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    Wochenendrebellen

    Christian Willach (Chrischi)von Christian Willach (Chrischi)13. Februar 2024Keine Kommentare5 min Lesezeit
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    Florian David Fitz und Cecilio Andresen und hinter ihnen die echten Mirco und Jason in Wochenendrebellen gemeinsam im Stadion.
    Florian David Fitz und Cecilio Andresen und hinter ihnen die echten Mirco und Jason in Wochenendrebellen © Leonine Distribution
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    Basierend auf einem autobiografischen Buch erzählt Wochenendrebellen die Geschichte eines Vaters und seines autistischen Sohnes, die eine besondere Reise durch die Fußballstadien Deutschlands starten. Ob der Film mit Hauptdarsteller Florian David Fitz ein berührendes Werk oder doch eher ein Film für Fußballfans ist, erfahrt ihr hier.[su_youtube URL=“https://www.youtube.com/watch?v=8UiZtVcr7Ro“]

    Das Blu-ray Cover zu "Wochenenderebellen" zeigt Florian David Fitz und Cecilio Andresen während sie im Mittelkreis eines Fußballfeldes liegen und sich ansehen.
    Das Blu-ray Cover zu „Wochenendrebellen“ © Leonine Distribution

    Die Handlung von Wochenendrebellen

    Für den zehnjährigen Autisten Jason (Cecilio Andresen) und seine Familie ist jeder Tag eine neue Herausforderung. Vater Mirco (Florian David Fitz) ist beruflich ständig unterwegs, weswegen Mutter Fatime (Aylin Tezel) sich folglich allein um Jason und seine kleine Schwester kümmern muss. Die äußeren Einflüsse und Reizüberflutungen führen bei Jason nicht selten zu autismusbedingten Wutausbrüchen, wodurch es mitunter in der Schule zu einer Reihe von Vorfällen mit Mitschülern und Lehrern kommt.

    Als den Eltern geraten wird, für Jason eine Förderschule zu suchen – auf die Jason aber nicht gehen möchte – schließen Vater und Sohn eine Abmachung: Wenn Jason sich in der Schule nicht mehr provozieren lässt, hilft ihm Vater Mirco, seinen Lieblingsfußballverein zu finden, indem er mit ihm an den Wochenenden die Spiele verschiedener Vereine besucht. Mit der Bedingung, alle 56 Profivereine aus den drei höchsten deutschen Ligen sehen zu können, stimmt Jason dem Vorschlag zu. Für Vater und Sohn beginnt eine besondere Reise durch Deutschland …

    Basierend auf einer wahren Geschichte

    Wochenendrebellen basiert auf dem autobiografischen Buch „Wir Wochenendrebellen“ von Mirco und Jason von Juterczenka. Drehbuchautor Richard Kropf (Kleo, 4 Blocks) hat sich dem Stoff angenommen und die Geschichte von Vater und Sohn zu einem kurzweiligen Spielfilm gestrickt. Sicherlich sind einige Elemente zu dramaturgischen Zwecken hinzugefügt oder weggelassen worden. Fakt ist jedoch, dass Vater und Sohn diverse Stadien nicht nur in Deutschland besucht haben, um den Lieblingsverein für Jason zu finden, was spätestens im Abspann durch Originalaufnahmen nochmal zu sehen ist. 

    Eine Suche, die gar nicht so einfach ist, denn Jason hat klare Vorstellungen, was sein Lieblingsverein mitbringen muss. Unter anderem muss das Stadion umweltfreundlich und barrierefrei sein. Ein „bescheuertes“ Maskottchen oder verschiedenfarbige Schuhe der Fußballer sind weitere Kriterien, die nicht vorhanden sein dürfen. Und es sind nicht die einzigen Vorgaben oder Regeln von Jason, die wir im Film kennenlernen. 

    Florian David Fitz und Cecilio Andresen und hinter ihnen die echten Mirco und Jason in Wochenendrebellen gemeinsam im Stadion.
    Florian David Fitz und Cecilio Andresen und hinter ihnen die echten Mirco und Jason in Wochenendrebellen © Leonine Distribution

    „Wieder so eine neumodische Krankheit“

    Auch zu Hause gibt der Sohn mehr oder weniger den Ton an, was somit auch den Alltag für seine Eltern häufig schwierig gestaltet. Nach außen wirkt Jason dann nicht selten wie ein enorm verzogener Junge, der sein Umfeld tyrannisiert. Wenn dann noch Fremde „gute“ Ratschläge anbringen wollen oder selbst nach der Erklärung für das Verhalten die Krankheit als „neumodische Erfindung“ abtun, sorgt das auch beim Zuschauen für anbahnende Wut im Bauch. 

    Vor allem zeigen diese Momente, das Autismus ähnlich der Depression mit vielen Vorurteilen in der Öffentlichkeit zu kämpfen hat. Aber statt Mitleid erzeugen zu wollen, legt Regisseur Marc Rothemund (Harte Jungs, Dieses bescheuerte Herz) das Augenmerk mehr darauf, Verständnis für autistische Menschen zu entwickeln und ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Welt auf jemanden mit Autismus wirkt. Und selbst hier gibt es enorme Unterschiede, denn Autismus ist nicht gleich Autismus. Jasons Form ist nur ein Ausschnitt der vielfältigen Arten. 

