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    Nightwatch – Demons Are Forever

    Stefan Brüningvon Stefan Brüning24. August 2024Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    30 Jahre nach seiner ersten Nachtschicht in der Forensik kehrt Ole Bornedal zurück und lässt mit Nightwatch: Demons are Forever alte Geister wieder aufleben. Dabei sollte man doch die Vergangenheit ruhen lassen, oder?

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    Das Cover ist stimmungsvoller als der Film © Capelight Pictures

    Die Inhaltsangabe von Nightwatch: Demons Are Forever

    Nachdem der ehemalige Nachtwächter Martin (Nikolaj Coster-Waldau) und seine Freundin Kalinka im ersten Teil aus den Fängen eines irren Killers entkommen konnten, war ihnen kurzfristig ein Happy End vergönnt. Im Laufe der Jahre hat sich Kalinka aufgrund der traumatischen Erfahrung das Leben genommen und Martin ist schwer depressiv geworden. Die gemeinsame Tochter Emma (Fanny Leander Bornedal) möchte ihrem Vater helfen und sich ebenfalls dem Schicksal ihrer Familie stellen. Deswegen nimmt sie nicht nur denselben Nachtwächterjob an, den damals ihr Vater innehatte, sondern besucht auch seinen Peiniger in der Psychiatrie. Damit öffnet sie ungewollt alte Wunden und es kommt erneut zu einer Mordserie.

    Wiederkehrer

    Legacy Sequels sind momentan der Renner. So ist es nicht verwunderlich, dass Ole Bornedal ausgerechnet jetzt zu seinem Debüt, zu dem er ebenfalls das US-Remake drehen durfte, zurückkehrt. Nightwatch – Nachtwache hatte einen hohen Stellenwert bei Genrefreunden, war finanziell erfolgreich und leitete ein neues Zeitalter für den dänischen Film ein. Diesem Status wird dieser Nachfolger nicht mal im Ansatz gerecht. Die Rückkehr war wohl, so suggerieren es zumindest Interviews mit dem kreativen Kopf, eher extrinsisch motiviert und es wird sich viel zu sehr auf den Status des Vorgängers verlassen.

    Zu viel alter Ballast

    Aktuell zeigt Twisters – ebenfalls die Fortsetzung eines 90er Jahre Hits – das ein Sequel nach so langer Zeit kaum inhaltliche Bezüge zum Original benötigt. Nightwatch: Demons are Forever entscheidet sich für einen anderen Weg und bietet anfangs nur ein reenactment von Szenen an. Im Vorgänger wurde z.B. Martins erster Rundgang im Leichenschauhaus genutzt, um Stimmung und Ort zu etablieren. Emmas Rundgang ist nur ein lahmer Verweis darauf und für den weiteren Verlauf der Handlung völlig unwichtig. Wenn es nicht Szenen oder Drehorte sind, die an den deutlich besseren ersten Teil erinnern, dann sind es Dialoge. Diese sind allerdings so unnötig, dass es sogar von einem der Protagonisten kommentiert wird. Erst nach ca. einer Stunde sind alle Figuren positioniert und die Geschichte wird endlich weitererzählt. Um der daraus entstehende Langeweile entgegenzuwirken, wird eine Verhörszene ohne Kontext aus der Mitte des Films an den Anfang geschnitten. Das führt allerdings nur zu Irritationen und spoilert völlig unnötig den Tod eines Charakters.

    Müder Genremix

    Bornedals Hauptaugenmerk liegt auf der Traumabewältigung einer Familie. Aber den Mut ein Charakterdrama mit Thrilleranteilen zu erzählen und damit eine komplett andere Richtung einzuschlagen, hat er leider nicht. Der Ansatz wäre gut, denn wenn man Teil eins etwas ankreiden kann, dann das etwas kitschige Happy End. Stattdessen werden noch pflichtbewusst Slasher- und Horrorelemente in die Handlung eingebaut. Daraus entspinnt sich eine unausgegorene Mischung, von denen keines der Elemente vernünftig umgesetzt wird. Das Ende ist völlig konträr zu der intendierten Aussage und es gibt einige komische Einfälle, wie die wohl bekloppteste Flucht aus einem Krankenhaus.

