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    Master Gardener

    Timo Asmussenvon Timo Asmussen27. Dezember 2023Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    In einer Grünanlage steht eine Frau mit rötlich-brünetten Haaren vor einem Mann in Gärtner-Arbeitskleidung. Es sind Sigourney Weaver und Joel Edgerton im FIlm Master Gardener.
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    Joel Edgerton ist der Master Gardener in Paul Schraders gleichnamigen neuesten Film. Dieser erscheint in Deutschland direkt im Heimkino ohne jegliche Auswertung im Kino. Ob dies an der Qualität des Films liegt, erfahrt ihr in unserer Kritik.

    Auf dem Blu-ray-Cover des Films Master Gardener sind im Bildhintergrund Blumensträucher mit rötlichen Blüten zu sehen. Im Vordergrund ist ein Mann mit schwarzen Haaren und Undercut-Frisur zu sehen. Er trägt eine dunkle Jacke. Es ist der Schauspieler Joel Edgerton.
    Das Blu-ray-Cover von Master Gardener © Leonine

    Die Handlung von Master Gardener

    Narvel Roth (Joel Edgerton) führt den botanischen Garten rund um das Südstaaten-Herrenhaus von Norma Haverhill (Sigourney Weaver). Neben einem wöchentlichen Essen geht es mit seiner Chefin im Anschluss ins Bett. Ansonsten leistet der Gartenbauer passioniert seine Arbeit darin, einen prachtvollen Garten zu erschaffen und Blumen aus aller Welt erblühen zu lassen. Die jährliche, große Frühlingsgartenschau steht an, bei dessen Wohltätigkeitsveranstaltung sich Mrs. Haverhill karikativ präsentieren will. Als allerdings Normas Großnichte Maya (Quintessa Swindell) zu Narvels Team stößt, um dort ausgebildet zu werden, geraten die sonst so geordneten Verhältnisse ins Wanken.

    Das Verhältnis zwischen Gutsherrin und ihrer Nichte ist belastet und sie sprechen zunächst nicht miteinander, doch Narvel erkennt das durchaus vorhandene Talent seiner neuen Schülerin. Doch wie auch Narvel, der seine Vergangenheit hinter sich gelassen hat, trägt auch Maya schwer an ihrem bisherigen Leben. Ihre Abhängigkeit bringt sie mehrmals in Konflikte mit ihrem Dealer und belasten eines Tages ihren Arbeitsalltag. Als sie mit einem Veilchen unter dem Auge zur Arbeit erscheint, nimmt sich Narvel der Sache an. Seine Wunden der Vergangenheit brechen auf und sein Geheimnis, welches er vor Maya verschweigt, lässt sich kaum mehr vor ihr verheimlichen…

    Ein Mann mit adrett gekämmter Undercut-Frisur, dunklen Haaren und Gartenarbeitskleidung geht durch einen Garten. Es ist der Schauspieler Joel Edgerton im FIlm Master Gardener.
    Narvel (Joel Edgerton) betreut seinen ihm anvertrauten Garten mit mehr als Passion. © Leonine

    Ein typischer Schrader

    Eine männliche Hauptfigur, von Dämonen der Vergangenheit gezeichnet, eine Frau, die Veränderungen in den sonst strikt geordneten Tagesablauf bringt – hört sich an wie The Card Counter 2.0? Ja, Regisseur und Drehbuchautor Paul Schrader übernimmt vieles seiner Grundkonstellation aus dem Spieler-Drama von 2021. Doch während der Downswing bei Oscar Isaacs William Tell um einiges fataler geriet, scheint in Master Gardener Schrader fast ein wenig altersmilde zu werden. Gewiss ist die Offenbarung der Vergangenheit Narvels ein durchaus kalkulierter Tabubruch, doch den Wahnsinn seiner Taten fängt Schrader deutlich konventioneller und damit eine Spur weniger spür- und fühlbarer ein.

    Spoiler-Warnung: Es folgt eine Erwähnung des Ausgangs für die Figur Narvel und des Endes von The Card Counter, daher bitte den nächsten Absatz überspringen, wenn ihr den Film noch nicht gesehen habt!!!

    Zudem gestattet er seiner Hauptfigur einen deutlich positiveren Ausgang der Geschehnisse, als es bei William Tell der Fall war. Während Tell am Ende nicht aus seinem Muster ausbrechen kann und seiner Rache freien Lauf lässt, ist Schrader bei Narvel deutlich gnädiger. Mag es die erwähnte Altersmilde oder einfach ein Mut zum Optimismus sein- es funktioniert im Falle von Master Gardener dennoch gut und fühlt sich sehr organisch an. Ein ähnlicher Ausgang wie der Tells hätte zum Gesamtton des Films sicher weniger gut gepasst.

    Spoiler-Ende!!!

    Einsamer Gärtner findet neuen Mut

    Wie schon in seinen bisherigen Werken lässt sich Schrader Zeit, seine Hauptfigur zu etablieren und offenbart ihre inneren Dämonen erst Stück für Stück. Dabei ist Narvel als Aussteiger zwar recht gut reintegriert in die Gesellschaft und seine stoische Gründlichkeit hilft ihm bei der Arbeit als Chefgärtner, doch es wird deutlich, dass er keinerlei freundschaftliche Beziehungen aufbauen kann. Zu seiner Chefin Norma besteht zwar ein sexuelles Verhältnis, allerdings ohne jegliche romantischen Gefühle. Einzig den von Esai Morales gespielten Polizisten Oscar sieht Narvel regelmäßig, doch dessen bevorstehende Pensionierung beendet auch diese, zudem einseitig als Beziehung empfundene Freundschaft.

