Close Menu
    Facebook Instagram YouTube
    Facebook Instagram
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    • Startseite
    • Kritiken
      • Filme
      • Serien
    • Features
    • News
    • Über uns
      • Wer sind wir?
      • Unsere Autor*innen
      • Filmtoast auf Social Media
      • Werde Teil des Teams
      • Finanzielle Unterstützung
    Filmtoast.de – Filmkritiken mit Biss
    Startseite » Masters of the Universe
    Action Fantasy Filme Science Fiction

    Masters of the Universe

    Stefan Brüningvon Stefan Brüning4. Juni 2026Keine Kommentare7 min Lesezeit
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Reddit LinkedIn Copy Link
    Nicholas Galitzine stars as 'Adam' in MASTERS OF THE UNIVERSE.
    Share
    Facebook WhatsApp Twitter Pinterest Email Telegram Copy Link

    Die Masters of the Universe stehen vor einer nie dagewesenen Herausforderung, bei der sie sogar Skeletors Hilfe benötigen. Sie wollen den Massenmarkt zurückerobern und ihre popkulturelle Relevanz wiederherstellen. Ob ihnen dabei die Macht von Greyskull hilft, erfahrt ihr in unserer Rezension.

    Masters of the Universe – Davon handelt das Spektakel

    Nach 15 Jahren der Trennung führt das Schwert der Macht Prinz Adam (Nicholas Galitzine) zurück nach Eternia und er entdeckt, dass seine Heimat unter der heimtückischen Herrschaft von Skeletor (Jared Leto) in Trümmern liegt. Um seine Familie und seine Welt zu retten, muss sich Adam mit seinen engsten Verbündeten zusammenschließen – Teela (Camila Mendes) und Duncan alias Man-At-Arms (Idris Elba) – und sein wahres Schicksal als He-Man annehmen, den mächtigsten Mann des Universums.

    He-Man greift zum Schwert © Amazon MGM Studios

    Muskelbepackte Sternenkrieger…

    Manche Menschen werden geboren, um zu kämpfen, aber bei kaum jemandem ist das so offensichtlich wie bei den Masters of the Universe. Die muskelbepackten Hünen kämpfen seit 1982 schwer bewaffnet um die Vorherrschaft über den Planeten Eternia – zumindest auf dem Papier. In Wahrheit ging es jedoch um deutlich mehr. Die Spielzeugfirma Kenner scheffelte gerade Millionen mit einer Marke, die Mattel zuvor abgelehnt hatte – Star Wars. Mattel brauchte dringend ein konkurrenzfähiges Produkt für die junge – prioritär männliche – Zielgruppe. Aus der Not heraus vermischte man bekannte Fantasy-, Action- und Science-Fiction-Elemente zu einem einzigartigen Produkt, das aufgrund seiner Größe im Spielzeuggeschäft nicht zu übersehen war.

    Noch genialer als die Idee, war allerdings die Marketingstrategie: Jeder Figur wurde ein Comic beigelegt und es gab zusätzlich eine Zeichentrickserie, die ab 1983 im Fernsehen lief. Vordergründig erzählten sie die Hintergrundgeschichte der Figuren, aber in Wirklichkeit war es schamlose Eigenwerbung, die einschlug wie eine Bombe. Vier Jahre lang dominierten die Masters of the Universe das Spielzeuggeschäft und erreichten 1986 mit 400 Millionen US-Dollar Jahresumsatz ihren Höhepunkt. Doch auf den Aufstieg folgte der tiefe Fall. Bereits ein Jahr später lag die Marke am Boden und blieb dort über Jahrzehnte liegen.

    … scheitern nicht nur am schlechten Marketing

    Man könnte den Fall allein auf eine zu aggressive Marketingstrategie zurückführen – Mattel flutete die Geschäfte mit ihren Produkten –, aber das wäre zu kurz gedacht. Kaum ein Franchise ist so eng mit dem Zeitgeist der 1980er-Jahre verbunden wie die Masters of the Universe – und dieser änderte sich abrupt. Die Ära der starken Männer neigte sich ab 1987 ihrem Ende zu. Predator dekonstruierte sie – im wahrsten Sinne des Wortes – noch im gleichen Jahr, während Lethal Weapon und vor allem Stirb Langsam kurz darauf eine ganz andere Art von Actionheld etablierten.

