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    Startseite » Rebellion – Der Zorn des Römischen Reichs
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    Rebellion – Der Zorn des Römischen Reichs

    Andreas Krasseltvon Andreas Krasselt2. Juli 2020Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Waliser und Römer im wilden Kampf, die Luft ist rauchverhangen.
    Waliser und Römer im wilden Kampf. © Tiberius Film
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    Die Römer haben Britannien besetzt. Ganz Britannien? Ja! Nur in einem kleinen Dorf in Wales wagen vier Jugendliche den Widerstand. Rebellion – Der Zorn des Römischen Reichs folgt dem weiteren Schicksal des Quartetts zwischen jugendlichem Rebellentum und pubertären Nöten. Ob man ihnen auch als Zuschauer folgen sollte, erfahrt Ihr in unserer Rezension.

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    Das Filmplakat zu Rebellion - Der Zorn des Römischen Reichs zeigt walisische Kämpfer im Angriff.
    Das Filmplakat zu Rebellion – Der Zorn des Römischen Reichs. © Tiberius Film

    Darum geht’s in Rebellion – der Zorn des Römischen Reichs

    Ein walisisches Dorf im 1. Jahrhundert. Britannien ist von der Römern besetzt. Unter der Oberfläche brodelt es. Auch die vier Jugendlichen Culain (Tom Leach), Enica (Mia Mckenna-Bruce), Sego (Gwydion Rhys) und Julian (Richard Mason) träumen vom Aufstand. Doch mehr aus Versehen töten sie einen römischen Legionär. Sie fliehen in den Wald. In einer abgelegenen Laubhütte finden sie Unterschlupf, plagen sich mit den Fragen des Überlebens in der Wildnis – und dem Überleben als Teenager. Denn Cullain liebt Enica, Enica liebt Julian, und zwischen Abenden am Lagerfeuer und Träumen vom Widerstand erfüllen sich in Rebellion die Schicksale der Heranwachsenden.


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    Mehr Coming-of-Age-Drama

    Wie diese knappe Inhaltsangabe vielleicht schon vermuten lässt, handelt es sich bei Rebellion weniger um einen historischen Abenteuerstreifen als um ein Coming-of-Age-Drama. Das als solches etwas seltsam aus der Zeit gefallen wirkt. Denn die vier Hauptcharaktere agieren nicht wie walisische Dorfkinder der Antike, sondern wie übermütige Highschool-Schüler kurz vor der Abschlussfeier. Und sie reden auch so, was auch das Schlimmste an dem Film ist.

    Enica, gespielt von Mia Mckenna-Bruce, Julian, gespielt von Richard Mason, Culain, gespielt von Tom Leach und Sego, gespielt von Gwydion Rhys stehen einem Legionär gegenüber, der sie mit einer Lanze bedroht.
    Quartett gegen Rom: Enica (Mia Mckenna-Bruce), Julian (Richard Mason), Culain (Tom Leach) und Sego (Gwydion Rhys) werden von einem Legionär mit einer Lanze bedroht. © Tiberius Film

    Wenn sie Baseball oder Cricket erfinden, indem sie mit einem Ast nach geworfenen Kieselsteinen schlagen, mag dies noch als kleiner Gag durchgehen. Wenn sie ihre Namen ins Holz eines römischen Wachturms schnitzen, wirkt dies aber nur noch albern. Auch wenn es später handlungsrelevant wird.

    Den jugendlichen Übermut beweisen die Vier in Rebellion – Der Zorn des Römischen Reichs anfangs mit Äpfelklau. Ein so erfolgreich wie schmackhafter Coup, der sie sogleich anspornt: „Wir stürzen das Imperium“, ruft der locker Cul genannte Culain von sich selbst begeistert aus. Was nicht ungeschickt mit einem harten Schnitt auf den prügelnden Vater belohnt wird, der seinem Sohn diese Art des das Dorf gefährdenden Rebellentums gerne handfest austreiben möchte.

    Eine junge Waliserin in Kriegsbemalung steht in Rebellion - Der Zorn des Römischen Reichs vor einem Legionär, der ihr den Rücken zuwendet.
    Kampf der Kulturen: Eine junge Waliserin in Kriegsbemalung vor einem Legionär. © Tiberius Film

    „Frisch wird völlig überbewertet“

    Es gibt durchaus gelungene Szenen. Schon der Anfang von Rebellion – Der Zorn des Römischen Reichs lässt auf filmische Inspiration hoffen: In einer zweiminütigen Plansequenz mit kreisender Kamera werden uns das Dorf und das Leben seiner Bewohner unter römischer Besatzung recht anschaulich nahe gebracht. Das ist zunächst nicht ohne Witz – Wenn etwa der Obst- und Fischhändler als entfernter Verwandter von Verleihnix aus einem berühmten gallischen Dorf seine Ware mit den Worten anpreist: „Frisch wird völlig überbewertet!“ Aber auch dies zeigt schon früh die ganze Crux des Films: Die allzu starke Übertragung heutiger Lebensweisen und Sprachattitüden auf eine antike Welt funktioniert nicht. Wäre das jugendliche Quartett eine Gruppe von Zeitreisenden, würde man ihm das noch abnehmen. So aber wirkt es einfach unstimmig.

