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    Shōgun

    Jan Wernervon Jan Werner15. Februar 2024Keine Kommentare6 min Lesezeit
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    “SHŌGUN” -- Pictured: Hiroyuki Sanada as Yoshii Toranaga. CR: Kurt Iswarienko/FX
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    Shōgun war für den Rezensenten in seiner Jahresvorschau eines der heißesten Eisen im Feuer. Umso höher jedoch die Erwartungen, desto höher auch die Fallhöhe. Kann die FX-Adaption des Historienromanklassikers nun dem gerecht werden?

    Plakat zu Shōgun
    Plakat der Serie © 2023 Disney und seine verbundenen Unternehmen

    Shōgun – Die offizielle Handlungsangabe

    FX’s Shōgun eine Originaladaption des Bestseller Romans von James Clavell, spielt in Japan im Jahre 1600 zu Beginn eines jahrhundertelangen Bürgerkriegs. Produzent Hiroyuki Sanada spielt die Hauptrolle des Lords Yoshii Toranaga, der um sein Leben kämpft, nachdem sich seine Feinde gegen ihn verbündet haben.

    Als ein mysteriöses europäisches Schiff in einem nahegelegenen Fischerdorf gestrandet ist, verfügt dessen englischer Lotse, John Blackthorne über Geheimnisse, die Toranaga helfen könnten, die Waage der Macht zu kippen und den gewaltigen Einfluss von Blackthornes eigenen Feinden – den Jesuitenpriestern und portugiesischen Kaufleuten – zu zerstören. Toranagas und Blackthornes Schicksal ist untrennbar mit der Dolmetscherin Toda Mariko verbunden, einer geheimnisvollen christlichen Adligen und die letzte Vertreterin eines in Ungnade gefallenen Geschlechts. Während sie ihrem Lord inmitten dieser angespannten politischen Landschaft dient, muss Mariko ihre neu gefundene Freundschaft mit Blackthorne, ihre Verpflichtung gegenüber dem Glauben, der sie gerettet hat, und ihre Pflicht gegenüber ihrem verstorbenen Vater unter einen Hut bringen.

    Die Konkurrenz ist groß

    Das Mittelalter in Europa wirkt oftmals wie die Steinzeit, sieht man sich im Vergleich dazu das feudale Japan zur selben Zeit an. Das mag ein Stück weit schon die Faszination, die speziell diese Periode in dieser Region Fernostasiens bis heute auf Menschen auch hierzulande verströmt, begründen. Erst kürzlich widmete sich Netflix auf herausragende Weise im Animations-Stil mit Blue Eye Samurai dem mythenumwobenen Zeitalter. Filme aus Japan selbst gibt es auch etliche, die weltweit viel Aufsehen erregt haben, aber tatsächlich westliche Produktionen – oder zumindest Co-Produktionen – gab es seit der ersten Verfilmung des Ausgangsstoffes von Shōgun nur wenige.

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    Dementsprechend sitzt nun diese Adaption von Beginn an etwas zwischen den Stühlen, konkurriert man doch quasi an zwei Fronten mit Konkurrenten: einerseits mit japanischen Historienfilmen und andererseits mit aktuellen westlichen Historienepen, die entweder fantastisch oder historisch einigermaßen akkurat, sich den eher hier vertorteten Geschehnissen früherer Jahrhunderte widmen. Nennen wir das Kind doch beim Namen! Die Referenzen mit denen sich die FX-Produktion Vergleiche gefallen lassen muss, sind entweder absolute Klassiker, beispielsweise von Kurosawa, oder moderne Serienmeilensteine wie Vikings und Game of Thrones.

    Episch, umfangreich und anspruchsvoll

    Dieser Konfrontation geht der Neuling jedoch von Beginn an selbstbewusst entgegen. Bereits der Auftakt unterstreicht den epischen Anstrich. Viele Charaktere werden eingeführt, die Ausgangslage mit viel Pathos dramaturgisch hochgeschaukelt. Die Dialoge sind teils etwas bedeutungsschwanger und zu nachdrücklich vorgetragen, was jedoch gut zur drückenden Atmosphäre passt. Nur bleiben die Figuren dadurch anfangs etwas unnahbar. Die Scale hingegen ist vom ersten Moment an überwältigend. Man merkt, dass hier weniger als bei anderen aktuellen Großprojekten mit Volume-Technik oder Green Screen gearbeitet wurde. Das verleiht der Produktion einen kinoreifen Look. Die Kameraarbeit ist fantastisch und lädt insbesondere in den Schlachten zum Schwärmen ein. Dazu ist das Colorgrading mit bedacht gewählt und stimmig. Allein auch die Bilder auf hoher See sind so immersiv, wie seit Master and Commander nicht mehr gesehen.

