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    The Creator

    Timo Asmussenvon Timo Asmussen2. Oktober 2023Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Ein kleines, glatzköpfiges Mädchen trägt ein beiges Oberteil. Es hält seine rechte Hand auf einen in Tarnfarbe gestrichenen, rundköpfigen Roboter, welcher sich zu ihr runterbeugt. Eine Szene aus dem Film The Creator.
    Alpha (Madeleine Yuna Voyles) hat besondere Fähigkeiten © The Walt Disney Company
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    Nach Rogue One war es ein wenig still um Gareth Edwards geworden. Nun erscheint mit The Creator sein neuester Science-Fiction-Blockbuster im Kino. Ob der Film die hohen Erwartungen erfüllen kann, erfahrt ihr in unserer Kritik.

    Auf dem Kinoplakat des Films The Creator sieht man links ein futuristisch aussehendes rundes Gebäude, während in der Bildmitte der schwarze Schauspieler John David Washington mit einer Waffe auf dem Rücken sowie einer Handfeuerwaffe in der rechten Hand. Er trägt einen Umhang und hat ein Kind links an der Hand, welches am Kopf ein Loch hat. Es ist kein Mensch, sondern ein Roboter mit künstlicher Intelligenz.
    Das Kinoposter zu The Creator © The Walt Disney Company

    Die Story von The Creator

    Ein atomarer Schlag einer Künstlichen Intelligenz hat Los Angeles in Schutt und Asche gelegt. Daraufhin erklären die USA, sämtlicher nicht-menschlicher Intelligenz den Krieg. Seitdem wird sämtliches Militär-Budget in eine Raumstation namens NOMAD gesteckt, die aus dem All weltweit K.I. ausfindig machen kann. Als jedoch droht, dass der Krieg endgültig verloren wird, beauftragt der US-General Andrews (Ralph Ineson) gemeinsam mit Colonel Howell (Allison Janney) den ehemaligen Undercover-Agenten Joshua (John David Washington), um die bisher gefährlichste Waffe des mysteriösen K.I.-Architekten NIRMATA ausfindig zu machen und sie zu zerstören.

    Zwar ist Joshua noch immer psychisch instabil, da er fünf Jahre zuvor seine große Liebe und Ehefrau Maya (Gemma Chan) bei einem Einsatz verlor, doch dennoch willigt er in die Mission ein. In New Asia, der Ort, an dem K.I. nicht nur geduldet, sondern willkommen ist, findet Joshuas Team allerdings eine Überraschung vor: Die K.I.-Waffe entpuppt sich als kleines Mädchen (Madeleine Yuna Voyles), nach deren Leben fortan das Militär trachtet…

    Ein asiatisch aussehender Mann mit einem Metall-Hinterkopf und einem grauen Bart schaut vom rechten Bildrand nach links.
    Harun (Ken Watanabe) ist einer der Anführer des K.I.-Widerstandes. © The Walt Disney Company

    Der beste Science-Fiction-Film des Jahres?

    Nicht wenige waren enttäuscht, als der für den November 2023 angekündigte Dune Part 2 auf 2024 verschoben wurde. Die epische Sci-Fi-Saga von Denis Villeneuve war innerhalb der Film-Bubble heißer Anwärter auf den Film des Jahres. In diesen inoffiziellen Wettbewerb steigt mit The Creator ein lange Zeit eher beiläufig wahrgenommener Underdog ein. Regisseur und Drehbuchautor Gareth Edwards liefert nach seinem Star Wars-Inbetween-el Rogue One erneut Science-Fiction-Kost der gehobenen Klasse ab. Als Originalstoff ohne Franchise im Rücken mit etwas weniger Rückenwind ausgestattet, schaffte es der Film allerdings dank erster euphorischer Stimmen, einen zwar späten, aber dennoch wahrnehmbaren Hype hinsichtlich seiner Qualität zu kreieren. Ist Edwards demnach der Film des Jahres gelungen? Die schwierige und differenzierte Antwort lest ihr bei uns.

