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    Mara – Die rechte Hand des Teufels

    Andreas Krasseltvon Andreas Krasselt22. November 2021Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Mit seinem Regie-Debüt Mara – Die rechte Hand des Teufels bringt Aleksey Kazakov Schwung in den russischen Horrorfilm. Er bietet stylischen Grusel mit Anleihen bei Genre-Ikone Dario Argento. Mehr dazu erfahrt Ihr in unserer Rezension!

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    Das Cover von Mara - Die rechte Hand des Teufels zeigt Mara, die ein Glas mit einer Pilzzucht in der Hand vor ihr rechtes Auge hält.
    Das Blu-ray-Cover von Mara – Die rechte Hand des Teufels. © Capelight

    Die Handlung von Mara – Die rechte Hand des Teufels

    Olga und Andrej, ein junges Ehepaar, wird des Nachts von drei finsteren Gesellen in ihrem Haus überfallen. Olga wird vergewaltigt, Andrej flieht und ruft verzweifelt nach Hilfe. Hat er seine Frau im Stich gelassen? Ist er ein Feigling? Fragen, die er sich stellt, und die die Ehe der beiden akut gefährdet. Andrej sucht Hilfe bei dem Medium Mara. Die mysteriöse Schönheit soll Olgas Gedächtnis manipulieren, ihr die Erinnerung an das traumatische Ereignis nehmen. Dazu bedient sich Mara der geheimnisvollen Kräfte von Pilzen, die sie in ihrer Wohnung züchtet.

    Doch sie stellt eine Bedingung: Olga und Andrej sollen während ihrer mehrmonatigen Abwesenheit ihre Wohnung hüten und vor allem die Luft für die Pilze schön feucht halten. Das würde auch die Wirkung auf Olga verstärken, da überall Sporen herumfliegen. Doch wie das so ist mit der Manipulation von Erinnerungen: Olga vergisst allmählich mehr, als Andrej recht ist. Und auch das Geheimnis hinter Mara wird zunehmend finster und bedrohlich. So finster wie das Loch hinter ihrem Kleiderschrank in einem verbotenen Zimmer. Oder sind das alles nur Halluzinationen? Pilze haben ja so ihre Wirkung…

    Stilistisch beachtlicher Horrorstreifen

    Allmählich scheint Schwung in die russische Horrorküche zu kommen. Nach kleinen russischen Perlen wie Why Don’t You Just Die! oder Evil Boy, schickt Capelight nun Mara – Die rechte Hand des Teufels auf den Höllenparcours – und dies durchaus mit neuen Akzenten. Aleksey Kazakov ist mit seiner ersten Regiearbeit ein stilistisch beachtlicher Horrorstreifen gelungen, dessen Wurzeln im italienischen Horrorkino eines Dario Argento kaum zu leugnen sind. Auch wenn gegen Ende das Narrativ etwas unklar wird und vielleicht der ein oder anderen Erklärung mehr bedurft hätte. Doch auch darin ist der Streifen ja einem Argento nicht unähnlich. Und möglicherweise könnte die Kenntnis russischer Legenden da durchaus hilfreich sein.

    Eine unheimliche Gestalt in bodenlangem Mönchsgewand lauert in Mara - die rechte Hand des Teufels, zwischen Pferden stehend, in der Schattenwelt auf Opfer.
    Unheimliche Schattengestalt: Das Böse ist eine Inkarnation Maras. © Capelight

    Schon die Prä-Titel-Sequenz baut, wenn auch nach bekannten Mustern, geschickt Spannung auf. Zu subtiler Sphärenmusik sehen wir eine verängstigte Frau, die ein enges Treppenhaus hinunterschaut. Kurz erblicken wir dort am Fuß der Treppe eine dunkle Gestalt. Dann das Böse, das auf schnellen Schritten nach oben eilt, auf Nina zu, die Zuflucht in ihrer Wohnung sucht. Die verschlossene Tür, die sich dennoch öffnet. Die hochgewachsene, gertenschlanke, rotäugige Gestalt im bodenlangen, an ein Mönchsgewand erinnernden Mantel. Das Versteck im Schrank, das sich in eine endlose Dunkelheit öffnet. Schnitt. Titeleinblendung. Und der Blick zeigt uns den monströsen Gebäudekomplex von außen, der wie ein Relikt stalinistischer Baukunst wirkt – und ein wenig an das Gebäude erinnert, in dem Polanskis Rosemarie ihr Baby bekam. Nun, auch Hexen brauchen auf dem hart umkämpften Wohnungsmarkt ein Zuhause.

    Mara – Die rechte Hand des Teufels züchtet Pilze

    Farben haben in Mara – Die rechte Hand des Teufels wie schon bei Argento Bedeutung. Sie vermitteln eine unheimliche Stimmung, der man sich nur schwer entziehen kann. In der Wohnung Maras dominieren dunkles Rot und dunkles Grün. Die Wand, vor der sich Maras Pilzzucht befindet, ist durch die Wärmelampen in ein düsteres Rot-Violett getaucht. Das Medium selbst trägt ein rotes Kleid, das ihre erotischen Reize, mit denen sie Andrej einwickelt, nur unzulänglich verbirgt. Auch die Ausstattung wirkt gut durchdacht. Ein seltsames Gemälde über dem Bett zeigt ein unter einem Baumstamm eingeklemmtes Pferd. Ein düsteres Omen, würde man es als solches erkennen. Und nicht zufällig sehen auch die Nachttischlampen aus wie Pilze.

