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    Filme

    Monkey Man

    Timo Asmussenvon Timo Asmussen6. April 2024Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Vor einem roten Flur steht ein Mann im schwarzen Anzug. Er trägt einen Vollbart und hat dunkle Haare. Es ist der Schauspieler Dev Patel im Film Monkey Man.
    Fulltime-Jobber Dev Patel führt Regie, schrieb am Drehbuch und spielt die Hauptrolle in Monkey Man. ©Universal Studios
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    Dev Patel feiert mit Monkey Man sein Regiedebüt, schrieb am Skript UND ist sein eigener Hauptdarsteller. Ob es Patel gelingt, seinen Fulltimejob zu erfüllen oder doch nur einen müden John Wick-Abklatsch abliefert, lest ihr in unserer Kritik.

    Auf dem in schwarz-rot gehaltenem Kinoposter zum Film Monkey Man sieht man einen Mann in Anzug, er ist kaum zu erkennen, aber es ist der Darsteller Dev Patel.
    Das Kinoposter von Monkey Man ©Universal Studios

    Die Story von Monkey Man

    Unter einer Affenmaske verborgen, kämpft Kid (Dev Patel) in Underground-Kämpfen des schmierigen Tiger (Sharlto Copley), damit er finanziell überleben kann. Doch sein zweiter Job als Küchenkraft im King’s Club der ruchlosen Managerin Queenie (Ashwini Kalsekar) ist weniger seinen Geldsorgen geschuldet. Denn Kid möchte sich an einem der Stammgäste des Bordells rächen – dem Polizeichef Rana (Sikandar Kher), der bei einem Genozid seines Heimatdorfs einst Kids Mutter Neela (Adithi Kalkunte) umbrachte. Stück für Stück gewinnt Kid das Vertrauen Alfonsos (Pitobash), der im Club die Drogenversorgung regelt. Doch als es ihm gelingt, dort trotz Sicherheitsvorkehrungen Rana mit einer Waffe zu bedrohen, läuft sein Racheplan aus dem Ruder…

    Ein groß-gewachsener Mann und ein deutlich kleinerer stehen in einem Fahrstuhl. Der Große trägt einen Smoking und hält ein Tablett mit Champagner-Gläsern. Es sind die Schauspieler Dev Patel und Pitobash in dem Film Monkey Man.
    Elevator-Boys in Action ©Universal Studios

    Von Netflix zu Jordan Peele – Kino statt Streaming

    Als 2022 Netflix für kolportierte 30 Millionen Dollar die Vermarktungsrechte an Dev Patels Regiedebüt erwarb, war eine limitierte Kinoauswertung geplant. Doch dann bekam Netflix kalte Füße ob der kritischen Töne des Films und legte den Film auf Halde. Als Get Out-Regisseur und Produzent Jordan Peele den Film zu Gesicht bekam, kaufte er mit seiner Firma Monkeypaw Films die Rechte. Seiner Meinung nach gehörte Monkey Man auf die große Leinwand. Durch einen Distributionsvertrag mit Universal Pictures wurde ein breiterer Kinostart gesichert. Aus der Sicht der Kinoliebhaber:innen eine willkommene Abwechslung im Zeitalter von exklusiven Streaming-Starts im wöchentlichen Rhythmus. Doch ist der Umstand, dass neben Chris Nolan ein weiterer Regisseur für das Kino einsteht und seine Exklusivität bewahren möchte, ausreichend genug, um eine Kinoauswertung zu rechtfertigen?

    Hinzu kommt die Frage, ob sich Patel, als kreativer Spiritus rector hinter Monkey Man für Idee, Produktion und Regie verantwortlich, nicht verhebt. Insbesondere der letztjährig gestartete Maestro von und mit Bradley Cooper konnte als Oscar-Bait-Film nicht sonderlich überzeugen und unterstrich, dass es nicht immer eine gute Idee sein muss, wenn sich ein Hollywood-Star selbst inszeniert. Und letztlich ist auch das finanzielle Risiko nicht zu leugnen. Denn obwohl der Film als indische John Wick-Variante durchaus vermarktbar erscheint, geht damit auch eine Altersfreigabe für Erwachsene einher und somit eine überschaubarere Gruppe an Zuschauer:innen.

    Erstaunlich sicher im Handwerk

    Doch im Gegensatz zu manch anderem Hollywood-Star scheint Patel Multitasking effizient und gut zu beherrschen. Bei all den Widrigkeiten, mit denen Patel beim Dreh kämpfen musste (Corona-bedingte Drehortwechsel, ein Last-Minute-Abschied seines Chef-Kameramanns und und und), erstaunt es, wie fantastisch sein Regiedebüt aussieht. Dass mit Sharone Meir der gleiche Kameramann wie bei  Silent Night – Stumme Rache am Werk war, erstaunt. Denn die Bilder sehen hier um einiges wertiger und kinotauglicher aus, als es bei John Woos Hollywood-Comebackversuch der Fall war. Hier und da sind Kamerafahrten durch Schnitte unterbrochen, aber gerade in den Kampfszenen ist die Kamera nah an den Protagonisten, was Vergleiche mit dem momentan omnipräsenten John Wick obsolet wirken lässt.