    Zunächst zu den Stärken des Films: Dank Stamm-Kameramann Greig Fraser, der hier von dem zuvor eher in Kurzfilmen aktiven Oren Soffer unterstützt wird, sieht The Creator einfach fantastisch aus. Die zumeist on-location gedrehten Szenen wirken dabei griffig und nicht mit CGI zugekleistert, auch wenn es selbstredend in jeder Szene zur Verwendung kommt. Ähnlich wie bei seinem Ausflug in die Sternenkrieg-Saga schafft es Edwards zudem, seinen Bildern eine Rohheit und Dreckigkeit zu verpassen. So sind nach Explosionen Trümmer, Staub und andere Überbleibsel zu sehen und zeigen die Auswirkungen von der aus dem All zuschlagenden NOMAD-Militärstation dadurch sehr plastisch. Audiovisuell macht der Film einen starken Eindruck, die Musikauswahl aus Songs und Score passt ebenfalls perfekt.

    Ein kleines, glatzköpfiges Mädchen trägt ein beiges Oberteil. Es hält seine rechte Hand auf einen in Tarnfarbe gestrichenen, rundköpfigen Roboter, welcher sich zu ihr runterbeugt. Eine Szene aus dem Film The Creator.
    Alphie (Madeleine Yuna Voyles) hat besondere Fähigkeiten © The Walt Disney Company

    World building deluxe

    Eine weitere Qualität zeigt The Creator, wenn es darum geht, eine Welt zu erschaffen, die man auch spüren kann. Sei es in Wäldern, Großstädten oder anderswo- man bekommt in nahezu jeder Szene nicht bloß einen Eindruck oder Ausschnitt der Welt, sondern hat das Gefühl, man erlebe sie auch. Dazu gesellen sich kleine, aber effizient eingesetzte Ideen. So zeigt Edwards unter anderem ein Gerät, mit dem das Bewusstsein von Toten für kurze Zeit in eine künstliche Intelligenz portiert werden kann. Kommt dieses zum Einsatz, erlebt das Publikum emotionale Gänsehaut-Momente in mehreren Facetten. Und wenn dann noch Selbstmord-Roboter über die Leinwand rennen, zeigt der Film die Kombination aus technischer Finesse und cleverer Umkehr der Realität. Denn während in der Realität zumeist Selbstmordattentäter den Westen angreifen, kehrt Edwards dies geschickt um und lässt den Westen, bzw. die US-Seite ähnliche Instrumente nutzen.

    Und auch, wenn Edwards selbst bereits die großen Vorbilder im Sci-Fi-Genre benannt hat, sieht man in den Metropolen die Blade Runner-Anleihen überdeutlich. Doch besser gut geklaut als nur rudimentär selbst erschaffen, so zumindest könnte man es zusammenfassen. Denn obgleich einiges bekannt aussieht, hat man als Zuschauer:in nie das Gefühl, die Welt ende bereits mit dem Bildausschnitt. Auch die Action-Momente funktionieren und sind abwechslungsreich inszeniert. Zudem agiert mit John David Washington ein charismatischer Hauptdarsteller, dem es allerdings nicht vollständig gelingt, den gebrochenen Helden zu geben. In den Nebenrollen können Allison Janney, Ken Watanabe oder Ralph Ineson überzeugen. Mit Madeleine Yuna Voyles konnte außerdem eine Kinderdarstellerin gefunden werden, welche die Entwicklung ihrer Figur Alphie beängstigend gut spielt. Die Beziehung zwischen ihr und Joshua leidet allerdings lange Zeit ein wenig unter ihrem rein funktional angelegten Charakters, wodurch das Duo Joshua/Alphie auch die eher zähe zweite Stunde des Films nicht ganz wettmachen kann.

    Die kleineren Schwächen von The Creator

    Denn lange Zeit fokussiert sich Edwards auf die Story von Joshua und Maya. Die Liebesgeschichte funktioniert allerdings über weite Strecken nur bedingt, weil ihr zu Beginn zu wenig Raum gegeben wird. Zwar müht man sich anschließend, durch Rückblenden zu verdeutlichen, wie groß ihre Liebe war/ist. Doch erst gegen Ende machen sich diese etwas formelhaft eingebundenen Szenen bezahlt. Generell arbeitet Edwards, wie es sein Landsmann Christopher Nolan ebenfalls gern tut, mit vielen Vorausdeutungen und wiederholt Szenen im späteren Verlauf des Films, um Figuren oder Handlungen in einen neuen Kontext zu stellen.

