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    Her

    Jonas Hellrungvon Jonas Hellrung5. September 2018Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Her ist ein berührendes Liebesdrama von Oscarpreisträger Spike Jonze, welches sich mit der ungewöhnlichen Liebe zwischen einem Menschen und einem Betriebssystem befasst.

    Worum geht es in Her?

    Der einsame, kürzlich geschiedene Theodor lebt in einer nahen, technologisch weiter entwickelten Zukunft und verdient sein Geld damit, Briefe für Leute zu schreiben, die mit Worten nicht so gut umgehen können wie er. Doch trotz seiner beruflichen Zufriedenheit ist er privat sehr unglücklich, er fühlt sich von niemandem wirklich verstanden und wünscht sich nichts sehnlicher als einen Partner, der seine sensible Natur zu schätzen weiß. Als er sein Geld in ein neues Betriebssystem investiert, welches angeblich wie ein echter Gesprächspartner agieren und speziell auf ihn zugeschnitten sein soll, tritt die liebreizende Computerstimme Samantha in sein Leben und es dauert nicht lange, bis die beiden eine Liebesbeziehung eingehen.

    Eine außergewöhnliche Liebe

    Her ist auf dem ersten Blick die Geschichte dieser Beziehung und erzählt von der romantischen Reise unseres Protagonisten: Wie sich langsam eine Liebe zwischen Theodore und Samantha entwickelt, welche Probleme die beiden bewältigen müssen und wie Außenstehende darauf reagieren. Dabei ist ein entscheidender Faktor, dass der Zuschauer stets einen sehr tiefen Einblick in die Beziehung der beiden erhält. Er ist mit dabei bei allen Meilensteinen der Beziehung, dem ersten Sex und auch den großen Krisen. Damit erzeugt der Film ein Gefühl der Intimität und lässt uns wahrhaftig an der Beziehung zwischen Theodore und Samantha teilhaben.

    Die postmoderne Gesellschaft…

    Man erhält aber auch einen Einblick in die Gesellschaft dieser nahen Zukunft. Aufgrund der technologischen Neuerungen ist die Menschheit vielmehr mit der Technik verbunden als in der unseren. Dementsprechend wird eine Beziehung zwischen Mensch und Maschine nicht erschrocken abgelehnt, sondern als fast schon natürlichen Vorgang anerkannt. Regisseur Spike Jonze hat die richtige Entscheidung getroffen, eine solch unorthodoxe und doch seltsam romantische Geschichte in einer derart mit der Technologie verschmolzenen Gesellschaft zu erzählen. So erscheint sie tatsächlich greifbar und realistisch.

    …und ihre spezielle Atmosphäre

    Dies wird dadurch verstärkt, dass das Szenario enorm ausgeschmückt wird: Die zahlreichen Aufnahmen des modernen, fast schon utopischen urbanen Settings und den nur noch auf ihre Smartphones schauenden und mit KIs redenden Bewohnern erzeugen eine Atmosphäre, von der man sich sofort in eine neue Welt versetzt fühlt und die keinesfalls vom Geschehen ablenkt. Ganz im Gegenteil: Sie sorgt erst dafür, dass man das Verhalten und die Entscheidungen der Akteure tatsächlich nachvollziehen kann.

    Hers Ausnahmeschauspiel

    Ein weiterer Faktor, der dem Zuschauer diese doch recht unkonventionelle Liebesgeschichte trotz allem stets glaubwürdig vermittelt, ist das herausragende Schauspiel von Joaquín Phoenix. Jeder seiner Gesichtsausdrücke zeigt genau die Emotionen seines von Einsamkeit und der Suche nach der wahren Liebe geplagten Charakters. Umso beeindruckender, dass ein Großteil seiner Dialoge ohne physischen Gesprächspartner ablaufen; immerhin verfügt Samantha über keinen Körper. Man merkt zu jeder Sekunde selbst die kleinsten Details und Facetten von Theodore, seine immer mitschwingende Angst, Samantha zu verlieren oder auch den Ausdruck absoluten Glücks, wenn die beiden ihre intimsten Gedanken teilen und er endlich jemanden gefunden hat, der ihn so liebt wie er ist. Damit ist Theodore einer der interessantesten und tiefgründigsten Charaktere, die jemals auf der Leinwand zu sehen waren und Phoenix die absolut perfekte Wahl für diese Rolle.

    Was macht Her zu einem besonderen Film?

    Wie bereits angesprochen ist Her aber nur auf dem ersten Blick ein unterhaltsames romantisches Drama. Was den Film erst wirklich herausragend macht, sind die zahlreichen Lebensweisheiten und Erfahrungsberichte, die sich immer wieder in die sehr glaubwürdigen und fast den ganzen Film ausmachenden Dialoge einschleichen. Wenn Theodore sich beispielsweise mit seiner besten Freundin über seine neue Liebe, seine Scheidung und all die anderen Dinge, die ihn beschäftigen, unterhält, eben jene Freundin sich aber selbst in einer unglücklichen Ehe befindet und sich mit beruflichen Schwierigkeiten konfrontiert sieht, kommt es zu einigen der interessantesten und ergreifendsten Gespräche, die man in diesem Medium finden kann. Absolut gerechtfertigt also, dass der Film seinerzeit den Oscar für das beste Originaldrehbuch ergattern konnte.

    Fazit

    Spike Jonze erzählt mit Her eine sehr ehrliche und intensive Liebesgeschichte, die durch ihre eigene Atmosphäre und die hervorragenden Dialoge zu einem exzellenten Drama und einem sehr unterhaltsamen Film wird, welcher auf jeden Fall im Gedächtnis bleiben wird.


    ©Warner Bros.

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