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    Extrapolations

    Jan Wernervon Jan Werner10. März 2023Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    Apple hatte, seitdem das Unternehmen auch im Streaming-Game mitspielt, noch selten Probleme mit großen Namen Zuschauer für seine Produktionen zu locken. Extrapolations setzt dem nun die Krone auf. Die Klimakrise schreit thematisch aber auch förmlich nach dieser Form von Aufmerksamkeit. Doch ist die Anthologie nun auch unterhaltsam oder nur belehrend?

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    Key Art von Extrapolations
    Key Art von Extrapolations © Apple TV+

    Extrapolations – Die offizielle Handlungsangabe

    Extrapolations ist eine ergreifende Zukunftsvision vom Autor, Regisseur und ausführenden Produzenten Scott Z. Burns, in der die chaotischen Auswirkungen des Klimawandels bereits zum Alltag geworden sind. Die acht miteinander verwobenen Geschichten über die Liebe, die Arbeit, den Glauben und das Familienleben aus der ganzen Welt erzählen von persönlichen Schicksalen und Entscheidungen, die getroffen werden müssen, wenn sich der Planet schneller verändert als seine Bevölkerung. Jede Geschichte ist anders, aber der Kampf um unsere Zukunft bleibt der gleiche. In einer Zeit, in der das Schicksal der Menschheit gegen die tickende Uhr läuft, ist die Entscheidung zwischen Mut und Bequemlichkeit so dringlich wie nie zuvor. Sind wir mutig genug, selbst zur Lösung für unsere eigenen Verfehlungen zu werden, bevor es zu spät ist?

    Staffelkritik zu Extrapolations

    Dieser Beitrag beschäftigt sich ausschließlich mit der ganzen Miniserie. Dementsprechend ist die Kritik auch als Gesamteindruck zum neuen Anthologie-Format gedacht und soll dazu dienen, den Lesern eine Hilfestellung bei der Entscheidung zu geben, ob sich auf dieser Basis ein Blick rentiert.

    Anthologie zwischen 2037 und 2070

    Die acht Folgen der Staffel sind chronologisch geordnet und tragen jeweils den Titel des Jahres, in dem sie weitestgehend spielen sollen. Den Auftakt bildet dabei eine Geschichte, die im Jahr 2037 während einer weiteren Weltklimakonferenz stattfindet. Dabei werden schon in der ersten Episode verschiedene Orte auf dem ganzen Globus besucht, überall sind die Folgen des Klimawandels um einiges mehr zu spüren als im Hier und Heute. Wasserknappheit, Waldbrände – zur Normalität geworden und dadurch noch existenzbedrohender als in unserer Zeit…

    Die verschiedenen Akteure, die wir kennenlernen sollen auch ein breites Spektrum an aktiv Beteiligten abdecken – und mitunter anklagen. Passiv ist schon im Jahr 2037 jeder noch mehr von den katastrophalen Folgen tangiert, zumindest in diesem auf Realismus getrimmten Zukunftsszenario von Scott Z. Burns. Da sind dann natürlich die Wissenschaftler, die profitorientierten Magnaten, die Aktivisten – doch die verwobenen Schicksale, wie es in der Synopsis so vollmundig heißt, entfalten aufgrund der schieren Maße an Handlungssträngen nicht alle ihre Wirkung. Manche Figuren bleiben recht blass, ihre stellvertretende Rolle im großen Ganzen geht damit aber auch etwas unter. Die Mammutaufgabe in dieser Projektion fast jeden Aspekt anreißen zu wollen, der durch das Fortschreiten der jetzt schon zu merkenden Entwicklungen, war vermutlich nicht zu bewältigen. Vielleicht wäre es daher geschickter gewesen, einzelne Facetten herauszuheben und damit diesen Komponenten mehr punch zu verleihen.

    Ein mahnender Zeigefinger im Serienformat mit Stars en masse

    Anthologie-Formate müssen sich seit einigen Jahren zwangsläufig den Vergleich mit Black Mirror gefallen lassen. Speziell auch noch durch die Zukunftsgewandtheit im selben Perspektivenspektrum verortet, ist diese Gegenüberstellung bei Extrapolations unausweichlich. Das Apple-TV-Format ist im Grunde genommen eine Klima-thematische Staffel des Charlie-Brooker-Gedankenspiels, doch fehlt es teilweise an Fokus in den einzelnen Geschichte und im Gesamtbild trotz der Drastik des Themenfeldes irgendwie an Punch. Burns buchstabiert in den ersten Einzelfolgen nur aus, was laut derzeitigem Stand der Forschung wohl in naher Zukunft auf die Menschheit zukommt. Das garniert er dann mit persönlichen Geschichten, die von den großen Stars getragen werden sollen.

