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    Startseite » Night of the Living Dead
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    Night of the Living Dead

    Tobias Theißvon Tobias Theiß10. August 2021Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    | Night of the living Dead © Sony Pictures Home Entertainment
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    22 Jahre nach George A. Romeros Night of the Living Dead schickt sich Effektguru Tom Savini an, dem zeitlosen Meisterwerk mit seiner Interpretation eine Frischzellenkur zu verpassen. Ehrwürdige Anpassung oder belangloser Aufguss?

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    Das Cover der deutschen Blu-ray zu Night of the living Dead von Tom Savini
    Das Cover der deutschen Blu-ray. | Night of the Living Dead © Sony Pictures Entertainment

    Die Handlung von Night of the Living Dead

    An anderer Stelle habe ich bereits ausführlich Romeros wegweisenden Klassiker beleuchtet, der nicht nur die Blaupause für ein ganzes Genre lieferte, sondern (leider) auch heute eine immer noch relevante Grundaussage beinhaltet.

    22 Jahre später schickt sich ein gewisser Tom Savini an, eben jenes Meisterwerk für eine neue Generation aufzubereiten. Mit dem Wissen um seine Künste als Maskenbildner und der lang andauernden Beschlagnahme nach §131 StGB, also der Gewaltdarstellung in Medien, formen sich natürlich diverse Erwartungen. Wurde Romeros pessimistische Anklage zum plumpen Gorefest gewandelt? Krönt der neue Regisseur die klaustrophobische Atmosphäre mit morbiden Effekten?

    Doch die Überraschung: Fast alles bleibt beim Alten! Die generelle Struktur der Handlung bleibt beibehalten, ebenso wie die auftretenden Figuren. Nur an vereinzelten Stellen weicht die 1990er Version vom Pfad des meisterlichen Originals ab.

    Konkret heißt dies, dass auch Savinis Neuauflage mit Barbara (Patricia Tallman) und Johnnie (Bill Moseley) beginnt, die mitten im Nirgendwo dem Grab ihrer Mutter einen Besuch abstatten wollen. Aus dem zähneknirschend unternommenen Anstandsbesuch wird allerdings im Handumdrehen ein nervenaufreibender Überlebenskampf. Johnnie wird von einer dubiosen Gestalt überwältigt, während sich Barbara in ein Farmhaus retten kann. Dort trifft sie auf Ben (Tony Todd), das Ehepaar Cooper (Tom Towles, McKee Anderson) mitsamt Tochter (Heather Mazur) und das junge Paar Tom (William Butler) und Judy Rose (Katie Finneran). Anstatt gemeinsam das Vorgehen gegen die stetig wachsende Zombiemeute zu planen, zerfressen gruppendynamische Prozesse die notdürftige Gemeinschaft…

    Ein abgemagerter Zombie mit nacktem Oberkörper und Schussverletzungen ist durch ein Fenster in das innere des Hauses eingebrochen
    Nur die Zerstörung des Gehirns kann einen Untoten vollständig zur Strecke bringen. | Night of the Living Dead © Sony Pictures Entertainment

    Die gleichen modrigen Leiber…

    Savini bleibt dem Geist der Vorlage also treu. Es gibt aber dennoch einige Momente, in welchen er mit den Erwartungen der Zuschauer spielt. Zu nennen wäre beispielsweise die Eröffnungssequenz auf dem Friedhof, deren bekannter Twist hier einen ironischen Schlenker erhält. Deutlich andere Wege beschreitet er jedoch im Finale. Barbara wird dieses Mal nicht vom Patriarchat übermannt, sondern entpuppt sich als kampferprobte Amazone, die nicht nur den Zombies, sondern auch den ständigen Streitereien innerhalb der Gruppe trotzt.

    Über den Ausgang des Films mag freilich diskutiert werden: Wieder einmal zeigt sich mehr als deutlich, dass der Mensch in seiner (bewussten) Grausamkeit den tödlichen Trieben der Untoten mindestens ebenbürtig ist. Wenn dann die eigentliche Heldin zusätzlich noch von Rachegelüsten überwältigt wird, gibt es für das Publikum durchaus eine bittere Pille zu schlucken.

    Doch bis diese starken Momente ihre Wirkung entfalten, tritt der Film mitunter etwas auf der Stelle. Böse Zungen behaupten, anstelle des deutschen Titels Die Rückkehr der Untoten wäre die Bezeichnung Hör mal, wer da hämmert passender gewesen. Die Gruppe verschanzt sich so langwierig und wiederkehrend, dass die kammerspielartigen Spannungen des Originals leider in den Hintergrund geraten. Zwar bleiben auch hier die Differenzen zwischen Macho Harry Cooper und dem besonnenen Ben nicht aus, deren politische Brisanz wirkt hier nicht mehr so phänomenal bemerkenswert wie noch bei Romero.

    Tony Todd als Ben drückt sich mit seinem gesamten Gewicht gegen eine Tür, durch welche ein Zombie zu brechen droht
    Ben (Tony Todd) versucht die Zombies in Zaum zu halten. | Night of the Living Dead © Sony Pictures Entertainment

    …in frischen Kleidern

    Zwischen beiden Filmen liegen knapp zwei Dekaden. Auch wenn der Inhalt unangetastet blieb, so präsentiert sich ein Film des Jahres 1990 handwerklich natürlich auf einem anderen Niveau als ein Werk aus den ausgehenden 60er Jahren.

