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    Startseite » Honey Don’t
    Filme Komödie Krimi

    Honey Don’t

    Louis Kiehlvon Louis Kiehl15. September 2025Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    © 2025 FOCUS FEATURES LLC
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    Zu zweit unschlagbar, allein austauschbar. So sagt es die Kritik. Denn bereits Drive-Away Dolls flog unter der Regie einer Coen-Brüder-Hälfte mit verhaltenem Stimmungsbild unter dem Radar. Honey Don’t! soll sogar diese niedrige Messlatte unterbieten. Doch darf man diesem Urteil trauen – oder liegt hier tatsächlich ein gelungener Genrefilm vor?

    Honey Don’t – darum gehts

    Sie hat nur zwei Leidenschaften, und eine davon ist Gerechtigkeit! Der fragwürdige Tod eines jungen Mädchens aus Bakersfield erregt den Verdacht der Kleinstadtprivatdetektivin Honey O’Donahue (Margaret Qualley). Ihre Nachforschungen führen sie zu einer Reihe seltsamer Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer mysteriösen Kirche stehen.

    Key-Art des Films © 2025 FOCUS FEATURES LLC

    Von Road Trip zu Film Noir

    Mit dem zweiten Teil seiner inoffiziellen und nur lose zusammenhängenden Trilogie möchte Ethan Coen erneut bekannte Pfade beschreiten. Gelang ihm mit Drive-Away Dolls noch ein sehr skurriler, wild geschnittener und angenehm unterhaltsamer Roadtrip samt mysteriösem Koffer und überraschend prominenten Cameos, nimmt Coen nun den Film Noir ins Visier – oder zumindest dessen Parodie. Denn wie bereits nach dem Erstling zu erwarten war, öffnet Honey Don’t! erneut das Tor in eine Parallelwelt: Alles sieht aus, wie es einst ausgesehen hat, wirkt auf den ersten Blick normal – und doch zeigen sich tiefgreifende Veränderungen. Eine Welt kommt zum Vorschein, in der alle Frauen lesbisch und alle Männer Schwachköpfe sind. Und dieses High Concept funktioniert auch in Runde zwei solide genug, auch wenn es plakativ erscheint. Denn Ethan Coen zeigt sichtbare Freude an seiner eigenen Ausgangslage.

    Retro-Charme in Coen-Klasse

    Besonders die Einführung und der erste Akt wissen zu überzeugen. Das Werk liefert ein stimmiges und reizvolles Szenario: ein Ring, eine Tote und eine Lady in Red. Ganz nach Fahrplan inszeniert Coen einen charmanten Auftakt, der genügend Fragen aufwirft, um die Handlung auf dem Papier zu tragen. Stilsicher und ausgewogen greift er dabei auf ikonische Genre-Versatzstücke zurück, ohne prägend Neues hinzuzufügen. Dennoch wirkt das Geschehen nie wie Resteverwertung, sondern entfaltet sich mit inszenatorischer Finesse und Coen-Klasse. Denn er ist am stärksten immer dann, wenn die Handlung und Ausgangslage die Figuren gezielt verbindet – und der Humor auf die Charaktere angepasst wird. Besonders die Verkettung recht harter Morde, die fast beiläufig zu einer seltsamen Kirche, skurrilen Polizisten und der Lady in Red führen, wirkt erstaunlich überzeugend.

    Zwischen Witz, Morden und Sekten

    In dieser Welt weiß Margaret Qualley (The Substance) erneut zu punkten. Sie spielt zwar eine Figur mit neuer Identität und neuem Namen, ist im Kern jedoch dieselbe wie schon in Drive-Away Dolls: eine toughe, neugierige und sexuell aufgeladene, zugleich aber recht generisch geschriebene Ermittlerin. Diesmal darf sie einer Reihe obskurer Fährten nachgehen – und sich erneut an einem illustren Cast abarbeiten. Neben einer gewohnt starken Aubrey Plaza (Agatha All Along) und einem Chris Evans (Knives Out), der selten so viel Freude an einer Rolle hatte, glänzt auch Charlie Day (Pacific Rim) mit nötiger Spielfreude auf der Leinwand. Gemeinsam sorgen sie für gelungene Dialoge und reichlich Witz. Coen gelingt es, all das halbwegs stimmig zu verknüpfen: Jede Figur ist für sich eigenständig und absurd genug, um in dieser verdrehten Welt zu bestehen. Und Chris Evans als übercharismatischen, völlig überdreht spielenden Sektenführer zu erleben – damit hatte wohl 2025 niemand mehr gerechnet.

