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    Startseite » Netflix Empfehlungen Januar 2022
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    Netflix Empfehlungen Januar 2022

    Jan Wernervon Jan Werner2. Januar 2022Keine Kommentare7 min Lesezeit
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    In unserem Format Netflix Empfehlungen Januar 2022 werfen wir einen Blick auf die interessantesten Neustarts des vergangenen Monats. Zusätzlich empfehlen wir euch noch eine Dokumentation als Geheimtipp beim Streamingdienst.

    https://youtu.be/S_eBvLHLecs

    Netflix Empfehlungen Januar 2022

    Es ist wieder an der Zeit für einen kompakter Überblick auf das, was von den zahlreichen Titeln, die im Dezember bei Netflix gestartet sind, gesehen werden sollte. Werft auch gerne nochmal einen Blick auf den Beitrag zum vergangenen Monat. Hier die Übersicht über die Produktionen, die in diesem Artikel vorkommen:

    • The Unforgivable
    • Titans Staffel 3
    • The Silent Sea
    • The Witcher Staffel 2
    • 14 Gipfel
    Sandra Bullock wird von bewaffneten Polizisten niedergestreckt und lieg auf einem sandigen Boden.
    Sandra Bullock in „The Unforgivable“ © Netflix

    The Unforgivable

    Nachdem sie eine Gefängnisstrafe wegen eines Gewaltverbrechens verbüßt hat, kehrt Ruth Slater (Sandra Bullock) in die Gesellschaft zurück, die ihr aber nicht vergibt. Konfrontiert mit abgrundtiefer Ablehnung in dem Ort, der einst ihre Heimat war, ist ihre einzige Hoffnung auf Rehabilitation die Suche nach ihrer entfremdeten jüngeren Schwester, die sie damals zurücklassen musste.

    Das Hollywooddebüt der Systemsprenger–Regisseurin Nora Fingscheidt schafft es über eine Stunde lang als Sozialdrama, das die Themen Schuld und Sühne recht klassisch in den Mittelpunkt stellt, zu packen. Auch Bullock als desillusioniertes Wrack nahe an der Selbstaufgabe überzeugt durch ihr unprätentiöses Schauspiel. The Unforgivable hat dabei seine starken Momente, wenn die Schwierigkeiten der Resozialisierung offenbart werden, die dann noch vergrößert werden, wenn die entlassene Person aus vielschichtigen Gründen mit der Vergangenheit gar nicht abschließen will und kann. Doch leider gerät das Skript im letzten Drittel aus den Fugen, da im Verlauf die interessanten Ansätze immer weiter gegen Rachethriller-Elemente eingetauscht werden, die zudem äußerst plump und flach ausgeführt werden. Mit diesem Cast (neben Bullock auch sehr stark: Jon Bernthal und Vincent D’Onofrio) wäre deutlich mehr drin gewesen, wenn man sich auf den gesellschaftsdramatischen Konflikt beschränkt hätte. So bleibt eher der Beigeschmack vertaner Chancen hängen.


    Robin in einer Gasse vor einem SUV vor dem zwei Personen auf dem Boden liegen. Er hält einen Schlagstock und trägt eine schwarze Maske. Es ist dunkel und nur durch Straßenlaternen beleuchtet.
    Brendon Thwaites hier noch als Robin, inzwischen ist er Nightwing © Netflix

    Titans – Staffel 3

    Die DC-Comicadaption, die die junge Generation von Heldenfiguren rund um Dick Grayson, alias dem ersten Robin, erzählt, bringt es inzwischen auch schon auf drei Staffeln, eine vierte ist bestellt. Die Titans haben sich nach den Ereignissen der zweiten Staffel nun eigentlich als Beschützer von San Francisco etabliert, doch als eines ihrer ehemaligen Mitglieder in Gotham dem Joker zum Opfer fällt und Bruce Wayne kurz darauf auch noch das Weite sucht, kehren Nightwing, Superboy, Starfire und co. zurück in die Heimatstadt des Dunklen Ritters. Schnell wird klar, dass zudem ein neuer Schurke die Stadt bedroht: Red Hood. Wer steckt unter der Maske und was hat der psychopathische Jonathan Crane mit all dem zu tun?

