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    Startseite » Ray Donovan: The Movie
    Filme

    Ray Donovan: The Movie

    Andreas Krasseltvon Andreas Krasselt19. Februar 2023Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Ray Donovan, gespielt von Liev Schreiber, in Ray Donovan: The Movie in typisch-skeptischer Haltung.
    "Ich erledige das": Ray Donovan (Liev Schreiber) will Problemlöser für alle sein. © 2023 Paramount Pictures Germany
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    Nach der Einstellung der Serie Ray Donovan durch Showtime fehlte den Fans wie so oft in solchen Fällen ein vernünftiger Abschluss der jahrelang aufgebauten Handlung. Ob dieser nun mit Ray Donovan: The Movie gelungen ist, erfahrt Ihr hier.

    https://www.youtube.com/watch?v=Pe29-eLHbZY

    Das Cover der DVD zu Ray Donovan: The Movie zeigt Liev Schrteiber in der Titelrolle.
    Das Cover der DVD zu Ray Donovan: The Movie. © 2023 Paramount Pictures Germany

    Die Handlung von Ray Donovan: The Movie

    Achtung Spoileralarm: Da die Handlung von Ray Donovan: The Movie nahtlos an die letzte Folge der siebten Staffel anschließt, ist es kaum möglich, auf Aussagen über vorgehende Handlungselemente zu verzichten. Wer die Serie also noch nicht gesehen hat, sollte sich überlegen, an dieser Stelle weiterzulesen. Nach dem Blutbad am Ende der letzten Staffel zieht Mickey Donovan (Jon Voight) mit der lang ersehnten Beute ab. Er versucht die Papiere in seiner alten Heimat Boston an den Mann zu bringen. Allerdings ahnt er nicht, dass Ray (Liev Schreiber) die Aktentasche verwanzt hat und ihn verfolgt.

    Nicht als einziger: Denn auch Rays Tochter Bridget (Kerris Dorsey) ist hinter ihrem Großvater her, den sie für den Tod ihres Mannes verantwortlich macht. Und auch um Rays Brüder Terry (Eddie Marsan), Bunchy (Dash Mihok) und Darryl (Pooch Hall) gibt es weitere Irritationen. Wie schon in der siebten Staffel ergänzen Rückblenden die Handlung und geben Einblicke in die Hintergründe der familiären Verstrickungen. Endlich wird auch klar, warum Ray seinerzeit Mickey in den Knast geschickt hatte.

    Ein Kreis schließt sich

    Mit Ray Donovan: The Movie liegt ein sehr gelungener runder Abschluss der Serie vor. Ohne zu viel verraten zu wollen: Ein Kreis schließt sich und ergibt ein absolut stimmiges Bild. Auch das Rätsel um den frühen Tod von Rays Schwester wird gelöst, wenn auch mit dramatischen Auswirkungen auf Rays Liebesleben. Bis dahin hatte die Familie Donovan in den sieben Staffeln eine weite Reise voller dramatischer Episoden und Schicksalsschläge hinter sich gebracht, die nicht immer den Gesetzen der strengen Logik genügten. Doch die darf man für ein gutes Drama auch mal beugen, wie sicher auch Shakespeare hätte sagen können.

    Mickey Donovan, gespielt von Jon Voight, will mal wieder einen Deal einfädeln.
    Umtriebig: Mickey Donovan (Jon Voight) will mal wieder einen Deal einfädeln. © 2023 Paramount Pictures Germany

    Leider hatte das ZDF nach den vernichtenden Kritiken zur ersten Staffel in den Leitmedien Spiegel online, Frankfurter Allgemeinen Zeitung oder auch Zeit online kalte Füße bekommen und die Serie nach Staffel 2 auf ZDF Neo abgeschoben. Auch dort war sie nur bis zur 4. Staffel zu sehen, anschließend nur im Pay-TV oder auf DVD. Vielleicht wollte Ray Donovan am Anfang ein wenig zu viel Anspruch in den Plot legen, doch war schon da das Entwicklungspotenzial erkennbar. Angepackt wurden viele wichtige und auch aktuelle Themen wie etwa der Missbrauch von Kindern durch Priester, aber auch das Schweigen in der Familie, das Verdrängen von Traumata.