    Meryl Streep sitzt hinter einem Esstisch und hält ein Kinderbuch in der Hand. Extrapolations
    Meryl Streep ist Teil des extraklasse Cast © Apple TV+

    Die individuellen Schicksale schaffen es schon über weite Teile emotional das Publikum ins Geschehen hineinzuziehen. Trotzdem fehlen Wow-Momente, unerwartete Tiefschläge und Pointen. Dazu kommt, dass man teils mit surrealen, traumartigen Szenen versucht die Situationen noch auf eine abstraktere Ebene zu heben, was nur bedingt ausgegoren wirkt und mitunter sogar ins unfreiwillig komische abgleitet. Wie nahezu alle Serien, die in diesem Erzählformat vorgetragen werden, gibt es auch in Extrapolations eine qualitative Schwankung. Tonal unterscheiden sich die Einzelgeschichten hier weniger als beispielsweise bei Love, Death+Robots. Dennoch sind schwingt bei ein paar davon der Humor etwas stärker neben dem erhobenen Zeigefinger mit als bei den komplett anprangernden Teilen.

    Mit Fortschreiten der Staffel nimmt der philosophische Anteil zu

    Je weiter sich die Jahre, in denen die Folgen jeweils spielen, von unserer Jetztzeit entfernen, desto mehr verlässt Extrapolations den wissenschaftlich nachvollziehbaren Pfad und gleitet in Richtung Science-Fiction-Dystopie mit philosophischem Anstrich ab. Kurzum, je weiter die Zeit voranschreitet, desto mehr fühlen sich die Folgen wirklich nur wie recht durchschnittliche Black-Mirror-Visionen der Zukunft an. Speziell die dritt- und die vorletzte Geschichte sind dabei eigentlich Gedankenspiele des technischen Fortschritts, die kaum noch den Bezug zur Klima-Thematik haben. Ausgerechnet diese beiden Folgen sind aber mitunter die stärksten der Staffel.

    Im Gegensatz zu Black Mirror gibt es jedoch in Extrapolations doch eine Klammer, die die Staffel zusammenhält: Die Tech-Magnaten-Figur, die Harington offensichtlich an die Zeitgenossen Gates, Cook und Musk angelehnt, spielt, hat mit seinem Konzern – so die Vision – wahrlich in jeden Lebensbereich der Zukunft die Einflusssphäre erweitern können und somit sind viele der technologischen Ideen, die weitestgehend Weiterentwicklungen dessen sind, woran aktuell wirklich von den großen Silicon-Valley-Firmen gewerkelt wird, Teil der Handlung der Kapitel. Die erste wie die letzte Folge haben dann auch explizit die Entscheidungen des einflussreichen Tech-Gurus im Fokus und so handelt die letzte Folge – so viel kann verraten werden – im Jahr 2070 von der Frage nach Konsequenz und Verantwortlichkeit.

    Wer sollte sich Extrapolations nicht entgehen lassen?

    Manche der Hochkaräter haben handlungstragende Rollen, bei anderen beschränken sich die Auftritte auf Einzelszenen. Fest steht, dass es Apple hoch anzurechnen ist, diese ganzen Namen für dieses auch etwas experimentelle Stück gewonnen zu haben. Das verleiht den wichtigen Botschaften fast mehr Dringlichkeit und Nachdruck als die doch insgesamt nicht sonderlich auf shock value geeichten Bilder. Wer sich auf Gedankenspiele mit philosophischer Komponente einlassen will, der bekommt hier eine Reihe von durchschnittlichen bis guten Black-Mirror-artigen Kurzgeschichten, deren Klammer nicht ganz so gut funktioniert, wie Schöpfer Burns es sich gedacht haben mag. Was das britische Vorbild dem Apple-Pendant jedoch voraus hat, ist, dass man dort schneller weiß, auf den Punkt zu kommen. Die Folgen in Extrapolations sind fast ausnahmslos zu langatmig, da die Bilder, die man zeigt auch wirklich nicht so viel Zeit zum Wirken brauchen.

    Unser Fazit zu Extrapolations

    Scott Z. Burns hat sich auf die Fahne geschrieben, brennende Gesellschaftsfragen in fiktionale Geschichten zu packen und so hoffentlich Aufmerksamkeit dafür zu generieren. In The Report hat er sich dem Guantanamo-Skandal zugewandt, in The Laundromat einem globalen Finanzbetrug gewidmet und mit Contagion die Blaupause eines beängstigenden Pandemiefilms vorgelegt. Es gibt potentiell also kaum einen geeigneteren Autoren und Filmemacher, um auch der Klimaproblematik nochmal mediale Aufmerksamkeit zu verleihen, obgleich man sich schon die Frage gefallen lassen muss, ob das Thema dieses Brennglas-Projekt in unserer Zeit überhaupt nötig hat. Nichtsdestotrotz schaffen es einige Episoden – mal mehr, mal weniger allein wegen der Stars vor der Kamera – im Gedächtnis zu bleiben. Ebenfalls lobend erwähnen kann man, dass zum Großteil auch nicht dramatisch übertrieben wird, wodurch die aufgebotenen Szenarien doch sehr realistisch daherkommen. Ein insgesamt überdurchschnittlicher Beitrag zu der womöglich dringlichsten Debatte des 21. Jahrhunderts.

    Extrapolations startet am 17. März bei Apple TV+ mit drei Folgen und geht danach im Wochenrhythmus weiter!


    © Apple TV+

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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