    Die neuen Folgen von Titans beginnen rasant und speziell die erste Staffelhälfte überzeugt vor allem auch durch emotionale Momente und das Herausarbeiten der Konsequenzen des Handelns der Titans. Natürlich ist auch die neue Staffel nicht makellos und die hanebüchenen Erklärungen für die ein oder andere Konfliktlösung sind inzwischen fast schon Markenzeichen der Serie. Vincent Kartheiser als Antagonist macht aber einen guten Job und wer die leichtfüßige und doch etwas erwachsenere Gangart in den CW-DC-Serien schätzt, der wird wieder gut unterhalten werden. Mit zehn Folgen wäre der zentrale Kampf dieser Staffel straffer und ohne die ein oder andere überflüssige Länge besser beraten gewesen. Insgesamt sind die 13 Folgen aber vor allem erneut durch die Vielzahl an Charakteren noch kurzweilig genug, um auch die Durchhänger auszuhalten zu lassen.


    Ein Astronaut in einer rotbeleuchteten Raumstation mit ernsten Blick unter seinem Helm.
    The Silent Sea © Netflix

    The Silent Sea

    In einer Zukunft, in der die Erde zur Wüste geworden ist, spielt die Serie The Silent Sea. Mitgliedern einer Spezialeinheit haben die Mission, eine rätselhafte Probe auf einer verlassenen Forschungsstation auf dem Mond sicherzustellen. Die nächste südkoreanische Netflix-Serie nach Squid Game und Hellbound beginnt dabei in bester Der Marsianer-Manier indem eine Crew zusammengestellt wird, die für diese Aufgabe jeweils entscheidende Fähigkeiten mitbringen. Schnell wird jedoch klar, dass auch die persönlichen Geschichten der einzelnen Wissenschaftler und Raumfahrer enger mit dieser Mission verbunden sind, als man zunächst suggeriert bekommt.

    Spätestens mit dem Ende der starken Auftaktfolge ist klar, dass auch in dieser Produktion wieder keine Rücksicht auf Genregrenzen genommen wird, ganz so, wie man es inzwischen von den koreanischen Formaten kennt. In dieser Science-Fiction-Serie kommen auch immer mehr Horror-Elemente zum Einsatz, die dann eher beispielsweise an Underwater oder Life erinnern. Trotzdem spielt der wissenschaftliche Aspekte weiterhin eine Rolle und auch politische, wie persönliche Dimensionen finden in der dichterzählten Auftaktstaffel ihren Platz.

    Die Serie ist mit Stars aus Cloud Atlas und Train to Busan auch gut besetzt und hält durch einige Twists die Spannung bis zum Schluss gut aufrecht. Die klaustrophobische Bedrohungslage, die auf der verlassenen Mondbasis herrscht, kommt außerdem gut zur Geltung. Abzüge gibt es dafür, dass hier doch einiges zusammengeworfen wird, was man eigentlich inzwischen zuhauf in ähnlichen Geschichten sehen konnte. Was damit genau gemeint ist, kann aus Spoilergründen aber nicht verraten werden. Während die Innenaufnahmen in The Silent Sea durch die Bank überzeugen, muss bei den CGI-Bilder von der Mondoberfläche oder der zerstörten Erde etwas nachsichtiger sein. Auf dieser Ebene kann die Serie mit anderen aktuellen Sci-Fi-Serien, wie zum Beispiel For all Mankind und The Expanse bei weitem nicht Schritt halten.


    Vesemir und Geralt halten sich gegenseitig fest und ihre Köpfe sind eng beisammen.
    Geralt trifft in Staffel 2 seinen Mentor Vesemir wieder © Netflix

    The Witcher – Staffel 2

    Nachdem Geralt von Riva davon überzeugt ist, dass Yennefer die Schlacht von Sodden nicht überlebt hat, bringt er Prinzessin Ciri nach Kaer Morhen, den sichersten Ort, den er kennt und der seine Heimat in seiner Kindheit war. Während die Könige, Elfen, Menschen und Dämonen des Kontinents außerhalb der Mauern um die Vorherrschaft kämpfen, muss er die Prinzessin vor etwas viel Gefährlicherem schützen: vor der mysteriösen Kraft, die in ihr schlummert.