    Klar, das jugendliche Publikum soll sich mit seinen Helden identifizieren können. Man kann es aber auch übertreiben. Eine authentische Darstellung hat es in historischen Filmen nie gegeben. Auch wenn es etwa mit Mel Gibsons Die Passion Christi zumindest den Versuch einer Annäherung gegeben hat. Aber in aller Regel transportieren Filme wie Ben Hur oder Gladiator immer nur Ansichten und Verhaltensmuster ihrer jeweiligen Gegenwart in den filmischen Kontext. Ob man historische Stoffe nachhaltig für Jugendliche interessant machen kann, indem man sie auf diese Weise ins vertraut Alltägliche transformiert, dürfte fraglich sein. Ist das Spannende an Geschichte doch gerade das Fremde, das man sich erst erschließen muss. Und wo erst danach möglicherweise das Eigene in diesem Fremden entdeckt werden kann.

    Römische Legionäre in Kampfposition. Die beiden Vorderen haben die Lanzen gesenkt und die Schilde gehoben.
    Auf in den Kampf: Die römischen Legionäre im Anmarsch. © Tiberius Film

    Malerische Bilder aus dem Wald

    Nun, Rebellion – Der Zorn des Römischen Reichs erhebt auch nicht den Anspruch, Bildunsgprogramm zu sein. Es ist Bilderbuchkino. Der Film bietet Unterhaltung, und das in Teilen gar nicht mal so schlecht. Die Darsteller spielen allesamt sehr solide, auch wenn sie es gelegentlich schwer haben, gegen die Schwächen des Scripts anzukämpfen. Die Kamera fängt mitunter malerische Bilder des walisischen Waldes ein, die gefallen. Das Setting ist gelungen. Es erinnert an das seit kurzem ebenfalls von Tiberius vertriebene Hexendrama The Cleansing – Die Säuberung. Was nicht von ungefähr kommt, war doch Emmet Cummins an diesem Streifen als Regieassistent beteiligt und Isobel Harries für beide Filme als Art Director zuständig, was den ähnlichen Look hinlänglich erklären dürfte.

    Schlimm indes sind die Dialoge. Dazu zählt der erwähnte inflationäre Gebrauch von Jugendsprache: „Hey Kumpel“ ist für die Antike dann doch zu schnoddrig, wie auch: „Entspannt Euch mal, kommt runter“. Ein Dialog wie „Ich glaub‘, er ist tot.“ „Bist Du sicher?“ „Das kann doch nicht sein.“ ist an Albernheit nur noch von dem wiederholten kriegerischen Ausspruch eines römischen Generals (James Groom) zu überbieten, der seine Gegner mit den Worten: „Knack mich mal!“ herausfordert.

    James Groom spielt den römischen General, der sich in Rebellion - Der Zorn des Römischen Reichs in einen Kampfwahn steigert.
    Knack mich mal: Don Blech als römischer General (James Groom) am Durchdrehen. © Tiberius Film

    Dabei dürfte dieses Knacken gar nicht so schwer sein. Denn die Kostüme der Legionäre wirken seltsam zusammengeschustert und erinnern stark an Don Blech aus der Augsburger Puppenkiste. Auch die Kampfchoreographie ist alles andere als inspiriert, insbesondere, wenn der tödliche Schwertstreich allzu deutlich zwischen Arm und Körper hindurchgeht.

    Dann aber gibt es wieder gelungene Momente. Etwa, wenn die Kids und einige Kämpfer wie delirierend durch das wenig heroische Schlachtengetümmel wandeln. In seinen guten Momenten zeigt Rebellion – Der Zorn des Römischen Reichs, wie die Geschichte das Leben der Einzelnen erbarmungslos überflutet.

    Unser Fazit zu Rebellion – Der Zorn des römischen Reichs

    Der Film ist ziemlich deutlich auf ein jugendliches Zielpublikum zugeschnitten. Wer keine allzu hohen Erwartungen hat und mit teils abstrusen Dialogen klar kommt, kann von Rebellion – Der Zorn des Römischen Reichs durchaus unterhalten werden. Es gibt einige gelungene Szenen, sogar witzige Momente, aber leider auch viel Albernheiten. Wen das nicht stört, kann hier seinen Spaß haben. Aber mehr auch nicht.

    Der Film ist ab dem 2. Juli 2020 auf DVD und Blu-ray erhältlich, digital bereits seit dem 18. Juni.


    © Tiberius Film

    Andreas Krasselt

    Andreas lebt im Raum Hannover. Er ist Journalist und fest angestellter Redakteur bei einer Tageszeitung – und nebenbei Musiker in einer Bluesrock-Band. Bei Filmtoast schreibt er seit 2019 Rezensionen. Filmfan ist er, seit er im zarten Alten von sechs Jahren von seiner Mutter jeden Sonntag in die Kindervorstellung des Stadtteilkinos abgeschoben wurde (so was gab es damals noch). Lieblingsgenre: Western, insbesondere die italienische Variante. Daher ganz klar der Lieblingsfilm: Spiel mir das Lied vom Tod, den er mit 12 schon dreimal im Kino gesehen hatte. Aber es gibt kaum ein Genre, dem er nichts abgewinnen kann. Weitere Favorites: Der Tod in Venedig, Im Zeichen des Bösen, 2001 sowie Leichen pflastern seinen Weg. Tja, und sein Guilty-Pleasure-Favorite ist Predator 2 von dem total unterschätzen Stephen Hopkins. Filme guckt er zwar gerne im Kino, ist aus Zeitmangel aber auf das Heimkino gewechselt, weshalb seine private Filmsammlung auch mehr als 1000 Titel umfasst.

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