    Zwar gab es weiterhin Versuche, an das alte Erfolgsrezept anzuknüpfen, doch selbst ein Superstar wie Sylvester Stallone konnte mit Over the Top und Rambo III nicht mehr an die Erfolge anknüpfen, die er nur zwei Jahre zuvor mit Rambo II oder Rocky IV gefeiert hatte. Mattel musste zudem schmerzhaft lernen, dass nicht nur ihre Figuren unflexibel waren. Die überwiegend maskuline Zielgruppe reagiert bis heute empfindlich darauf, wenn mit ihren nostalgischen Erinnerungen allzu frei umgegangen wird.

    Wenn man He-Man zu stark verbiegt…

    Die erste Realverfilmung scheiterte unter anderem daran, dass sie sich stärker an Star Wars als am ursprünglichen Material orientierte und die Handlung aus Kostengründen in einen US-Vorort verlegte. Anfang der 1990er-Jahre sollte mit einem veränderten, deutlich moderneren Design und dem radikalen Bruch mit vielen vertrauten Elementen eine neue Generation von Kindern an die Marke herangeführt werden. Der Plan ging jedoch nicht auf: Weder die alten Fans noch die neue Zielgruppe konnten sich für die Neuausrichtung begeistern.

    Selbst die Netflix-Serie aus dem Jahr 2021 musste sich Kritik gefallen lassen, obwohl sie sich eng an der Vorlage orientierte und die Hintergrundgeschichte weitgehend unverändert ließ. Aus Sicht vieler Fans machte sie jedoch den Fehler, He-Man nicht mehr ins Zentrum der Handlung zu stellen.

    Jared Leto © Amazon MGM Studios

    … dann geht er kaputt

    Die Neuverfilmung steht dementsprechend vor einer gewaltigen Herausforderung. Sie muss He-Man in die Neuzeit transportieren und einem Massenpublikum schmackhaft machen, damit die geschätzten Produktionskosten von 170 Millionen US-Dollar wieder eingespielt werden können. Gleichzeitig dürfen die Filmemacher die ursprünglichen Anhänger der Reihe nicht verprellen, da sonst eine negative Mundpropaganda droht, die potenzielle Kinobesucher:innen abschrecken könnte.

    Dieser Spagat misslingt jedoch, weil ein solches Kunststück für die Figuren nie vorgesehen war. Die Masters of the Universe lebten stets von ihrer kompromisslosen Überzeichnung, ihrem Pathos und ihrer Fantasie. Der Versuch, sie gleichzeitig zu modernisieren, zu ironisieren und massenkompatibel zu machen, nimmt ihnen einen Teil ihrer Identität.

    Solange Regisseur Travis Knight und seine Autoren die Prämisse ernst nehmen und sich dem herrlich anachronistischen Charme der Vorlage hingeben, macht die Umsetzung großen Spaß. Dass man sich bei der Optik an Marvel orientiert, stört überhaupt nicht. Die Masters of the Universe waren schon immer meisterhaft darin, sich Bekanntes zu eigen zu machen. Die Ästhetik der beiden neuesten Thor-Filme passt hier wie Fistos Faust aufs Auge. Eternias Burgen, Fahrzeuge und Kostüme wurden mit viel Liebe zum Detail rekonstruiert und zusätzlich behutsam modernisiert. Trotz des grafischen Updates bleiben sie ihren Vorbildern stets treu.

    Nicholas Galitzine als He-Man © Amazon MGM Studios

    Gemeinsam mit dem fantastischen Soundtrack von Brian May liefert Travis Knight Bilder, die direkt einem Heavy-Metal-Plattencover der 1980er-Jahre entsprungen sein könnten. Pathos, Bombast und Epik verschmelzen dabei zu einem stimmigen Ganzen, das der Vorlage mehr als gerecht wird. In diesen Momenten fühlt sich Masters of the Universe wie ein Live-Action-Cartoon an, der die Fantasie und den Größenwahn seiner Herkunft mit sichtbarer Begeisterung auf die Leinwand überträgt.

