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    Startseite » Sunny
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    Sunny

    Jan Wernervon Jan Werner26. Juni 2024Keine Kommentare4 min Lesezeit
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    Serienmacher, die unkonventionelle Formate versprechen, bekommen bei Apple TV+ regelmäßig die Chance frei zu schalten und walten. So verhält es sich auch bei der Mystery-Thriller-Miniserie Sunny, die in Kooperation mit A24 entstanden ist. Ein weiteres gelungenes Experiment?

    Sunny – Die Story

    In Sunny verkörpert Rashida Jones die im japanischen Kyoto wohnende Amerikanerin Suzie, deren Leben aus den Fugen gerät, als ihr Mann und ihr Sohn bei einem mysteriösen Flugzeugabsturz verschwinden. Als „Entschädigung“ erhält sie Sunny, einen Haushaltsroboter einer neuen Generation, der von der Elektronikfirma ihres Mannes hergestellt wird. Obwohl Suzie sich zunächst gegen Sunnys Versuche sträubt, die Leere in ihrem Leben auszufüllen, entwickelt sich allmählich eine unerwartete Freundschaft zwischen den beiden. Auf ihrer Suche nach der düsteren Wahrheit hinter dem Verschwinden von Ehemann und Sohn tauchen sie in die Gefahren einer Welt ein, von deren Existenz Suzie bislang nichts ahnte.

    Lost in Translation mit Black-Mirror-Wall-E

    Wen man an Near-Future-Sci-Fi denkt, dann ist seit einigen Jahren die erste Assoziation Black Mirror. Seit die Anthologie-Serie gestartet ist, gab es etliche Filme und Serien, bei denen man den Satz „Das hätte gut auch eine Black-Mirror-Episode“ sein können, lesen und hören konnte. Liest man nun die Prämisse von Sunny, so könnte man auf Anhieb erstmal von einem weiteren so gelagerten Fall ausgehen: Ein Was-Wäre-Wenn-Szenario in einer nicht näher spezifizierten Zukunft, bei dem jetzige technologische Entwicklungen gedanklich etwas weitergesponnen werden und das ganze in eine Kurzgeschichte eingebettet wird. In diesem Fall ist das aber glücklicherweise zu kurz gegriffen. Denn auch wenn man meinen könnte, dass es hier lediglich darum geht, was eine Folge wäre, wenn die künstliche Intelligenz in Haushaltsgeräten die nächste Stufe erreicht, so ist das hier nur der Start einer weitaus umfassenderen Geschichte, die schnell Fahrt aufnimmt und im Verlauf fast im Folgentakt neue Richtungen einschlägt.

    Da ist dann einerseits die Komponente des kulturellen Aufeinanderprallens in der Persona der Protagonistin aber auch um sie herum. Andererseits ist dann da der Thriller-Plot und schließlich die Familientragödie und die damit verbundene Trauerbewältigung, die im etwas Manga-artigen Story-Konstrukt für die Bodenhaftung und die Emotionen sorgt. Eine stimmige Mischung, die von verrückten Einfällen auf der einen und exzellenten Darstellenden auf der anderen Seite getragen wird – und von vorn bis hinten mitreißt!

    Außergewöhnliches Erzählen – wie erwartet.

    A24 hat in der Regel nicht die mainstreamigsten Formaten unter seinen Serienprojekten und so ist es auch mit Sunny, denn die Story ist nicht allein der Part, der das Seherlebnis zu einem besonderen macht, auch andere Komponenten sind fernab dessen, was man im konventionellen Fernsehen zeigt. Das fängt bei der dissonanten Musik an, die sich sehr in den Vordergrund drängt und fast zu dick unterstreicht, wenn etwas wohl nicht mit rechten Dingen zugeht. Doch es passt zur Atmosphäre, die allzeit etwas mysteriöses hat und damit die Schnitzeljagd der Protagonisten changiert. Showrunnerin Katie Robbins war an Station Eleven und The End of the F***ing World beteiligt, was einen guten Anhaltspunkt für die Tonalität auch dieser Produktion gibt. Auch Mrs. Davis ist eine Referenz an die man sich immer wieder erinnert fühlt.

