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    Startseite » Like a Complete Unknown
    Drama Filme Historienfilm Musik

    Like a Complete Unknown

    Leo Solledervon Leo Solleder30. Januar 2025Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Timothée Chalamet in A COMPLETE UNKNOWN. Photo by James Mangold, Courtesy of Searchlight Pictures. © 2024 Searchlight Pictures All Rights Reserved.
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    Auch wenn es der Titel vermuten lässt: A Complete Unknown sollte Bob Dylan den Meisten nicht sein. Regisseur James Mangold widmet sich dem Leben des Ausnahmemusikers und setzt dabei auf Publikumsliebling Timothée Chalamet. Ob dieses Experiment gelingen kann?

    Key-Art zum Biopic © 2025 Disney & seine verbundenen Unternehmen

    Like a Complete Unknown – Die Story

    New York, um 1960: Der junge Bob Dylan (Timothée Chalamet) ist extra aus Minnesota angereist, um seine Idole Woodie Guthrie (Scoot McNairy) und Pete Seeger (Edward Norton) zu treffen. Neben seinem musikalischen Aufstieg entwickelt sich allerdings auch ein Liebesdreieck: Denn Dylan muss sich entscheiden, ob seine Zuneigung seiner Freundin Sylvie (Elle Fanning) oder doch Folk-Star Joan Baez (Monica Barbaro) gilt.

    Ein nahezu perfektes Biopic…

    Die letzten Jahre haben zu einer inflationären Produktion von Biopics geführt. Egal ob es politische oder popkulturelle Figuren sind, manchmal sogar ganze Gruppen – hier wird vor nichts Halt gemacht. Dabei ist die Kunst der guten Biografie eine sehr vielschichtige. Denn wie soll man einerseits die Fans und Expert:innen für den Film begeistern, ohne dem Durchschnittspublikum einfachste Informationen vorzuenthalten. Es ist die Aufgabe eines guten Biopics, nicht nur Erinnerungen zu reproduzieren, sondern Kontext und Differenzierung zu ermöglichen.

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    James Mangold steht daher angesichts der langen Karriere Dylans vor einer Herkulesaufgabe – und reüssiert durch Reduktion. Der Musikfilm widmet sich nämlich nur den Anfangsjahren des Musikers bis zum Newport Folk Festival 1965. Der Moment also, in dem Bob Dylan vom Folk-Jesus zum Judas wird, weil er eine elektrische Gitarre nutzt. Diese Transformation passt perfekt zum „Slice of Life“, den Mangold erzählen will. Und lässt somit Raum für die tollen Kameraeinstellungen, die gesellschaftlichen Probleme und das tolle Schauspiel seines Casts, der Like A Complete Unknown allein das Prädikat „sehenswert“ verleiht.

    …dank einem nahezu perfekten Casting

    Die Entscheidung, Bob Dylans Leben zu verfilmen, ist dabei keine neue. Schon 2007 wagte sich Todd Haynes mit I’m not there an das Thema heran. Und laut Chalamet habe dieser schon 2018 oder 2019 mit dem Gitarrenspiel angefangen, um sich auf seine Rolle vorzubereiten. Und das merkt man. Denn Chalamets Performance ist nuanciert genug, um immer wieder an der Imitation oder der Parodie vorbeizuschrammen. Sein Nuscheln ist dabei so stark, dass man selbst bei guten Englischkenntnissen über Untertitel froh ist. All das führt aber dazu, dass man dem Schauspieler Chalamet die Figur abkauft. Das gilt auch für den Soundtrack, der schon vorab veröffentlicht wurde und auf dem man das Original von der Interpretation kaum unterscheiden kann.

