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    Startseite » Death Valley
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    Death Valley

    Sascha Grethmannvon Sascha Grethmann23. Mai 2022Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Das Monster inspiziert den gefesselten Marshall | Death Valley
    Das Monster hat Marshall gesehen ©Koch Films
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    Mit Death Valley schlüpft Psycho Goreman Darsteller Matthew Ninaber nicht nur erneut in ein Monsterkostüm, sondern setzt sich auch auf den Regiestuhl. Ob die Hommage an das Action-/Monsterkino auch aufgeht, erfahrt ihr in unserer Rezension!

    Die offizielle Blu-Ray von Death Valley
    Das offizielle Blu-Ray Cover zu Death Valley

    Death Valley – Die Handlung

    Death Valley erzählt die Geschichte der zwei Söldner Beckett (Jerry Ninaber) und Marshall (Ethan Mitchell), die für eine Rettungsaktion in den Dschungel gesandt werden. Dort gab es einen Zwischenfall in einer unterirdischen Forschungseinrichtung, in welcher sich die letzte überlebende Forscherin Chloe (Kristen Kaster) nun verschanzt hat und auf ihre Rettung wartet. Auf dem Weg dorthin kämpfen sich die beiden durch das Dickicht, ohne zu wissen, was tatsächlich im Bunker auf sie wartet…

    Marshall und James sind zu Beginn ihrer Mission | Death Valley
    Marshall und Beckett im Dickicht ©Koch Films

    Videospiele und wo sie zu finden sind

    Die Handlung von Death Valley ist nicht nur sehr überschaubar, sondern wirkt alles in allem wie ein Fanfilm zu einem nichtexistenten Videospiel. Die Prämisse allein klingt bereits wie die Eröffnungsmission eines Actionspiels in den frühen 2000er Jahren. Dazu gibt es sogar die passende Introsequenz im Film, in der die Mission der beiden Söldner anhand einer mäßig animierten Karte erklärt wird. Tatsächlich schwingt in dem Film etwas von Uwe Bolls Verfilmung von Far Cry (2008) mit, die auf dem gleichnamigen Computerspiel basiert. Erst schießen die beiden sich durch den Dschungel, um dann im dunklen Bunker gegen Mutanten und Monster zu kämpfen. Zwischendurch wird auch immer mal wieder gezeigt, wie es der Forscherin Chloe im Bunker geht und wie sie sich vor dem Monster versteckt.

    Kameraführung und Schnitt sind wenig experimentell, weisen aber das ein oder andere Gimmick auf, wenn zum Beispiel eine Kamera die Perspektive des Monsters einnimmt oder auf einem Gewehr montiert ist. Der Look des Films ist sehr digital, trägt dadurch aber zum trashigen Charme bei. Ebenso passend dazu sind die quasi nicht vorhandenen Charakterzeichnungen der Figuren. Es wird zwar ein Minimalaufwand betrieben, dass die beiden nicht nur namenlose Söldner sind, doch werden diese sehr leichten Vertiefungen im weiteren Filmverlauf nicht wieder aufgegriffen.

    Im Bunker angekommen trifft Marshall auf die Forscherin Chloe | Death Valley
    Marshall eskortiert die vermisste Forscherin © Koch Films

    Digitales und Handgemachtes

    Aber nicht nur die Handlung von Death Valley wirkt wie ein Fanfilm. Die Effektarbeit lässt ebenfalls zu wünschen übrig.  Besonders die vielen digitalen Effekte, insbesondere Mündungsfeuer und Explosionen, stechen sehr negativ hervor. Darunter leidet die sowieso schon wackelige Immersion des Films leider noch mehr. Es gibt zwar auch den ein oder anderen handgemachten Special Effect, allerdings unterrepräsentiert und deswegen stark in der Wirkung eingeschränkt. Sehr positiv sticht deshalb das Monster hervor, welches vom Regisseur und Drehbuchautor höchstpersönlich gespielt wird. Hierbei handelt es sich um ein Ganzkörper-Kostüm, das auch im Trailer und auf dem Coverposter zu sehen ist. Besonders, wenn es im in den Schatten lauert und nur im Zwielicht zu sehen ist, wirkt es bedrohlich. Das Monsterdesign erinnert dabei an eine Mischung aus „Nemesis“ aus den Resident Evil-Spielen, verschiedenen Dämonen aus Doom und den Bühnenoutfits der Metalband Slipknot, was die trashige Fanfilm-Atmosphäre erneut unterstreicht.

    Im Bunker angekommen werden die Büros durchsucht | Death Valley
    Irgendwas im Bunker ist faul ©Koch Films

    Unser Fazit zu Death Valley

    Death Valley fühlt sich in beinahe allen Punkten wie ein Fanfilm zu einem Videospiel an, das es gar nicht gibt. Das Monsterdesign sieht zwar nett aus, kann die Massen an miesen digitalen Effekten allerdings nicht wettmachen oder die kaum vorhandene Handlung kompensieren. Einer der wenigen positiven Aspekte ist der sehr trashige Charme, den der Film durchweg versprüht. Zur Blu-Ray gibt es ebenfalls nicht viel zu sagen, da beim Bonusmaterial nur einige Trailer dabei sind. Making-of oder Behind-the-Scenes sucht man vergebens. Sicherlich ein Film, der bei einem Trashfilmabend mit Snacks und Kaltgetränken gut aufgehoben ist.


    ©Koch Films

    Sascha Grethmann

    Sascha ist seit 2020 Autor bei Filmtoast und interessiert sich für ein breites Spektrum an Pop-Kultur. Zu Hause fühlt er sich besonders irgendwo bei Horror, Action,Thrillern, Animationsfilmen und Musicals.

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