    Legähncy Charaktere

    Die Ähnlichkeiten zu einem anderen Legacy-Sequel sind auf der Figurenebene unübersehbar. Wie bei Scream von 2022 werden Legacy-Charaktere mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, während sich ein neuer Cast in eine alte Geschichte einfinden muss. Vielleicht ein Verweis auf die eigene Biografie, denn Bornedal wurde der Regieposten beim Erstling der Reihe angeboten. Allerdings wird unterschiedlich mit diesen umgegangen, denn Nightwatch: Demons are Forever hat kein großes Interesse an seinen Figuren. War in Nightwatch jeder Charakter für den Fortlauf der Geschichte wichtig, sind es hier nur wenige. Der Rest der Besetzung dient entweder dem Wiedererkennungswert, der schnellen Entsorgung oder hat – wie fast alle aus Emmas Freundeskreis – gar keine Relevanz. Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass bei so wenig Interesse an Figuren, sich alle in gängige Muster verlieren. Selbst Zugpferd Nikolaj Coster-Waldau muss als Klischeegestörter durch die Szenerie taumeln. Einzig Fanny Leander Bornedal, die Tochter von Ole, sticht mit ihrer Darstellung heraus. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt.

    Emma, Martin und Jens sind entgeistert © Christian Geisnæs

    Unpassende Inszenierung

    Der Erstling konnte, aufgrund des Handlungsortes gepaart mit einer rohen und ekligen Atmosphäre, ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend erzeugen. Die Auflösung des Falls war überraschend, aber nachvollziehbar. All diese Stärken gibt es im Nachfolger nicht. Gruselige Stimmung oder Spannung kommt weder im Leichenschauhaus noch in den Mord- und Verfolgungsszenen auf. Im Gegenteil, die Inszenierung torpediert jede aufkeimende Atmosphäre. Die Auflösung ist nicht clever, die Täterperson wird unnötigerweise zweimal enttarnt und im Showdown kämpft dann ein blinder, alter Mann gegen einen bewegungsunfähigen. Undynamischer und langweiliger geht es kaum.

    Unser Fazit zu Nightwatch: Demons Are Forever

    Wie Nightwatch: Demons are Forever andeutet, sollte man manches aus der Vergangenheit begraben lassen. Dadurch wäre der Welt dieses langatmige und unnötige Sequel erspart geblieben. Es gibt kaum eigenständige Ideen und das Ende des Vorgängers wird unnötigerweise umgeschrieben, damit überhaupt auf diesen verwiesen werden kann. Das hier gleiche Regisseur und Autor am Werk war, ist kaum zu glauben. Im Gegenteil, sein Desinteresse am Genrekino ist zu jeder Zeit spürbar, anders als der angeblich tiefenpsychologische Ansatz. Während Nightwatch ein wichtiger Teil der dänischen Filmkultur ist, wird Teil zwei schnell aus dem popkulturellen Gedächtnis gelöscht sein. Selbst das uninspirierte US-Remake des Originals ist besser. Ole Bornedal ist bestimmt kein schlechter Filmemacher, aber auf diese Fortsetzung hatte er wohl wenig Lust. Wären diese Dämonen doch lieber in der Hölle geblieben.

    Nightwatch: Demons Are Forever ist seit dem 22. August 24 im Heimkino erhältlich.

    © Christian Geisnæs/ Capelight Pictures

    Stefan Brüning

    Stefan ist in der Nähe von Wolfenbüttel beheimatet, von Beruf Lehrer und arbeitet seit Mai 2024 bei Filmtoast mit. Seit seiner Kindheit ist er in Filme vernarrt. Seine Eltern haben ihn dankenswerterweise an Comics und Disneyfilme herangeführt. Bis zu seinem 8. Lebensjahr war es für ihn nicht nachvollziehbar, wie man Realfilme schauen kann. Aber nach der Sichtung des Films Police Academy und natürlich der Star Wars- Filme hat sich das geändert. Natürlich waren in seiner Kindheit auch die Supernasen, die Otto- und Didifilme Pflichtprogramm, denn worüber sollte man sonst mit den Anderen reden? Deswegen mag er einige dieser Filme bis heute und schämt sich nicht dafür.

    Stefan setzt sich für die Erhaltung der Filmwirtschaft ein. Sei es durch Kinobesuche, DVD/ Blu- Ray/ UHD oder Streaming, je nach dem welches Medium ihm geeignet erscheint. Sein filmisches Spektrum und seine Filmsammlung hat sich dadurch in den letzten 30 Jahren deutlich erweitert, weswegen er sich nicht auf ein Lieblingsgenre festlegen kann.

    • Stefan Brüning
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