    Am offensichtlichsten wird dies wohl bei der Gestaltung der Zombies. Wo bei Romero eben jene meist nur in zerschlissener Kleidung durch das Bild staksen, bekommen sie bei Savini ein individuelleres Design verpasst. Wunden und das generell aufwendigere Make-Up sorgen für herrlich modrige Kreationen, die sich auch heute, knapp 30 Jahre später, noch problemlos anschauen lassen. Hier und da ist die jüngere Adaption zu Romeros Stoff auch in puncto Gewalt zeigefreudiger. So sehr vom Leder ziehen wie in seinen Arbeiten als SFX-Artist konnte der Regisseur der Neuauflage jedoch nicht.

    Zugunsten der amerikanischen Freigabe wurden (Um)Schnitte vorgenommen, die das fertige Werk um einige blutige Schauwerte reduzieren. Es existiert zwar eine Rohschnittfassung, diese wurde bislang jedoch auf keinem modernen Datenträger veröffentlicht.

    Angesichts der nicht nur aus heutiger Sicht kaum Aufsehen erregenden Gewaltspitzen ist die in Deutschland von 1996 bis 2020 andauernde Beschlagnahme unverständlich. Auch wenn Night of the Living Dead insgesamt etwas drastischer daherkommt als das Original, besinnen sich beide Filme mehr auf ihre Atmosphäre und spannungsgeladenen Elemente denn übermäßige Splattereinlagen. Romeros Version erscheint durch die schwarz-weiße Farbgebung allerdings einen Tick auswegloser und düsterer. Hier entscheidet letzten Endes der persönliche Geschmack.

    Bill Moseley als Johnnie ringt mit hinterrücks mit einem Zombie der Patricia Tallman als seine Schwester Barbara zu überwältigen droht
    „Sie kommen dich zu holen Barbara!“ | Night of the Living Dead © Sony Pictures Entertainment

    Fazit zu Night of the Living Dead

    Regisseur Savini ist eine behutsame Modernisierung zu Romeros Kultfilm gelungen. Er besinnt sich auf die Stärken der Vorlage und übernimmt diese. Trotzdem erscheint Romeros Version etwas runder und durchdachter. Die Schuld dafür liegt allerdings nicht beim neuen Regisseur, sondern ist schlicht im jeweiligen Erscheinungsjahr begründet. Filmhistorisch besticht Die Nacht der lebenden Toten mit bahnbrechenderen und neuen Ideen, was ihm in meinen Augen den Vorzug gewähren lässt. Night of the Living Dead hingegen ist weniger behäbig inszeniert und reichert seinen Inhalt ebenfalls mit aktuellen Bezügen an. Ihm fehlt dabei aber trotzdem die Wucht, die die Version von 1968 ausgemacht hat.

    Da sich beide Filme inhaltlich jedoch so stark ähneln, müssen hier individuelle Vorlieben entscheiden, welche Version vom Publikum im Einzelfall vorzuziehen ist.


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    © Sony Pictures Home Entertainment

    Tobias Theiß

    Tobi ist bereits gute 7 Jahre an Bord und teilt so fast 20% seiner Lebenszeit mit Filmtoast. Wie es ursprünglich dazu kam ist so simpel wie naheliegend. Tobi hatte unregelmäßig auf Seiten wie Schnittberichte Reviews zu Filmen verfasst und kam über diverse facebooksche Filmgruppen und –diskussionen in Berührung mit dem damaligen Team von Filmtoast (die Älteren erinnern sich: noch unter dem Namen Movicfreakz) und wurde daraufhin Teil dessen.
    Thematisch ist er aufgeschlossen, seine feste Heimat hat er jedoch im Horrorfilm gefunden, da für ihn kein anderes Genre solch eine breite Variation an Themen und Spielarten zulässt. Kontroverser Ekelschocker, verstörender Psychothriller oder Elevated Horror – fast alles ist gern gesehen, auch wenn er zugeben muss, dass er einen Sweet Spot für blutrünstig erzählte Geschichten besitzt.
    Tobi geht zum Lachen jedoch nicht (nur) in den blutverschmierten Keller, sein Herz schlägt unter anderem bei Helge Schneider, dänischem schwarzen Humor oder den Disyneyfilmen seiner Kindheit höher.
    Kinogänge vollzieht er am liebsten im städtischen Programmkino, zum Leidwesen seiner filmisch weniger affinen Freunde, meidet er große Kinoketten wie der Teufel das Weihwasser. Am liebsten geht er seiner Filmleidenschaft jedoch in den eigenen vier Wänden nach, um den viel zitierten Pile of Shame seiner physischen Filmsammlung abzuarbeiten.
    Tobi lebt in Sachsen-Anhalt, ist beruflich in einer stationären außerklinischen Intensivpflege verankert und hat mit der Begeisterung zum Film und dem Schreiben darüber den für sich perfekten Ausgleich zum oftmals stressigen Arbeitsalltag gefunden.

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