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    Space Assassins – Flucht in die Zukunft

    Andreas Krasseltvon Andreas Krasselt6. August 2020Keine Kommentare7 min Lesezeit
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    Der alte Präsident der Welt, gespielt von Mark Ashworth, sitzt in einem düsteren Raum an einem Schreibtisch vor einer rot erleuchteten Nische, flankiert von einem Wächter.
    Der alte Präsident der Welt weigert sich, den Friedensvertrag zu unterzeichnen. © Tiberius Film
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    Filme und Serien um Jugendliche, die die Welt retten, haben Konjunktur. Auch Space Assassins – Flucht in die Zukunft setzt auf dieses Pferd. Ob die Wette aufgeht, ist dabei eher fraglich. Erfahrt mehr in unserer Rezension.

    Das Plakat zu Space Assasins - Flucht in die Zukunft zeigt Sarah, gespielt von Shannon Hutchinson mit futuristischer Waffe und ihre Partner Brooke, gespielt von Yael Haskal, Tom, gespielt von Jonathan Newport, und Charlie, gespielt von Jasmina Parent, vor einem Weltraumhintergund.
    Das Plakat zu Space Assasins – Flucht in die Zukunft. © Tiberius Film

    Darum geht’s in Space Assassins – Flucht in die Zukunft

    Sarah (Shannon Hutchinson) träumt von Abenteuern im Weltraum. Das kommt nicht von ungefähr, schließlich war ihr Vater früher Astronaut. Doch die Welt hat sich verändert. Aliens haben der Erde den Krieg erklärt und nukleare Verwüstungen hinterlassen. Sarah und drei weitere Jugendliche, einer davon, der Junge Tom (Jonathan Newport), eher noch ein Kind, werden in Space Assassins – Flucht in die Zukunft auf eine nicht näher erklärte Weltraummission geschickt.

    Auf einer Station über einem fremden Planeten treffen sie auf die Präsidentin (Irene Santiago), doch ein Attentäter jagt die Station in die Luft. Das junge Quartett kann mit einer Rettungskapsel auf den Planeten entkommen. Nicht als einzige. Auch einige Soldaten, darunter der schnauzbärtige Commander (Vito Trigo) haben sich dort in Sicherheit bringen können. Und die Präsidentin, die allerdings schwer verletzt ist und die jugendlichen Helden um Hilfe bittet. Sie sollen ihre Zeitkapsel in Sicherheit bringen, die über ihre Zukunft entscheiden kann. Während der Odyssee über dem fremden Planeten wird der Commander von einem Parasiten befallen und verändert sich bedrohlich. Der Weg zur Präsidentin ist gepflastert mit tödlichen Gefahren.


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    Knappes Budget und schlecht getrickst

    Was macht man, wenn man einen Science-Fiction-Action-Thriller drehen will, aber kein Geld hat? Ganz einfach: Man lässt die Action nicht handeln, sondern erzählen. Übrigens ein alter Theatertrick, wenn dem Publikum das Schlachtengetümmel bildhaft von Beobachtern mitgeteilt wird. In einem Film fehlt dann aber doch etwas. Weitere Sparmaßnahmen: Man lässt einen Großteil der Handlung auf einem fremden Planeten spielen, der zufällig genau so aussieht wie die Erde. Dabei spart man sich teure Kulissen. Und wenn auf dieser Welt der Tag auch noch viermal so lang ist, wie zuhause, kann man sich auch Nachtdrehs schenken. Billige Plastikkulissen und Kostüme wie aus dem Baumarkt tun das Übrige.

    Dabei fängt Space Assassins – Flucht in die Zukunft mit einem durchaus interessanten Prolog an. Das erste Bild zeigt ein strampelndes Baby im Kinderbett, dann sieht man aus der Babyperspektive, wie sich Commander Schnauzbart über das Bett beugt. Schnitt: Er überreicht das Kleine einer Frau. Auftrag erfüllt. Niemand sagt etwas, der trommelnde Soundtrack erzeugt Spannung. Dann sieht man den Commander und einen weiteren Soldaten vor einem offensichtlich Gefangenen stehen. Der Raum ist düster, nur hinter dem Gefangenen deutet eine rot erleuchtete Nische Unheil an. Was nicht lange auf sich warten lässt. Der Gefangene, wie man sich irgendwann zurechtreimen kann der Präsident der Erde, weigert sich, einen Friedensvertrag zu unterzeichnen. Dann sieht man sein Blut über das Papier fließen. Aus dem Off warnt eine Radiostimme vor dem Nuklearschlag.

