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    Hard:Line Film Festival 2025: Vorbericht

    Tobias Theißvon Tobias Theiß22. März 2025Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Das offizielle Festivalartwork der 2025er Ausgabe! | © Hardline Film Festival 2025
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    Das Dutzend ist voll! Bereits zum 12. Mal findet dieses Jahr das Hard:Line Film Festival vom 10.04. bis 13.04.2025 in Regensburg statt!

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    Kulturclash

    Die Steinerne Brücke, der opulente Dom St. Peter zu Regensburg, Pabst Benedikt XVI. als Ehrenbürger, die älteste Bratwurststube der Welt, Walhalla-Gedenkstätte vor den Toren der Stadt und eine Altstadt mit Status als UNESCO-Welterbe. Unter all diese kulturellen Superlative schummelt sich seit nunmehr 12 Jahren die Kultur des bewegten Bildes. Ob Horror, Science Fiction oder Thriller: Das Hard:Line Film Festival schleust unverblümt-fantastisches Filmmaterial und waschechte Genreproduktionen in die beschauliche Donaustadt.

    Ich habe mich im vergangenen Jahr relativ spontan dazu entschieden, das Hard:Line zu besuchen, leider war deshalb aber nur das halbe Festival (inkl. 2 Tage Sightseeing im Anschluss) drin – immerhin konnte ich euch so vom damaligen Hype-Film In a Violent Nature berichten. Für die kommende Ausgabe habe ich aber fest geplant, wiederzukommen. Und so bin ich in diesem Jahr nicht nur als Besucher vor Ort, sondern offiziell im Namen des Filmtoast vor Ort und werde ich euch (hoffentlich) täglich mit meinen Eindrücken versorgen.

    Bis zum Hard:Line 2024 war ich erst- und letztmalig 2009 für 2 Tage beim Berliner Fantasy Film Festival. Das konnte und kann zwar jedes Jahr aufs Neue mit einem spannenden Angebot an Filmen locken, aber was ich damals schon etwas schade fand: Letztlich besuchte man nur eine Filmvorführung im Multiplex im Sony Center. Ein großartiges Festivalerleben konnte ich damals nicht verspüren (wie es sich aktuell gestaltet, kann ich hingegen nicht beurteilen). Anders jedoch im vergangenen Jahr in Regensburg.

    Abseits von der filmischen Auswahl ist es nämlich der äußerst familiäre Charme, der mich sofort in seinen Bann ziehen konnte. Zwischen den einzelnen Filmvorführungen oder im Anschluss an einen langen Kinotag findet man sich stets mit Gleichgesinnten im angrenzenden Biergarten (wir hatten bestes Wetter!) der Kinokneipe wieder, fachsimpelt über gerade Gesehenes oder kommt generell ganz unkompliziert ins Gespräch. Die gängigen Q&A-Runden finden in Anwesenheit verschiedener Filmschaffender selbstredend auch statt und überhaupt bestehen kurze Wege zu den anwesenden Regisseuren. Also: Edding und Filmhüllen mitgebracht  und fertig ist das signierte Exemplar!

    Zudem überzeugt die Übersichtlichkeit, da der einzige bespielte Kinosaal nur über knapp 150 Plätze verfügt (was natürlich Fluch und Segen zugleich ist, sind begehrte Vorstellungen so doch zügig ausverkauft), man so aber nie die Wahl zwischen einzelnen Filmen treffen muss, da es keine parallelen Vorführungen gibt.

    Doch genug des Vorgeplänkels, es folgt eine Übersicht der gezeigten Filme. Das diesjährige Director’s Spotlight fällt übrigens auf Can Evrenol, der nicht nur filmisch mit Baskin, Girl With No Mouth und seinem neuestem Streich Sayara zugegen sein wird, sondern auch in Persona vor Ort sein wird.

     

    Das Filmprogramm vom Hard:Line Film Festival 2025

    Für weiterführende Informationen (Inhalt, Filmtrailer oder auch Tickets) folgt einfach der jeweiligen Verlinkung und ihr landet direkt beim Hard:Line Film Festival! Die Early Bird-Tickets sind bereits ausverkauft, der reguläre Kartenverkauf startet am 23.3.2025 ab 18 Uhr. Ticket löhnen und wir sehen uns vor Ort!