    Mara, gespielt von Aleksandra Revenko, liegt in lasziver Pose, von ihrem roten Kleid nur unzureichend verhüllt, auf ihrer Couch.
    Verführung: Das Medium geizt nicht mit erotischen Reizen. © Capelight

    „Das sieht aus wie ein Mausoleum“, zeigt sich Olga beim Einzug anfangs noch begeistert. Doch Pilze haben ihre Nebenwirkungen, was auch Mara bereitwillig einzuräumen bereit ist. Als Andrej in einem surrealistisch anmutenden Moment ein schwarzes Pferd aus dem Wandschrank kommend an das Bett schreiten sieht, stellt er das Medium verunsichert zur Rede. „Dachten Sie, das wäre homöopathisch?“ schleudert sie ihm aggressiv entgegen. „Dann suchen Sie sich einen Therapeuten. Aber halten Sie die Wohnung weiterhin feucht.“

    Ein Pferd nähert sich der im Bett schlafenden Olga, gespielt von Marina Vasileva.
    Da steht ein Pferd auf dem Flur: Halluzination oder Realität? © Capelight

    Die Kamera stellt die Welt auf den Kopf

    Ab einem bestimmten Punkt fängt die Situation in Mara – Die rechte Hand des Teufels an zu kippen. Wortwörtlich, oder besser bildlich. Babyschreie schrillen durch die Wohnung. Und die Kamera kippt um 180 Grad, scheint an der Decke zu kleben. Die Welt steht buchstäblich Kopf. Eine Frauengestalt steht am Fenster und scheint springen zu wollen. In einer Parallelmontage versucht Andrej Olga telefonisch zu erreichen, die jedoch nicht rangeht. Das Löschen ihrer Erinnerung nimmt Formen an, mit denen ihr Mann alles andere als zufrieden ist. Die Handlung spitzt sich zu, die Schnitte werden schneller, die Kamerapositionen extremer. Und dann gehen wir mit ihm durch den Wandschrank, der aber in diesem Fall nicht nach Narnia führt, sondern in das dunkle Reich von Mara, gebaut aus den Schatten ihrer Vergangenheit.

    Mara - Die rechte Hand des Teufels - hat ein Opfer mit einem Myzel-Gespinst verwoben und beißt zu. Andrej, gespielt von Semyon Serzin, sieht entgeistert zu.
    Pilze mit Nebenwirkungen: Welches dunkle Geheimnis beherbergen sie? © Capelight

    Das wird alles recht geschickt in Szene gesetzt. Und schließlich kommen auch die Creature-Designer zu ihrem Einsatz. Die schauspielerischen Leistungen sind grundsolide, insbesondere Semyon Serzin als schuldgeplagter Andrej macht eine gute Figur und wirkt trotz seines ambivalenten Verhaltens bei der Vergewaltigung als Sympathieträger. Man kann seine wachsende Verwirrung und Verzweiflung gut nachvollziehen. Und auch Aleksandra Revenko macht der diabolischen Mara alle Ehre. Der Score ist angenehm unaufdringlich und unterstützt mit unterschiedlicher Instrumentierung gelungen den Spanungsaufbau.

    Unser Fazit zu Mara- Die rechte Hand des Teufels

    Der Einstieg des Drehbuchautors Aleksey Kazakov ins Regiefach ist ein erstaunlich gelungenes Horror-Debüt. Mara – Die rechte Hand des Teufels begibt sich dabei inszenatorisch durchaus auf die Spuren von Horror-Ikone Dario Argento. Die kann er zwar nicht ganz ausfüllen, setzt aber auch eigene Akzente. Tricks mit der Kameraperspektive wirken dabei in keinem Moment aufgesetzt, sondern fügen sich organisch in den Erzählfluss. Der lässt am Ende allerdings ein bisschen zu viele Fragen offen. Da heißt es „style over substance“ – aber das kennt man vom großen Vorbild aus Italien ja auch nicht anders.

    Mara – Die rechte Hand des Teufels erscheint am 26. November 2021 auf DVD und Blu-ray, digital ist der Streifen bereits seit dem 18.11. (Kauf) bzw. ab dem 25.11. (Leihe) erhältlich!


    © Capelight

    Andreas Krasselt

    Andreas lebt im Raum Hannover. Er ist Journalist und fest angestellter Redakteur bei einer Tageszeitung – und nebenbei Musiker in einer Bluesrock-Band. Bei Filmtoast schreibt er seit 2019 Rezensionen. Filmfan ist er, seit er im zarten Alten von sechs Jahren von seiner Mutter jeden Sonntag in die Kindervorstellung des Stadtteilkinos abgeschoben wurde (so was gab es damals noch). Lieblingsgenre: Western, insbesondere die italienische Variante. Daher ganz klar der Lieblingsfilm: Spiel mir das Lied vom Tod, den er mit 12 schon dreimal im Kino gesehen hatte. Aber es gibt kaum ein Genre, dem er nichts abgewinnen kann. Weitere Favorites: Der Tod in Venedig, Im Zeichen des Bösen, 2001 sowie Leichen pflastern seinen Weg. Tja, und sein Guilty-Pleasure-Favorite ist Predator 2 von dem total unterschätzen Stephen Hopkins. Filme guckt er zwar gerne im Kino, ist aus Zeitmangel aber auf das Heimkino gewechselt, weshalb seine private Filmsammlung auch mehr als 1000 Titel umfasst.

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