    Ray Donovan – Ausputzer mit Baseballschläger

    Ray Donovan ist anfangs eine Art Ausputzer für die Größen in Hollywood, der immer in Aktion tritt, wenn die irgendeinen Mist gebaut haben. Dabei ist er nicht zimperlich und greift gerne mal zum Baseballschläger, wenn es sein muss auch zur Pistole. Seine Familienverhältnisse sind desolat. Seine Frau und seine Kinder verzweifeln an seiner Schweigsamkeit und seiner ständigen Abwesenheit. Sein ältere Bruder Terry leidet zunehmend an Parkinson. Sein jüngerer Bruder Bunchy, ohnehin nicht gerade die hellste Leuchte, war als Kind missbraucht worden. Das hat ihn dauerhaft seelisch geschädigt.

    Molly Sullivan, gespielt von Kerry Condon, liebt Ray, ihr Vater aber ist sein größter Feind.
    Problematische Liebe: Ray ist an Molly Sullivan (Kerry Condon) interessiert, ihr Vater aber ist sein größter Feind. © 2023 Paramount Pictures Germany

    Und dann ist dann noch Ray Halbruder Daryll, ein Schwarzer, mit dessen Mutter Rays Vater ein anhaltendes Verhältnis hatte. Daryll ringt um die Anerkennung seiner Brüder, sucht aber auch immer die Nähe zu seinem Vater. Dessen Haftentlassung zu Beginn der ersten Staffel bringt das komplizierte Gleichgewicht dieser Familie komplett durcheinander – ein Dauerkonflikt, der zum wesentlichen Leitmotiv der Serie wird.

    Serienmomente erinnern an die Coen-Brüder

    Wie in Serien mit fortlaufenden Geschichten üblich, werden die Konflikte mit der Zeit immer heftiger, die dramatischen Konstellationen komplexer. Die Serie Ray Donovan begegnet Ermüdungserscheinungen aber geschickt mit Humor. Personen und Plots werden teils immer skurriler. In besten Momenten erinnert das an die Filme von Joel und Ethan Coen. Auch die Coen-Brüder stecken gerne ihre Pro- und Antagonisten in die verrückt-absurdesten Situationen. Genau dies aber kommt in Ray Donovan: The Movie leider zu kurz. Der Film ist in seiner Tonalität sehr viel ernster und melancholischer. Was im Plot seine Berechtigung findet.

    Jon Voight grandios zwischen Schleim und Schelm

    Unverändert aber sind die darstellerischen Glanzleistungen, allen voran die von Altstar Jon Voight (Asphalt Cowboy, 1979 Oscar für Coming Home – Sie kehren heim). Wie er seinen Mickey Donovan zwischen Schleim und Schelm anlegt, ist grandios – und zu Recht 2014 mit dem Golden Globe als bester Nebendarsteller gewürdigt. Man meint die inneren Konflikte seiner Figur spüren zu können, wenn er zwischen dem Antrieb, sich mal für seine Kinder einzusetzen, und dem eigenen Interesse hin und her gerissen wird. Nichts verdeutlicht dies so klar wie der Moment, in dem er seine Beute einsammelt, während der Mann seiner Enkelin auf der Straße verblutet. Auch Liev Schreiber spielt Ray Donovan mit feinen Facetten in meist unbewegter Miene. Mit starker körperliche Präsenz ist seine innere Anspannung in fast jedem Moment spürbar. Und wie es Eddie Marsan schafft, das Zittern eines Parkinsonkranken nicht überzogen und glaubwürdig über so eine lange Strecke aufrechtzuerhalten, nötigt Bewunderung ab.