    Donnerstag, 10.04.2025

    19:00: The Moor (Chris Cronin, UK, 2023)

    22:30: Vampire Zombies…from Space! (Michael Stasko, Kanada, 2024)

    Freitag, 11.04.2025

    13:00: Abruptio (Evan Marlowe, USA, 2023)

    15:30: The Behemoth (Kai E. Bogatzki, UK/BRD, 2025)

    18:00: Sayara (Can Evrenol, Türkei, 2024)

    20:30: It Feeds (Chad Archibald, USA, 2025)

    23:00: Short & Hoart 1

    Samstag, 12.04.2025

    12:00: Heresy (Didier Konings, Niederlande, 2024)

    15:30: Girl With No Mouth (Can Evrenol, Türkei, 2019)

    18:00: Fréwaka (Aislinn Clarke, Irland, 2024)

    20:30: Devils (Kim Jae-Hoon, Südkorea, 2025)

    23:00: Short & Hoart 2

    Sonntag, 13.04.2025

    13:00: Sew Torn (Freddy Macdonald, USA/Schweiz, 2024)

    15:00: Baskin (Can Evrenol, Türkei, 2015)

    19:00: Escape from the 21st Century (Yang Li, China, 2024)

    In schick gibt es den Programmplan aber natürlich auch nochmal für euch:

    Programmplan des Hard:Line Film Festival 2025 | © Hard:Line Film Festival

    Sonstiges

    Wie ihr der Übersicht entnehmen könnt, wartet auch der ein oder andere Programmpunkt abseits der filmischen Auswüchse auf Interessierte. So wird es beispielsweise am Freitag eine Masterclass mit Regisseur Can Evrenol geben, in der Kinokneipe wird es nachmittags eine VR-Korner geben und am am Freitag- und Samstagabend verleitet die DJ-Night dazu, das arthrotische Kinosaalbein zu schwingen.

    Was wäre ein Filmfestival ohne Preisverleihungen? Neben dem besten Feature Film (Audience Award) des Festivals, werden die bei den Short & Hoart getauften Kurzfilmblöcken präsentierten „Kurzen“ auf ganz besondere Art und Weise geadelt. Einerseits winkt auch hier ein Publikumspreis, andererseits wartet mit dem offiziellen Jury-Award (dieses Jahr u. a. mit Tino Hahn besetzt) eine prestigeträchtige Auszeichnung. Denn dieser sogenannte Mèliès D’Argent ist Teil der Méliès International Festivals Federation und ermöglicht es dem so ausgezeichneten Kurzfilm sich für eine Aufführung beim renommierten Sitges-Festival zu qualifizieren.

    Damit es nach 4 Tagen auf die Augen auch was auf die Ohren gibt, rüttelt noch das Abschlusskonzert der Thrash-Metaller von Antipeewee die Gehörgänge durch, die passend zum diesjährigen Posterdesign Cool Boy Cthulhu beschwören werden. Nach der Präsentation des Abschlussfilms entschwinden die Besucher dann aber endgültig in die Regenburgische Nacht!

    Das offizielle Festivalartwork der 2025er Ausgabe! | © Hardline Film Festival 2025
    Tobias Theiß

    Tobi ist bereits gute 7 Jahre an Bord und teilt so fast 20% seiner Lebenszeit mit Filmtoast. Wie es ursprünglich dazu kam ist so simpel wie naheliegend. Tobi hatte unregelmäßig auf Seiten wie Schnittberichte Reviews zu Filmen verfasst und kam über diverse facebooksche Filmgruppen und –diskussionen in Berührung mit dem damaligen Team von Filmtoast (die Älteren erinnern sich: noch unter dem Namen Movicfreakz) und wurde daraufhin Teil dessen.
    Thematisch ist er aufgeschlossen, seine feste Heimat hat er jedoch im Horrorfilm gefunden, da für ihn kein anderes Genre solch eine breite Variation an Themen und Spielarten zulässt. Kontroverser Ekelschocker, verstörender Psychothriller oder Elevated Horror – fast alles ist gern gesehen, auch wenn er zugeben muss, dass er einen Sweet Spot für blutrünstig erzählte Geschichten besitzt.
    Tobi geht zum Lachen jedoch nicht (nur) in den blutverschmierten Keller, sein Herz schlägt unter anderem bei Helge Schneider, dänischem schwarzen Humor oder den Disyneyfilmen seiner Kindheit höher.
    Kinogänge vollzieht er am liebsten im städtischen Programmkino, zum Leidwesen seiner filmisch weniger affinen Freunde, meidet er große Kinoketten wie der Teufel das Weihwasser. Am liebsten geht er seiner Filmleidenschaft jedoch in den eigenen vier Wänden nach, um den viel zitierten Pile of Shame seiner physischen Filmsammlung abzuarbeiten.
    Tobi lebt in Sachsen-Anhalt, ist beruflich in einer stationären außerklinischen Intensivpflege verankert und hat mit der Begeisterung zum Film und dem Schreiben darüber den für sich perfekten Ausgleich zum oftmals stressigen Arbeitsalltag gefunden.

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