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    Megalomaniac

    Tobias Theißvon Tobias Theiß14. September 2022Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    | © Indeed Film
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    Sind die Kinder eines Serienkillers automatisch mordlüsterne Bestien? Karim Ouelhaj liefert mit seinem neuen Film Megalomaniac seine Antwort.

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    Das Poster zu Megalomaniac zeigt Hauptdarstellerin Éline Schumacher, nach der ein blutiger Schatten greift.
    Das offizielle Poster zum Film. | © Indeed Film

    Die Handlung von Megalomaniac

    Die Geschwister Martha (Éline Schumacher) und Felix (Benjamin Ramon) bewohnen gemeinsam ein heruntergekommenes Haus. Er tötet wahllos Frauen auf seinen nächtlichen Streifzügen, sie arbeitet nachts als Reinigungskraft in einer Fabrik. Dort ist Martha andauernden Mobbingattacken und sexuellen Übergriffen ausgesetzt. Um aus diesem Teufelskreis auszubrechen, zieht es sie fast automatisch immer tiefer in die düsteren Bahnen ihres Bruders. Kein Wunder, sind die beiden doch die Kinder des berüchtigten Schlächter von Mons…

    Intensiver Einstieg

    Megalomaniac beginnt geheimnisvoll: eine verletzte Person flüchtet bei Morgengrauen irgendwo im Nirgendwo vor etwas Unbekanntem, Texttafeln klären über den oben genannten Schlächter von Mons auf. Schnitt auf ein altes Gemäuer, aus dessen Keller Schreie ertönen. Eine geschundene Frau bringt im Beisein eines grobschlächtigen Mannes und eines unsicheren Teenagers ein Mädchen zur Welt. Umschnitt: gutturaler Gesang, das Gesicht des Mannes in Großaufnahme und Blut, das sich in Zeitlupe über dessen Antlitz ergießt. Dazu enthüllt sich der Titel des Films und entlässt nach diesem einprägsamen Einstieg bereits mit großer Erwartung, was einen in den kommenden 90 Minuten noch zu ereilen vermag.

    Der Titel allein heizt das Gedankenkarussel gehörig an, steht der Präfix Megalo doch für Größe und Gigantismus und das englische Wort Maniac neben seiner deutschen Übersetzung außerdem für einen wegweisenden Film desselben Namens (sein nicht minder packendes Remake nicht außer Acht gelassen). Wenn von der PR-Maschinerie außerdem mit Martyrs noch die Speerspitze der New French Extremity Erwähnung findet, ist man natürlich voller Vorfreude. Doch wie so oft gilt: es wird eben selten so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

    Dabei beschreitet Regisseur Karim Ouelhaj einen anderen Pfad. Eine klare Identifikationsfigur wird nicht geboten, schnell wird aber klar, dass Martha als Protagonistin des Films aufgebaut wird. Doch auch sie ist kaum greifbar, über lange Zeit mehr passives Opfer ihrer Umwelt, denn aktiv Handelnde. Felix‘ Motivation bleibt noch unklarer, er erscheint als Strippenzieher, der Marthas Leben bestimmt, um ungestört seiner grausamen Mordlust frönen zu können.

    Gut oder böse?

    Als spannender entpuppen sich dann gerade die Dinge, die nicht explizit angesprochen werden. Sind die Geschwister, leibliche Kinder eines Serienkillers, durch ihre Genetik bestimmt, zu Monstern heranzuwachsen? Sind sie von Geburt an böse? Lauert die Boshaftigkeit tief verborgen im Innersten und verschlingt das Gute? Oder ist es doch die Umwelt, die uns formt?

    Megalomaniac gibt darauf eine relativ eindeutige Antwort. Martha, dem Anschein nach nur durch ihren Bruder und ihre Kollegen sozialisiert, kann gewissermaßen als Tabula rasa gedeutet werden. Wie sie sich durch ihre äußeren Eindrücke dann schlussendlich formt, zeigt sich so nachvollziehbar wie erschreckend, im selben Moment aber auch herzlich banal und klischeebeladen.

