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    Spree – Alles für die Klicks

    Tobias Theißvon Tobias Theiß4. August 2022Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    | Spree - Alles für die Klicks © Tiberius Films
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    In Spree – Alles für die Klicks fährt Joe Keery in einer nächtlichen Großstadt Amok – um seine Abonnenten in den sozialen Medien in die Höhe zu treiben und Ruhm zu erlangen. Ob das schockt, erfahrt ihr in unserer Review!

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    Auf dem Cover von Spree ist Protagonist Kurt zu sehen, der am Steuer seines Taxis wahnsinnig schreit, während seine Fahrgäste hinten in Panik geraten
    Das Cover der deutschen Blu-ray. | Spree – Alles für die Klicks © Tiberius Films

    Die Handlung von Spree – Alles für die Klicks

    Kurt Kunkle (Joe Keery) träumt davon, der verlockenden Welt der Influencer beizutreten. Aktuell verlaufen seine Bemühungen aber im Sande. Während sein jüngerer Nachbar mit seinen Gaming-Streams durch die Decke geht, schafft Kurt es während seiner Livestreams es nicht einmal in den Bereich der zweistelligen Zuschauerziffern.

    Doch dann kommt ihm die vermeintlich rettende Idee: Als privater Taxifahrer stattet er seinen Wagen mit Kameras aus und überträgt seine Fahrten live via Social Media Plattformen. Der Clou dabei ist, dass seine Fahrgäste ihre Zielorte nicht mehr lebend erreichen werden…

    Kurt sitzt mit einigen Fahrgästen im Taxi, neben ihm eine Frau in den mittleren Jahren, hinter ihm ein Pärchen, das Drogen konsumiert - Spree
    Spree – Alles für die Klicks © Tiberius Films

    The Dark Side of Social Media

    Ein Hoch auf die Oberflächlichkeit, den scheinbar schnell verdienten Ruhm und das luxuriöse Leben – Dank Intagram, YouTube, Twitch, TikTok oder auch OnlyFans scheint der Erfolg durch digitale Welten für Jedermann zum Greifen nah. Tanz möglichst aufreizend, zeig besonders viel Haut oder sing einfach nur ein Playback möglichst lippensynchron. Kommentare, Likes, Reposts und im besten Falle Werbeeinnahmen fliegen dir von ganz allein entgegen.

    Dieses an sich banale Geschäftsmodell fußt auf zweierlei Säulen: Leuten, die etwas von sich preisgeben und eben jene Leute, die Interesse an diesen Offenlegungen aus fremden Privatleben haben. Allerdings hängt daran ein nicht zu unterschätzender Rattenschwanz aus Einflussnahme und Beeinflussung, bis hin zur völligen Aufgabe des Privatlebens. „Ich poste, also bin ich“, wie es mittlerweile vielerorts heißt.

    Doch bevor dieser Text ganz abzuschweifen droht, wird hier die Bremse gezogen. So einschneidend das stete Posten unseres Leben für unser Leben sein mag, Spree – Alles für die Klicks handelt nicht von den Abgründen, die ein gläsern geführtes Social Media-Leben mit sich bringt. Der Film folgt stattdessen einem totalen Social Media-Amateur und seinen krampfhaften Versuchen, mit dem gewissen Etwas zum gefeierten Internetstar aufzusteigen.

    Das hinter der Jagd nach medialer Aufmerksamkeit ein ebenso zehrender und langwieriger Prozess lauert, der bei schlechten Voraussetzungen vielmehr zu Frust denn Fame führt, wird hier mehr als deutlich, wenn auch mit krasser Überspitzung gearbeitet wird.

    Joe Keery als Kurt Kunkle im Film Spree - Alles für die Klicks in seinem Privattaxi auf dem Fahrersitz wie er mit der linken Hand die Dashcam richtet und verschmitzt über die rechte Schulter auf den Rücksitz in die Kamera grinst.
    Hat sein Publikum im Blick: Kurt Kunke (Joe Keery).| Spree – Alles für die Klicks © Tiberius Films

    Influencer in Identitätskrise

    Spree – Alles für die Klicks steigt mit einem beliebten YouTube-Format ein: Draw My Life. Und hier wird bereits deutlich, dass Kurt zwar ambitioniert, aber letzten Endes nur alltäglicher Durchschnitt ist. Wild zusammengewürfelter Content aus Unboxings, Reviews oder Tutorials seines YouTube-Kanals lassen auf fehlende Strukturen schließen.

    Wer ist Kurt? Was zeichnet ihn aus? Weshalb sollte man ihm auf sozialen Medien folgen? Die Suche nach einer Online-Identität überträgt sich in sein reales Leben und zeichnen ein bemitleidenswertes Bild von Kurt. Keine Freunde im echten Sozialleben, versucht Kurt dieses Loch in den Weiten des Internets zu kompensieren, dort zu Erfolg und Anerkennung zu gelangen.

    Auf diesem Wege wird Kurt begleitet und dies konsequenterweise immer aus der Sicht einer Web- oder Dashcam, einer GoPro oder einer Handykamera. Spree reiht sich damit im Subgenre der Desktop-Thriller ein (beispielsweise Searching, Unknown User-Reihe, Open Windows). Dieser Inszenierungsstil hat nicht von der Hand zu weisendes Immersionspotential, läuft aber leider auch Gefahr, den Zuschauer zu überfordern. Bei Spree funktioniert die Einbindung der neuen Medien auf diese Weise über lange Zeit hervorragend. Aber vor allem zum Ende hin, kann es anstrengend werden, da sich – ganz in Tradition großer Live-Übertragungen auf Streamingplattformen – die Kommentare und Interaktionen innerhalb der Community förmlich überschlagen. Da fällt es zusehends schwer, den Überblick zu behalten. Zumal einige Kommentare, Imageboards und Emojis auf zeitgenössische Themen anspielen (beispielsweise Pepe-Meme, 4chan) und man deren Aussagen gerne weniger überhastet verfolgen würde.

