Hilary Swank ist Oscar-prämiert und doch hat sich die Schauspielerin in den letzten Jahren eher rar gemacht. Nun erscheint hierzulande mit Alaska Daily eine weitere Serie mit Swank bei Disney+ und wir fragen uns: Hat es das Million Dollar Baby noch drauf?

Alaska Daily – Die Handlung
Eileen Fitzgerald (Hilary Swank) war eine erfolgreiche Journalistin, doch dann stolpert sie während einer Recherche über einen General und steht vor dem Nichts. Den Neuanfang sucht sie fernab des New Yorker Großstadtdschungels in Anchorage, Alaska.
Erster Eindruck zu Alaska Daily
Dieser Beitrag beschäftigt sich ausschließlich mit der ersten Folge der neuen Serie. Dementsprechend ist die Kritik auch nur auf den Auftakt bezogen und soll dazu dienen, den Lesern eine Hilfestellung bei der Entscheidung zu geben, ob sich auf Basis der ersten Eindrücke ein Blick rentiert.
Der tiefe Fall einer Journalistin – famos gespielt
Journalismus-Thriller mit Anlaufzeit
Die ganze Auftaktfolge dient vornehmlich der Exposition. Die Claims in der Redaktion in Anchorage werden abgesteckt, erste Rivalitäten etabliert, der Vermisstenfall eingeführt und Schwächen der Protagonistin angedeutet. Glücklicherweise ergötzt man sich nicht in Klischees des Unterschieds zwischen amerikanischer Provinz und Großstadt. Die journalistische Arbeit ist permanent im Mittelpunkt, wodurch man doch Seit an Seit mit der Interesse an dem Fall entwickelt und gemeinsam auf die Spurensuche geschickt wird. Verglichen mit Journalismus-Thrillern, die als Film vorgetragen werden, fühlt sich Alaska Daily vielleicht etwas behäbig an. Dafür bekommt man ein wesentlich besseres Gefühl für die Handlungsträger und ihre Hintergründe.

Wer sollte sich Alaska Daily nicht entgehen lassen?
Wer sich für investigative Arbeit von Journalisten interessiert, der wird hier voll auf seine Kosten kommen. Ansonsten ist die Geschichte aber auf den ersten Blick auch ein stimmiges Drama mit viel Potenzial. Irgendwo zwischen Inventing Anna und Mare of Easttown sortiert sich die ABC-Produktion tonal ein. Bei weitem nicht so reißerisch wie erstere, aber auch nicht so niederschmetternd wie letztere Serie. Im Pilotfilm wird auch angedeutet, dass der Umgang mit Indigenen in den USA auch noch wichtig werden könnte und die Vergangenheit der Protagonistin diese so schnell nicht loslassen wird. Außerdem brodeln auch in der alaskanischen Abgeschiedenheit politische Intrigen größeren Ausmaßes unter der Oberfläche. Alles in allem ist der Auftakt kein Kracher, aber viele vielversprechende Ansätze sind vorhanden, damit sich diese Staffel im Verlauf zu einem echten Genre-Highlight entwickeln könnte. Da die Darsteller und die Dialoge einen mehr als guten Ersteindruck hinterlassen, überwiegt der Optimismus, dass die Story ihre Versprechen einhalten kann.
Unser Fazit zum Auftakt von Alaska Daily
Alaska Daily beginnt zwar ohne großen Knall, aber schafft es ad hoc eine interessante Hauptfigur zu etablieren und Interesse an den Recherchen zu schüren. Die Voraussetzungen sind gut und auch wenn nach dem Pilot noch im Nebel gestochert werden muss, wie sich der Journalismusplot entwickelt, so wagen wir dennoch eine vorsichtige Empfehlung.
Die erste Staffel von Alaska Daily ist am 22. Februar bei Disney+ mit Folge 1 gestartet und geht fortan wöchentlich weiter!
© 20th Century Fox Television
Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

