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    Startseite » Late Night with the Devil
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    Late Night with the Devil

    Stefan Brüningvon Stefan Brüning21. September 2024Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Talkshows im deutschen Fernsehen sind oft nicht sehr „geistreich“. Lohnt sich deswegen das Umschalten auf die Late Night with the Devil?

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    UHD-Cover © Capelight Pictures

    Die Inhaltsangabe von Late Night with the Devil

    Schlechte Zeiten für den Moderator Jack Delroy (David Dastmalchian). Seit seine Frau verstorben ist, verliert er regelmäßig das Quotenduell gegen Jonny Carson. Um die Zuschauerzahlen für seine Late-Night-Show „Night Owl“ nach oben zu treiben, startet Jack am Halloweenabend 1977 eine letzte Offensive. Er lädt den Hellseher Christou (Fayssal Bazzi), die Parapsychologin und Autorin June Ross-Mitchell (Laura Gordon) sowie ihren Schützling Lilly ein. Das Mädchen ist die letzte Überlebende eines Kultes und angeblich von einem Dämon besessen. Um die richtige Würze in die Show zu bringen, wird noch Illusionist und Skeptiker Carmichael Haig (Ian Bliss) in den Ring geworfen. Geht das Konzept auf oder hat Jack den Bogen überspannt?

    Das Problem mit dem System

    Late Night with the Devil nutzt das Found-Footage-Prinzip, welches nicht nur aus Kostengründen im Horrorgenre beliebt ist. Es bietet sich geradezu an, um dem Fantastischen einen realistischen Anschein zu geben und so mit uns bekannten Ängsten zu spielen. Allerdings nerven bei dem Genre oft wacklige Bilder und das Problem der ständig anwesenden Kamera. Wenn Protagonisten in gefährlichen Situationen immer noch auf das Geschehen draufhalten, statt wegzulaufen, dann reißt dies aus der Immersion. Notwendige Hintergrundinformationen werden meistens nur durch Dialoge, die hölzern und unauthentisch rüberkommen, an die Zuschauer:innen weitergegeben. Mit einer Show als Aufhänger wird diese Problematik elegant umgangen. Die Kamera ist fest und Hintergrundinformationen können bequem als Einspieler platziert werden. Sogar eine verbale Informationsflut würde zu dem Setting passen.

    Obwohl man das Medium Fernsehen kreativ für erzählerische Kniffe nutzt, wird Late Night with the Devil auch Opfer seines Konzeptes. Eine Sendung ist kürzer als ein Spielfilm und hat Werbeunterbrechungen. Um trotzdem den Found-Footage-Aspekt zu wahren, wird die Handlung in den Pausen hinter die Kulissen verlagert und von einer tragbaren Kamera aufgezeichnet. Wenn man die Zweifel an den damaligen technischen Möglichkeiten – die Handlung ist im Jahre 1977 verortet – bezüglich der guten Bild- und Tonqualität beiseite wischt, bleibt immer noch die Frage offen, warum sich die Figuren bei ihren privaten Gesprächen ständig von einer Kamera begleiten lassen oder warum Backstage überhaupt gefilmt wird. Diskussionen sind an der Stelle natürlich müßig. Wer sich daran stört, wird den Film nicht genießen können.

    Schöne Show mit schönen Gästen

    Wer dem amerikanischen Film- und TV-Look Ende der 70er Jahre etwas abgewinnen kann, kommt hier auf seine Kosten. Das Filmteam gibt sich alle Mühe die Illusion aufrechtzuerhalten, dass es sich hier um eine reale Ausstrahlung handelt. Von der Garderobe zur Kulisse bis hin zum 4:3 Format und der Atmosphäre. Aufgrund des sehr begrenzten Raumes – die Studiokulisse wird nicht verlassen – benötigt es natürlich mehr als optische Reize, damit die Prämisse funktioniert. Die Darsteller:innen müssen überzeugen.