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    Was unterscheidet den Roboter vom Menschen?

    Im Verlauf der verrätselten Story – auf deren Ausgang aus Spoiler-Gründen natürlich nicht näher eingegangen wird – rückt immer mehr die menschheitsphilosophische Frage ins Zentrum, was denn bei einer so fortgeschrittenen KI-Technologie überhaupt noch rechtfertigt, Mensch und Maschine zu hierarchisieren, wie man es gemeinhin immer gewohnt war. Damit ähnelt dann doch auch einiges an die Asimov-Verfilmung I, Robot mit Will Smith – nur eben mit einem knuffigen Japan-Roboter-Design. Über einige Inszenierungsideen schafft es Sunny wirklich originell diesem Thema neue Facetten abzutrotzen und damit weit mehr Tiefe zu entwickeln. Es geht um wettgreifende Fragen wie Bewusstsein, Persönlichkeit und Daseinsberechtigung von Künstlicher Intelligenz, die verkappte menschliche Angst davor, dass die eigene Schöpfung zur Gefahr wird und ein Infragestellen unseres derzeitigen Umgangs mit Chat GPT, Siri und Co. im Hinblick auf nicht ausbuchstabierte Regeln und den daraus resultierenden Spielraum für möglicherweise Kriminelle.

    Was jedoch das Totschlagargument für diese Serie ist, ist die Weise, wie man schafft trotz dieser moralischen und philosophischen Mehrdimensionalitäten eine Leichtfüßigkeit an den Tag zu legen, die die 10 30-Minüter in Windeseile durchsuchten lässt. Der Thriller-/Familiendrama-/Abenteuer-Plot ist dank einer phänomenal sympathischen Rashida Jones mitreißend. Doch nicht nur die Protagonistin ist so stark in dieser Miniserie, auch die japanischen Mitspieler sind allesamt exzellent und kreieren jeweils in wenigen Szenen greifbar-ambivalente Charaktere. Sogar der titelgebende Roboter ist in diesem Format ein Charakter mit Abgründen und einer spannenden Entwicklung.

    Der liebe Haushaltsroboter und seine unfreiwillige Besitzerin © Apple TV+

    © Apple TV+

    Unser Fazit zu Sunny

    4.0 Stark

    A24 hat einmal mehr nicht enttäuscht und liefert eine packende, kleingehalten, aber groß gedachte Near-Future-Sci-Fi-Show, die vor intelligenten Einfällen nur so überschäumt. Der Cast ist fantastisch, die knackigen Folgen entwickeln rasch eine hohe Sogwirkung und die Gedankenanstöße, die Sunny mitliefert, werden das Publikum auch darüber hinaus noch einige Zeit beschäftigen. Es ist also für Apple TV+ ein weiteres Kleinod, das vermutlich nur wenige Zuschauer finden wird, da sich der Konzern bei solchen Titeln noch immer schwer mit der Vermarktung tut. Es bleibt zu hoffen, dass doch viele Abonnenten und Interessenten dem Ganzen eine Chance geben, denn sie werden es nicht bereuen!

    Sunny streamt bei Apple TV+!

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    Jan Werner

    Daheim in Oberfranken und in nahezu allen Film- und Serienfranchises, schaut Jan mehr als noch als gesund bezeichnet werden kann. Gäbe es nicht schon den Begriff Serienjunkie, er hätte bei über 200 Staffeln im Jahr für ihn erfunden werden müssen. Doch nicht nur das reine Konsumieren macht ihm Spaß, das Schreiben und Sprechen über das Gesehene ist mindestens eine genauso große Passion. Und so ist er inzwischen knapp fünf Jahre bei Filmtoast an Bord und darf hier seine Sucht, ähm Leidenschaft, ausleben. Die wird insbesondere von hochwertigen HBO- und Apple-Serien immer wieder aufs Neue angefacht und jeder Kinobesuch hält die Flamme am Lodern. Es fällt Jan, wie ihr euch bestimmt wegen der Masse an Geschautem vorstellen könnt, schwer, Lieblingsfilme, -serien oder auch nur Genres einzugrenzen. Er ist und bleibt offen für alles, von A wie Anime bis Z wie Zack Snyder.

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