    Ein leeres Versprechen 

    Trotz aller Stärken sind mehrere gravierende Fehler auszumachen: Nach dem gelungenen ersten Akt verliert sich Coen zunehmend im Nichts: Die Handlung verläuft arm an Highlights und schleppt sich mit angezogener Handbremse am Publikum vorbei. Die Ermittlungen geraten ins Stocken, die Figuren haben spürbar wenig Material zum Arbeiten. Auf dem Papier ist zwar alles vorhanden, was fast mühelos funktionieren könnte – doch Honey Don’t! fehlt ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Fast austauschbar zeigt sich der Film ohne echte Höhepunkte, dafür mit vielen Umwegen und auffallend vielen intimen Momenten. Und leider fügen sich die Teilen letztlich eher zu einer Parodie, die zwar mit Erotik frischen Reiz ins Spiel bringen will, es jedoch nicht schafft, den Plot wirklich am Laufen zu halten.

    Margaret Qualley © 2025 FOCUS FEATURES LLC

    Am Ende scheitert Honey Don’t! an seinen eigenen Ambitionen: Gute Ansätze sind vorhanden, doch sie verpuffen nahezu ungenutzt. Ethan Coen versucht die Drehbuchschwächen sichtbar zu kaschieren – mit sorgfältig und spannend inszenierten Momenten, audiovisuellen Qualitäten, einem spielfreudigen Cast und pointierten Humorspitzen. Doch sein Vertrauen ins Drehbuch zahlt sich nicht aus: Viele Szenen ziehen sich spürbar in die Länge. In den besten Momenten ist nette Unterhaltung geboten – in den schwächsten dagegen viel Sitzfleisch gefragt.

    © 2025 FOCUS FEATURES LLC

    Unser Fazit zu Honey Don’t!

    2.5 Watchable

    Was Drive-Away Dolls für den Roadmovie getan hat, übernimmt Honey Don’t! für den Film Noir. Ethan Coen taucht tief in den Kaninchenbau zwischen Obskurem und Feministischem ein, wechselt Perspektiven und strukturiert einen Film, wie er damals gewesen wäre – nur irgendwie anders. Ohne nötigen Drive, ohne echte Dringlichkeit. Einige nette Lacher, Qualley, Evans und Plaza als charismatisches Ensemble sowie schöne Bilder retten den Film gerade so über die Ziellinie, wirklich überzeugend ist das alles jedoch nicht.

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    Louis Kiehl

    Schon seit jungen Jahren filmverrückt: Viel zu früh Genrefilme aller Art konsumiert und mit 14 Jahren begonnen, regelmäßig Kino+ zu schauen – obwohl er zu diesem Zeitpunkt kaum einen der besprochenen Filme selbst gesehen hatte. Geprägt wurde seine Leidenschaft maßgeblich von seiner Oma bei Star Wars: The Clone Wars und dem Schauen „alter Schinken“ vor der Glotze, seinem Vater und seinem großen Bruder mit dem er alles teilte – außer eine gleiche Meinung. Film-Begeisterung wurde beim Schauen von E.T., Jurassic Park, Zurück in die Zukunft und Indiana Jones und der Tempel des Todes entfacht, die bis heute zu den Lieblingsfilmen gehören – ab diesem Moment war klar: Filme werden ihn ein Leben lang begleiten. Er versucht, wöchentlich ins Kino zu gehen, ist sich dabei aber nie zu schade, auch den trashigsten DTV-Untiefen von Action bis Horror eine Chance zu geben oder auch mal ins indische Kino abzudriften. Bekannt aber vor allem für eines: „Alle geben 4 oder 5/5 – und er gibt ’ne 1/5, du weißt genau, da is‘ er, der Louis.“

    • Louis Kiehl
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