    Leider sind diese Story- und Charakterwendungen nicht sonderlich überraschend und so versanden diese Momente stellenweise. Erst gegen Ende bereichern diese Momente den Film und erzeugen einen zwar späten, aber recht effektiven emotionalen Punch. Davon profitiert dann auch die Beziehung zwischen Joshua und Alphie. Den angesprochenen Durchhänger in der 2. Stunde verursacht Edwards auch durch die Kapiteleinteilung seines Werkes. Inhaltlich ist dieser vermeintliche Kniff weder besonders wertvoll noch geschickt, da das Pacing ein wenig ins Stottern gerät. Ohnehin wirkt es, als habe man das alles bereits einmal in ähnlicher Form gesehen. Dadurch fehlt der visuellen Opulenz ein inhaltliches Gegengewicht und die Rollenverteilung in Gut und Böse ist ein wenig eindimensional.

    Eine Raumstation im All: Blaues Licht fährt von der Station Richtung Erde. Eine Szene aus The Creator, dem neuen Film von Gareth Edwards.
    Die Raumtadtion NOMAD kann weltweit zuschlagen. © The Walt Disney Company

    Unser Fazit zu The Creator

    Mit seinem 80 Millionen Dollar günstigen Film erschafft Gareth Edwards einen visuellen beeindruckenden Blockbuster. Es macht sich in jeder Szene bezahlt, möglichst viel an echten Drehorten gearbeitet zu haben, denn in Sachen Optik ragt The Creator aus der Vielzahl an Genre-Beiträgen heraus. Doch der visuellen Brillanz vermag er kein adäquates erzählerisches Gegengewicht entgegenzusetzen. Die Dialoge sprühen ebenso wie die Handlung nicht vor Kreativität und so sind die meisten Wendungen weniger überraschend, als es den Anschein erwecken mag. Wer sich allerdings an dem Bilderrausch nicht satt sehen und ein durchaus patentes world-Building bestaunen mag, sollte dringend die Kinokarte buchen. Denn auch, wenn es mittlerweile zur Floskel verkommt – The Creator sollte man auf jeden Fall im Kino gesehen haben.

    The Creator erscheint am 28. September 2023 in den deutschen Kinos.


    © The Walt Disney Company

    Timo Asmussen

    Als Timo vor grauer Vorzeit wieder mal "Ducktales - Jäger der verlorenen Lampe" im Videorekorder vermutete, lag dort allerdings "Terminator 2". Und so schaute er, heimlich, allein und ohne es damals zu erahnen, einen der besten Filme aller Zeiten. Vermutlich war da seine Liebe für das Medium Film entfacht. In seiner Heimatstadt war Mitte der 90er bereits ein Kinosessel zu finden, der leichte Abdrücke seines Gesäßes aufwies, denn zu jener Zeit war die Frage, nicht ob, sondern was am Mittwoch für sieben Mark am Kinotag geguckt wird. Sobald Timo ein eigenes Zimmer besaß, wurde dieses mit einem Fernseher bestückt. Und das wohl größte Geschenk machte er sich dann zum 18. Geburtstag selbst - eine Mitgliedschaft in einer Videothek. Aus dieser Zeit stammt vermutlich auch sein Alias "dervideothekar", welches seine Social-Media-Kanäle ziert. Doch dass Timo neben dem Regal "Actionfilme" geboren wurde, muss ins Reich der "urban legends" verbannt werden. Seit mehr als drei Jahren ist er vor den Mikrofonen von Filmtoast und Tele-Stammtisch. Dazu textet und spricht er über eigentlich jedes Genre, mit leichten Abstrichen beim deutschen Heimatfilm. Aber das er seine (recht lange) Nase auch mal bei Kino+ in die Kameras halten würde, war so nie geplant. Aber da einer seiner Lieblingsfilme "Besser geht´s nicht" ist, passt's ja. Wenn ihr ihn demnach mal trefft, sprecht ihn einfach an, er freut sich!

    • Timo Asmussen
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