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    Lady in the Lake

    Jan Wernervon Jan Werner19. Juli 2024Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Apple TV+ schafft es von Serie zu Serie Stars vor die Kamera zu locken, die man bislang fast ausnahmslos auf der Leinwand bewundern durfte. Lady in the Lake ist nun der überraschende Serienauftritt von Natalie Portman. Aber sie ist nicht das einzige Argument, das fürs Einschalten spricht.

    Lady in the Lake – Die Story

    Als an Thanksingiving 1966 das Verschwinden eines jungen Mädchens die Stadt Baltimore erschüttert, geraten die Leben zweier Frauen auf einen tödlichen Kollisionskurs. Maddie Schwartz (Natalie Portman), eine jüdische Hausfrau, die ihre Vergangenheit hinter sich lassen und sich als Enthüllungsjournalistin neu erfinden will, und Cleo Sherwood (Moses Ingram), eine Mutter, die sich in der politischen Unterwelt des schwarzen Baltimore zurechtfindet, während sie darum kämpft, ihre Familie zu ernähren. Ihre unterschiedlichen Leben scheinen zunächst parallel zu verlaufen, doch als Maddie sich auf Cleos rätselhaften Tod fixiert, öffnet sich ein Abgrund, der alle um sie herum in Gefahr bringt.

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    Duell zweier Star-Wars-Stars

    Ich meine hier keine Absicht unterstellen zu können, aber es ist schon interessant, dass in Lady in the Lake zwei Darstellerinnen aufeinandertreffen, die jeweils nicht ganz unwichtige Auftritte in Star-Wars-Projekten hatten. Natalie Portman hatte ihren finalen Durchbruch nach ihrem furiosen Auftauchen in Léon – Der Profi als Padmé Amidala in Star Wars – Die dunkle Bedrohung während Moses Ingram in der verhalten rezipierten Obi-Wan-Kenobi–Serie eine spannende Nebenfigur mimte, dabei aber nicht ihr ganzes Potenzial offenbaren konnte. Vielleicht ist einigen Zuschauer:innen sogar ihr Mitwirken in Das Damengambit eher im Gedächtnis verblieben. Nun aber treffen die beiden Darstellerinnen hier aufeinander – und dürfen, jede für sich, wesentlich mehr von ihrem Talent an den Tag legen als in der Sternenkriegs-Saga.

    Innerhalb der Story treffen die beiden Schauspielerinnen (erstmal?!) gar nicht zusammen, ihre Stränge laufen lange Zeit autark nebeneinander her, beeinflußen sich gegenseitig aber trotzdem. Dabei lernen wir die jeweiligen Lebensrealitäten ziemlich ausführlich kennen, und bekommen so einen umfassenden Eindruck davon, wie Maddie und Cleo ticken und in ihrer Umwelt auftreten. Ein erzählerisches  Instrument in Lady in the Lake ist, dass man nicht immer genau weiß, wo man sich gerade in der Chronologie befindet.

    Interessant wird diese Verfilmung allein schon dadurch, dass man sowohl an Maddies als auch an Cleos Seite in Milieus mit ganz eigenen Regeln eintaucht. Diese beiden Welten scheinen, obgleich sie innerhalb der gleichen Stadt existieren, irgendwie Lichtjahre voneinander entfernt zu sein. Und trotzdem gibt es verbindende Elemente, mit der sich beide Frauen auseinandersetzen müssen – und die eben genau die Brennpunkte sind, die schon im Buch so herausragend beleuchtet und verbunden wurden: Ausgrenzung, Misogynie, Rebellion.

    Jeder rebelliert auf seine Weise

    Lady in the Lake versetzt uns in die 60er-Jahre, Dank einer für Apple-TV+-Verhältnisse inzwischen gewohnt starken Ausstattung auch mit hohem Realitätsgrad, und inszeniert ein Baltimore als vieldimensionalen Schauplatz und Schmelztiegel, wo sich Konflikte allerorten kurz vor der Eruption befinden und dieser Ausbruch schon in vollem Gange ist. Maddie Schwartz ist dabei eine interessante Figur, weil sie aus eigenen Stücken aus ihrer eigentlich sicheren Rolle in der Gesellschaft ausbrechen will. Eine Hausfrau, die der Neugier verfällt und ihre Nase als Reporterin zu tief in Geschichten reinsteckt, sodass sie immer mehr Teil einer kriminellen Unterwelt wird. Ein Stück weit erinnert das dann an die Liv Lisa Fries Rolle in Babylon Berlin.

