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    Startseite » In Ewiger Schuld
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    In Ewiger Schuld

    Jan Wernervon Jan Werner1. Januar 2024Keine Kommentare3 min Lesezeit
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    Fool Me Once. Michelle Keegan as Maya Stern and Richard Armitage as Joe Burkett in Fool Me Once. Cr. Matt SquireNetflix © 2023
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    Kein neues Jahr ohne neuen Harlan-Coben-Krimi bei Netflix. Kann In Ewiger Schuld wieder für ein solides Krimivergnügen sorgen oder ist die Luft bei den Adaptionen endgültig raus?

    Poster zu In Ewiger Schuld
    Poster zu In Ewiger Schuld © Netflix

    In Ewiger Schuld – Die offizielle Handlungsangabe

    In Ewiger Schuld erzählt die Geschichte von Maya Stern (Michelle Keegan), die versucht, mit dem brutalen Mord an ihrem Mann Joe (Richard Armitage) zurechtzukommen. Als Maya jedoch eine versteckte Überwachungskamera installiert, um ihre kleine Tochter im Auge zu behalten, traut sie ihren Augen nicht: Ihr totgeglaubter Ehemann scheint in ihrem Haus zu sein. Der Polizeibeamte Sami Kierce (Adeel Akhtar) leitet die Morduntersuchung zu Joes Tod, hat aber gleichzeitig mit seinen eigenen Geheimnissen zu kämpfen. Währenddessen versuchen Mayas Nichte und Neffe, Abby und Daniel, die Wahrheit über den Mord an ihrer Mutter herauszufinden, der einige Monate zurückliegt. Sind die beiden Fälle womöglich miteinander verbunden? Die abgeschlossene Krimiserie zeigt die spannende Jagd nach der Wahrheit, bei der schockierende Geheimnisse ans Licht kommen, die das Leben der Betroffenen für immer verändern.

    Spoilerfreie Kritik zu In Ewiger Schuld

    Der Beitrag befasst sich mit allen Folgen der abgeschlossenen Serie. Auf Spoiler wird verzichtet.

    Kennst du einen, kennst du alle…

    Safe, Ich schweige für dich, El Innocente, Wer einmal lügt, Shelter… Inzwischen haben Netflix und Amazon fast zehn der beliebten Krimiromane von Harlan Coben verfilmt und dabei immer auf das Miniserie-Format gesetzt, bei den Produktionsländern jedoch für Abwechslung gesorgt. Dennoch sind die Produktionen immer ähnlich strukturiert, sehen identisch aus und auch bei den Figuren lässt sich die Handschrift Cobens nicht verheimlichen. Im Großen und Ganzen wirken die Einzelstoffe eigentlich wie Staffeln eines anthologischen Erzählformats. Eine Fear-Street-Adaption für Fans der reißerischen Standard-Krimis würde exakt so aussehen.

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    Und nicht nur in der Machart haben sich in Windeseile Abnutzungserscheinungen eingeschlichen. Auch in der Platzierung der Wendungen, nicht selten als Cliffhanger am Episodenende, oder auch in punkto minimaler Sozialkritik, da die Stoffe zumeist doch an der Grenze zwischen Wohlhabenden und vermeintlichen „Eindringlingen“ spielen, erkennt man wiederkehrende Stilfiguren des Autoren wieder. So ist auch In Ewiger Schuld alles andere als Qualitätsfernsehen und schon gar kein Must See für generell weniger Krimi-affine Zuschauer:innen.

    … und trotzdem ist das Mitraten spannend

    Überkonstruiert, nicht unbedingt subtil gespielt und auch mit einem Hang zum Soap-Anstrich: die Verfilmungen sind allesamt eher leichte Koste und für anspruchsvolle Thriller-Liebhaber womöglich eine Zumutung. Dennoch kommt man nicht umhin (wenn man sich erst einmal auf die Tonalität eingestellt hat) die Qualitäten zu erkennen, die Fans der Ausgangsstoffe und der Umsetzungen in den Bann ziehen. Man mag zwar von Beginn an merken, dass mit bestimmten Personen etwas wohl nicht stimmt und dementsprechend schon wissen, dass hier teils hanebüchene Twists geschlagen werden. Aber da diese dann doch teilweise so absurd um die Ecke kommen, ergibt sich doch paradoxerweise wieder eine Form von Unvorhersehbarkeit.

    In Ewiger Schuld besticht durch ein Rätsel – oder besser mehrere Rätsel – die von Beginn bis zur Auflösung das Interesse halten können. Wie hängen die Vergangenheiten von Maya und dem Ermittler zusammen? Hat auch der neue Co-Ermittler etwas zu verbergen? Hängen die beiden Tötungen zusammen? Und natürlich die zentrale Frage: Ist Joe nun tot oder handelt es sich bei allem um das Komplott einer reichen Unternehmerfamilie? Wir werden es natürlich an dieser Stelle nicht verraten. Aber wer die ersten beiden Folgen dranbleibt, der wird auch nicht mehr aussteigen und sich selbst verdutzt am Ende die Augen reiben!

    Adeel Akhtar in In Ewiger Schuld
    Adeel Akhtar (rechts) in In Ewiger Schuld © Netflix

    © Netflix

    Unser Fazit zu In Ewiger Schuld

    3.0 Okay

    In Ewiger Schuld ist spannend und wendungsreich, obwohl die Zutaten eigentlich altbackener kaum sein könnten. Ein Manko ist für Krimi-affine Netflix-User am ehesten die recht ausufernde Laufzeit. Denn im Grunde genommen, steckt in der achtteiligen Serie nicht mehr Stoff als in klassischen TV-Zwei- oder Dreiteilern. Mit diesen kann dann aber diese Adaption auch mithalten. Und folglich sie für Fans der bisherigen Verfilmungen von Krimis des Autoren eine Empfehlung - und innerhalb der Umsetzungen einer der stärkeren Vertreter.

    In Ewiger Schuld läuft ab dem 1. Januar 2024 bei Netflix!

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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