    Skeletor hat nichts zu lachen

    Sobald jedoch der Humor in den Vordergrund rückt, vergeht einem das Lachen schnell. Epische Ansprachen, Actionszenen oder Heldenmomente werden immer wieder ironisch gebrochen und die eigene Mythologie mit einem Augenzwinkern kommentiert. Dadurch verlieren viele Szenen ihre Fallhöhe. Wenn die Figuren ihre Welt und deren Bedrohungen nicht ernst nehmen, warum sollten es die Zuschauer tun? Wenn sich die Gags aber organisch aus dem Setting ergeben und die Pointen auch mal unkommentiert stehen gelassen werden, dann funktionieren sie plötzlich.

    Der Drang, He-Man unbedingt erden zu wollen, ist ebenfalls unverständlich. War der Ausflug in unsere Realität 1987 noch den begrenzten finanziellen Möglichkeiten geschuldet, verkommt er hier zum reinen Selbstzweck. Für unpassendes Product Placement, Kommentare auf den aktuellen Zeitgeist und unnötige Exkurse in die Entstehungsgeschichte der Produktlinie nimmt man bereitwillig in Kauf, dass die Zuschauer:innen immer wieder aus der Fantasywelt Eternias herausgerissen werden. Dabei wäre es ein Leichtes gewesen, viele der Anspielungen deutlich subtiler in die Handlung zu integrieren, anstatt sie derart offensiv in den Vordergrund zu rücken.

    Same, Same but Different

    Denkt man an die Masters of the Universe, dann sind es wohl vor allem die vielseitigen Figuren mit ihren plakativen Namen, die im Gedächtnis bleiben. Obwohl die meisten von ihnen denselben Grundkörper teilten, besaß jede Figur ein einzigartiges Gimmick, das sie von den anderen abhob. Skeletor war blau und trug einen Totenschädel als Gesicht, Beast Man war ein rotes Biest und Tri-Klops hatte drei Augen. Je erfolgreicher die Reihe wurde, desto mehr abstruse Figuren kamen hinzu. Wenn den Designern gar nichts mehr einfiel, wurden eben bekannte Charaktere mit neuen Rüstungen oder Farbvarianten verkauft. Dieser Figurenvielfalt wird Tribut gezollt.

    Nicholas Galitzine (Glennkill) passt hervorragend auf He-Man. Er sieht der Figur nicht nur erstaunlich ähnlich, sondern fühlt sich in seinem Lendenschurz sichtbar wohl. Jared Letos (Tron: Ares) Darstellung wurde im Vorfeld am kontroversesten diskutiert. Auffällig war vor allem seine weitgehende Abwesenheit während der Promotion, was zahlreiche Gerüchte befeuerte. Nach mehreren Flops und schauspielerischen Fehlgriffen wurde spekuliert, ob sein Name potenzielle Zuschauerinnen und Zuschauer eher abschrecken könnte. Abschreckend ist letztlich jedoch nur Skeletors Gesicht und nicht Letos Darstellung. Sobald er auftritt, stiehlt er allen die Show. Auch die anderen Charaktere sind mit Alison Bree (Together – Unzertrennlich), Idris Elba (A House of Dynamite) und Riverdale-Star Camila Mendes passend besetzt.

    In etwas mehr als zwei Stunden Laufzeit kann man unmöglich jeder Figur genügend Raum geben. Das ist auch gar nicht nötig. Am besten funktionieren die Charaktere, wenn sie mit ihren einzigartigen Gimmicks aufeinander einprügeln oder sich genauso herrlich eindimensional verhalten wie in der Zeichentrickserie. Nur so erzeugen sie den Drang, die alten Actionfiguren wieder vom Dachboden zu holen und die Duelle in der heimischen Man-Cave nachzuspielen – natürlich unterlegt von Brian Mays grandiosem Soundtrack.