    Und auch inszenatorisch gibt es Szenen, die Reminiszenzen an die deutsche Benchmark-Produktion liefern. Denn wie das pulsierende Nachtleben in den Jazz-Clubs hier eingefangen wird, hat einen vergleichbaren Sog und hier wie dort trägt die Lebendigkeit der nächtlichen Parallelwelt dazu bei, dass die ganze Geschichte glaubhafter und greifbarer wird.

    Ob das von ungefähr kommt, sei dahingestellt, denn tatsächlich ist die Autorin des Romans, Laura Lippman, die Gattin von niemand Geringerem als David Simon, seines Zeichens Schöpfer von The Wire und eben auch The Deuce. Letztere Serie hat vor einigen Jahren enorm authentisch und wuchtig das Rotlichtmilieu von New York City in einer vergleichbaren Epoche in rauschende Bilder verpackt, an die nun auch die Art der Darstellung in Lady in the Lake erinnert.

    Atmosphärischer Krimi, aber auch ein spannender?

    Bei all den Emanzipations- und Sozialkritik-Versatzstücken, bei den ganzen Hintergrundgeschichten zu den beiden Protagonistinnen und bei allen stilvoll eingefangenen Partyszenen bleibt da am Ende der Thriller-Aspekt von Lady in the Lake auf der Strecke? Nun, die Stärken dieser Adaption liegen ohne jeden Zweifel im Aufbau einer dichten, permanent angespannten und mit Mystery-Elementen zusätzlich aufgeladenen Atmosphäre. Besonders effektiv ist dabei auch der Einsatz von (Alb)traum-Sequenzen, bei denen die Übergänge zum tatsächlich Passierenden stets fließend sind. Das Spiel mit der Verwirrung des Publikums gelingt weitestgehend.

    Und trotzdem, wie bei jedem guten Mystery-Thriller, steht und fällt das Gesamtkonstrukt dann doch mit der Auflösung und dem Zusammenführen der Erzählfäden. Nach und nach kommt hier Licht ins Dunkel, wobei sich einige Zusammenhänge schon eher erahnen lassen. Die Wahrheit, die Maddie durch ihre Ermittlungen für ihre Story droht an die Öffentlichkeit zu bringen, stellt die jüdische Journalistin gegen Ende vor allem vor innere Konflikte, was aus der Serie im Endeffekt mehr ein Charakterdrama als eine Ermittlungsgeschichte macht. Das ist konsequent, lag doch der Fokus von Beginn an auf dem, was die Geschehnisse mit den Beteiligten machen.

    Starke Frauen, klischeehafte Männer

    Natalie Portman macht einen tollen Job, verkörpert den Kampf zwischen den eigenen Moralvorstellungen, den gesellschaftlichen Konventionen und den Konsequenzen für Dritte mit Bravour. Dass sie auch die manischen Momente unangestrengt aus dem Ärmel schüttelt, wird nach Black Swan keinen überraschen. Auch Moses Ingram ist mit einer etwas borstigen Attitüde perfekt in ihrer Rolle besetzt. Auf der anderen Seite machen auch die Herren im Cast einen guten Job, da sie schaffen, genau dem Bild zu entsprechen, was man von dominanten Männern in jener Zeit vor Augen hat. Das entspricht dem Klischee, aber nun mal leider auch der Wahrheit in Bezug auf die Rollenzuweisungen, die noch vor einem halben Jahrhundert omnipräsent waren.

    Natalie Portman als Maddie Schwartz ist neugieriger als es sich für die damalige Zeit gehörte… © Apple TV+

    © Apple TV+

    Unser Fazit zu Lady in the Lake

    3.5 Sehenswert

    Mehr atmosphärisches Gesellschaftsbild mit Mystery-Thriller-Versatzstücken als eine geradlinige Aufklärung eines Verbrechens mit einer unerwarteten Ermittlerfigur, ist Lady in the Lake eine starke Adaption, die einiges zu sagen hat. Da jedoch der Krimi nur Gerüst für die sozialkritischen Botschaften ist, zieht sich dieser Part dann doch etwas. Mangels Tempo werden einige wohl hierfür nicht die Aufmerksamkeit aufbringen, die der Subtext und die zahlreichen Andeutungen verdienen. Zum Glück hat man mit Natalie Portman einen Star im Cast, der allein einige Zuschauer:innen bis zum Ende zum Dranbleiben animieren wird.

    Lady in the Lake streamt bei Apple TV+!

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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