    Die erste Staffel des großen Fantasyspektakels von Netflix hatte noch mit ein paar Kinderkrankheiten zu kämpfen. Die Effekte und Kostüme entsprachen weder den Ansprüchen der Fans noch dem doch recht hohen Budget. Außerdem waren sogar Kenner der Vorlage von der konfusen Erzählweise eher verwirrt und erst das Ende hat dann den Weg bereitet, damit in Staffel zwei die große Geschichte Fahrt aufnehmen konnte. Doch die Macher haben auf das einhellige Echo gehört und die richtigen Stellschrauben nachjustiert: In den neuen acht Folgen sieht alles wesentlicher wertiger aus, die Geschichte ist linear und um einiges mitreißender und die Figuren werden nochmal um eines besser ausgestaltet.

    Henry Cavill als Geralt wirkt weiterhin als hätte man diese Figur nur für ihn erschaffen, aber speziell die Neuzuwächse im Cast werten die Produktion ad hoc nochmals auf. Die beiden Protagonistinnen Ciri und Yennefer machen in der zweiten Staffel auch wichtige Entwicklungen durch und wachsen zu noch vielschichtigeren Charakteren heran. Glücklicherweise hat man sogar beim Gewaltgrad und Nacktheit ein besseres Maß gefunden. The Witcher ist zwar immer noch durchaus blutig und hart, aber es wirkt nun zweckdienlicher und nicht mehr deplatziert. Kurzum: Ein deutlicher Qualitätssprung! Zum Glück wird das Warten auf Staffel drei schon in diesem Jahr vom Spin-Off Blood Origins verkürzt.


    Ein Bergsteiger auf einem verschneiten Gipfel. Im Hintergrund einige imposante Bergmassive.
    Was für eine Aussicht in „14 Gipfel“! © Netflix

    Netflix Geheimtipp Januar: 14 Gipfel: Nichts ist umöglich

    In der Dokumentation 14 Gipfel: Nichts ist unmöglich wird die tiefe Verbundenheit Nepals mit dem Höhenbergsteigen aus der Perspektive von Nirmal „Nimsdai“ Purja beleuchtet. Der furchtlose und lebenslustige nepalesische Bergsteiger hat sich das Unmögliche vorgenommen: Er möchte die Gipfel aller 14 Achttausender der Erde in nur sieben Monaten erklimmen und damit den bisherigen Rekord von sieben Jahren brechen. Zusammen mit einem Team erfahrener Sherpas besteigt er den Mount Everest, den K2 und andere legendäre Gipfel. Unter extremen Wetterbedingungen muss Purja dabei lebensgefährliche Entscheidungen treffen und zudem die emotionale Belastung durch seine kranke Mutter in Nepal überwinden.

    14 Gipfel ist eine spannende, actiongeladene Geschichte über Mut, Beharrlichkeit und das Überschreiten der Grenzen menschlicher Belastbarkeit. Torquil Jones übernahm die Regie und Produktion der Dokumentation und schrieb zudem das Drehbuch. Als ausführende Produzenten fungierten Jimmy Chin und Elizabeth Chai Vasarhelyi.

    https://www.youtube.com/watch?v=q-pkA3Xhpp0

    Wir hoffen, dass ihr aus diesem Beitrag ein paar Neueinträge für eure Netflix-Listen mitnehmen könnt. Falls ihr noch mehr aktuelle Tipps quer über alle Anbieter wollt, dann lohnt es sich weiterhin regelmäßig in unseren Streamcatcher-Podcast reinzuhören. Viel Spaß also beim Streamen und Podcast hören. Schreibt uns auch gerne in den Kommentaren oder über die Social Media Kanäle, wie euch dieses Format gefällt und was wir noch besser machen können.

    © Netflix

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

    • Jan Werner
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