    Sarah, gespielt von Shannon Hutchinson, hält eine futuristische Waffe im Anschlag.
    Sarah (Shannon Hutchinson) träumt davon, eine Weltraumheldin zu sein. © Tiberius Film

    Hölzerne Dialoge und viel Langeweile

    Dann sind zehn Jahre vergangen. Die Welt ist grau geworden. In Schwarz-Weiß sehen wir Sarah im Kampfanzug gegen einen Alien antreten. Sind wir jetzt in einem Kunstfilm gelandet? Falsch. Wenn das Bild wieder farbig wird, entpuppt sich die Szene als Traum. Und wie das mit der Realität halt ist: Es wird langweilig. Was nicht nur die Handlung von Space Assassins – Flucht in die Zukunft betrifft. Langweilig sind die Kulissen, langweilig sind die Dialoge, langweilig sind die hölzernen Darsteller, die der Puppenstube des Pinocchio-Erbauers Gepetto entstammen könnten. Langweilig sind auch die Spezialeffekte, die ohnehin nur äußerst sparsam eingesetzt werden.

    Und nicht weniger langweilig sind die filmischen Mittel, da die Kamera meist statisch auf einem Fleck verharrt, Perspektivwechsel nur durch Schnitte erfolgen. Spannung versucht Regisseur und Autor Drew Bolduc offenbar vor allem durch Bewegungslosigkeit zu erzeugen. Das kennt man aus Arthouse-Versuchen der 1970er Jahre. Ein Stilelement, das sich nicht grundlos überlebt hat.

    Sarah, gespielt von Shannon Hutchinson,Charlie, gespielt von Jasmina Parent, Brooke, gespielt von Yael Haskal, und Tom, gespielt von Jonathan Newport, sitzen in Space Assassins - Flucht in die Zukunft auf einem Geröllhang.
    Farblich sortiert: Die vier jugendlichen Helden ruhen sich aus. © Tiberius Film

    Das jugendliche Quartett fängt ziemlich schnell an, zu nerven. Insbesondere der kleine Tom geht einem gehörig auf den Geist. Wenn er mit den drei Mädels in der Rettungskapsel sitzt, schimpft er: „Ich wäre lieber tot, als mit euch dämlichen Losern in dem Jet festzuhängen.“ Eine Bemerkung, die wohl nur seiner vorpubertären Unreife geschuldet sein kann.

    Ein Quartett aus dem Katalog

    Die Gruppe der Kids stammt offenbar aus dem  Katalog jugendlicher Weltretter: Es gibt die toughe Heldin Sarah, dann die coole Charlie (Jasmina Parent), die nur sexy aussehen muss. Und Brooke (Yael Haskal) ist der typische weibliche Nerd, die nur zwei Gesichtsausdrücke beherrscht: überdrehte Aufgeregtheit und Panik. Über Tom ist schon alles gesagt. Vermutlich um sie besser auseinander halten zu können, hat sie der Regisseur von Space Assasins – Flucht in die Zukunft in verschiedenfarbige Overalls verpackt. Sehr einfallsreich.

    Der mutierte Commander, gespielt von Vito Trigo, steht hinter Charlie, gespielt von Jasmina Parent und bedroht sie. Sarah, gespielt von Shannon Hutchinson, will helfen.
    Gefahr: Der durch einen Parasiten mutierte Commander (Vito Trigo) bedroht Charlie (Jasmina Parent), Sarah will helfen. © Tiberius Film

    Die wenigen Actionszenen in Space Assasins – Flucht in die Zukunft sind ebenfalls im Sinne der Sparsamkeit inszeniert. Zeitlupe soll die Dramatik unterstreichen, zahlreiche Detailaufnahmen vielleicht verdecken, dass kein Geld für Stuntleute vorhanden war. Nur gegen Ende wird es etwas feucht und eklig, was allerdings nicht zur Qualitätssteigerung beiträgt. Die Dialoge indes sind gelegentlich an Plattheit kaum zu überbieten: „Ich hab keine Zigaretten mehr, ich muss aufhören zu rauchen“, sinniert Schnauzbart. Eines der Kids antwortet: „Ist ohnehin besser für Ihre Gesundheit.“ Da schien dem Autor – im Glauben, unbedingt noch einen Dialog zu brauchen – einfach nichts eingefallen zu sein.