    Inhaltlich soll natürlich so wenig wie möglich vorweggenommen werden. Was jedoch schon ein gewisser Vorteil ist, ist Vorwissen rund um die ein oder andere Gepflogenheit des historischen Japans. Einiges wird zwar auch erklärt, aber manches kann das Publikum auch nur verstehen, wenn einem bestimmte Werte, die für die jeweiligen Akteure eine andere Gewichtung genießen, richtig eingeordnet werden können. Das ist auch gleich das Element, das, während sich doch einige Konflikte redundant zu denen anderer Serienepen anfühlen, am ehesten frisch und eigenständig anfühlt. Die Handlung per se ist für die acht Folgen recht überschaubar, beziehungsweise linear, kennt man eben Formate, in denen ebenfalls Ränkespiele politisch Mächtiger im Mittelpunkt stehen und Einzelschicksale dort eingewoben werden.

    Toller Cast, viel Spannung, wenig Wow

    Das Problem bleiben hier, wie angeklungen, die überaus umfangreichen Charaktere. Das liegt mitnichten an deren Schauspielenden, denn die schaffen es doch noch auch ansonsten unterkühlt rüberkommenden Figuren etwas charakterliche Tiefe einzuhauchen. Mehr liegt es an der Zeichnung der Rollen im Skript, die sich zu sehr nach Schema-F anfühlt. Eben nach dem, was man aus Dutzenden ähnlich gelagerten Historienfilmen aus Japan gewohnt ist. Hier hätte – man mag es kaum laut sagen – etwas „Hollywood“ dem Ganzen gut zu Gesicht gestanden. Damit ist nicht gemeint, dass man auf mehr bekannte Namen und Gesichter hätte setzen sollen, sondern, dass man die Figuren etwas kantiger und mehrdimensionale zeichnen hätte können. So bleibt streckenweise der Beigeschmack einer recht nüchternen historischen Tatsachenabbildung, die im Kontrast zu den Kinobildern und den Bombast-Schlachten steht.

    Ausdrücklich ausgenommen von der Figurenkritik sind zudem die drei offenkundigen Hauptdarsteller:innen Hiroyuki Sanada, Cosmo Jarvis und Anna Sawai. Sanada hat schon in Bullet Train qua seiner Aura mit den bleibendsten Eindruck hinterlassen und funktioniert hier im Zusammenspiel Jarvis hervorragend. Und Sawai spielt hier noch stärker auf als zuletzt in Monarch. Für die Größe des Ensembles ist das vor auch wieder im Vergleich mit den großen Benchmark-Titeln unter den Blockbuster-Serien zu dünn. Es mag ein subjektiver Eindruck sein, aber mehr Sympathieträger als Salz in der Suppe hätten Shōgun ad hoc auf ein anderes Entertainment-Niveau gehievt.

    Spannend ist das, was man hier in acht Folgen geboten bekommt, durchaus. Die Konflikte schaukeln sich schön langsam hoch, die Entscheidungsprozesse werden sinnvoll aufgebaut und das Finale reißt vollends mit. Man ist als Zuschauer wahrscheinlich nur einfach inzwischen gewohnt, dass diese High-Budget-Produktionen auch noch zu überraschen wissen. Wer diesen Anspruch an Shōgun stellt, der wird am ehesten noch enttäuscht werden.

    Ein junger Mann mit Schwertern vor einem Palisadenzaun.
    Einer der Hauptcharaktere in Shōgun © 2023 Disney und seine verbundenen Unternehmen

    Wer sollte sich Shōgun nicht entgehen lassen?

    Was natürlich neben Vikings und Co. als Referenz naheliegt, ist der Tom-Cruise-Film Last Samurai. Sowohl inhaltlich als auch gestalterisch, gibt es einige Schnittpunkte, wenngleich das Cruise-Epos in einer ganz anderen Epoche spielt. Auch vor asiatischen Historienepen braucht sich die Produktion nicht verstecken und wird deren Fans ansprechen. Und wer sich das Intrigenspiel von Game of Thrones ohne Drachen und andere fantastische Elemente ansehen möchte, der wird hier auf ähnlich komplexe, Shakespear’sche Machtkonflikte treffen.

    © 2023 Disney und seine verbundenen Unternehmen

    Unser Fazit zu Shōgun

    4.5 Fast perfekt

    Inszenatorisch über jeden Zweifel erhaben, wird Shōgun den hohen eigenen Ansprüchen ein Epos im feudalen Japan in Hochglanz zu erzählen mehr als gerecht. Die Optik kann mit den aktuellen Toptitel von HBO mithalten und nicht wenige werden sich wünschen, dass auch die Herr der Ringe Serie eher in diesem Stil gemacht worden würde und weniger "digital" daherkommt. Ein Meisterwerk ist diese Staffel leider nicht, da die Geschichte zu konventionell, die Charaktere zu althergebracht und das Pacing zu schablonenartig ist. Es fehlt am Ende doch etwas der Mut zum Außergewöhnlichen, was jedoch nur unterstreicht, dass das Gewöhnliche, was man hier bekommt, sich auf einem Level befindet, das weit über dem Standard der Streaming-Landschaft liegt.

    Shōgun läuft bei Disney+.

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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