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    Startseite » Miami Vice
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    Miami Vice

    Timo Asmussenvon Timo Asmussen8. Januar 2022Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Vor 15 Jahren erschien Michael Manns Adaption seiner eigenen TV-Serie Miami Vice. An der Kasse ging die 135-Millionen-Dollar-Produktion eher unter, doch bereits zu DVD-Zeiten erschien in den USA ein Director’s Cut. Diesen brachte Koch Media im Oktober 2021 in zwei sehr schönen Mediabooks auch endlich in Deutschland auf den Markt. Vollständig synchronisiert, vollständig überzeugend? Lest dazu unsere Rezension.

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    Zwei Männer mit Sonnenbrille, im Vordergrund einer der beiden
    Das hochwertige Mediabook von Miami Vice in der Variante B ©Koch Films

    Die Handlung von Miami Vice

    Die beiden Drogenermittler Sonny Crocket (Colin Farrell) und Ricardo Tubbs (Jamix Foxx) versuchen, die illegalen Geschäfte der Unterwelt Miamis einzudämmen. Als das FBI eine undichte Stelle nicht schließen kann und neben Agenten auch einer ihrer Informanten getötet wird, arbeiten beide mit der Bundesbehörde zusammen. Sie schleusen sich undercover ein und übernehmen Kurierdienste aus dem zentral-amerikanischen Raum, um einen entscheidenden Schlag gegen ein großes Rauschgift-Kartell zu landen. Zwischen FBI, dem Kartell und Polizei stehend, droht bald Gefahr von allen Seiten. Als Sonny auch noch eine Affäre mit der Frau des Drogenbosses (Gong Li) beginnt, scheinen die Grenzen zwischen Recht und Unrecht endgültig zu verschwimmen.

    Zwei Männer in Anzügen, im Hintergrund Nacht und neonbelichtete Gebäude
    Sonny Crockett und Ricardo Tubbs können niemandem trauen. ©Koch Films

    Michael Mann – der technisch versierte Handwerker

    Natürlich denkt man bei Regisseur und Drehbuchautor Michael Mann unweigerlich an Heat, den DeNiro/Pacino-Showdown aus dem Jahre 1995. Handwerklich und auch erzählerisch war Mann wohl nie besser als in seinem epochalen Cop-Gangster-Duell. Seinen Ruf als Meisterregisseur bestätigte er 2004 mit Collateral, bei dem er, wie auch bei Miami Vice, mit Jamie Foxx zusammenarbeitete. Als Anfang der 2000er die Seriennostalgie einen ersten Höhepunkt erreichte und Filmadaptionen von 3 Engel für Charlie oder Starsky & Hutch erschienen, erinnerte sich Mann an seine eigene Krimiserie Miami Vice, in der zwei Drogenermittler die Straßen Miamis sauber zu halten versuchten.

    Die TV-Serie und die Filmadaption – kein Platz für Frauen

    Dass Miami Vice einer Zeit entstammt, in der Frauen lediglich nett anzuschauendes Beiwerk für möglichst männlich-harte Hauptfiguren waren, war bereits bei der TV-Serie aus den 80er Jahren zu spüren. Aus dem Körperjahrzehnt der 80s übernimmt der Film diese Grundkonstellation und versetzt sie in die Nullerjahre des 21. Jahrhunderts. Drogenkriege führte und führt man bei Mann nach wie vor gern, ohne dabei allzu großes Gewicht auf die weibliche Seite zu legen. Seine beiden Hauptdarsteller tragen statt pastellfarbener Sakkos mit hochgezogenenen Ärmeln schlichte Ton-in-Ton-Eleganz. Und auch die Föhnfrisur von Don Johnson weicht einer leicht VoKuHiLa-Matte bei Colin Farrell. Zudem erinnert Tubbs-Darsteller Jamie Foxx optisch so gar nicht an sein Serienebenbild Philip Michael Thomas. Liefert Mann gar einen Gegenentwurf zur aktuell prägenden Nostalgie-Welle?

    Zwei Männer mit Sonnenbrillen in einem Sportwagen ohne Dach
    Schnelle Autos, Sonnenbrillen, Sonny und Ricardo – in Miami Vice sind Frauen meist wenig präsent ©Koch Films

    Nostalgie ist fehl am Platze – heute undenkbar

    Schon die beiden Hauptfiguren bieten wenig Fläche für nostalgische Gefühle und auch mit Verweisen auf die Original-Serie geizt Mann. Cameos bekannter Seriengesichter sucht man ebenfalls vergebens. All dies erscheint Anno 2021, einem Jahr voller Sequels mit großem Nostalgie-Faktor wie Ghostbusters: Legacy oder The Matrix Resurrections, wie eine willkommene Abwechslung. Allerdings: Würde man die Namen der Hauptfiguren und ihre zeitgemäßen Outfits weglassen, wäre Miami Vice ein ganz normaler Action-Thriller. Denn ihn verbindet mit der Vorlage so gut wie nichts. Ob dies gut oder schlecht ist, sei den Zuschauer:innen überlassen. Interessanter ist die Frage nach dem Mehrwert des Director’s Cuts, der 15 Jahre auf eine deutsche Veröffentlichung warten musste.

