besichtigt die realen Schauplätze. Dabei redet er über den Täter, die Opfer und seine Motivation zum Film. Vor dem eigentlichen Abspann wird eine Liste mit allen bekannten Todesopfern von rechter Gewalt seit 1990 eingeblendet.

    Regisseur Uwe Boll gibt Anweisungen für die Sequenz in der Shishabar - Hanau: Deutschland im Winter
    Uwe Boll am Set © Tiberius Films

    Unser Fazit zu Hanau

    Hanau ist der Versuch, ein Täterprofil zum Anschlag in Hanau zu erstellen und auf die Gefahr durch Rechtsextremismus hinzuweisen. Doch so nobel die Intention ist, so sehr scheitert der Film daran, eine würdige Umsetzung zu präsentieren. Steffen Mennekes spielt alles andere als überzeugend, das Produktionsniveau ist unterirdisch und das Drehbuch ist schlichtweg langweilig. Am Ende bietet der Film leider keinerlei Schauwerte, die ihn sehenswert machen.

    Hanau ist seit dem 17.02.2022 als VOD und ab dem 04.03.2022 als Blu-Ray und DVD erhältlich!


    © Tiberius Film

    Sascha Grethmann

    Sascha ist seit 2020 Autor bei Filmtoast und interessiert sich für ein breites Spektrum an Pop-Kultur. Zu Hause fühlt er sich besonders irgendwo bei Horror, Action,Thrillern, Animationsfilmen und Musicals.

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