    Doch auch in den weiteren Rollen ist Like A Complete Unknown hervorragend besetzt. Das gilt vor allem für Edward Norton, der Dylans Spiritus Rector Pete Seeger mit einer entwaffnenden Offenherzigkeit spielt. Und auch Elle Fanning und Monica Barbaro als jeweilige Liebschaften des Musikers. Aufgrund der starken Zentrierung auf die Hauptfigur können jedoch nur selten zeigen, was für gute Schauspielerinnen sie sind. Oft sind sie nicht mehr als ein Spielball der Laune Dylans – was auch Teil der Realität gewesen sein kann. Insgesamt besticht Mangolds Werk aber durch ein makelloses Casting, welches quasi keine Wünsche offen lässt.

    Ein Held, den die Welt braucht?

    Doch neben der klassischen Rag to Riches-Story, wie sie viele Biopics präsentieren, blendet Like A Complete Unknown die politische und gesellschaftliche Komponente nicht aus. Gesellschaftliche Ereignisse wie die Kubakrise finden sogar zentrale Erwähnung in der Handlung. In diesen Momenten, in denen die Weltlage riesig erscheint, wirkt der Superstar Bob Dylan auch nur wie ein Mensch. Genau hier zeigt sich die Brüchigkeit des lyrischen Poeten, der zwar „The Times They Are A-Changin‘“ singen kann, selbst aber keine Macht besitzt. Dylan ist hier kein Aktivist, er ist stiller Beobachter, er läuft durch die Straßen des panischen New Yorks und sammelt Eindrücke. Und wir mit ihm.

    Daher ist es auch zu verzeihen, dass uns hier keine klare Dekonstruktion der Figur Bob Dylan vorgelegt wird. Im Gegenteil, die Mythen um seine Person trägt Bob Dylan weiter hier wie einen Schleier vor sich her. Nur in kleinen Momenten zeigt sich die Menschlichkeit, meist eben in den größten Krisen. Dann lässt sich auch erahnen, warum Dylan einige Entscheidungen trifft, wie er sie trifft.

    © 2025 Disney & seine verbundenen Unternehmen

    Unser Fazit zu Like a Complete Unknown

    3.5 Sehenswert

    Mit Like A Complete Unknown gelingt es James Mangold über weite Strecken, sein Johnny Cash-Biopic Walk the Line zu in puncto Qualität zu egalisieren. Das liegt vor allem an seinem fulminant aufspielenden Hauptdarsteller. Dieser kann musikalisch und schauspielerisch überzeugen und zeigt wieder einmal, wie sehr ihm eine kleine Oscar-Statue stehen würde. Doch auch Mangolds Gespür für Timing und Inszenierung muss hervorgehoben werden, ohne sie wäre die Chalamet-Soloshow nur halb so gut. Auch wenn der Film sich an manchen Momenten doch im Biopic-Klischeetopf bedient, ist Like A Complete Unknown ein durchaus gelungenes Porträt Dylans gelungen. In der aktuellen Weltlage würde man sich auf jeden Fall einen lyrischen Poeten wie ihn häufiger wünschen.

    Like a Complete Unknown startete am 27. Februar 2025 in den deutschen Kinos.

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    Leo Solleder

    Léo wollte eigentlich Theaterschauspieler werden, nun ist der Medienkulturwissenschaftler freier Journalist, Social Media Manager und Redakteur. Seine Liebe für die Bretter, die die Welt bedeuten, zeigt sich allerdings immer wieder in seiner Filmvorliebe für Kammerspiele. Diese dürfen gern international, etwas cheesy und gut geschrieben sein, doch eigentlich ist Léo genretechnisch dann doch vielfältig. Immer wieder von A24-Produktionen begeistert und dennoch mit dem Gespür für deutsche Fernsehfilme der 60er-Jahre podcastet und schreibt sich Léo seit Dezember 2021 durch die Redaktion von "Filmtoast", außerdem betreibt er mit seinem Redaktionskollegen Kenan den Popkultur-Podcast "Bleibende Schäden". Immer auf der Suche nach neuen Blockbustern und kleinen Genreperlen, die vielleicht irgendwann mal den Status seiner Lieblingsfilme "Fight Club" und "Whiplash" erreichen können.

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