    Natürlich ist alles eine Nummer kleiner, was Action-Choreografie und Schauplatzwechsel angeht, doch die Variabilität der Action ist beeindruckend. Dazu legt Patel temporeich los, so dass die erste Stunde an den Zuschauer:innen geradezu vorbeirauscht. In dieser zeigt Patel ein dreckig-raues Mumbai als Moloch, geprägt von der Diskrepanz zwischen arm und reich. Blechbuden-Viertel stehen fast Seite an Seite mit Hochhäusern und modernen Bauten. Und ohne allzu dick aufzutragen und gleich eine Parallelgesellschaft zu kreieren, schafft er dennoch Impressionen einer Welt, in der Korruption, Drogen- und Menschenhandel an der Tagesordnung sind.

    Im Hintergrund eines lodernden Feuers steht ein Mann. Eine Szene aus dem Film Monkey Man.
    Bilder, wie aus PTAs There will be blood, doch ganz anders ©Universal Studios

    Ein ungeschliffener Rohdiamant

    Sobald allerdings der Film den Handlungsraum ausweitet, zerfasert er etwas. Denn Patel erweitert seinen Rache-Plot um ein politisches Komplott und lenkt den Fokus dank einer genre-typischen Wiederaufpeppelung auf eine gesellschaftlich eher unterrepräsentierte Gruppe. Das sind ehrenhafte Motive und es ist mutig, welchen (Um-)Weg die Handlung beschreitet. Und es erscheint so, dass gerade diese Ausflüge Jordan Peele besonders angesprochen haben, denn sie verleihen der im Kern simplen Erzählung eine neue Dimension.Vergleichbar mit einem ungeschliffenen Rohdiamanten, verfügt Monkey Man somit eventuell über die ein oder andere Ecke oder Kante zu viel.

    Doch dadurch hebt er sich von den zahlreichen John Wick-Nachahmern ab und huldigt gleichzeitig dem indischen Kino, wenn er in zahlreichen Rückblenden die Vergangenheit wie beim Häuten der Zwiebel schichtweise offenbart. Damit gibt er dem Gegenspieler Rana, diabolisch-bösartig von Sikandar Kher verkörpert, Stück für Stück mehr Fleisch, so dass  der Hass des Publikums stets um eine weitere Facette erweitert wird. Die Nebenfiguren sind allesamt etwas weniger tief charakterisiert. Das ist angesichts der mit vollem Körpereinsatz vorgetragenen Performance Patels jedoch zu verschmerzen. Die realen Knochenbrüche an Hand und Fuß zeugen davon, wie engagiert er bei seinem Herzensprojekt ist.

    Unser Fazit zu Monkey Man

    Mit zwar deutlichen Anleihen bei großen Vorbildern, die von Bruce Lee-Filmen bis hin zu Keanu Reeves‘ Killer-Quadrilogie reichen, aber dennoch eigenständiger Identität schafft Dev Patel mit Monkey Man etwas überladenes, dennoch äußerst sehenswertes Action-Kino. Wenn auch die politische Dimension einigen zu viel des Guten erscheinen mag und die zweite Hälfte generell etwas überladen und zerfasert daherkommt, ist dank einer abwechslungsreichen Inszenierung und Stimmigkeit sowie tollen Action-Sequenzen genug vorhanden, um sich an der Kinoauswertung zu erfreuen. Die Bildgewalt, eine handwerkliche Sicherheit trotz aller Umstände, ein charismatischer Star sowie Bösewichte, die genug liefern, um sie abgrundtief zu hassen, sollten Anreize genug liefern, um ein Kinoticket zu lösen.

    Monkey Man läuft ab dem 04. April 2024 in den deutschen Kinos.#


    ©Universal Studios

    Timo Asmussen

    Als Timo vor grauer Vorzeit wieder mal "Ducktales - Jäger der verlorenen Lampe" im Videorekorder vermutete, lag dort allerdings "Terminator 2". Und so schaute er, heimlich, allein und ohne es damals zu erahnen, einen der besten Filme aller Zeiten. Vermutlich war da seine Liebe für das Medium Film entfacht. In seiner Heimatstadt war Mitte der 90er bereits ein Kinosessel zu finden, der leichte Abdrücke seines Gesäßes aufwies, denn zu jener Zeit war die Frage, nicht ob, sondern was am Mittwoch für sieben Mark am Kinotag geguckt wird. Sobald Timo ein eigenes Zimmer besaß, wurde dieses mit einem Fernseher bestückt. Und das wohl größte Geschenk machte er sich dann zum 18. Geburtstag selbst - eine Mitgliedschaft in einer Videothek. Aus dieser Zeit stammt vermutlich auch sein Alias "dervideothekar", welches seine Social-Media-Kanäle ziert. Doch dass Timo neben dem Regal "Actionfilme" geboren wurde, muss ins Reich der "urban legends" verbannt werden. Seit mehr als drei Jahren ist er vor den Mikrofonen von Filmtoast und Tele-Stammtisch. Dazu textet und spricht er über eigentlich jedes Genre, mit leichten Abstrichen beim deutschen Heimatfilm. Aber das er seine (recht lange) Nase auch mal bei Kino+ in die Kameras halten würde, war so nie geplant. Aber da einer seiner Lieblingsfilme "Besser geht´s nicht" ist, passt's ja. Wenn ihr ihn demnach mal trefft, sprecht ihn einfach an, er freut sich!

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