    Rays Halbbruder Darryl, gespielt von Pooch Hall, sucht n Ray Donovan: The Movie immer noch nach seinem Platz in der Familie.
    Treu zum Vater: Rays Halbbruder Darryl (Pooch Hall) sucht immer noch nach seinem Platz. © 2023 Paramount Pictures Germany

    Ray Donovan: The Movie geizt mit Starpower

    Mit Prominenten in Nebenrollen hält sich Ray Donovan: The Movie etwas zurück. Nachvollziehbar, da es hier um einen Handlungsabschluss geht. In der Serie geben sie sich indes die Klinke sprichwörtlich in die Hand: Elliot Gould, Peter Jacobson, James Woods, Ian McShane, Susan Sarandon, Alan Alda, Steven Bauer sind in wiederkehrenden wichtigen Nebenrollen zu sehen. Wie die gesamte Serie ist auch Ray Donovan: The Movie solide inszeniert mit einer gelungenen Kameraführung. Insbesondere die finale Parallelmontage zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist großartig. Sie verdeutlicht perfekt, wie Anfang und Ende miteinander verwoben sind. Und auch wenn dieses Ende vielleicht nicht jedem gefallen wird, ist es doch von einer dramaturgischen Zwangsläufigkeit, die völlig überzeugt.

    Lena (Katherine Moennig) hat jahrelang für Ray die Kastanien aus dem Feuer geholt, jetzt will sie in Ray Donovan: The Movie eigene Wege gehen.
    Nimmt ihren Abschied: Lena (Katherine Moennig) hat jahrelang für Ray die Kastanien aus dem Feuer geholt. © 2023 Paramount Pictures Germany

    Unser Fazit zu Ray Donovan: The Movie

    Wer die Serie mochte, wird von Ray Donovan: The Movie ebenfalls überzeugt sein. Insbesondere, wenn ihm das Ende der letzten Staffel zu viele Fragen offen gelassen hat. Ein paar offene Stränge bleiben natürlich auch im Abschlussfilm, aber das ist bei einer fortlaufenden Serie nicht anders als im richtigen Leben. Am Ende des Films schließt sich der zentrale Konfliktkreis zwischen Vater und Sohn und kommt zu einem folgerichtigen Abschluss. Nicht ohne Überraschungen, aber von stringenter Logik. Wer die Serie nicht kennt, könnte damit allerdings seine Schwierigkeiten haben. Als Solo-Film daher nur bedingt geeignet, für Donovan-Fans indes fast schon ein Muss.

    Ray Donovan – The Movie ist als DVD seit dem 9. Februar 2023 erhältlich.


    © Paramount Pictures Germany

    Andreas Krasselt

    Andreas lebt im Raum Hannover. Er ist Journalist und fest angestellter Redakteur bei einer Tageszeitung – und nebenbei Musiker in einer Bluesrock-Band. Bei Filmtoast schreibt er seit 2019 Rezensionen. Filmfan ist er, seit er im zarten Alten von sechs Jahren von seiner Mutter jeden Sonntag in die Kindervorstellung des Stadtteilkinos abgeschoben wurde (so was gab es damals noch). Lieblingsgenre: Western, insbesondere die italienische Variante. Daher ganz klar der Lieblingsfilm: Spiel mir das Lied vom Tod, den er mit 12 schon dreimal im Kino gesehen hatte. Aber es gibt kaum ein Genre, dem er nichts abgewinnen kann. Weitere Favorites: Der Tod in Venedig, Im Zeichen des Bösen, 2001 sowie Leichen pflastern seinen Weg. Tja, und sein Guilty-Pleasure-Favorite ist Predator 2 von dem total unterschätzen Stephen Hopkins. Filme guckt er zwar gerne im Kino, ist aus Zeitmangel aber auf das Heimkino gewechselt, weshalb seine private Filmsammlung auch mehr als 1000 Titel umfasst.

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