    Was bietet der Director’s Cut im Vergleich zur Kinofassung?

    Vorweg: Wer schon mit der Kinofassung wenig anfangen konnte, der wird auch nicht durch den Director’s Cut nicht zum ultimativen Fan des Films. Das sehr coole Copduo bleibt auch in der verlängerten Fassung teflonbeschichtete Abziehbilder männlicher Archetypen. Die versierte Hand Manns merkt man dem Film in den zahlreichen Szenen bei Dunkelheit an, denn hier zeigt er schon wie in Collateral, was er technisch aufbieten kann, damit selbst dunkelste Szenen noch kontrastreich und detailliert erkennbar bleiben. Dies gelingt ja noch heute manch einem Kameramann nicht (siehe Game Of Thrones, Staffel 7).

    Die Veränderungen zur Kinofassung sind wenig einschneidend. Mal werden Schnitte anders oder später gesetzt oder Sequenzen, die es bereits in der Kinofassung gab, leicht verändert oder verlängert. Spannender wird es schon bei dem etwas anderen Filmende, welches sich im Director’s Cut findet. Der durch das Marketing als Unrated Director’s Cut suggerierte höhere Gewaltgrad zeigt sich zwar nicht, aber insgesamt wirkt der Film runder. Daher lohnt sich der Kauf ganz sicher für Fans von Manns Filmschaffen sowie die Sammler, deren Hauptaugenmerk auf der bestmöglichen und längsten Filmfassung liegt. Da die Kinofassung auf einer separaten Disc enthalten ist, kann man beim Kauf des wirklich sehr schicken und wertig produzierten Mediabooks nichts falsch machen.

    Unser Fazit zu Miami Vice

    Auch 15 Jahre später ist Miami Vice testosteronschwangeres Männerkino, welches weder inhaltlich besonders herausragend erzählt ist, noch durch spannende Figuren bereichert wird. Stellenweise merkt man dem Film zudem seine bewegte Produktionsgeschichte durch Budgetüberziehung, Skript-Revisionen und Jamie Foxx‘ gewachsenes Ego nach dem Oscar-Gewinn an. Doch für Fans von Michael Mann und gut unterhaltender Action-Thriller im Drogenmilieu ist der Film auch heute empfehlenswert, auch wenn Miami Vice weniger inhaltlich als vor allem handwerklich überzeugt.


    Miami Vice ist bei Koch Films am 14. Oktober 2021 in zwei Mediabooks erschienen. Die Cover-Variante B kann nach wie vor im Online-Shop von Koch Films bestellt werden.

    © Koch Films

    Timo Asmussen

    Als Timo vor grauer Vorzeit wieder mal "Ducktales - Jäger der verlorenen Lampe" im Videorekorder vermutete, lag dort allerdings "Terminator 2". Und so schaute er, heimlich, allein und ohne es damals zu erahnen, einen der besten Filme aller Zeiten. Vermutlich war da seine Liebe für das Medium Film entfacht. In seiner Heimatstadt war Mitte der 90er bereits ein Kinosessel zu finden, der leichte Abdrücke seines Gesäßes aufwies, denn zu jener Zeit war die Frage, nicht ob, sondern was am Mittwoch für sieben Mark am Kinotag geguckt wird. Sobald Timo ein eigenes Zimmer besaß, wurde dieses mit einem Fernseher bestückt. Und das wohl größte Geschenk machte er sich dann zum 18. Geburtstag selbst - eine Mitgliedschaft in einer Videothek. Aus dieser Zeit stammt vermutlich auch sein Alias "dervideothekar", welches seine Social-Media-Kanäle ziert. Doch dass Timo neben dem Regal "Actionfilme" geboren wurde, muss ins Reich der "urban legends" verbannt werden. Seit mehr als drei Jahren ist er vor den Mikrofonen von Filmtoast und Tele-Stammtisch. Dazu textet und spricht er über eigentlich jedes Genre, mit leichten Abstrichen beim deutschen Heimatfilm. Aber das er seine (recht lange) Nase auch mal bei Kino+ in die Kameras halten würde, war so nie geplant. Aber da einer seiner Lieblingsfilme "Besser geht´s nicht" ist, passt's ja. Wenn ihr ihn demnach mal trefft, sprecht ihn einfach an, er freut sich!

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