    Die Welt in der Wahrnehmung eines Autisten 

    Die in Wochenendrebellen gezeigte Wahrnehmung Jasons ist sehr einnehmend und soll den Zuschauer:innen zumindest teilweise verdeutlichen, wie die äußeren Einflüssen wirken können. Gerade die Stadionbesuche zeigen auf, welche Reize auf Jason einprasseln. Jede Berührung, die Lautstärke, die Masse an Menschen; alles Reize, die für die Zuschauer:innen spürbar gemacht werden. Beispielsweise werden die Berührungen wie ein elektrisches Knistern hörbar gemacht, um das Unbehagen nachzuempfinden. 

    Aber auch die enorme Herausforderung, die der Alltag für die Elternseite darstellt, wird aufgezeigt. Mutter Fatime ist am Ende ihrer Kräfte und regelrecht verzweifelt, Vater Mirco ist ebenfalls mit dem eskalierendem Jason überfordert. Das hier auch schon mal die Nerven blank liegen, kann man den Eltern nicht verübeln. 

    Eine ältere Frau und ein älterer Mann schauen gemeinsam einer jungen Frau auf einer Couch ein Fußballspiel. Zwei tragen einen Schal vom Fußballverein Borussia Dortmund.
    Oma, Opa und Mutter Fatime schauen im Fernsehen ein Fußballspiel © Leonine Distribution

    Bekannte Namen und Fußball als Nebendarsteller 

    Florian David Fitz (Der Vorname, Vincent will Meer) und Aylin Tezel (Almanya – Willkommen in Deutschland, 7500) spielen als eben jene Eltern einen soliden bis guten Part. Die Überlastung ist beiden deutlich anzusehen. Und auch bei der Vater-Sohn-Annäherung hat Fitz viele gute Momente. Jedoch wird er überstrahlt von Jungdarsteller Cecilio Andresen, der zum eigentlichen Star von Wochenendrebellen avanciert. Andresen verleiht Jason erst die notwendige Kraft und stellt diesen glaubhaft authentisch dar. Nicht umsonst fiel die Wahl vom realen Jason auf ihn.

    Eine weitere Rolle spielt hier natürlich der Fußball. Das Stadiongefühl, das Jason und Mirco hier erleben, wird schön eingefangen. Doch mehr gibt es hier für den Fußballfan nicht zu entdecken. Der Fußball ist lediglich ein Vehikel, um die Handlung anzutreiben. Im Mittelpunkt steht hier dann umso mehr das Zusammenfinden von Vater und Sohn, die vorher nicht so viel Zeit miteinander verbracht haben.

    Unser Fazit zu Wochenendrebellen

    Wochenendrebellen ist ein sehr schöner Film, der auf eine Diagnose aufmerksam macht, die bislang höchstens bei Filmen wie Rainman in den Vordergrund gerückt wurde. Hier liegt der Fokus jedoch weniger auf der Begabung des Autisten, sondern viel mehr dem Alltag mit Autismus, der Wahrnehmung der Gesellschaft und der Schaffung eines Bewusstseins für Autismus. Und darüber hinaus die Suche nach dem Lieblingsfußballverein, der einem nicht immer in die Wiege gelegt wird. Mehr als ein paar Stadionbesuche gibt es für den Fußballfan allerdings nicht. Dafür gibt es hier eine schöne Geschichte über Vater und Sohn zu sehen, die von starken Darstellungen angereichert wird, insbesondere von Jungdarsteller Cecilio Andresen. 

    Wochenendrebellen ist seit dem 9. Februar 2024 als DVD und Blu-ray sowie digital erhältlich!


    © LEONINE

    Christian Willach (Chrischi)

    Von seinem Kennenlernen mit dem Mauswanderer in einem Land vor unserer Zeit über seinen ersten Kinobesuch mit der rothaarigen Meerjungfrau, hat sich bis heute eines nie geändert: Die Film- und Fernsehwelt ist ein fester Bestandteil von Chrischi. Das steht nicht immer ganz im Einklang mit seiner hauptberuflichen Beschäftigung im öffentlichen Dienst, doch ein Blick in Chrischis „Cave“ mit inzwischen weit über 3.000 Medienträgern und einigen schicken Sondereditionen offenbart seine eigentliche Berufung. Auf der Suche nach Gleichgesinnten fand er schließlich Ende 2019 zu Filmtoast und ist seitdem fleißig am texten und quatschen im Zeichen des Toasts. So mancher Psychologe würde vermutlich beim Anblick auf Chrischis Filmauswahl mit der Stirn runzeln, doch fühlt sich Chrischi eben in nahezu jedem Genre wohl; außer vielleicht Horror. Seine Favoriten: Warrior, Kingsman, Lucky Number Slevin und Ratatouille sowie Filme von Nolan, Villeneuve, Anderson (Wes!) bzw. mit Robin Williams oder Kevin Costner (beide werten für ihn jeden Film auf). Sein Guilty Pleasure: Howard the Duck.

    • Christian Willach (Chrischi)
      https://www.filmtoast.de/author/christian-willach/
      Something in the Water
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      Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses
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