    Während sich das Werk über lange Zeit also eher als ruhiges, aber stets düster-deprimierendes Psychodrama etabliert, entlädt sich im Finale die zurückgehaltene Wut einzelner Akteure. In diesen hektischen, actionreicheren Momenten, bricht Megalomaniac effektvoll aus seiner Ruhe aus. Der Sound schwillt zu einem treibenden Crescendo an, die Bilder laben sich in reichlich Blut und Gewalt. Dummerweise gehen Schnitt und Kamera keine übersichtliche Symbiose ein, sondern verwehren durch starkes Gewackel und extrem hektischen Schnitt komplett die Übersicht.

    Das insgesamt eindrückliche Blutballett im Treppenhaus wird so völlig seiner sicher doch ausgefeilten Choreografie beraubt und verpufft dadurch fernab der Soundgestaltung ziemlich eindruckslos. Ansonsten zeigt sich der Streifen allerdings handwerklich sauber in Szene gesetzt und auch über die schauspielerischen Leistungen braucht man keine Miene zu verziehen.

    In Megalomaniac sieht man Benjamin Ramon als Felix mit blutüberströmten Gesicht schwer atmend und mit ausdruckslosen Augen.
    Felix (Benjamin Ramon) verliert sich im Blutrausch. | © Indeed Film

    Unser Fazit zu Megalomaniac

    Karim Ouelhajs Megalomaniac besitzt genügend Selbstständigkeit und würde ohne verheißungsvolle Vergleiche mit Pascal Laugiers Martyrs sicher leichter sein Publikum finden. Denn insbesondere schauspielerisch überzeugt der Horrorfilm auf ganzer Linie. Éline Schumacher kann als leidgeplagte und fremdgesteuerte junge Frau überzeugen. Auch sind die Fragen, die sich unter dem Deckmantel eines Psychodramas auftun, nicht uninteressant. Deren Beantwortung geht dann schlussendlich den Weg des geringsten Widerstands, überzeugt dafür aber mit einem konsequenten Finale.

    Megalomaniac feierte seine deutsche Premiere auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest, auf deren verlinkter Seite auch die Vorführungszeiten zu finden sind. oder ihr lest unseren Vorbericht zum FFF 2022.


    © Indeed Film

    Tobias Theiß

    Tobi ist bereits gute 7 Jahre an Bord und teilt so fast 20% seiner Lebenszeit mit Filmtoast. Wie es ursprünglich dazu kam ist so simpel wie naheliegend. Tobi hatte unregelmäßig auf Seiten wie Schnittberichte Reviews zu Filmen verfasst und kam über diverse facebooksche Filmgruppen und –diskussionen in Berührung mit dem damaligen Team von Filmtoast (die Älteren erinnern sich: noch unter dem Namen Movicfreakz) und wurde daraufhin Teil dessen.
    Thematisch ist er aufgeschlossen, seine feste Heimat hat er jedoch im Horrorfilm gefunden, da für ihn kein anderes Genre solch eine breite Variation an Themen und Spielarten zulässt. Kontroverser Ekelschocker, verstörender Psychothriller oder Elevated Horror – fast alles ist gern gesehen, auch wenn er zugeben muss, dass er einen Sweet Spot für blutrünstig erzählte Geschichten besitzt.
    Tobi geht zum Lachen jedoch nicht (nur) in den blutverschmierten Keller, sein Herz schlägt unter anderem bei Helge Schneider, dänischem schwarzen Humor oder den Disyneyfilmen seiner Kindheit höher.
    Kinogänge vollzieht er am liebsten im städtischen Programmkino, zum Leidwesen seiner filmisch weniger affinen Freunde, meidet er große Kinoketten wie der Teufel das Weihwasser. Am liebsten geht er seiner Filmleidenschaft jedoch in den eigenen vier Wänden nach, um den viel zitierten Pile of Shame seiner physischen Filmsammlung abzuarbeiten.
    Tobi lebt in Sachsen-Anhalt, ist beruflich in einer stationären außerklinischen Intensivpflege verankert und hat mit der Begeisterung zum Film und dem Schreiben darüber den für sich perfekten Ausgleich zum oftmals stressigen Arbeitsalltag gefunden.

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