    Joe Keery als Kurt Kunkle im Film Film Spree - Alles für die Klicks wie er mit einem Polizisten am Heck seines Fahrzeugs steht und in die Kamera auf der Hutablage schauen.
    Die Luft für Kurt scheint dünner zu werden… | Spree – Alles für die Klicks © Tiberius Films

    Lahmer Content

    Was Spree hingegen fehlt, ist eine deutlich erkennbare Spannungskurve. Es ist einerseits interessant, dass der Verbleib Kurts erster Opfer lange Zeit vage bleibt. Sind seine Aktionen doch nur Pranks? Hat er seine Fahrgäste nur betäubt? Sind diese doch von ihm getötet wurden? Wenn die erste, für das Publikum sichtbare Gewalttat stattfindet, überrumpelt diese mit ihrer unvermittelten und unmittelbaren Drastik. Wie für Amokläufe typisch, liegt der Schockmoment insbesondere in der scheinbaren Beliebigkeit, mit der die Tat begangen wird.

    Auf der anderen Seite lässt sich für das Publikum dieser plötzliche Wandel vom famesüchtigen Streamer hin zum gewissenlosen Killer in dieser kurzen Sequenz nur schwer nachvollziehen. Was genau treibt Kurt an und entfesselt in genau diesem Moment dieses enorme Gewaltpotential? Dieser urplötzliche Wandel lässt Identifikationspotential außen vor und den Zuschauer somit ziemlich allein auf weiter Flur. Im Folgenden begleitet man Kurt ohne großes Interesse bei seiner „killing spree“, die überraschenderweise auch nahezu unbemerkt von staatlichen Organen ihren Lauf nehmen kann.

    Erst zum Ende hin wissen Wendungen und Inhalte zu fesseln und vor allem das Finale wartet mit interessanten Entwicklungen auf, die schlussendlich mit einem fiesen Twist enden, der sich bemüht, die berühmte vierte Wand zu durchbrechen. Vielleicht hätte es Spree auch nicht geschadet, hätte er sich dem Thema mittels ironischen Brechung oder einem Coming-of-Age-Aspekt wie Sam Levinson in Assassination Nation genähert.

    Hingegen sehr gelungen: Joe Keery spielt äußerst überzeugend gegen seine Schönlingsrolle des Steve Harrington aus Stranger Things an und kann den Film gut für sich vereinnahmen.

    Unser Fazit zu Spree – Alles für die Klicks

    Stranger Things-Beau Joe Keery schafft es auch allein, einen Film zu tragen. Seine Interpretation des bemitleidenswerten Kurt Kunkle in Spree – Alles für die Klicks weiß zu beeindrucken, auch wenn der Film zwischenzeitlich in etwas Beliebigkeit versinkt, bekommt er im Finale noch ein paar nette Wendungen spendiert und entlässt mit einem diabolischen Grinsen auf dem Gesicht.

    Spree – Alles für die Klicks kann seit dem 14.07.2022 als VOD und ab dem 05.08.2022 als DVD oder Blu-ray bezogen werden!


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    © Tiberius Film

    Tobias Theiß

    Tobi ist bereits gute 7 Jahre an Bord und teilt so fast 20% seiner Lebenszeit mit Filmtoast. Wie es ursprünglich dazu kam ist so simpel wie naheliegend. Tobi hatte unregelmäßig auf Seiten wie Schnittberichte Reviews zu Filmen verfasst und kam über diverse facebooksche Filmgruppen und –diskussionen in Berührung mit dem damaligen Team von Filmtoast (die Älteren erinnern sich: noch unter dem Namen Movicfreakz) und wurde daraufhin Teil dessen.
    Thematisch ist er aufgeschlossen, seine feste Heimat hat er jedoch im Horrorfilm gefunden, da für ihn kein anderes Genre solch eine breite Variation an Themen und Spielarten zulässt. Kontroverser Ekelschocker, verstörender Psychothriller oder Elevated Horror – fast alles ist gern gesehen, auch wenn er zugeben muss, dass er einen Sweet Spot für blutrünstig erzählte Geschichten besitzt.
    Tobi geht zum Lachen jedoch nicht (nur) in den blutverschmierten Keller, sein Herz schlägt unter anderem bei Helge Schneider, dänischem schwarzen Humor oder den Disyneyfilmen seiner Kindheit höher.
    Kinogänge vollzieht er am liebsten im städtischen Programmkino, zum Leidwesen seiner filmisch weniger affinen Freunde, meidet er große Kinoketten wie der Teufel das Weihwasser. Am liebsten geht er seiner Filmleidenschaft jedoch in den eigenen vier Wänden nach, um den viel zitierten Pile of Shame seiner physischen Filmsammlung abzuarbeiten.
    Tobi lebt in Sachsen-Anhalt, ist beruflich in einer stationären außerklinischen Intensivpflege verankert und hat mit der Begeisterung zum Film und dem Schreiben darüber den für sich perfekten Ausgleich zum oftmals stressigen Arbeitsalltag gefunden.

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