    Die Entwicklung Narvels befruchtet die Einführung der Figur Maya und die Beziehung beider entwickelt sich etwas überraschend. Dass auch Mayas Schicksal sich erst Stück für Stück für die Zuschauer:innen offenbart und sie droht, Narvel in einen Strudel aus Gewalt und Drogen zu ziehen, wirkt ein wenig behauptet, da die Bedrohung sich eigentlich auf ein wenig Vandalismus beschränkt und die handelnden Personen hierbei nicht gerade besonders aggressiv oder furchteinflößend wirken. Dass sich die eher kleine, intime Geschichte auch in ihren Bildern weniger beeindruckend präsentiert tut ihr Übriges.

    Ein Mann mit Vollbart und lockigen Haaren richtet eine Waffe auf ein unbekanntes Ziel. Eine Szene aus dem Film Master Gardener.
    Narvel war nicht immer „nur“ der Gärtner. © Leonine

    Bedächtiges Tempo, teils schöne Bilder

    Denn insgesamt wirken die Bilder von Stamm-Kameramann Alexander Dynan gerade in den Innenaufnahmen weniger beeindruckend und wertig, während die Außenaufnahmen des Gartens durchaus eindrucksvoll geraten. Somit könnten es nicht nur die Geschichte, sondern auch die etwas weniger beeindruckenden Bilder sein, die womöglich dafür gesorgt haben, dass der Film hierzulande nur im Heimkino digital, auf DVD sowie Blu-ray erscheint. Allerdings böte der Film und die Situation Autorenstreik und dessen Auswirkungen eigentlich ausreichend Gelegenheit, auch diesen eher kleinen Film ins Kino zu bringen. Sicherlich ist das Tempo des Films eher bedächtig und langsam, was ein wenig Geduld erfordert, doch dafür entfaltet sich der überschaubare Plot und liefert mit dem Cast das größte Plus.

    Denn die schauspielerischen Leistungen, Joel Edgerton allen voran, sind durchweg klasse. Sigourney Weaver spielt ihre Norma zunächst als die Kümmerin, besorgt um ihre Legacy und ihre Gartenanlage, um später als arrogant-hochnäsige Großtante aufzutreten. Edgerton dagegen präsentiert die seelischen Abgründe seiner Figur zunächst ruhig und bedächtig, doch ihn umgibt stets eine Aura des Bedrohlichen. Er schafft es in beiden Szenarien, sowohl als sorgfältiger Gartenexperte als auch als gewaltbereiter Verteidiger von Maya, zu überzeugen. Und auch Quintessa Swindell ist in ihrer Rolle glaubwürdig und unterstreicht, wie gut Schrader sein Ensemble führt.

    Unser Fazit zu Master Gardener

    Paul Schrader liefert erneut einen interessanten Film über männliche Figuren auf ihrem meist selbstzerstörerischen Pfad ab. Master Gardener hat seine Stärken sicher in den schauspielerischen Darbietungen und einigen elegant gefilmten Gartenaufnahmen, doch thematisch wie auch handwerklich fügt Schrader seiner Filmografie wenig Substanzielles hinzu. Wer einen Blick wagt, sollte ein wenig für slow-pacer-Filme ohne allzu große Twists und Stakes übrig haben, da ansonsten doch eine milde Enttäuschung droht.

    Master Gardener ist auf DVD, Blu-ray sowie als Video-on-demand-Kauf- und Leihfilm erschienen.


    © Leonine

    Timo Asmussen

    Als Timo vor grauer Vorzeit wieder mal "Ducktales - Jäger der verlorenen Lampe" im Videorekorder vermutete, lag dort allerdings "Terminator 2". Und so schaute er, heimlich, allein und ohne es damals zu erahnen, einen der besten Filme aller Zeiten. Vermutlich war da seine Liebe für das Medium Film entfacht. In seiner Heimatstadt war Mitte der 90er bereits ein Kinosessel zu finden, der leichte Abdrücke seines Gesäßes aufwies, denn zu jener Zeit war die Frage, nicht ob, sondern was am Mittwoch für sieben Mark am Kinotag geguckt wird. Sobald Timo ein eigenes Zimmer besaß, wurde dieses mit einem Fernseher bestückt. Und das wohl größte Geschenk machte er sich dann zum 18. Geburtstag selbst - eine Mitgliedschaft in einer Videothek. Aus dieser Zeit stammt vermutlich auch sein Alias "dervideothekar", welches seine Social-Media-Kanäle ziert. Doch dass Timo neben dem Regal "Actionfilme" geboren wurde, muss ins Reich der "urban legends" verbannt werden. Seit mehr als drei Jahren ist er vor den Mikrofonen von Filmtoast und Tele-Stammtisch. Dazu textet und spricht er über eigentlich jedes Genre, mit leichten Abstrichen beim deutschen Heimatfilm. Aber das er seine (recht lange) Nase auch mal bei Kino+ in die Kameras halten würde, war so nie geplant. Aber da einer seiner Lieblingsfilme "Besser geht´s nicht" ist, passt's ja. Wenn ihr ihn demnach mal trefft, sprecht ihn einfach an, er freut sich!

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