    © Amazon MGM Studios

    Unser Fazit zu Masters of the Universe

    3.0 Okay

    Am Ende einer jeden Folge der Zeichentrickserie gab es stets eine pädagogische Botschaft. Im Falle von Masters of the Universe könnte sie lauten: Wer es allen recht machen möchte, macht es am Ende niemandem recht. Die Neuverfilmung pendelt ständig zwischen Parodie und akribischer Umsetzung der Vorlage hin und her.

    Immer dann, wenn sie sich auf die alten Qualitäten der Reihe verlässt, bekommt man klassische Spielzeugaction in einem modernen Gewand präsentiert - quasi das Jungs-Pendant zu Greta Gerwigs Barbie-Film. Schämt sich Masters of the Universe jedoch für seine eigenen Ursprünge und passt sich zu sehr den gängigen Sehgewohnheiten an, wird es schnell peinlich.

    • User Ratings (0 Votes) 0
    Stefan Brüning

    Stefan ist in der Nähe von Wolfenbüttel beheimatet, von Beruf Lehrer und arbeitet seit Mai 2024 bei Filmtoast mit. Seit seiner Kindheit ist er in Filme vernarrt. Seine Eltern haben ihn dankenswerterweise an Comics und Disneyfilme herangeführt. Bis zu seinem 8. Lebensjahr war es für ihn nicht nachvollziehbar, wie man Realfilme schauen kann. Aber nach der Sichtung des Films Police Academy und natürlich der Star Wars- Filme hat sich das geändert. Natürlich waren in seiner Kindheit auch die Supernasen, die Otto- und Didifilme Pflichtprogramm, denn worüber sollte man sonst mit den Anderen reden? Deswegen mag er einige dieser Filme bis heute und schämt sich nicht dafür.

    Stefan setzt sich für die Erhaltung der Filmwirtschaft ein. Sei es durch Kinobesuche, DVD/ Blu- Ray/ UHD oder Streaming, je nach dem welches Medium ihm geeignet erscheint. Sein filmisches Spektrum und seine Filmsammlung hat sich dadurch in den letzten 30 Jahren deutlich erweitert, weswegen er sich nicht auf ein Lieblingsgenre festlegen kann.

    • Stefan Brüning
      Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit
    • Stefan Brüning
      Glennkill: Ein Schafskrimi
    • Stefan Brüning
      Mortal Kombat II
    • Stefan Brüning
      Tom und Jerry: Der verlorene Kompass
    Vorheriger BeitragSpider-Noir
    Nächster Beitrag Dolly

    Weitere Beiträge

    2.0

    Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit

    von Stefan Brüning
    2.0

    Dolly

    von Louis Kiehl
    2.5

    Ladies First

    von Jan Werner
    4.5

    Obsession

    von Louis Kiehl
    2.5

    The Mandalorian and Grogu

    von Kenan Hasic und Jan Werner
    2.5

    Tom Clancy’s Jack Ryan: Ghost War

    von Jan Werner
    Kommentar hinzufügen
    Hinterlasse einen Kommentar Cancel Reply

    Neueste Beiträge

    Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit

    11. Juni 2026

    Dolly

    9. Juni 2026

    Masters of the Universe

    4. Juni 2026

    Spider-Noir

    22. Mai 2026
    We are social
    • Facebook
    • Instagram
    Über uns
    Über uns

    Filmkritiken, Serien-Reviews und Streaming-Tipps. Wir bieten Einblicke, aktuelle Besprechungen und ehrliche Meinungen zu allem, was auf Leinwand oder Bildschirm läuft. Einfach, direkt und ohne Hype.

    Links
    • Über uns
    • Filme
    • Serien
    • Features
    • News
    Facebook Instagram
    • Datenschutzerklärung
    • Impressum
    © 2026 Filmtoast.de

    Suchbegriff eingeben, um zu starten. Tippe X, um die Suche zu schließen.