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    Kleo

    Jan Wernervon Jan Werner12. August 2022Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Mit Kleo versucht sich Netflix schon wieder an einer Spionagegeschichte. Das Setting hingegen ist hierfür für den Streamingdienst noch unverbraucht. Doch ist die deutsche Produktion damit auch wirklich etwas Neues?

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    Kleo (Jella Haase) steht mitten in einem Tunnel. Sie trägt einen blauen Trainingsanzug und hält eine Taschenlampe während sie sich nach hinten umsieht.
    Kleo im Tunnel zwischen Ost- und Westberlin © Netflix

    Kleo – Die offizielle Handlungsangabe

    1987: Die DDR-Top-Spionin Kleo liquidiert im Auftrag eines geheimen Stasi-Kommandos einen Geschäftsmann in West-Berlin. Doch kurz darauf wird sie von der Stasi unter fadenscheinigen Gründen verhaftet, und sogar von ihrem eigenen Großvater verleumdet. Nach zwei Jahren im Gefängnis fällt plötzlich die Mauer und Kleo kommt frei. Schnell stellt sich heraus, dass die Intrige gegen sie viel größer ist als angenommen und dass dabei ein ominöser roter Koffer eine entscheidende Rolle zu spielen scheint. Und so begibt sich Kleo auf einen Rachefeldzug, der sie durch ein anarchisches Berlin, durch improvisierte Elektro-Clubs und mallorquinische Fincas und schließlich bis in die chilenische Atacama-Wüste führt. Immer gefolgt von dem Westberliner Polizisten Sven, der hier den Fall seines Lebens wittert.

    Die permanente Frage lautet: meinen die das ernst?

    Was will diese Serie eigentlich sein? Auch nach der ganzen achtfolgigen Auftaktstaffel lässt sich das nicht klar beantworten. Soll Kleo ein ernstgemeinter Agententhriller sein? Will man das Genre mit dem Wendezeit-Anstrich durch den Kakao ziehen? Soll die Story gar eine Red-Sparrow–Parodie sein oder einfach in Fahrwassern von Hunters oder Killing Eve mit schwimmen? Will man eine Ossi-Persiflage auf Atomic Blonde darbieten oder ist die 08/15-Rachegeschichte auch nur ein weiterer Aufguss einer Tropen-Aneinanderreihung wie zuletzt The Terminal List? Die ganze Staffel hinterlässt mit ziemlicher Sicherheit die meisten Zuschauer ziemlich ratlos zurück. Ratlos auch darüber, ob das nun unterhaltsam, weil gewollt pulpig, fast trashig erzählt oder hundsmiserabel, weil teilweise völlig absurd und mitunter unfreiwillig(?) klamaukig, finden soll.

    Und dann krankt auch Kleo noch an einem Problem, das viele deutsche Serienproduktionen der letzten Jahre teilen: wie beispielsweise in Biohackers hat man auch hier wieder der Hauptfigur einen extrem nervigen Mitbewohner als Sidekick zur Seite gestellt, dessen einzige Aufgabe wirklich daraus besteht beim Publikum für entnervtes Augenrollen zu sorgen. Dem ganzen die Krone aufsetzen, tut man jedoch damit, dass man als MacGuffin, den es zu finden gilt, tatsächlich einen roten Koffer ausgelobt hat. Eigentlich sollte dies jedem vergegenwärtigen, dass diese Serie eigentlich nicht ernst genommen werden will und kann. Leider haben die Macher das selbst jedoch nicht als so eindeutig verstanden.

    Tilo, der Nachmieter von Kleo posiert lasziv auf eine bunten Couch vor Blumenvorhang und Stehlampe.
    Nachmieter von Kleo: Tilo. © Netflix

    Für wen ist Kleo einen Blick wert?

    Klar, in dieser Kritik wird auf Spoiler verzichtet, aber – so viel kann verraten werden – mit einigen Szenen insbesondere in der zweiten Staffelhälfte und im Finale schießt man so krass übers Ziel hinaus, dass man tatsächlich damit seinen Spaß haben kann. Die Figuren sind so überzeichnet geschrieben und auch nochmal mindestens so übertrieben gespielt, dass man sich auch hier wieder fragt, ob es eigentlich Karikaturen auf Charaktere aus dem Genre sein sollen. Das fängt schon bei den plötzlichen Gewaltexzessen der Titelfigur an, geht bei Hardcore-Ossi Uwe weiter und macht auch vor dem Ermittler Sven nicht halt. Nachvollziehbar ist hier absolut nichts mehr, aber irgendwie entsteht dadurch ein undefinierbarer Charme. Wenn dann in einer Verfolgungsjagd, die klischeehafter nicht inszeniert werden könnte, Max Richters „On the Nature of Daylight“ erklingt, dann wird die Szene so krass auf sämtlichen Ebenen gebrochen, dass man wirklich laut auflachen muss.

    Das große Problem bleibt nur auch beim hemmungslos lächerlichen Finalakt, dass man den Eindruck nie abschütteln kann, dass sich die Macher des eigenen Klamauks nicht wirklich bewusst waren. Geht man also mit der Erwartungshaltung an Kleo heran, eine gut ausgestattete Trashfilm-Hommage an Verschwörungsfilm-Klassiker vor charmanter Anfang-90er-Kulisse zu bekommen, wird man womöglich eine gute Zeit mit den acht Folgen haben. Diese sind zwar Netflix-typisch auch wieder zwei Episoden zu viel, aber selbst das lässt sich dann verschmerzen. Nimmt man jedoch die Serie ernster wie sie die Darsteller offensichtlich selbst genommen haben, dann wird man sich spätestens ab der zweiten Folgen schon nur noch permanent die Haare raufen, ob der Aneinanderreihung von DDR-Klischees oder dem überbordenden Overacting.

    Unser Fazit zu Kleo

    Kleo ist eine kleine Trash-Perle, die wahrscheinlich gar nicht als solche gemeint war. Ob freiwillig oder unfreiwillig komisch, ist jedoch irrelevant, wenn man sich auf die Absurditäten und die hemmungslos überzeichneten Figuren einlassen kann. Völlig unbedarft von alledem kann man jedoch festhalten, dass es den Machern auf alle Fälle gelungen ist, das Berlin kurz nach der Wende authentisch zum Leben zu erwecken.

    Kleo ist komplett ab dem 19. August bei Netflix abrufbar!


    © Netflix

    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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