    Das bekannteste Gesicht des Casts ist wohl David Dastmalchian, der dank seines markanten Gesichts und Schauspielstils jeden Film und jede Serie aufwertet, obwohl er oft nur Nebenrollen spielt. Es ist schön ihn einmal in einer Hauptrolle glänzen zu sehen. Dankenswerterweise zieht er keine „One-Man-Show“ ab und lässt seinen Mitstreiter:innen Platz zum Agieren, denn sonst würde das Late-Night-Vehikel ebenfalls nicht aufgehen. Sie passen nicht nur äußerlich zu ihren Rollen, sondern verkörpern diese auch einwandfrei. Dass weitestgehend unverbrauchte Gesichter genutzt werden, ist eine gute Idee, auch wenn die Entscheidung wohl mit dem geringen Budget zusammenhängt. Bekanntere Akteur:innen stünden der Grundidee diametral entgegen.

    Erst fängt es ganz langsam an, aber dann…

    Eine Late-Night-Show hat einen Spannungsaufbau, auch wenn man dies vor dem Publikum verstecken möchte, um eine Authentizität zu wahren. Dieser Mechanismus wird schön aufgedeckt und erzählerisch genutzt. Aber dadurch generiert sich leider ein Problem. Je besser der Aufbau, umso schwieriger ist es, einen guten Abschluss zu finden, denn das Ende ist wirr erzählt und bricht mit der Ästhetik bzw. der inneren Logik. Die plötzliche Anwesenheit einer „Person“ geht aus der vorherigen Geschichte nur bedingt hervor und muss mit einem Ausbruch aus dem Sendeformat erklärt werden. Es gibt dem Titel und der Geschichte allerdings auch eine andere Interpretationsmöglichkeit.

    Jack zweifelt an seiner Idee. © Capelight Pictures

    Unser Fazit zu Late Night with the Devil

    Auch wenn das Found-Footage-Prinzip etwas gebogen wird und das letzte Drittel mit dem cleveren Aufbau nicht mithalten kann, stimmt Late Night with the Devil prima auf die anstehende Grusel-Saison ein. Das Setting ist unverbraucht und die 70er-Fernseh-Atmosphäre sowie der tolle Cast ziehen die Zuschauer:innen ins Geschehen. Dankenswerterweise wird auf billige Jump Scares verzichtet. Stattdessen setzt man auf ein Ambiente, das mit zunehmender Laufzeit immer unangenehmer wird. Zusätzlich sorgen effektiv platzierte Schockmomente für den dazugehörigen Ekel. Wer sich mit der Grundidee anfreunden kann, bekommt einen Genrebeitrag, der aus der Masse heraussticht.

    Late Night with the Devil ist seit dem 19. September fürs Heimkino erhältlich.

    © Capelight Pictures

    Stefan Brüning

    Stefan ist in der Nähe von Wolfenbüttel beheimatet, von Beruf Lehrer und arbeitet seit Mai 2024 bei Filmtoast mit. Seit seiner Kindheit ist er in Filme vernarrt. Seine Eltern haben ihn dankenswerterweise an Comics und Disneyfilme herangeführt. Bis zu seinem 8. Lebensjahr war es für ihn nicht nachvollziehbar, wie man Realfilme schauen kann. Aber nach der Sichtung des Films Police Academy und natürlich der Star Wars- Filme hat sich das geändert. Natürlich waren in seiner Kindheit auch die Supernasen, die Otto- und Didifilme Pflichtprogramm, denn worüber sollte man sonst mit den Anderen reden? Deswegen mag er einige dieser Filme bis heute und schämt sich nicht dafür.

    Stefan setzt sich für die Erhaltung der Filmwirtschaft ein. Sei es durch Kinobesuche, DVD/ Blu- Ray/ UHD oder Streaming, je nach dem welches Medium ihm geeignet erscheint. Sein filmisches Spektrum und seine Filmsammlung hat sich dadurch in den letzten 30 Jahren deutlich erweitert, weswegen er sich nicht auf ein Lieblingsgenre festlegen kann.

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