    Es gibt auch gelungene Momente

    Aber ich will nicht ungerecht sein. Es gibt auch ein paar gelungene Momente. Etwa eine schöne Parallelmontage zwischen Sarah, die eine unbekannte Frucht pflückt und durch ihren Genuss eine Vision erlebt, und Commander Schnauzbart, der beim Fischfang mit einem Parasiten infiziert wird. Beide erleben zeitgleich einen Blackout. Das hat was, durchaus. Auch die Landschaftsbilder von Space Assassins – Flucht in die Zukunft sind schön fotografiert. Aber das reicht kaum, um einen bis zum Ende zu fesseln.

    Im geöffneten Bauchraum erscheint unter Blut und Gedärme ein riesiges Auge - die Zeitkapsel.
    Es wird eklig: Die ominöse Zeitkapsel ist ein seltsames Auge mitten im Bauchraum. © Tiberius Film

    Obskure Handlung oder intellektuelles Ratespiel?

    Zumal die Handlung reichlich obskur ist. Wenn am Ende der Quest Frau Präsidentin auf einmal mitten auf der Wiese liegt, fragt man sich unweigerlich, wie sie dahin gekommen ist, und wie unsere Heldin sie auf einmal gefunden hat. Was dann folgt, wirft weitere Fragen auf. Man mag einwenden, dass Space Assassins – Flucht in die Zukunft in seiner Mehrdeutigkeit den Reiz eines intellektuellen Ratespiels haben könnte. Wer ist hier eigentlich Alien und wer nicht? Und wieso überhaupt Assassinen? Doch die Unbeholfenheit der Inszenierung lässt einen eher vermuten, dass sich der Regisseur nur die Hintertür offen gelassen hat, seinen Kritikern zu entgegnen: „Ihr habt bloß meinen Film nicht verstanden.“ Muss man ja vielleicht auch nicht.

    Sarah, gespielt von Shannon Hutchinson, wandert in Space Assassins - Flucht in die Zukunft allein über den Planeten.
    Viel Fragen offen: Sarah wandert mit der sichergestellten Zeitkapsel über den fremden Planeten. © Tiberius Film

    Mein Fazit zu Assassins – Flucht in die Zukunft

    Der doch recht spannende Einstieg von Space Assassins – Flucht in die Zukunft weckt Erwartungen, die schon nach kurzer Laufzeit enttäuscht werden. Der vermeintliche Anspruch des Films läuft ins Leere, die gestalterischen Ambition wirken gekünstelt. Darüber können auch die wenigen Lichtblicke gekonnter Sequenzen nicht hinwegtäuschen. Der Schluss kommt zum Glück bereits nach 78 Minuten, den Abspann nicht mitgerechnet, und bietet ein offenes Ende. Das könnte die Fantasie anregen, lässt aber nur viel zu viele Fragen offen. Insbesondere die Frage danach, was das Ganze denn sollte.

    Space Assassins – Flucht in die Zukunft erscheint am 06.08.2020 auf DVD und Blu-ray. Digital ist der Film bereits seit dem 16.7. erhältlich.


    © Tiberius Film

    Andreas Krasselt

    Andreas lebt im Raum Hannover. Er ist Journalist und fest angestellter Redakteur bei einer Tageszeitung – und nebenbei Musiker in einer Bluesrock-Band. Bei Filmtoast schreibt er seit 2019 Rezensionen. Filmfan ist er, seit er im zarten Alten von sechs Jahren von seiner Mutter jeden Sonntag in die Kindervorstellung des Stadtteilkinos abgeschoben wurde (so was gab es damals noch). Lieblingsgenre: Western, insbesondere die italienische Variante. Daher ganz klar der Lieblingsfilm: Spiel mir das Lied vom Tod, den er mit 12 schon dreimal im Kino gesehen hatte. Aber es gibt kaum ein Genre, dem er nichts abgewinnen kann. Weitere Favorites: Der Tod in Venedig, Im Zeichen des Bösen, 2001 sowie Leichen pflastern seinen Weg. Tja, und sein Guilty-Pleasure-Favorite ist Predator 2 von dem total unterschätzen Stephen Hopkins. Filme guckt er zwar gerne im Kino, ist aus Zeitmangel aber auf das Heimkino gewechselt, weshalb seine private Filmsammlung auch mehr als 1000 Titel umfasst.

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